Games World
  • Mad Catz Strike TE im Test: Gelungenes Debüt der mechanischen Spielertastatur

    Mit dem futuristisch wirkenden Keyboards der Strike-Reihe (Strike 7/5/3) hat Mad Catz schon zwei optischen auffällige und gerade bei der Ausstattung speziell für Spieler konzipierte Gamer-Tastaturen veröffentlicht. Mit der Strike TE debütiert jetzt das erste mechanische und nicht auf Gummidom-Technik basierende Tastenbrett des Herstellers. Dessen Zielgruppe ist erneut der Spieler und dem hat die Mad Catz Strike TE einiges zu bieten, wie unser Test zeigt.

    Mad Catz Strike TE im Test: gelungenes Debüt der mechanischen Spielertastatur (5)Mad Catz Strike TE im Test: gelungenes Debüt der mechanischen Spielertastatur (5)Quelle: PC Games HardwareBeim ersten Blick auf die neue Mad Catz Strike TE könnte man denken, dass es sich hier nur um eine überarbeitete Version der ebenfalls primär für die spielende Kundschaft entwickelten Mad Catz Strike 3 handelt. Doch bereits ein genauer Blick auf die Tastenkappen entlarvt den großen Unterschied zwischen den beiden Tastenbrettern: Während die Mad Catz Strike 3 (Preis ca. 80 Euro) bei der Tastenmechanik auf Gummidome setzt, verfügt die Mad Catz Strike TE (Preis ca. 125) über mechanische Tastenschalter des chinesischen Cherry-Konkurrenten Kailh mit brauner Farbkodierung. Doch nicht nur dieses besondere Ausstattungsmerkmal macht die Strike TE zu einer Tastatur die beim Gamer wenige Wünsche offen lässt. Wie der folgende Test zeigt, hat die erste mechanische Tastatur aus dem Hause Mad Catz noch einiges mehr zu bieten.

    Mad Catz Strike TE: Eine spielergerechte Ausstattung

          

    Die Tatsache, dass Mad Catz die Strike TE - TE steht dabei für Tournament Edition - speziell für den Spieler entwickelt hat, wird zuerst einmal an der abschaltbaren weißen Beleuchtung mit drei Helligkeitsstufen deutlich: Neben der Vollbeleuchtung haben Gamer nicht nur die Möglichkeit mithilfe der drei in der umfangreichen Software festlegbaren Modi die WASD- und/oder Cursortasten einzeln leuchten zu lassen. Sie können per Fn-Umschalter sowie den Tasten "W" und "S", respektive "Pfeil nach oben" und "Pfeil nach" der auch die Helligkeit dieser beiden Tastengruppen verstellen unabhängig von der Beleuchtung des Haupttastenfelde in diesen Zonen deaktivieren.

    Mad Catz Strike TE Beleuchtung und Ausstattung im Detail (1)

    before
    after

    Die Makrofunktion der Strike TE fällt ebenfalls sehr umfangreich aus. Insgesamt sind 36 Tastenfolgen möglich: sowohl die leider nur mit einer Gummidom-Mechanik bestückten Tasten M1 bis M7 am oberen linken Rand des Gehäuses, als auch die fünf, um die Pfeiltasten herum positionierten mechanischen Makrotasten (C1 bis C5) lassen sich dreifach mit Tastenkombinationen belegen. Dabei erfolgt der Wechsel zwischen den drei Modi genauso wie das Umschalten zwischen den drei in der umfangreichen Mad-Catz-Software festlegbaren Beleuchtungsprofilen per Mode-Taste. Selbst das Aufzeichnen von Makros und die Belegung der M- sowie C-Knöpfe mit den Tastenfolgen wird dem Gamer von der Software sehr leicht gemacht. Ist die Tastenfolge programmiert und im internen Speicher der Strike TE abgelegt, wir das Makrosymbol nur noch auf eines der drei für jede frei belegbaren Tasten auch optisch indizierten Speichersymbole gezogen und steht dann zur Verfügung. Das ist wirklich einfach und intuitiv und kommt beispielsweise Fans von MOBAs wie Dota 2 oder League of Legends zu gute. Auch der separate und nicht wie die Multimediafunktionen als Doppelbelegung auf die Tasten F5 bis F8 verteilte Schiebeknopf zum Sperren der Windows-Taste, 1.000 Hz Polling-Rate sowie der NKey-Rollover (NKRO) am USB-Port sind klare Indizien für den primären Einsatzzweck der Mad Catz Strike TE.

