The Elder Scrolls Online braucht halbwegs aktuelle Hardware und hat Kracher-Potenzial - E3-Vorschau

TESO - The Elder Scrolls Online (PC)

Release:
04.04.2014
Genre:
Online
Publisher:
Bethesda Softworks

The Elder Scrolls Online braucht halbwegs aktuelle Hardware und hat Kracher-Potenzial - E3-Vorschau

Andreas Link Google+
|
17.06.2013 11:31 Uhr
|
Neu
|
Nach fünf Jahren Entwicklungszeit lüftet sich langsam der Schleier: The Elder Scrolls Online nimmt uns mit in eine MMO-Version von Tamriel, die etwa 1.000 Jahre vor Skyrim spielt und in der drei große Parteien um Cyrodiil und die Kaiserstadt kämpfen.

The Elder Scrolls Online braucht halbwegs aktuelle Hardware und hat Kracher-Potenzial - E3-Vorschau (5) The Elder Scrolls Online braucht halbwegs aktuelle Hardware und hat Kracher-Potenzial - E3-Vorschau (5) [Quelle: Bethesda] Ein Online-Rollenspiel in einer halben Stunde vorzustellen ist eine undankbare Aufgabe. Matt Firor, Chef von ZeniMax Online, versucht es trotzdem. Zuerst serviert uns der Chefdesigner einen kurzen Film mit einigen der Gebiete, in denen es die Abenteurer verschlägt: natürlich sind die schneebedeckten Berge von Himmelsrand, die heißen Wüsten von Elsweyr, die Schwarzmarsch und die grünen Hügel von Cyrodiil mit dabei - genau wie die schon seit 20 Jahren beliebten Rassen aus Bethesdas Fantasy-Universum. Mit einem Haken: Da The Elder Scrolls Online im 2. Zeitalter und damit rund 1.000 Jahre vor Skyrim und Co. spielt, leben die Völker Tamriels noch nicht so friedlich wie heute zusammen, sondern haben sich in drei große Blöcke aufgeteilt.

Im Nordosten beheimatet ist der Ebenherzpakt, ein Zusammenschluss von Argoniern, Dunkelelfen und Nord. Das Daggerfall-Bündnis im Nordwesten besteht aus Bretonen, Orks und Rothwardonen, während sich der Aldmeri-Bund im Südwesten aus Hochelfen, Waldelfen und Khajiit zusammensetzt. In der Mitte steckt Cyrodiil mit der Kaiserstadt, um die alle drei Fraktionen kämpfen. Der König von Cyrodiil wusste sich keinen anderen Rat, als den Daedra-Fürsten Molag Bal um Hilfe zu bitten, der ihm für einen noch unbekannten Preis eine Armee aus Untoten zur Seite stellte. Das Untoten-Thema zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel und die Burschen tauchen immer wieder als Gegner auf. Die Hauptgeschichte des Spiels klingt MMO-typisch allerdings etwas dünn: Wir müssen unsere Seele wiederfinden, die uns Molag Bal gestohlen hat, erkunden, warum Bal überhaupt dem König von Cyrodiil zur Seite steht - ach ja, und nur mal kurz die Welt retten, war ja klar.

01:45
The Elder Scrolls Online: E3-Gameplay-Trailer
Für die Verwendung in unseren Foren:


Weitere Schlaglichter, die das Video uns zeigt: einen Helden, der vor einem Schrein von Hircine niederkniet, dem Daedra-Fürsten der Jagd, die Städte Gramfeste und Ebenherz, die wir seit Morrowind nicht mehr zu Gesicht bekommen haben, die Provinz Hammerfell, die ebenfalls seit 14 Jahren nicht mehr in einem Elder-Scrolls-Titel aufgetaucht ist, sowie klassische Gegner wie einen Feuer-Atronachen und einen Clannfear. Oh, und natürlich auch Dungeons wie die der Dwemer mit ihren zahlreichen Robotern, die uns schon in Skyrim das Leben schwer gemacht haben.

