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  • Alienware Alpha im Test: Die Steam-Machine mit Alienwares eigener Benutzeroberfläche [Test der Woche]

    Steam Machine nennt sich die PC-Alternative zur aktuellen Konsolengeneration und Alienware hat schon seit Längerem einen solchen Mini-PC im Portfolio - zumindest in den USA. Da Valve jedoch das Projekt Steam Machine inklusive Steam OS aufgrund ständiger Überarbeitung des Controllers auf 2015 verschob, bietet Alienware den mit Alpha bezeichneten Konsolen-PC nun mit eigener Gamepad-Oberfläche an. PCGH macht den Test des Alienware Alpha.

    Anmerkung: Dieses Special hatte die meisten Seitenaufrufe diese Woche. Aus diesem Grund veröffentlichen wir es heute erneut.

    Mit seinen Maßen von 198 x 198 x 53 mm ist der Alienware Alpha wirklich ein sehr kompakter Rechenzwerg, der auf jeden Fall weniger Platz als die Xbox One oder Playstation 4 in der Fernsehkommode einnimmt. Das liegt zum großen Teil daran, dass Alienwares alternative Steam-Maschine ohne Blu-ray- oder DVD-Laufwerk auskommen muss und das Netzteil ebenfalls aus dem Gehäuse verbannt wurde. Da Valve mit seinem Steam OS, vor allem aber mit den für die Bedienung der Steam Machine zwingend notwendigen Steam Conrollers nicht fertig wird, hat Alienware dem Alpha jetzt eine Alternative spendiert: Die nennt sich Alpha-UI und wird mit dem drahtlosen Xbox 360 Gamepad bedient, das im Preis ab 500 Euro der von uns genauer begutachteten Version des Mini-PCs enthalten ist (je nach Ausstattungskonfiguration wird der Alpha teurer). Um bereits bei dem Einsteigermodell eine ordentliche Spieleleistung zu garantieren, ist der Winzling mit einer Core i3-4130T (2 x 2,90 GHz, 2c/4t), einer Geforce GTX 860M mit 2 GB GDDR5-VRAM sowie 4 Gigabyte Arbeitsspeicher bestückt. Doch reicht das wirklich, um Titel wie Crysis 3, Skyrim oder Ryse in 1.080p flüssig, mit nahezu allen Details und vor allem einer hübscheren Optik als an der Konsole zu spielen? Wie schlägt sich die sogenannte Alpha-UI eigentlich in der Praxis? Um diese Fragen zu klären, zitieren wir den Spiele-Mini ins Testlabor.

    Alienware Alpha: Solide Ausstattung beim Einsteigermodell

          

    Anders als bei den eigentlichen Steam Machines setzt Alienware beim Alpha nicht auf Linux, sondern auf Windows 8.1 (64 Bit) als primäres Betriebssystem. So müssen wir nach dem ersten Start zuerst noch die die typische Windows-Einrichtung über uns ergehen lassen, die allerdings per Maus und Tastatur oder Alienwares Gamepad-Emulation zügig erledigt ist. Nach dieser Ersteinrichtung und dem anschließenden Neustart dauert es dann eine Minute, bis uns Alienwares Alpha-User-Interface begrüßt. Die doch etwas lange Startzeit der Alpha-Benutzeroberfläche ist auf die eingebaute Toshiba MQ mit 500 GByte Kapazität zurückzuführen, die dank rund 5.400 U/min und gerade mal 8 MB Cache nicht die schnellste 2,5-Zoll-HDD ist.

