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  • E3 2014: The Division - Zweifel ausgeräumt: Ungeheure Tiefe, zahlreiche Möglichkeiten, hübsche Optik

    Seuchenalarm in New York: Die Stadt versinkt in Schnee, Eis, Chaos und Gewalt. Zeit für die Spezialkräfte der Division, Ruhe und Ordnung wiederherzustellen. Wir haben uns Ubisofts The Division auf der E3 2014 zu Gemüte geführt.

    Im letzten Jahr sorgte Ubisoft mit dem Online-Action-Rollenspiel The Division für Aufsehen: Die Optik, durch die die Mitglieder der gleichnamigen Spezialeinheit stapfte, war so beeindruckend, dass nicht nur wir uns fragten, ob es sich um Echtzeitgrafik oder um einen Renderfilm handeln würde. Inzwischen wissen wir: Das war echte Spielgrafik, auf den Bildschirm gebracht von Ubisoft Massives hauseigener Snowdrop-Engine. Zwar verschob sich der Erscheinungstermin von The Divison unlängst auf 2015, doch auf der E3 brachten uns vier Entwickler aus Schweden auf den aktuellen Stand der Dinge.

    Blick in die Vergangenheit

    Zuerst führten uns Producer Petter Mannerfelt und seine drei Kollegen - Technical Director Anders Holmquist, Lead Economic Designer Ada Greciuc und Realization Director Tobias Nyman - die Sequenz vor, die wir schon in der Microsoft-Pressekonferenz am Montag zu Gesicht bekamen. Drei Division-Mitglieder müssen darin eine Basis im Herzen von New York erobern. Allerdings erklärte uns Mansfelt das Geschehen deutlich detaillierter. Etwa, was es mit der verwaschenen Szene in einem U-Bahnhof gleich zu Anfang auf sich hat. "Das ist die Echo-Funktion", erkärt Petter Mannerfelt. "Aus den Daten, die euch Überwachungskameras und Smartphone-Fotos liefern, baut sie den letzten Moment im Bahnhof nach. So seht ihr hier die letzte U-Bahn, die ihn vor dem Zusammenbruch verlassen hat." Etwas später hat sich unsere Dreiergruppe plus Tobias Nyman, der eine Drohne per Tablet steuert, an der Oberfläche versammelt und erkundet die Lage.

    05:04
    The Division: Fünf Minuten Gameplay von Microsofts E3-Pressekonferenz
    Spielecover zu The Division
    The Division

    Farben und Flammen

    Zwei Gegnergruppen hindern uns jedoch an der einfachen Eroberung der Basis. Wir greifen zuerst die etwas weniger stark aussehende an. Ada Greciuc platziert eine Tesla-Lähmfalle, um die Feinde in Schach zu halten, doch einer kann entkommen und alarmiert die zweite Gruppe. Mit einer Firefly-Attacke blenden wir einen besonders gefährlichen Feind und flanken um ihn herum. Beim nun folgenden Schussgefecht treffen einige Kugeln einen Farbeimer, dessen Inhalt sich über einen liegengebliebenen Bus verteilt. "Für solche Details bin ich zuständig", grinst Tobias Nyman. Nicht nur die Gegner müssen einstecken - auch ein Teammitglied wird getroffen und geht zu Boden. Ada Greciuc eilt zu ihm, um ihn wiederzubeleben, stellt zuvor aber noch einen Flammenwerfergeschützturm als Feuerschutz auf den Boden. "Wer vom Feuer getroffen wird, erleidet über einen bestimmten Zeitraum Schaden", sagt Petter Mannerfelt. Wenig später haben wir die Gegner erledigt: Wir klauben die Beute von deren Körpern und nehmen die Basis ein, die uns neben einigen Verbesserungen auch Verbindungen in neue Gegenden eröffnet.

    Grafikpracht und Rattenmacht

    Bei alledem sieht die Grafik äußerst lecker aus: Nehmen wir die Einschusslöcher in einem Taxi, hinter dem wir vor der zweiten Gegnergruppe in Deckung gehen. Um die Löcher herum ist Metall sichtbar, weil hier der Lack abgeplatzt ist. Der Lack selbst ist zackig ausgefranst und ein paar Millimeter höher als das ins Blech geschossene Loch. Details, die beim Spielen nicht besonders auffallen, jedoch für einen erhöhten Realitätsgrad sorgen. Auch die Tag- und Nachtwechsel sind eine Schau. Im zweiten Level, den wir so noch nirgendwo gesehen haben, befinden wir uns in einer kleinen Gasse mit Ladenlokalen und Lichterketten, die heimelig im Wind schwingen. Verständlicherweise ist hier jedoch kein einziger Stadtbewohner zu sehen: Manche Bereiche der Stadt können wir nur mit einer Gasmaske betreten, so kontaminiert sind sie noch heute, Wochen nach dem ersten Ausbruch der Seuche. Tobias Nyman ist einmal mehr unser fliegendes Auge: Er fliegt Schmiere, während wir uns mit der auf den Boden projizierten Karte einen Überblick verschaffen und unseren nächsten Zielpunkt auswählen. Die Karte zeigt außerdem die jeweilige Sicherheit, Kontamination und Moral der Stadt an. Wir wählen unser Missionsziel - einen Supermarkt - und machen uns auf den Weg. Vorbei an einem Rudel Ratten, das wir mit unseren Aktivitäten aufgescheucht haben. New Yorker Ratten kann auch eine Pandemie nichts anhaben, so scheint es.