The Elder Scrolls Online: Wir wir zahlreiche End-Game-Raid-Instanzen mit mehreren Fünfergruppen

A propos Dungeons: "Neben klassischen Fünf-Mann-Dungeons, die ihr auch in heroischen Varianten beziehungsweise mit von euch gewählten Heldenstufen betreten könnt, planen wir zahlreiche End-Game-Raid-Instanzen mit mehreren Fünfergruppen", erklärt Matt Firor. In diesen Dungeons gibt es auch Rätsel zu lösen. Etwa müssen wir in einem in der richtigen Reihenfolge auf Schalter treten, um einen Gefangenen zu befreien. Hinweise zur Schalterreihenfolge finden wir im Dungeon. Und dann gibt es Public Dungeons, die nicht instanziert sind, sondern in denen wir auf andere Spieler treffen und ihnen helfen können. "Oder euch von ihnen helfen lasst", lacht Firor. "Ihr müsst eure Beute dann auch nicht mit anderen teilen und bekommt auch nicht von vorneherein eine geringe Belohnung, denn wir glauben, dass das Zusammenspiel belohnt und nicht bestraft werden sollte."

Zum Charaktersystem hielt sich Matt Firor bedeckt. Er deutete lediglich an, dass jeder Charakter mehrere Rollen übernehmen solle, denn: "Niemand sollte aufgrund seiner Charakterwahl vom Abenteuer ausgeschlossen werden." Was das im Klartext bedeuten soll und ob sich dahinter eine Art Mehrklassensystem wie in Rift versteckt, werden wir bis 2013 sicher noch herausfinden. Das Interface soll jedoch sehr aufgeräumt und wenig störend sein. "Ihr sollt euch die Welt ansehen, nicht die Bedienelemente", stellt Firor fest. Das bedeutet, das es derzeit nur etwa ein halbes Dutzend aktiv klickbarer Aktionen gibt. Manche Aktionen wie etwa das Schleichen oder Rennen sollen wir ohne Klick auf ein Bildschirmelement auslösen können.

In den Kämpfen gibt es ein Wiedersehen mit den klassischen Elder-Scrolls-Ressourcen Gesundheit, Magicka und Ausdauer. "Wir wollen aber nicht bloß ein ödes Abspulen von globalen Cooldowns, sondern zielen auf einen aktiveren Kampf ab", sagt Matt Firor. Dazu zählen auch Evergreens wie das Blocken von Angriffen, gefolgt von einem Gegenangriff, der einen Feind mit dem richtigen Timing in die ewigen Jagdgründe, pardon, in Hircines Reich befördert. Mit einem "Power-up"-Angriff sammeln wir besonders viel Schlagkraft, die wir dann etwa nach einem gelungenen Block in einen besonders schmucken Finishing Move leiten können. Wer sich beim Kämpfen nicht die Hände schmutzig machen will, wird sich freuen, dass Zauberer ihre Sprüche miteinander kombinieren können - und nicht nur diese, sogar ein Krieger und ein Zauberer können ihre magischen Fähigkeiten gemeinsam im Kampf gegen die Untoten einsetzen. Wer sich im Kampf besonders gut schlägt, den belohnt das "Finesse-System" mit besonders guter Beute.

The Elder Scrolls Online: Wir planen Schlachte mit hunderten von Personen auf jeder Seite

Ein Beispiel für das Questsystem stellt uns Matt Firor als Nächstes vor. Im Auftrag der Magiergilde sollen wir herausfinden, was hinter einer Werwolfplage im Nachbarort steckt. Auf dem Weg dorthin meldet sich unsere Karte mit einem leuchtenden "Point of Interest", also einem interessanten Erkundungspunkt. "Es liegt an euch, ob ihr den näher unter die Lupe nehmen wollt", sagt Matt Firor. Wir wollen, also biegen wir vom Weg ab und kommen an ein altes Schlachtfeld. Dort erhalten wir eine Reihe von Quests, um die Gunst eines Geistes zu erlangen, der uns schließlich offenbart, dass die Werwölfe von einem untoten Werwolf angeführt werden. Wir legen etwas später eine besondere magische Rüstung an, die uns zurück ins 1. Zeitalter schickt. Das verfallene Schlachtfeld brummt dort nur so vor Energie, statt Geister sind dort Personen aus Fleisch und Blut aktiv. Wir können uns nun entscheiden, unserer aus unserer Gegenwart bekannten Freundin zu helfen, oder sie links liegen lassen. Das bringt uns keine unmittelbaren Nachteile, aber auch keine Vorteile. Denn die Kriegerin hätte uns dann verraten, dass wir den untoten Werwolf in die Nähe eines Feuers locken müssen, damit er sich zurück in einen Menschen verwandelt und so verwundbar ist. Schließlich haben wir den Burschen erlegt und reisen zurück in die Gegenwart, die sich nun deutlich friedlicher und mit weniger unruhigen Geistern verziert zeigt. Wir erhalten ein weiteres Quest, nach dessen Erledigung wir endlich unsere ursprüngliche Mission fortsetzen können.