    09:25
    Mad Catz Strike TE im Video-Test

    Mad Catz Strike TE: Sehr ergonomisch, rutschfest und mit durchdachter Tastenanordnung

          

    Mad Catz' erstes mechanisches Tastenbrett hat aber auch Vielschreibern eine Menge zu bieten. Die Tatsache, dass die M-Tasten am oberen linken Rand des Chassis mit Klavierlackoptik positioniert sind, schließt Fehlgriffe beim Betätigen der Umschalt- oder Umschalt-Feststelltaste aus. Bei vielen anderen Modellen, beispielsweise auch bei der in der in kommenden PCGH 03/2015 im Rahmen einer Marktübersicht getesteten Asus Strix Tactical oder Roccat Ryos TKL Pro, befinden sich die Makrotasten nämlich zu nah am Haupttastenfeld. Da rutsch der kleine Finger gerade beim flotten Tippen der Öfteren auf die frei belegbaren Knöpfe anstatt die Shift- oder Shift-Lock-Taste zu treffen. Dazu kommt, dass die ausreichend groß dimensionierte und sogar abnehmbare Handballenablage gerade beim stundenlangen Schreiben der Ermüdung der Handgelenke vorbeugt. Selbst bei ausgefahrener Höhenverstellung, die für einen angenehm flach ansteigenden Winkel des Tastenfeldes sorgt, kommt die Strike TE von Mad Catz nicht ins Rutschen. Trotz der zusätzlich um die Cursortasten angebrachten fünf Makroknöpfe entspricht das Tastenlayout dem MF-Standard. Da keiner der Tastenbereiche (Haupttastenfeld, Mittel- und Ziffernblock) zusammengestaucht wird und ausreichend Raum zwischen den einzelnen Tasten vorhanden ist, gibt es auch überhaupt keine Probleme mit deren Erreichbarkeit.

    Mad Catz Strike TE: Kailh Brown statt Cherry MX Brown - das Tippgefühl bleibt das gleiche

          

    Bei den mechanischen Tastenschaltern greift der Mad Catz nicht zu den braunen Cherry-MX-Modellen sondern zum Konkurrenzprodukt des chinesischen Herstellers Kailh. Bei den Kailh-Brown-Schaltern handelt es sich jedoch nicht äußerlich um einen ziemlich exakten Nachbau der von Cherrys MX-Brown-Modelle. Auch die inneren Werte, also die Eigenschaften der Kailh Brown fallen genauso aus, wie bei den Cherry MX Brown. Sie sind taktil und geben nach 2 mm Druckweg ein haptisches Feedback, das wie bei der Cherry-Kopiervorlage auch gut zu spüren ist. Wie die braunen Cherrys schlagen auch Kailhs braune Schalter nach 4 mm an und die Druckkraft, die zum Auslösen des Schaltern benötigt wird, liegt bei 55 g. Cherry spricht im offiziellen Datenblatt für die MX Brown sogar von 45 g Schalterbetätigungs- und 55 g Druckpunktkraft. Da der Auslösepunkt, wie schon beschrieben, ertastet werden kann - wir können übrigens subjektiv gefühlt keinen Unterschied zwischen den Kailh Brown und Cherry MX Brown erkennen - braucht man die Tasten theoretisch nicht bis zum Anschlag "durchhämmern". Das spart nicht nur dem Spieler viel Kraft sondern stellt sich auch bei langen Schreibarbeiten als vorteilhaft heraus.

    Kailh-Brown-Tastenschalter unter der Lupe

    before
    after

    Für unsere Bewertung hat es keine Bedeutung, dass Mad Catz bei der Strike TE auf die braunen Tastenschalter des Konkurrenten Kailh setzt. 
    Dank ihrer spezifischen Eigenschaften (Druckkraft sowie Anschlags- und Auslöseweg, siehe oben) erhalten alle mechanischen Schalter bei uns die Bewertung "sehr gut". Allerdings raten wir dem Käufer in Spe, die Schalter der Mad Catz Strike TE zunächst auszuprobieren. Wer lineare Schalter bevorzugt oder mit Kailh-Schaltern generell schlechte Erfahrungen gemacht hat, muss allerdings noch unserem momentanen Kenntnisstand auf eine mechanische Tastatur eines anderen Herstellers ausweichen. Die Mad Catz Strike TE wird zwar noch mit rotem, weißem und schwarz-blauen Gehäuse, aber lediglich mit Kailh-Brown-Tastenschaltern angeboten.

