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  • Star Trek: Bridge Crew - VR hat seine Bestimmung gefunden: Spaß
    Quelle: Ubisoft

    Star Trek: Bridge Crew - VR hat seine Bestimmung gefunden: Spaß

    Einmal auf der Brücke eines Föderationsraumschiffes Dienst schieben und die unendlichen Weiten des Weltraums erkunden, Klingonen bekämpfen und Abenteuer erleben - Star Trek: Bridge Crew von Ubisoft macht's möglich. Wir haben uns Star Trek: Bridge Crew auf der E3 2016 angeschaut.

    Auch, wenn sich J. J. Abrams alle Mühe gibt, dem Star-Trek-Universum mit einer Serie von Action-Filmen den Geist von Gene Roddenberry auszutreiben - die Faszination von Raumschiff Enterprise, Voyager und Co. ist ungebrochen. So bekam LeVar Burton alias Geordi LaForge den größten Applaus auf der Ubisoft-Pressekonferenz, als er die Bühne betrat, um das VR-Spiel Star Trek: Bridge Crew vorzustellen. Im Mehrspielertitel, der für alle drei großen VR-Systeme Ende des Jahres erscheint, verkörpern vier online miteinander verbundene Freunde Captain, Steuermann, Chefingenieur und taktischen Offizier auf dem Föderationsschiff U.S.S. Aegis, das zu einer Erkundungsmission mit Hindernissen aufbricht.

    Star Trek: Bridge Crew - Virtuelle Kommandoposten

          

    Vor unserem Ausflug ins Weltall geht es mit einem Shuttle zum Raumdock, wo die Aegis bereits auf uns wartet - das sieht beinahe so spektakulär wie in den ersten beiden Enterprise-Kinofilmen aus. Bevor wir dann den Dienst auf der Brücke beginnen, folgt eine kurze Einführung in die Aufgaben des jeweiligen Postens. Wir haben uns für den Steuermann entschieden - der Sessel des Captains wird bereits von einem Entwickler gefüllt, der uns wie der Spielleiter in einem Pen-&-Paper-Rollenspiel Informationen und Aufgaben gibt.

    Die Oculus-VR-Brille offenbar drei Dinge: eine Sternenkarte, die sich per Fingertippen von einer Umgebungsansicht auf Ziele in Warp-Reichweite umschalten lässt. Rechts daneben ein runder Touchscreen, mit dem wir die Aegis lenken, indem wir ein Symbol des Schiffs nach oben, unten, links und rechts bewegen. Am linken Rand unserer Station befindet sich ein chromblitzender Schubhebel. Chromblitzend deshalb, weil wir uns im Paralleluniversum der aktuellsten Kinofilme befinden. Immerhin haben die Entwickler auf übermäßige Lens-Flare-Effekte verzichtet, die im ersten Abrams-Streifen selbst im Kino das Tragen einer Sonnenbrille erforderlich machten.

    Star Trek: Bridge Crew - Vier Freunde auf der Brücke

          

    Hinter uns sitzt der Captain, rechts neben uns der taktische Offizier und etwas weiter rechts hinten der Chefingenieur. Nach kurzem Geplänkel, Winken und altklugen Sprüchen macht der Captain die Aegis startklar: Der Chefingenieur muss Energie in den Warp-Antrieb leiten, der taktische Offizier hält den Finger auf Schilden und Waffensystemen, während wir einen Kurs zu einem Sonnensystem festlegen. Dann richten wir die Aegis per Impulsantrieb in Richtung unseres Ziels aus - auf dem übergroßen Sichtschirm vor uns folgt die Untertassensektion majestätisch jeder Bewegung -, bevor wir per Oculus-Touch-Controller den Schubhebel nach vorne drücken.

    Zu jeder Zeit dürfen wir uns auf der Brücke umsehen und schauen, was unsere Kollegen so treiben. Ein Blick an uns hinab offenbart uns, dass wir eine beinfreie Uniform tragen: Wir hatten zu Beginn des Spiels ein zufallsgesteuertes Aussehen gewählt, und so hat uns das Spiel als Steuerfrau im Star-Trek-typischen Minikleid hinter die Steuerkonsole gebeamt.