Matt Firor arbeitete vor langer Zeit bei Mythic Entertainment - den Machern von Dark Ages of Camelot und Warhammer Online. Daher weiß er um die Wichtigkeit ausgewogener PvP-Kämpfe. "Wir planen Schlachte mit hunderten von Personen auf jeder Seite", frohlockt der Entwickler, vor dessen Erfolg die Götter den Schweiß gesetzt haben. Uns sollen jedoch Gefechte auf offenem Feld oder nahe einer Festung erwarten, bei denen auch Belagerungswaffen eingesetzt werden können.

The Elder Scrolls Online: E3-Fazit

Freies Erkunden mit guter Optik irgendwo zwischen Oblivion und Skyrim, keine Quest-Knotenpunkte wie in World of WarCraft, die einen schon fast bevormundend durch die Spielwelt schicken, ein Wiedersehen mit alten Bekannten und Ortschaften - The Elder Scrolls Online könnte ein echter Kracher werden, wenn das Kampfsystem und die End-Game-Inhalte für Spieler mit maximalem Level von Anfang in ausreichender Anzahl vorhanden sind. Wo wir von ausreichend sprechen: "Wenn euer PC oder Mac nicht älter als fünf Jahre ist, solltet ihr unser Spiel problemlos spielen können. Was auch für Laptops gilt", erklärt Matt Firor.

Reklame: The Elder Scrolls Online jetzt bei Amazon bestellen

24:49
The Elder Scrolls Online: Live-Interview mit Paul Sage - der Creative Director beantwortet User-Fragen
Für die Verwendung in unseren Foren:

Hintergrund zu TESO - The Elder Scrolls Online

The Elder Scrolls Online oder auch TES Online stellt den ersten Versuch dar, die bekannte Rollenspielserie auch als Online-Rollenspiel umzusetzen. Zenimax Online entwickelt TES Online, der Release steht für 2014 an. Technisch soll das Rollenspiel überzeugen, obwohl die Grafik natürlich nicht an das letzte Offline-Rollenspiel der Serie, Skyrim, heranreicht. Die selbst entwickelte Engine bietet Unterstützung für DirectX 9 und DirectX 11. Mehr zu TESO - The Elder Scrolls Online gibt es auf unserer Themenseite.

 
PCGH-Community-Veteran(in)
18.06.2013 11:42 Uhr
Zitat: (Original von ghorgal;5376801)

abo-modell ist schon das beste. viele leute sagen zwar es wäre ihnen zu teuer aber wenn man nur dieses eine game zockt, dann spart man im endeffekt.

Nicht nur das. Unterm Strich ist es auch günstiger als ein 40€ Singleplayergame, wenn man es auf die gespielte Zeit runterbricht.
Singleplayer im Schnitt: 8 Stunden = 5€/Stunde
Mmorpg im Schnitt pro Woche: 9 Stunden = 38 Cent/ Stunde

MfG
Komplett-PC-Aufrüster(in)
18.06.2013 11:36 Uhr
"Wenn euer PC oder Mac nicht älter als fünf Jahre ist, solltet ihr unser Spiel problemlos spielen können. Was auch für Laptops gilt"