    Cherry MX Brown: Das Cherry-Original unter der Lupe

    before
    after

    Mad Catz Strike TE - Fazit und die Testtabelle

          

    Das Debüt der ersten mechanischen Tastatur aus dem Hause Mad Catz ist voll gelungen. Die Strike TE bietet alles was der Spieler benötigt, die Makrofunktion ist umfangreich, das Programmieren ist einfach und auch die Teils ungewöhnliche Positionierung der frei belegbaren Tasten verwirrt nicht. Auch die Beleuchtung mit ihren Modi und der Möglichkeit für Spieler relevante Tastenbereiche zu dimmen oder gar nur einzeln leuchten zu lassen gefällt. Wer unbedingt eine individualisierbare Einzeltastenbeleuchtung benötigt, muss beispielsweise zur Roccat Ryos MK Pro greifen, die aber fast 50 Euro mehr kostet. Die dank der Handballenablage optimale Ergonomie sowie die braunen Kailh Tatstenschaltern machen die Mad Catz Strike TE aber auch für Vielschreiber interessant. Rundum, ein gelungenes Produkt, dass mit 125 Euro Straßenpreis auch noch günstig ist.

    PCGH-Wertung
    1,54

    ProduktnameStrike TE
    Hersteller (Vertrieb) Mad Catz (www.madcatz.com)
    Preis/Preis-LeistungCa. € 125,- Euro/gut bis sehr gut
    PCGH-Preisvergleichwww.pcgh.de/preis/1154828
    Bauart/AnschlussKabeltastatur/USB
    Note: Ausstattung2,78
    KabellängeCa. 210 cm
    HandballenablageJa (abnehmbar)
    BeleuchtungJa (abschaltbare Voll- und Zonenbeleuchtung mit drei Modi/vier Helligkeitsstufen, seprate Hellligkeitsregelung für WASD- und Pfeiltasten)
    Tastenanzahl121 Tasten
    USB-Ports/SoundanschlüsseNein/nein
    ExtrasSieben Makrotasten (M1 bis M7 mit Gummidom-Mechanik), fünf mechanische Makrotasten im Mittelblock (C1 bis C5), Multimediatasten (Doppelbelegung F5 bis F10), Beleuchtung, Makrofunktion mit drei Modi, 36 Makros per Software programmierbar), Profilspeicher (3 Profile), 1.000 MHz Polling Rate, NKRO
    HöhenverstellungJa
    Note: Eigenschaften1,45
    Tastaturlayout/ÜbersichtlichkeitFull-Size (Standard MF)/sehr gut
    Tastenhöhe (Haupttasten)Normal
    Ergonomie/RutschfestigkeitSehr gut/Sehr gut
    GewichtCa. 1.020 Gramm (mit Handballenablage)
    WindowstastenJa, deaktivierbar
    Abmessungen (L x B x H)485 x 212 x 35 mm
    Note: Leistung1,15
    Tastenanschlag/DruckpunktSehr gut/Sehr gut
    Schalterart/Aktivierungsdruck Kailh Brown (taktil: habtisch)/55 g
    Key RolloverNKRO (USB)
    Anwenderfreundlichkeit/Umfang: SoftwareSehr gut (intuitive Bediehnung)/sehr umfangreich
    Frei programmierbare MacrosJa (12 Makrotasten mit je drei Modi)
    Office-/Spiele-TauglichkeitSehr gut/sehr gut
    Gesamtnote:1,54
     + Druckpunkt/Anschlag der mech. Tasten
     + Makrofunktion
     + Ergonomisch (Handballenablage)/rutschfest
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games Hardware 07/2016 PC Games 06/2016 PC Games MMore 05/2016 play³ 07/2016 Games Aktuell 06/2016 buffed 06/2016 XBG Games 03/2016
    PCGH Magazin 07/2016 PC Games 06/2016 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1148659
Tastaturen
Mad Catz Strike TE im Test: Gelungenes Debüt der mechanischen Spielertastatur
Mit dem futuristisch wirkenden Keyboards der Strike-Reihe (Strike 7/5/3) hat Mad Catz schon zwei optischen auffällige und gerade bei der Ausstattung speziell für Spieler konzipierte Gamer-Tastaturen veröffentlicht. Mit der Strike TE debütiert jetzt das erste mechanische und nicht auf Gummidom-Technik basierende Tastenbrett des Herstellers. Dessen Zielgruppe ist erneut der Spieler und dem hat die Mad Catz Strike TE einiges zu bieten, wie unser Test zeigt.
http://www.pcgameshardware.de/Tastaturen-Hardware-255538/Tests/Mad-Catz-Strike-TE-Test-1148659/
26.01.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/01/Test_Mad_Catz_Strike_TE_11-pcgh_b2teaser_169.jpg
tastatur
tests