    Der genauere Blick auf die Ausstattung des Alpha zeigt, dass der primäre Einsatzweck von Alienwares hauseigenen Steam Machines das Spielen im Wohnzimmer ist: Der Core i3-4130T, der mit 2,9 GHz taktet und über zwei echte sowie zwei SMT-Kerne verfügt, ist eine Stromspar-Haswell-CPU mit einen geringen TDP von 35 Watt. Das beugt nicht nur einer zu hohen Hitzeentwicklung im Minigehäuse mit nur 2,2 Liter Volumen vor, sondern hält auch den Stromverbrauch auf einem erträglichen Niveau (siehe weiter unten). Letztgenanntes gilt auch für die ebenfalls in Alienware-Notebooks zu findende Geforce-GTX-860M-GPU mit 2.048 MiByte GDDR5-Grafikspeicher, die der Hersteller dem Alpha spendiert. Bei der GTX 860M (Maxwell), die in puncto Leistung ungefähr der in vielen Steam-Maschinen anderer Anbieter eingebauten GTX 750 Ti entspricht, handelt es sich auf jeden Fall um eine GPU der Einsteiger-Mittelklasse. Die sollte in Kombination mit dem i3-4130T sowie 4 Gigabyte DDR3-Speicher (ein weiterer SO-DIMM-Slot ist verfügbar) eine akzeptable Detailpracht in 1.080p ohne hochwertige Kantenglättung beim Spielen garantieren.

    Alienware Alpha: Ersteindrücke zur Steam-Machine mit Alienwares hauseigener Alpha-Benutzeroberfläche (7) Alienware Alpha: Ersteindrücke zur Steam-Machine mit Alienwares hauseigener Alpha-Benutzeroberfläche (7) Quelle: PC Games Hardware Wie bereits erwähnt steht kein optisches Laufwerk beim Alienware Alpha zur Verfügung. Für den Anschluss von externen DVD-/Blu-ray-Brennern, USB-Sticks oder Festplatten stehen jedoch zwei USB-2.0- an der Front sowie zwei USB-3.0-Ports auf der Hinterseite des Alphas bereit. Des Weiteren befinden sich auf der Rückseite ein optischer SPDIF-, Gigabit-Ethernet- und ein HDMI-1.4a-Ausgang (Ultra-HD/30 Hz). Dazu kommt noch der HDMI-Eingang, an dem beispielsweise ein Blu-ray-Player angeschlossen wird, wobei der Alpha dann Bild und Ton an den Fernseher durchschleift. Der Kontakt mit dem Internet wird entweder verdrahtet (Intel Gigabit Ethernet) oder drahtlos per integriertem WLAN-Modul (802.11a/b/g/n/ac) hergestellt. Ein Intel Bluetooth-4.0-Low-Energy-Modul von Intel steckt ebenfalls in dem mit einem leuchtendende An/Aus-Knopf in Form eines Alien-Kopfes sowie einer beleuchteten Ecke verzierten Gehäuse. Eine genaue Auflistung der Ausstattung und Komponenten finden Sie in der Testtabelle am Ende dieses Artikels.

    Alienware Alpha: Ein Blick ins Innere

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    Alienware Alpha: Intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche

          

    Schon beim ersten Start fällt auf, dass die aus der Not geborene und von Alienware als Alpha-UI bezeichnete Oberfläche stark an die Benutzeroberfläche einer Konsole erinnert und sich daher intuitiv mit dem als Steam-Controller-Ersatz genutzten, drahtlosen Xbox 360 Pad steuern lässt. Im Optionsmenü (Settings) finden wir beispielsweise einen Unterpunkt, mit dem wir die Auflösung auf 720p, 1080i oder 1080p inklusive passendem Hz-Wert einstellen, der Overscan des Fernsehers wird hier ebenfalls geregelt. Wer die Beleuchtung des An/Aus-Schalters sowie die linke vordere Ecke ändern oder deaktivieren will, wird auch im Menü "Settings" fündig. Ebenfalls positiv: Unter "Help" präsentiert die Alpha-UI die für die per Xbox-360-Gamepad emulierte Maussteuerung wichtigsten Knöpfe inklusive ihrer Funktion (Hot Keys). Der Wechsel zur Windows-Oberfläche, das Ausschalten des Geräts oder das Anschalten des Stand-by-Modus ist nach Betätigung der Option "Power" möglich. Wie an der Konsole typisch schalten wird mit dem Steuerkreuz durch die Optionsmenüs und wählen per A-Knopf, während für die Funktion "zurück" der B-Button eingesetzt wird. Um nun mit dem Alienware Alpha zu spielen, starten wir entweder die Windows-8.1-Oberfläche oder wählen mit "Launch Steam" Valves Spieleportal, dann erscheint Steam direkt Big Picture Mode. Ab diesem Punkt unterscheidet sich der Alpha nicht von anderen PCs mit Steam, wobei sich die Plattform ebenfalls sehr intuitiv und problemlos mit dem Xbox 360 Controller bedienen lässt.