öhm... in der überschrift steht was von halbwegs aktueller hardware. 5 jahre ist nicht halbwegs aktuell, das ist gerade ein mal ps3 niveau. also mehr als veraltet. mit halbwegs aktuell verbinde ich doch eher die letzte graka/prozessor generation.

abo-modell ist schon das beste. viele leute sagen zwar es wäre ihnen zu teuer aber wenn man nur dieses eine game zockt, dann spart man im endeffekt. jedenfalls ist das bei mir so. ich investiere lieber in langzeitmotivation/-spaß als mir jeden monat zwei gehypte kurzweil zu kaufen.
Freizeitschrauber(in)
18.06.2013 11:08 Uhr
Mir wäre ein Abo Modell auch lieber. Aber ich hätte lieber eins, welches die 30 Tage (zum Beispiel), auch wenigstens Stunden genau berechnet. Ich fand das bei WoW damals schon ziemlich kacke, dass ich für 30 Tage gezahlt habe und davon vielleicht 15 richtig gespielt habe.
Aber sowas wird wahrscheinlich niemals kommen
Software-Overclocker(in)
17.06.2013 20:06 Uhr
Zitat: (Original von Fabiii;5374762)
Sehe ich ähnlich. Monatliche Kosten kommen bei mir auch nicht mehr ins Haus. Und ja ich weiß schlagt mich sobald es wieder ein neues WoW Addon gibt bin ich eh wieder infiziert^^


Man sollte, wenn schon, beides einführen. Ich persönlich habe auch lieber ein Abo-Modell (oder eben gar kein Modell, wie in Guild Wars 2). Aber man sollte es dem Spieler überlassen, wie er für Inhalte zahlt.

Ich hab aber auch schon vermutet, dass TESO keine geringen Anforderungen an die Hardware stellt. Selbst im Trailer haben die Schlachten bereits geruckelt.
Komplett-PC-Aufrüster(in)
17.06.2013 18:46 Uhr
Zitat: (Original von TheVoodoo;5374558)
Bei mir ist es genau andersrum. Ich bin nicht gerne durch Abo's gebunden. Jeden Tag/Woche an dem ich keine Lust hätte das Spiel zu zocken, hätte ich den unangenehmen Beigeschmack, dass ich in diesem Moment das Geld aus dem Fenster werfe. Abo's für Spiele werde ich wohl nicht mehr abschliessen.
Da zahle ich viel lieber 49.- für das Spiel, und hin und wieder mal eine Kleinigkeit als Microtransaktion wie in GW2.

Vorraussetzung ist natürlich, dass es keine Items gibt, die in einer PvP Begegung einen Vorteil geben würden, oder im PvE als Pflichtbuff angesehen werden.
Skins, moderate XP Boosts, Mode, kleine Hilfsmittel,... soll mir alles recht sein.


Sehe ich ähnlich. Monatliche Kosten kommen bei mir auch nicht mehr ins Haus. Und ja ich weiß schlagt mich sobald es wieder ein neues WoW Addon gibt bin ich eh wieder infiziert^^

Verwandte Artikel

18°
 - 
Der lang erwartete fünfte Teil der The-Elder-Scrolls-Reihe Skyrim wandert seit heute über die Ladentheke. Passend zum Release haben wir die ersten Cheats für Skyrim entdeckt, die Ihnen etwaige Frustmomente ersparen können. mehr... [42 Kommentare]
16°
 - 
Größer, schöner, Witcher: Im abschließenden Teil der Witcher-Trilogie trifft Hexer Geralt auf alte und neue Freunde und Feinde - und ist auf einer ganz persönlichen Mission. PC Games Hardware hat sich The Witcher 3: Wilde Jagd auf der E3 2014 angesehen. Es ist das wohl beste Spiel der Messe. mehr... [42 Kommentare]
15°
 - 
Das Action-Rollenspiel The Witcher 3: Wild Hund wird erst am 24. Mai 2015, also in knapp einem Jahr, das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Um den Hype bis dahin aufrechtzuerhalten, hat das polnische Unternehmen CD Projekt nun den brandaktuellen E3-Trailer veröffentlicht - sogar komplett in deutscher Sprache synchronisiert. mehr... [14 Kommentare]