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  • The Bureau: XCOM Declassified im Test: GPU-Physik mit Benchmarks auf den Zahn gefühlt

    The Bureau: XCOM Declassified ist ein taktischer Third-Person-Shooter aus dem eigentlich strategischen XCOM-Universum. Ein Shooter-Ableger eines rundenbasierten Strategiespiels, kann das gutgehen? Wir überprüfen im Test das Gameplay, werfen einen Blick auf die für den PC aufgewertete Grafik, die auch GPU-beschleunigte Physik-Effekte bietet.

    The Bureau: XCOM Declassified im Test: GPU-Physik mit Benchmarks auf den Zahn gefühlt  (5) The Bureau: XCOM Declassified im Test: GPU-Physik mit Benchmarks auf den Zahn gefühlt (5) Quelle: Take 2 The Bureau: XCOM Declassified ist ein Third-Person Shooter mit taktischen Elementen, der einmal ein Ego-Shooter werden wollte und von einem rundenbasierenden Strategie-Titel abstammt. Das klingt nach Chaos. Ist es den Entwicklern gelungen, dennoch einen überzeugenden Titel abzuliefern und können die typischen XCOM-Tugenden in das neue Gameplay unfallfrei transplantiert werden?

    The Bureau - Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm?

          

    XCOM: Enemy Unknown ist ein von Kritikern wie Fans gefeierter rundenbasierter Taktik-Hit. Das Spiel ist ein Reboot des Klassikers von 1994. Dem Spiel gelang der Spagat zwischen Old-School-Gameplay mit hohem Anspruch und moderner Technik und Bedienung sehr gut, auch wenn einige PC-Spieler die für die Konsolen angepasste Steuerung kritisierten. Wichtiger jedoch war, dass auch die Atmosphäre und die schweißtreibende Spannung des DOS-Titels in die Gegenwart herüber gerettet werden konnte. Gelingt das auch bei dem Action-Filius oder versinkt er in der Masse der uninspirierten Cover-Shooter mit austauschbarem Szenario?

    Auch auf der technischen Seite sind die beiden XCOM-Titel blutsverwandt: Beide nutzen die Unreal Engine 3. Doch bei The Bureau haben die Entwickler einige PC-exklusive Grafikfeatures mit eingebaut. The Bureau bietet ein Upgrade auf Direct-X-11, Ambient Occlusion, höher aufgelöste Texturen und Schatten, Tessellation, sowie aufwendige Screen-Space-Reflections. Für die Glättung der Kanten gibt es leider nur ein Post-Process-Anti-Aliasing, welches aber immerhin ordentlich funktioniert ohne das Bild allzu viel Schärfe zu kosten. Zusätzlich kann auf Nvidia-Karten GPU-PhysX aktiviert werden, die das Spiel mit schicken, spielerisch aber irrelevanten Rauch- und Partikeleffekten aufwertet.

    The Bureau - Das Spiel

          

    Die Geschichte von The Bureau spielt in den 1960er Jahren, zu einem Zeitpunkt, wo in den USA nicht nur der Kalte Krieg für Gänsehaut sorgte, sondern auch der UFO-Glaube der Bevölkerung seinen Höhepunkt hatte. Geheime Staatsorganisationen schossen wie Pilze aus dem Boden, Spionage, verdeckte Aktionen und gezielte Desinformationen waren an der Tagesordnung. Zu Beginn des übernimmt der Spieler die Rolle von Agent William Carter, in der er versucht, der neuen Bedrohung durch eine außerirdische Invasion Herr zu werden.