    Star Trek: Bridge Crew - Rettungskapseln und Klingonen

          

    Am Ziel angekommen entdecken wir die Trümmer eines anderen Schiffes und fangen einige Notrufe auf: Drei Rettungskapseln haben die Zerstörung überlebt, und darin befinden sich Raumfahrer, die wir retten müssen. Vorsichtig steuern wir das Schiff an die erste Kapsel heran, während der Chefingenieur die Transporter bereit macht. Kaum haben wir die sechs Überlebenden an Bord geholt, da enttarnt sich ein klingonischer Kampfraumer. "Schilde hoch, Feuer frei!" ruft der Captain unserem Sitznachbarn zu, der das Schiff mit einem Hagel aus Photonentorpedos überzieht. Einige Treffer stecken auch wir ein, doch unser Schutzschirm hält und die Klingonen fallen zurück in den Tarnmodus.

    Bildmaterial von Star Trek Bridge Crew auf der E3 2016 (3) Bildmaterial von Star Trek Bridge Crew auf der E3 2016 (3) Quelle: Ubisoft Die Bergung der zweiten Sechsergrupper verläuft ohne Zwischenfälle, doch bei der dritten erscheinen gleich zwei Klingonen auf unserer Umgebungskarte. Wir schieben die Aeris zwischen die Kapsel und den Gegner, der Chefingenieur fährt die Schilde blitzschnell herunter, holt die Überlebenden an Bord und fährt sie dann erneut hoch. Während der taktische Offizier noch aus allen Rohren feuert, ruft uns der Captain ein "Steuermann, sofort einen Fluchtkurs vorbereiten!" zu. Wir wählen ein anderes Sonnensystem, richten das Schiff in dessen Richtung aus und gehen auf Warp-Geschwindigkeit. Gerade noch einmal geschafft!

    Star Trek: Bridge Crew - Mission erfolgreich!

          

    Beim anschließenden Debriefing erfahren wir, dass wir 18 von 18 gestrandeten Föderationsmitgliedern gerettet haben. "Das war das beste Team des ganzen Tages", freut sich der Ubisoft-Captain, der am Messemittwoch schon einige der rund 15 Minuten langen Missionen geleitet hat. "Und die Schutzschirm hat immer noch 50 Prozent Leistung." Nachdem wir die VR-Headsets abgenommen haben, gratulieren wir uns gegenseitig und sind noch ganz begeistert von dem gerade erlebten Weltraumspektakel. Alle Mitspieler sind begeistert von dem gemeinsamen Abenteuer, ein Journalist nennt es sogar "die beste VR-Erfahrung, die ich bisher erlebt habe".

    Weil es unwahrscheinlich ist, dass vier Freunde ihre PCs und VR-Headsets an einem Ort zusammenbauen, unterstützt Star Trek: Bridge Crew selbstverständlich Online-Matchmaking-Partien - wobei man mit Spielern, die man kennt, vermutlich bessere Erfahrungen als mit solchen macht, die das Schiff in einen Asteroidengürtel steuern oder alle Torpedos ins Nichts schießen. Außerdem soll egal sein, ob man mit HTC Vive, Oculus Rift oder PlayStation VR ins All startet.

    03:30
    Star Trek: Bridge Crew - VR-Abenteuer auf der Enterprise im E3-Trailer

    Star Trek: Bridge Crew - Story-Modus (auch) mit KI-Kollegen

          

    Ein Story-Modus soll zahreiche Einzelmissionen miteinander verbinden, doch es sollen auch zufällig generierte Aufträge möglich sein, um die unendlichen Weiten aus dem Star-Trek-Vorspann Realität werden zu lassen. Wer nicht genug oder gar überhaupt keine menschlichen Mitspieler findet oder finden möchte, darf die fehlenden Offiziere mit KI-Kumpanen auffüllen. Dabei ist der Wechsel an jede der vier Stationen jederzeit möglich - Kollege Computer übernimmt dann den gerade verlassenen Posten.

    Was berühmte Missionen aus dem Star-Trek-Universum, andere Raumschiffe und deren Kommandobrücken angeht, halten sich die Entwickler derzeit noch bedeckt. Zwischen den Zeilen ist jedoch zu lesen, dass andere Vehikel kein Ding der Unmöglichkeit sind. Wir wagen es kaum, das E-Wort in den Mund nehmen, doch eins steht fest: Der Bau einer digitalen Brücke ist ungleich günstiger als der eines echten Filmsets. Und wenn dann im Spiel Funken aus den Konsolen fliegen, sind sie in wenigen Sekunden wieder einsatzbereit.