    08:33
    Alienware Alpha: Hands-on-Video zum Mini-PC ohne Steam OS

    Alienware Alpha: Windows inside - aber mit Dell-Treiberzwang

          

    Alienware Alpha: Ersteindrücke zur Steam-Machine mit Alienwares hauseigener Alpha-Benutzeroberfläche (1) Alienware Alpha: Ersteindrücke zur Steam-Machine mit Alienwares hauseigener Alpha-Benutzeroberfläche (1) Quelle: PC Games Hardware Wer den Alienware Alpha als Windows-PC nutzen möchte, um beispielsweise im Netz zu surfen, Musik zu hören oder Filme zu schauen, kann das problemlos machen. Dabei gilt es zu beachten, dass Updates nur beim Aufrufen dieser Benutzeroberfläche angezeigt werden und auch durchführbar sind. Das Alpha-UI wird dagegen per Alienware-Software auf den aktuellen Stand gebracht, das gilt leider auch für den Grafikkartentreiber, womit wir beim größten Kritikpunkt des Spiele-Minis wären. Statt die aktuelle Geforce-Software zu verwenden, setzt Alienware auf einen proprietären Treiber vom November 2014, sodass beispielsweise Dragon Age: Inquisition den Dienst komplett verweigerte. Selbst die Versuche, die neueste Geforce-Treiberversion mithilfe einer gemoddeten Inf-Datei über die Win-8.1-Oberfläche einzuspielen, misslingt.

    Dem Problem, dass der Alpha nur von Alienware zertifizierten Treiber akzeptiert, begegnet man auch, wenn man die doch recht lahme 500-GB-Festplatte gegen eine flotte SSD tauschen will, um dort das Windows 8.1 neu aufzusetzen. Anstatt dass man die aktuellen Treiberversionen der Hersteller für Chipsatz, Sound, (W)LAN, Bluetooth, die Intel HD-Grafik und die GTX 860M benutzen kann, müssen die von Dell zertifizierten Varianten einschließlich der Alpha-UI-Software auf deren Homepage heruntergeladen und installiert werden. Um diesen Aufwand zu vermeiden, empfehlen wir, die ursprüngliche HDD zu klonen, da beim Einsatz einer SDD mit einer anderen Installation zusätzlich auch noch im BIOS der Boot-Modus auf das neue Medium umgestellt werden muss (Secure Boot "Disable" und Bootmode "Legacy" statt "UEFI"). Des Weiteren muss beachtet werden, dass das alternativ montierte Laufwerk eine maximale Höhe von 7 mm besitzt, da es sonst nicht in den Halterahmen des Alpha passt.

    Alienware Alpha: Leiser Stromsparer für das Wohnzimmer

          