    Die effektgeladene Einleitung des Spiels macht den Spieler mit der an Mass Effect erinnernde Spielmechanik vertraut. Man steuert Carter aus einer übersichtlichen, versetzten Schulterperspektive, geht per Tastendruck hinter geeigneten Objekten in Deckung und gibt seinem Team Befehle zum Flankieren von Feindansammlungen oder zum Einsatz bestimmter Fähigkeiten. Dazu wechselt das Spiel in einen Zeitlupenmodus, der einem die nötige Zeit zu den Befehlen gibt und deutlich als Reminiszenz an den rundenbasierten Ahnen gedacht ist. In der Praxis funktioniert dies gut, allerdings wird der Spieler dadurch unangenehm aus dem Spiel gerissen. Dennoch ist der Einsatz der Befehlsoberfläche dringend angeraten, die KI der Mitstreiter ist reichlich todesverachtend. Die Kollegen sprinten in Feindfeuer, ignorieren beim Positionswechsel Gegner in ihrer Flanke oder latschen unbeeindruckt auf außerirdische Sprengsätze. Deswegen muss das Spiel oft pausiert werden, um die KI-Agenten neu zu positionieren, was den ansonsten recht spaßigen Gefechten einiges an Dynamik raubt. Die Befehlsoberfläche wurde außerdem offensichtlich für die Bedienung mit dem Controller optimiert, trotz Anpassung an den PC wirkt das ganze recht umständlich und wenig intuitiv. Trotz oftmals großer Schädel ist auch die Gegner-KI nicht auf der hellsten Seite: Die Gegner reagieren taktisch nicht besonders aufgeweckt, bleiben bei Flankenfeuer oftmals hinter ihren kompromittierten Deckungen stehen oder laufen direkt ins Feuer der KI-Kollegen. Auch höhere Schwierigkeitsgrade bringen hier keine Besserung, die Aliens stecken bloß mehr Prügel ein, bevor sie das Zeitliche segnen und treffen ihrerseits genauer. Zwischendurch kann man in der Rolle von Agent Carter anderen Personen in Gesprächen mit einem (schon wieder an Mass Effekt erinnernden) Gesprächsmenü ein paar Informationen aus der Nase ziehen. Die Mitstreiter lassen sich optisch und in ihren Fähigkeiten anpassen, wenn sie wie der Hauptcharakter im Level aufsteigen, erfüllen aber eine weit weniger taktische Rolle als in XCOM: Enemy Unknown. Ein permanentes Ableben der Kameraden ist wie dort zwar möglich, der Verlust aber lange nicht so gravierend, sie können einfach durch neue KI-Agenten ersetzt werden. Freies Speichern ist nicht möglich, The Bureau nutzt fair gesetzte Checkpoints, die in drei Slots gespeichert werden. Das Gameplay und die Umsetzung für den PC hätten insgesamt etwas mehr Feinschliff vertragen können.

    04:38
    The Bureau: XCOM Declassified und GPU-Physik auf den Zahn gefühlt
    Spielecover zu The Bureau: XCOM Declassified
    The Bureau: XCOM Declassified

    The Bureau - Grafisch trotz moderner Technik-Features angestaubt

          

    Grafisch ist das Spiel trotz PC-Anpassungen keine Augenweide. Die Optik ist polygonarm, die Texturen durchgehend niedrig aufgelöst. Die zusätzlichen PC-Features sind nett, können der Optik aber kaum auf die Sprünge helfen. Der Einsatz ist außerdem recht sparsam: Die Umgebungsverdeckung bringt etwas mehr Tiefe, die hochauflösenden Echtzeit-Reflexionen auf bestimmten Oberflächen sind recht hübsch, kosten aber unverhältnismäßig viel Performance (rund 30%) und wirken außerdem in die durch die Low-Res-Texturen und fehlende Kantenglättung dezent angestaubt wirkenden Grafik etwas aufgesetzt. Den Einsatz von Tessellation sieht man dem Spiel nicht an, aber die Option macht sich wohl ganz gut in der Feature-Liste. Auch die Beleuchtung ist nur Durchschnitt und die Farben sind dezent ausgewaschen. Effekte und Explosionen wirken flach und wenig beeindruckend, hier fehlt es etwas an Gravitas. Ganz rund läuft The Bureau trotz mäßiger Grafik (noch) nicht, selbst mit einer GTX 780 gibt es öfter Schluckauf, der etwas an die anfänglich unsaubere Performance von Bioshock Infinite erinnert.

    Gelungen dagegen ist der Grafikstil, das 60er-Jahre-Flair wird geschickt eingefangen. Stellenweise fühlt man sich an die Optik von Bioshock erinnert, ohne dass The Bureau allerdings dessen schon ins künstlerische reichende Design und den ästhetischen Einfallsreichtum erreichen kann. Gefreut haben wir uns dagegen über einige andere, eher unscheinbare Optionen im Grafikmenu: So kann man den FOV anpassen oder die Framerate zusätzlich zu Vsync auf 30, 60 oder 120 Bilder pro Sekunde beschränken, oder den optionalen Griesel-Filter abschalten. Der FOV springt beim Zielen ärgerlicherweise wieder auf das Default zurück.