    Action-Rollenspiel ohne Klassen

    Aus einem Gulli steigt Wasserdampf empor, erleuchtet durch die blau-roten Lichter eines Polizeiwagens. Diese Ecke der Stadt scheint wie ausgestorben. "Eure Helden sind nicht in bestimmte Klassen eingeteilt", überbrückt Petter Mannerfelt die ruhigen Momente. "Ihr wählt einfach die Eigenschaften, die eurer Spielweise am meisten helfen." Anders Holmquist greift beispiels zu einer Schrotflinte, einem Puls, den er aussendet, um Informationen über Land und Leute zu bekommen, sowie einer Mine, die aktiv nach Zielen sucht. Ada Greciuc baut auf eine Heilverbindung zu ihren Mitspielern sowie auf Geschütztürme, die den Gegnern einheizen. Ein paar davon erlegen wir, indem wir in Deckung bleiben. Wir rücken von Straßensperren zu Glaskästen mit Stadtkarten vor und geben immer wieder ein paar Salven in ihre Richtung ab. Lohn des Manövers: ein taktischer Rucksack, der zahlreiche Eigenschaften des Trägers sowie dessen Rüstungswert und Taschenplatz verbessert.

    Modding vor dem Supermarkt

    Anders Holmquist moddet derweil seine Waffe. Aus einer Suchmine, die eine mächtige Explosion auslöst, wird eine Blendgranate. Da meldet sich Tobias Nyman zu Wort: Er hat über das Tablet eine Gegnergruppe entdeckt, die den Weg zum Supermarkt versperrt, und markiert den gefährlichsten - den Gegner, den wir zuerst eliminieren sollten. "Es kommen noch vier weitere", ruft Nyman seinen Freunden zu. Sie nageln Anders Holmquist hinter einer Deckung fest. Zeit für ein Ablenkungsmanöver: Ada Greciuc stellt ein Geschütz auf, dessen Sperrfeuer die Angreifer ablenkt und Holmquist die Chance zum Verschwinden gibt. Ein paar Minuten später ist der Weg zum Supermarkt frei. Wir betreten ihn und aktivieren den Dieselgenerator. Daraufhin steigt die Sicherheitsstufe der Umgebung, zur Belohnung gibt es eine neue Nebenmisson und eine Gasmaske, mit der sich ein weiterer Verbündeter in unwirtliche Gebiete wagen kann. "Mehrere solcher Aktionen führen etwas später zur Übernahme einer Basis wie der, die wir in der letzten Mission gestürmt haben", sagt Petter Mannerfelt.

    Kernige Online-Action

    Wer noch daran gezweifelt hat, dass The Division tatsächlich ein Action-Rollenspiel ist, wird von unseren Erlebnissen hoffentlich eines Besseren belehrt. Die ungeheure Tiefe des Spiels und die zahlreichen möglichen Eigenschaften und Modifikationen kann selbst eine halbstündige Präsentation nur andeuten. Nun hängt alles davon ab, wie gut die einzelnen Komponenten ineinandergreifen und ob die Missionen, die Regionen und Gegner, die das Team sich ausdenken, auch langfristig Spaß machen und motivieren. Zu den geplanten Mehrspielermodi verrieten uns Petter Mannerfelt und seine Kollegen noch nichts: Alle Gegner, die wir heute besiegt haben, wurden vom Computer gesteuert. Lassen Sie sich von dem Genre Online-Action-Rollenspiel keinen Schrecken einjagen - dazu gehört auch Diablo 3, und das ist inzwischen wieder richtig gut geworden.

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    04:13
    The Division: E3-Trailer - Die Rückeroberung von New York
    Spielecover zu The Division
    The Division
  • The Division
    The Division
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Massive Entertainment AB (SE)
    Release
    08.03.2016

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    Es gibt 23 Kommentare zum Artikel
    Von Gamer090
    Alleine spielen ist meistens langweilig Bei bestimmten Genres aber ist alleine spielen auch ok und oft einfacher.Aber…
    Von ko11oRBLIND
    ich denke auch dass dieses spiel davon leben wird und so am meisten spaß machen wird. diablo 3 macht im ts mit…
    Von Gamer090
    Mir wurde schon langweilig als ich gelesen habe das eine Seuche ausgebrochen sei. Ist nichts neues und so wirklich hat…
    Von Zeus18
    Das Game wird echt bombastisch. Kann es echt kaum erwarten.
    Von Cpt. Nugget
    Also ich freu mich wie ein Schnitzel auf das Spiel. Vor allem auf die abendlichen/nächtlichen Coop-Sessions mit…
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The Division
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http://www.pcgameshardware.de/The-Division-Spiel-37399/Specials/E3-2014-The-Division-angespielt-1124992/
12.06.2014
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2014/06/E3_2014_The_Division_Screenshots__5_-pcgh_b2teaser_169.jpg
the division,e3 2014,ubisoft
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