    Während Alienwares rigide Treiberpolitik gerade im Falle der Geforce GTX 860M nicht unbedingt für den Alpha spricht, zeigt er sich beim Stromverbrauch sowie der Leistungsaufnahme wieder von einer besseren Seite. Da Alienware für seine Steam Machine den Stromspar-Haswell Core i3 4130T sowie mit der GTX 860M einer Mobile-Version der Maxwell-GPU einsetzt, fällt der Verbrauch mit 40,1 Watt beim Surfen im Netz (2D-Betrieb) respektive 87,7 Watt bei Spiele-Volllast mit Crysis 3 erfreulich niedrig aus. Im Vergleich dazu zieht die Xbox One im Spielbetrieb fast 124 Watt, die Playstation 4 sogar 155 Watt aus der Steckdose. Dazu kommt, dass der Alienware Aplha trotz der beiden, die großen Kühlkörper komplett abdeckenden Radiallüfter (siehe Bild unten) sowohl im Desktop-Betrieb mit 0,6 Sone als auch beim Spielen fordernder Titel mit 2,5 Sone noch leise bleibt. Die PS4 liegt hier auf ähnlichem Niveau, die Xbox One ist deutlich leiser.

    Alienware Alpha: Kühlung im Detail

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    Alienware Alpha: Ein sehr guter Spielpartner bei etwas Detailreduktion

          

    Alienware Alpha: Ersteindrücke zur Steam-Machine mit Alienwares hauseigener Alpha-Benutzeroberfläche (4) Alienware Alpha: Ersteindrücke zur Steam-Machine mit Alienwares hauseigener Alpha-Benutzeroberfläche (4) Quelle: PC Games Hardware Wie die Fps-Werte der Benchmarks für Crysis 3, Ryse und Skyrim in der Testtabelle unten veranschaulichen, ist der Alienware Alpha schon spieletauglich. Die volle Detailpracht schafft die Kombination aus i3-4130T und GTX 860M in der Full-HD-Auflösung jedoch nur bei Skyrim, das inklusive 4x MSAA im GPU/CPU Benchmark mit 37 Fps (32 Min. Fps) respektive 41 Fps (32 Min. Fps) lief. Um bei Crysis 3 einen Messwert von 33 Fps (30 Min. Fps) zu erzielen, mussten die Details von "Sehr hoch" auf "Hoch" reduziert und das wenig Leistung kostende FXAA eingeschaltet werden. Bei Ryse: Son of Rome erzielten wir in der Qualitätsstufe "Normal" inklusive FXAA und 16:1 AF lediglich 25 Fps (22 Min. Fps). Obwohl ohne Detailreduktion bei den beiden letztgenannte Titeln ein flüssiges Spielen nicht gewährleistet war, bietet der Alienware Alpha dem PC-Spieler auf jeden Fall eine Optik, die mit der der Konsolenkonkurrenz vergleichbar ist zumal hier die Titel noch nicht einmal in einer Auflösung von 1.080p über den Fernseher flimmern. Für ein Gespann aus stromsparenden CPU und einer Grafikkarte der Mittelklasse mit mobilen Wurzeln sind dies aber trotzdem ordentliche Werte, die dem Alpha das Prädikat spieletauglich verleihen.

    Alienware Alpha: Ein erstes Fazit

          

    Kleine, leise und stromsparende Steam-Machine-Alternative mit guter Spieleleistung Eine Konkurrenz zur aktuellen Konsolengeneration ist der Alienware Alpha definitiv. Mit seiner Alpha-UI könnte sich der Stromsparer und beim Spielen anspruchsvoller Titel geräuscharme Mini-PC auch als gute (Win-8.1-)Alternative zu Valves Stream Machine entwickeln. Apropos Spiele, die Stromspar-Hardware lässt bei den meisten Titeln die volle Detailpracht inklusive hochwertige Kantenglättung in 1.080p nicht zu. Die optische Güte ist trotz Detailreduktion nicht schlechter, als bei der aktuellen Konsolengeneration. Was im Gegenzug sauer aufstößt, ist die rigide Treiberpolitik des Herstellers. Es kann nicht sein, dass man aktuelle Titel wie Dragon Age Inquisition nicht spielen kann, weil die neuesten Treiber nicht installiert werden können. Hier sollte Alienware echt noch einmal Hand anlegen.

    Einen genauen Zeitpunkt für die Veröffentlichung in Deutschland konnte man übrigens noch nicht nennen. Es soll aber "bald" soweit sein.