    GPU-PhysX und Screen-Space-Reflections im Vergleich
    thebureau 2013-02-20 04-29-50-32-pcgh


    Der Einsatz der GPU-beschleunigten Physik ist recht unscheinbar, hier flattert mal ein Fähnchen im Wind oder fliegen ein paar Bruchstücke beim Beschuss einer Mauer durch die Gegend. Einzig die Partikel-Effekte sind sehr ansehnlich: In einigen Gefechten schießen Alien-Schiffe im Orbit Materie-Transmitter auf die Erdoberfläche. Diese bilden dann einen hübschen Schirm aus wirbelnden Partikeln. Dort zeichnen sich zuerst die Umrisse der Verstärkungen der Außerirdischen ab, bevor sie hervorstürmen und dabei die Partikel verwirbeln. Auch im eigentlichen Leveldesign gibt es ab und zu Partikel-Emittoren, die das Auge mit wildem, waberndem Farb-Chaos erfreuen. Die restlichen PhysX-Effekte halten sich aber ansonsten recht dezent im Hintergrund. Bei Explosionen und dergleichen fliegen daher auch nur wenige Trümmer umher, Effektgewitter wie etwa in Borderlands 2 sollte man nicht erwarten.

    Wie in unserem Entwickler-Interview zu den PhysX-Effekten von Ewan Croft angedeutet, ist es auch möglich, die Berechnung der GPU-Physik der CPU zu überlassen, etwa wenn man eine Radeon als Grafikkarte nutzt. Wie sich dies auf die Performance auswirkt, haben wir mit unserem PhysX-Benchmark verdeutlicht. Als Rechenwerk dient ein Intel Core i7-3770K mit Standard-Taktraten.

    Hier kommt der Alternativtext rein

    CPU-Auslastung mit PhysX CPU-Auslastung mit PhysX Quelle: PC Games Hardware
    Das Fazit hier lautet ganz eindeutig: Die CPU ist für die aufwendigen Partikeleffekte klar zu langsam. Auch eine GTX 780 wird gefordert und bricht recht stark ein. Ohne eine starke Nvidia-Karte oder eine Zweit-GPU für PhysX sind die Effekte mit Rückblick auf spielbare Bildraten nicht zu realisieren.

    The Bureau: XCOM Declassified - Ein Fazit

          

    The Bureau ist leider nicht der Titel, den wir uns gewünscht hätten. Zu umständlich ist das Gameplay, zu unruhig der Spielfluss. Hier macht sich wohl die Umstellung von Ego- auf einen taktischen Deckungs-Shooter bemerkbar, die Zeit für den Feinschliff fehlte den Entwicklern dadurch mutmaßlich. Die Technik ist trotz recht umfangreichen Anpassungen an den PC recht dürftig und die GPU-Physik-Effekte sind recht spärlich verteilt. Ein schlechtes Spiel ist The Bureau dadurch noch lange nicht, aber der Titel bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

    Was denken Sie über The Bureau? Liebloser Serien-Abklatsch, interessanter, aber Makel behafteter Exkurs oder hätten die Entwickler besser bei ihrem ursprünglichen Konzept bleiben und aus The Bureau einen Ego-Shooter machen sollen?

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  • The Bureau: XCOM Declassified
    The Bureau: XCOM Declassified
    Publisher
    2K Games
    Release
    23.08.2013

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    Es gibt 20 Kommentare zum Artikel
    Von Gordon-1979
    Ich habe einen Bug gefunden. Bei zu vielen Partikel arbeitet PhysX nicht mehr auf der GPU. Was für ein beschissener Bug.
    Von PCGH_Phil
    Wie im Artikel angedeutet, läuft das Spiel generell schlecht. Sogar eine GTX 780 bekommt ohne Hardware-Kantenglättung…
    Von toni28
    Wahrscheinlich. Dennoch würd mich die Begründung von AMD interessieren. Pauschal zu sagen, dass das ein TWIMTBP-Spiel…
    Von Gordon-1979
    Sollte gut funktionieren. Spezial Treiber findest du in meinem thread. Das ist falsch, die ppu arbeitet separat, wie…
    Von FormatC
    AMD kann da eher weniger dafür. Es ist nun mal ein Titel aus dem Nvidia-Programm
      • Von Gordon-1979 Volt-Modder(in)
        Ich habe einen Bug gefunden. Bei zu vielen Partikel arbeitet PhysX nicht mehr auf der GPU.
        Was für ein beschissener Bug.
      • Von PCGH_Phil Audiophil
        Zitat von toni28
        Wahrscheinlich. Dennoch würd mich die Begründung von AMD interessieren. Pauschal zu sagen, dass das ein TWIMTBP-Spiel ist, und es deswegen nur schlecht mit der eigenen HW rennt, wär ja auch ein Armutszeugnis seitens AMD.