    Star Trek: Bridge Crew - E3-2016-Fazit

          

    Standbilder und selbst Videos können nur höchst unzureichend vermitteln, wie viel Spaß Star Trek: Bridge Team macht. Auch, wenn die Bedienelemente im Vergleich zu einem echten Raumschiff stark vereinfacht wurden, sorgt das Miteinander der Crew für Spannung und Dramatik. Eine Hand auf der Steuerkonsole, eine andere auf der Karte, die Augen auf dem Hauptbildschirm und die Stimmen der anderen Besatzungsmitglieder in den Ohren - so nah kam bisher kein Spiel dem Star-Trek-Feeling.

    Klar, die Gesichter und Bewegungen der Teammitglieder sind nicht fotorealistisch, bei Treffern wackelt der Stuhl nicht und es fällt auch kein Putz von der Decke - doch das ist bei den anderen Sinneseindrücken bald vergessen. Star Trek: Bridge Crew macht den Traum wahr, den Star-Trek-Fans bald fünfzig Jahre geträumt haben haben: Selbst Abenteuer an Bord eines Föderationsraumschiffes erleben. Und es ist ein prächtiges Beispiel dafür, dass VR nicht bloß für kurze Demos steht, die man einmal und nie wieder anschaut.

      • Von Belga Komplett-PC-Käufer(in)
        Ich habe mir Bridge Crew gestern mal auf der Gamescom angesehen. Zumindest beim ersten Anspielen kann man das Potential und den möglichen Spielspaß dahinter erkennen. Allerdings habe ich auch ein paar Bedenken in Richtung Langzeitmotivation und Spieltiefe.

        Beispiel: ich war als Engineer tätig. Die Position hat genau drei Aufgaben. Erstens: Energie auf die Subsysteme verteilen (Antrieb, Schilde, Phaser). Zweitens: Transporter bedienen (Aktivieren, warten bis Personen erfasst sind, Transport auslösen). Drittens: Warp-Antrieb vorbereiten (Aktivieren, Aufladezeit abwarten, Bereitschaft an Piloten weitermelden). Mehr scheint es nicht zu geben, zumindest gab die Konsole nicht mehr her. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemanden langfristig an das Spiel fesselt. Vielleicht habe ich zufällig die unattraktivste Position bekleidet, aber wenn die anderen Spieler auch so wenig zu tun haben, wäre das dem Spiel nicht wirklich zuträglich.

        Ich hoffe echt, dass Ubisoft aus der guten Idee und dem meiner Ansicht nach auch gut eingefangenen "Star Trek-Feeling" (egal, ob das jetzt in der "richtigen" oder der alternativen Zeitlinie spielt) nicht nur eine VR-Tech-Demo macht, sondern auch tatsächlich ein Spiel zaubert, das den VR-Zug ein bischen in Schwung bringt.
      • Von Kugelninja Kabelverknoter(in)
        So lange ich als Captain nicht Spock oder Data auf der Brücke sehe, werde ich den "Kauf" Button definitiv nicht anklicken. Sorry...
      • Von KaneTM PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Cat Toaster
        Ja nun, das Potenzial steht für DLCs und jährliche Fortsetzungen bis in alle Zukunft zur Verfügung. Das ist ja bei Ubisoft unschwer zu erraten. Allerdings muss der VR-Bereich dafür natürlich als lohnen genug erweisen.
        Tja, noch ist alles am Anfag und was aus VR wird, wird man erst wirklich in 10 oder 20 Jahren abschätzen können. Aber einstweilen hoffe ich, dass Ubisoft es diesmal hinbekommt - freu mich auf so ein Startrek-Erlebins Und wenn es sich lohnt, bekommen wir sicher neue "Upgrades" - gerne NICHT jährlich, aber gerne parallel zu neuen Hardwaregenerationen der VR-Brillen
      • Von Two-Face PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von Taker70
        Zumindest muss JJ einen anderen Chekov besetzen........
        Der "neue" Anton Yelchin ist gerade bei einem Autounfall Verstorben.......
        [h=1][/h]
        Tragisch, habe ihn immer als großes Talent empfunden.
        Darüberhinaus war er einer der besseren Besetzungen der Reboot-Filme, die Rolle des Chekov hat echt zu ihm gepasst.
      • Von M4xw0lf Lötkolbengott/-göttin
        Spaß, revolutionär!
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Star Trek: Bridge Crew
Star Trek: Bridge Crew - VR hat seine Bestimmung gefunden: Spaß
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http://www.pcgameshardware.de/Star-Trek-Bridge-Crew-Spiel-57354/Specials/E3-2016-Vorschau-1198860/
19.06.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/06/Star-Trek-Bridge-Crew-E3-2016-Screenshots-1--pcgh_b2teaser_169.jpg
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