    Testtabelle Alienware Alpha
    ProduktnameAlpha 
    Hersteller (Webseite)/Link zum PCGH-Preisvergleich Alienware (www.alienware.com)/www.pcgh.de/preis/1212271
    Preis/Preis-Leistungs-Verhältnisab € 499,- mit Windows 8.1 64 Bit/Gut
    Ausstattung 
    Größe/Gewicht/Volumen198 x 53 x 198 mm (H x B x T)/ca. 1,6 Kg/2,2 Liter
    Prozessor (Kühlart)Intel Core i3-4130T (2,9 GHz - 2c/4t)
    Grafikkarte (vorhandene Anschlüsse)Intel HD Graphics 4400 (2D)/Geforce GTX 860M, 2 MiByte GDDR5-VRAM (3D)
    FestplatteToshiba MQ01ABF050 (500 GByte, SATA 3 GB/s, 5.400 U/min., 8 MB Cache, 2,5-Zoll)
    Speicher Samsung SO-DIMM 4 GByte (M471B5173DB0-YK0), DDR3L-1600, CL11 
    LAN/Bluetooth/AudioIntel Ethernet 10/100/1000/Intel WiFi 802.11a/b/g/n/ac)/Bluetooth 4.0/Realtek High Definition Audio (SPDIF) 
    I/O-Anschlüsse (Vorne)2 x USB 2.0
    I/O-Anschlüsse (Hinten)2 x USB 3.0, 1 x HDMI-1.4a-Ausgang, 1 x HDMI-Eingang, 1 x RJ45 LAN, 1 x Optical S/PDIF out
    Optisches LaufwerkNicht vorhanden 
    BetriebssystemWindows 7 Home Premium 64 Bit 
    Weitere AusstattungXbox 360 Gamepad (drahtlos/schwarz)
    Praxistests 
    Lautstärke 2D (0,5 m)0,6 Sone
    Lautstärke 3D (0,5 m)2,5 Sone
    Temperatur 2D Grafikchip/Prozessor43/63 Grad Celsius
    Temperatur 3D Grafikchip/Prozessor79/73 Grad Celsius
    Leistungsaufnahme 2D40,1 Watt (Desktop)
    Leistungsaufnahme Crysis 387,7 Watt
    Benchmarks Spieleleistung  
    Fps-Werte: Crysis 3 (1080p, Details "Hoch" 16x AF, FXAA)33 Fps (30 Min. Fps)
    Fps-Werte: Skyrim GPU-Bench (1.080p, max. Details 4x MSAA)37 Fps (32 Min. Fps)
    Fps-Werte: Skyrim CPU-Bench (1.080p, max. Details 4x MSAA)41 Fps (32 Min. Fps)
    Fps-Werte: Dragon Age: Inquisition (1080p, Grafikqualität "Mittel" kein MSAA)Startet aufgrund von Treiberproblemen nicht
    Fps-Werte: Ryse: Son of Rome (1.080p, Details "Hoch" 16x AF, FXAA)25 Fps (22 Min. Fps)
    Wertung Spieleleistung insgesamtGut 
    Gesamtwertung (Sternchen)Vier Sterne
    Fazit 
     + Alpha-UI als Alternative zum Steam OS
     + Sehr leise/geringer Verbrauch unter Last
     - Spielen nur mit reduzierten Details möglich
    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Den besten Gamer-PC selbst zusammenstellen und konfigurieren [November]
      • Von Ap0ll0XT
        Zitat von Cartesius
        Aber fairerweise muss man auch sagen, dass die aktuellen Konsolen (XOne, PS4) wohl das bessere P/L-Verhältnis haben, da diese aus "technischer Sicht langsamer altern". Man bedenke nur wie lange die 360/PS3 am Markt war, ohne dass es ein Hardware Upgrade gegeben hätte. Das schafft leider kein (500€ PC.
        Das stimmt so auch nicht. Die Konsolen altern genauso schnell wie die PC's. Aber dadurch, das die Spiele auf die Konsolen zugeschnitten und optimiert werden bekommt man eben noch sehr lange aktuelle Spiele für die Kisten. Würde man bei den Spielen auf den PC die Abstriche machen, die Konsolenspieler hinnehmen müssen (z.B. Grafiksettings) würde ein Selbstbau-PC mit den Leistungsdaten wahrscheinlich ähnlich lange halten. Aber genau das machen hier die wenigsten und dann ist auch klar, das man das Gefühl hat die PC's würden schneller altern. Man darf einfach nicht vergessen, das die Konsolenspieler das schlucken müssen, was man ihnen gibt.