        Anstattdessen hätt ich zB gern eine Antwort in der Art: "Das liegt an NVs hauseigener AO-Technik, aber wir werden künftig einen Schalter im CCC anbieten, mit dem man in solchen Fällen das AO durch eigene Shader ersetzen lassen kann."

        Wie im Artikel angedeutet, läuft das Spiel generell schlecht. Sogar eine GTX 780 bekommt ohne Hardware-Kantenglättung keine stabilen Frameraten abgeliefert. Wenn man das in Relation zur Optik setzt, kann man sich eigentlich denken, dass das Problem eher bei dem Spiel selbst, nicht aber bei den Grafikkarten-Herstellern liegt.

        Wenn man aber mit einer HD 7970 nicht mal in 1080p und vollen flüssig spielen kann, geschweige denn mit Downsampling, kann man sich durchaus mal ein bisschen aufregen

        Das Spiel braucht einen Patch.
        Eventuell kann man den Schluckauf aber auch mit Änderungen beim Textur-Streaming innerhalb der .ini beheben, das funktionierte mit Bioshock: Infinite auch ganz gut. Generell macht das Spiel aber einen recht unfertigen Eindruck. Das ohne GPU-PhysX nicht mal 5 popelige Partikel in der Glaskugel (siehe: PhysX-Vergleich) rumfliegen, ist einfach lächerlich. Das stinkt nach Faulheit oder Publisher-Hetze.
      • Von toni28 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von FormatC
        AMD kann da eher weniger dafür. Es ist nun mal ein Titel aus dem Nvidia-Programm

        Wahrscheinlich. Dennoch würd mich die Begründung von AMD interessieren. Pauschal zu sagen, dass das ein TWIMTBP-Spiel ist, und es deswegen nur schlecht mit der eigenen HW rennt, wär ja auch ein Armutszeugnis seitens AMD.

        Anstattdessen hätt ich zB gern eine Antwort in der Art: "Das liegt an NVs hauseigener AO-Technik, aber wir werden künftig einen Schalter im CCC anbieten, mit dem man in solchen Fällen das AO durch eigene Shader ersetzen lassen kann."
      • Von Gordon-1979 Volt-Modder(in)
        Zitat von Der, der keinen Namen hat
        Ab welcher Nvidia Karte kann ich vernünftig PhysX auslagern ( zusätzlich zu eine AMD GraKa ) ?

        edit: hab hier noch ne 9800 GT im alten PC stecken, langt die noch ( zur HD 7970 )
        Sollte gut funktionieren. Spezial Treiber findest du in meinem thread.
        Zitat von Prozessorarchitektur
        JA die langt
        Minimum für physx ist eine 8600gts
        aber wenn man eine Stärkere gtx hat, wird die ältere GPu zur Bremse.
        Kombi gtx460 und 9800gt bringt nichts. weil die gtx460 an sich schnell genug ist um physx zu bewältigen.

        Das ist falsch, die ppu arbeitet separat, wie ein 2. Prozessor. Wie gesagt, ich habe keine FPS einbüche, und das bei maximal Einstellung.
        Als extra info, physx wird zu 70 % von der ppu berechnet, den Rest macht die CPU.
      • Von FormatC Freizeitschrauber(in)
        Zitat von toni28
        Schon das zweite Spiel innerhalb kurzer Zeit, was absolut beschissen auf Radeons rennt. Vll. sollte man mal AMD und die Entwickler um eine Stellungnahme bitten.
        AMD kann da eher weniger dafür. Es ist nun mal ein Titel aus dem Nvidia-Programm
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The Bureau: XCOM Declassified
The Bureau: XCOM Declassified im Test: GPU-Physik mit Benchmarks auf den Zahn gefühlt
The Bureau: XCOM Declassified ist ein taktischer Third-Person-Shooter aus dem eigentlich strategischen XCOM-Universum. Ein Shooter-Ableger eines rundenbasierten Strategiespiels, kann das gutgehen? Wir überprüfen im Test das Gameplay, werfen einen Blick auf die für den PC aufgewertete Grafik, die auch GPU-beschleunigte Physik-Effekte bietet.
http://www.pcgameshardware.de/The-Bureau-XCOM-Declassified-Spiel-37248/Specials/The-Bureau-XCOM-Declassified-mit-GPU-PhysX-1085489/
28.08.2013
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2013/05/bureau2.jpg
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