        Im großen und ganzen kann man das System so aber nicht für den Preis selber bauen. Das hat Dell schon extrem knapp kalkuliert. Die Margen dürften nicht so groß ausfallen. Mit ca. 456 € kommt damit ran:
        1 x Toshiba MQ-Series 500GB, SATA 3Gb/s, retail (PX1826E-1HE0)
        1 x Intel Core i3-4130T, 2x 2.90GHz, boxed (BX80646I34130T)
        1 x Crucial Ballistix Sport DIMM 4GB, DDR3-1600, CL9-9-9-24 (BLS4G3D1609DS1S00)
        1 x Zotac GeForce GTX 750 Ti, 2GB GDDR5, 2x DVI, Mini HDMI (ZT-70601-10M)
        1 x ASRock B85M-ITX (90-MXGPM0-A0UAYZ)
        1 x Sharkoon Shark Zone C10, Mini-ITX
        1 x be quiet! System Power 7 300W ATX 2.31 (BN140)
        Es fehlen aber auch noch Betriebssystem und ein wirklich leiser Kühler auf der CPU. Dann muss auch noch die Zeit für die Fertigung eingerechnet werden. Außerdem bekommt man für 19 Watt mehr eine schnellere und günstigere i3 CPU ( http://geizhals.de/intel-... ). Und wenn man dann auf 8GB RAM geht und statt der Toshiba eine weitaus schnelle 500GB WD Black einbaut, hat man die 500 € voll.

        Als Fertig-PC geht der Preis von Dell auf jeden Fall vollkommen in Ordnung.

        Aber jemand der bastelt, in dem Budget bleiben will und das Maximum dafür haben will baut/kauft es anders. Ich würde es für ca. 497 € z.B. so machen:
        1 x Western Digital WD Black Mobile 500GB, 16MB Cache, SATA 6Gb/s (WD5000BPKX)
        1 x AMD Athlon X4 860K Black Edition, 4x 3.70GHz, boxed (AD860KXBJABOX)
        1 x G.Skill Ares DIMM Kit 8GB, DDR3-2133, CL10-12-12-31 (F3-2133C10D-8GAB)
        1 x Club 3D Radeon R9 270 14Series, 2GB GDDR5, DVI, HDMI, DisplayPort (CGAX-R927614)
        1 x ASRock FM2A78M-ITX+ (90-MXGT80-A0UAYZ)
        1 x EKL Alpenföhn Brocken ECO (84000000106)
        1 x Sharkoon Shark Zone C10, Mini-ITX
        1 x be quiet! System Power 7 400W ATX 2.31 (BN142)
        Andere machen es vielleicht auch wieder anders. Sie bevorzugen vielleicht eine SSD und machen dafür an anderer Stelle Abstriche. Andere möchten unbedingt einen Intel und machen ebenfalls wo anders Abstriche.

        Was ich damit sagen/zeigen möchte: Es kommt darauf an, wer was wie möchte und ob er es selber bauen kann. Nur auf Leistung betrachtet ist der Alienware Alpha vielleicht nicht die beste Konfiguration für den Preis. Was Energieeffizienz angeht aber steht das Teil verdammt gut da und mit seinen Abmessungen ist er perfekt für unter die Glotze. Das Teil soll eben Leute ansprechen, die einen vollwertigen PC als Konsole am Fernseher nutzen wollen, aber selber so ein Ding nicht bauen können, wollen oder würden. Für die jenigen ist der Kasten (bis auf das Treiberproblem und den etwas mageren RAM) für den Preis absolut ideal. Es ist aber auch vollkommen klar, das die eingefahrene Community nicht die Zielgruppe findet und somit das Produkt auch nicht versteht, da diese auch nicht zu der Zielgruppe gehört. Dell/Alienware spricht da auch sowieso von sich aus schon die falsche Zielgruppe an. Sie verstehen ihr Produkt selber nicht oder wollen, das es etwas anderes ist.

        Ihr müsst aufhören, das Ding mit klassischen Selbstbau-Gaming-PC's zu vergleichen. Vergleichbar mit Konsolen ist das Gerät auch nur bedingt. Denn im Gegensatz zu den anderen Konsolen muss sich die Alpha mit den schlechten PC-Ports rumschlagen und kann dabei auch durchaus schlechter abschneiden als die PS4/XBone. Man kann auf Grund der aktuellen Entwicklungspolitik bei den Gamestudio's diesen hybriden weder als Spiele-PC noch als Spielekonsole ansehen. Als richtiger Spiele-PC hat er zu wenig Leistung und als Spielekonsole die Nachteile, die Konsoleros in Spiele-PC's sehen (Installationen, Bedienung, Konfigurationen, Anschaffungspreis etc.). Und die PC-Ports der Spiele tun dann ihr übriges. Am Ende wird die Alpha wahrscheinlich nur ein stromsparender Budget-Spiele-PC und Multimedia-HTPC für Leute, die einfach nur spielen wollen, Multimediastreaming von einer NAS nutzen, im Netz surfen und denen Grafiksettings, Spieleoptik und vor allem das Konsole vs. PC gebashe sche!ßegal sind. Aber nur als Spielekonsole würde ich die Alpha absolut nicht bezeichnen. Ich sehe in dem Gerät eher einen potenten HTPC mit Spieleoption. Mir hätte eine Fernbedienung mit Analogstick alá PSP und Tastatur auf der Rückseite besser gefallen als der XBox-Controller
      • Von SnugglezNRW Software-Overclocker(in)
        Zitat von Boffboff
        .....
        Naja ich warte erstmal auf Steam OS. Das wird sich schon verkaufen wenn Gabe HL3 exklusiv für Steam OS ankündigt


        Glaub mir wenn ich dir sage das dies nie im Leben passieren wird

        Das SteamOS ist meiner Meinung nach jetzt schon gescheitert.
      • Von Cartesius Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von SnugglezNRW
        ich muss zugeben 499,- € ist ein richtig guter Preis für ein Komplett PC (Gehe davon aus das das OS und das Pad beiliegt)
        Grade bei Alienware hätte ich jetzt gedacht das das Ding, in gleicher Ausstattung, direkt mal 200 Euro mehr kosten würde.
        Die günstigsten Notebooks mit einer 860m die ich auch die schnelle gegoogelt habe fangen so bei ca 600-650 Euro an.

        würde ich selbst einen Rechner mit den Leistungsmerkmalen bauen käme ich auf:
        GTX750ti ca. 150,-€
        i3 4130T ca. 125,-€
        ITX Board ca. 70,-€
        8gb Ram ca. 80,-€ (würde nicht weniger verbauen wollen)
        NT + Gehäuse ca. 100,-€
        X Box Controller ca 30 €
        Windows
        ggf. Lüfter
        ...

        also ich würd die 499,- schon sprengen

        ich bau schon seit Jahren ITX Systeme und weis nicht ob ich mit dem geringen "Budget" einen Spiele PC bauen möchte den ich mir ins Wohnzimmer stelle.
        Daher Hut ab Alienware
        Meine Rede, dass die Alienware Machine aus P/L-Sicht gut aufgestellt ist. Allerdings hinkt der Vergleich mit einem Notebook, denn dieses Beeinhaltet ja noch einen Display und Akku (Tastatur und Maus wiege ich hier jetzt mal mit dem 360 Controller auf).
        Aber klar einen Mini-PC für 500€ mit dieser Leistung selber zu bauen dürfte teurer werden.
        Aber fairerweise muss man auch sagen, dass die aktuellen Konsolen (XOne, PS4) wohl das bessere P/L-Verhältnis haben, da diese aus "technischer Sicht langsamer altern". Man bedenke nur wie lange die 360/PS3 am Markt war, ohne dass es ein Hardware Upgrade gegeben hätte. Das schafft leider kein (500€) PC.
      • Von majinvegeta20 Lötkolbengott/-göttin
        Dann stell du ganz einfach keine Kostenrechnung auf. Gerade im Hinblick darauf, daß dies nicht auf jedermann anwendbar ist, du aber versuchst als das einzig Wahre hinzustellen.

        Find's eher komisch, das du dich darüber aufregst, nur weil ich auch einmal die andere Seite beleuchte.

        Wenn du einen Computer/Laptop einfach so mit einrechnen darfst, wenns um den Kauf einer Konsole geht, bloß weil du meinst das jeder einen haben muss, darf ich ja auch wohl einen Fernseher mit einrechnen. ( hat ja bekanntlich auch so gut wie jedermann)
        Wobei ich solche konfusen Rechnungen erst gar nicht aufstellen würde. Ganz davon abgesehen, das man spätestens beim Laptop mit deinen Aufrüstungsplänen hängen bleibt. ^^

        Ich wollt jetzt nicht noch eine "was ist günstiger" Diskussion vom Zaun brechen.
        Mir ging es um etwas völlig anderes.
      • Von Joim Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von majinvegeta20
        Es war so klar, dass mindestens einer darauf anspringt.
        Dann probier nicht eine Kostenberechnung die ganz einfach nachvollziehbar ist ins lächerliche zu ziehen.
        Und der Office-Pc/Laptop zum surfen muss eben auch in die Preisberechnung rein. Bisschen mehr Geld für Cpu und eine vernünftige Graka und fertig ist der Gaming-Pc.

        Es geht nich um Konsolen von früher sondern die der letzten Jahre. Und da gibt es eben kein technisches oder preisliches Argument wie früher.

        Das es eine große Abzocke im Fertig-Pc Markt gibt hat ja nichts damit zu tun das Leute hinrennen und es kaufen.
        Wenn der Aldi PC für 700€ vernünftig zusammengestellt wäre könnte man damit auch lange richtig zocken.
        Hat aber lieber ein paar überdimensionierte "Zahlen" zu Werbezwecken und Schnick Schnack wie Kartenleser und Fernbedienung.
        Einfach mal Spasseshalber die Werbung der großen Elektromärkte anschauen. 500€ PC mit 32gb Ram und so... Alles schon gesehn.

        Also dreh mir nicht die Wörter im Mund herum...
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Steam Machine
Alienware Alpha im Test: Die Steam-Machine mit Alienwares eigener Benutzeroberfläche [Test der Woche]
Steam Machine nennt sich die PC-Alternative zur aktuellen Konsolengeneration und Alienware hat schon seit Längerem einen solchen Mini-PC im Portfolio - zumindest in den USA. Da Valve jedoch das Projekt Steam Machine inklusive Steam OS aufgrund ständiger Überarbeitung des Controllers auf 2015 verschob, bietet Alienware den mit Alpha bezeichneten Konsolen-PC nun mit eigener Gamepad-Oberfläche an. PCGH macht den Test des Alienware Alpha.
http://www.pcgameshardware.de/Steam-Machine-Hardware-256919/Specials/Alienware-Alpha-Test-1151084/
28.02.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/02/Alienware_Alpha_Ersteindruck_05-pcgh_b2teaser_169.jpg
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