Online-Abo
  • Login
  • Registrieren
Games World
  • Mammutprojekt Star Citizen - Weltraumsimulation mit Cryengine 3: Cryengine 3, Crowdfunding, FAQs

    Mit Star Citizen versucht der Schöpfer der Wing Commander-Reihe, Chris Roberts. das totgesagte Genre der Weltraumsimulationen wieder zu beleben. Als Motor kommt die Cryengine 3 zum Einsatz, mit der das Spiel an die Grenzen des technisch Machbaren gehen soll. Spielerisch soll es Multiplayer sowie Singleplayer geben und obendrein wird das Projekt ohne Publisher via Crowdfunding finanziert. PC Games Hardware hat alle Details zu diesem Mammut-Projekt.

    Eine Weltraumsimulation und dann noch als reines PC-Spiel: In den Augen der Verantwortlichen bei den großen Spiele-Publishern ist "Star Citizen" schon aufgrund der Eckdaten zum Scheiten verurteilt. Doch für aktuell über 10.000 Spieler, die sich bisher am "Crowdfunding" beteiligt haben, stößt Chris Roberts in eine große Lücke am Markt. Dank modernster Technik soll das Genre so realistisch wie nie zuvor inszeniert werden und die Herzen der Science-Fiction-Fans höher schlagen lassen.

    Star Citizen: Eine Weltraumsimulation im "Wing Commander"-Universum

    Wenn Chris Roberts eine Weltraumsimulation macht, dann überrascht es uns natürlich nicht, wenn er diese im von ihm kreierten Wing-Commander-Universum ansiedelt. Fans sollten allerdings keine Überschneidungen mit älteren Spielen erwarten. Die Markenrechte liegen bis heute bei EA.

    Für Einsteiger mal ein paar Eckdaten der "Wing Commander"-Reihe: Die Handlung basiert auf der Idee, dass Galaxien und Sternensysteme über sogenannte Sprungpunkte miteinander verbunden sind. Die wurmlochähnlichen Punkte ermöglichen schnelle Reisen durch die Galaxie. Die Ziele sind allerdings nicht beliebig. Ein Sprungpunkt hat immer den selben Start- und Zielsektor. Bei der Erkundung der Galaxie traf die Menschheit auf die Kilrathi. Eine Alienspezies, die wie eine Kreuzung aus Mensch und Katze aussieht. Mit dieser kriegerischen Spezies liegt die Menschheit seit Beginn der "Wing Commander"-Reihe im Krieg. Im dritten Teil besiegt die Menschheit die Kilrathi durch einen vernichtenden Angriff auf den Heimatplaneten Kilrah, der vom Protagonisten und Kriegshelden Christopher Blair geführt wurde. Die Jahreszahl 2934 auf der Webseite lässt darauf schließen, dass die neue Handlung knappe 300 Jahre nach diesen Ereignissen stattfindet. Jägerdesigns deuten außerdem darauf hin, dass es wieder um den Konflikt zwischen Menschheit und Kilrathi gehen wird. Der im Video gezeigte Vega-Sector spielte dabei auch schon in der Vergangenheit eine kriegsentscheidende Bedeutung, da dort der eben erklärte Sprungpunkt zur Erde liegt.

    In dieser Rahmenhandlung soll "Star Citizen" sowohl einen Single- als auch einen Multiplayer bekommen. Der Einzelspieler-Part soll bei Bedarf auch offline spielbar sein, während der Mehrspieler-Teil als MMO umgesetzt werden soll. Der Singleplayer hört auf den Namen "Squadron 42" und wird typisch "Wing Commander" eine lineare Geschichte in diesem Universum sein. Das MMO wird sich in seiner Art eher an "Privateer" orientieren und so wirtschaftliche sowie open-world-Aspekte in das Spiel integrieren. Außerdem soll es beispielsweise auch möglich sein, gemeinsam ein Schiff zu bauen und dieses dann zu Zweit zu fliegen. Der Multiplayer soll seinem Namen gerecht werden und jede Menge Inhalt für gemeinsame Aktion in kleinen Gruppen bieten.

    Jeder Spieler soll sich dabei seine eigene Rolle im Spiel suchen können und vom Händler bis zum Piraten jeder favorisierten Beschäftigung nachgehen können. Das Sternenbürgersystem ist dabei als eine Art Klassen- oder Fertigkeitensystem zu verstehen. Der Spieler wird dabei ein aktiver Teil der Handlung. Neu entdeckte Sternensysteme sollen beispielsweise nach dem Spieler benannt werden, der zuerst dort war. Über wöchentliche Micro-Updates und Einsatz der Community möchten die Entwickler das Spiel auch nach dem Release kostenfrei erweitern. Man möchte kreativen Fans außerdem Modding-Tools an die Hand geben, um neue Raumschiffe, Missionen oder ganze Galaxien für das Spiel zu entwerfen.

    01:47
    Star Citizen: Neuer Trailer zur phänomenalen Grafik

    Star Citizen: Nie dagewesene Details dank Cryengine 3

    Mit der Cryengine 3 setzten die Entwickler auf eine der derzeit modernsten Engines am Markt. Diverse Modder und die Entwickler von Crytek zeigen mit Spielen und Videos jetzt schon eindrucksvoll, was die Engine in der Praxis leisten kann. Star Citizen soll dieses Potential und das aktueller Hardware vollständig ausschöpfen. Chris Roberts spricht von bis zu zehn mal so vielen Polygonen pro Objekt im Vergleich zu aktuellen Triple-A-Spielen. Leider lässt er offen, ob er damit Call of Duty oder Battlefield 3 meint - vermutlich eher Ersteres. Erste Screenshots und Videoszenen sind aber durchaus vielversprechend und schüren in jedem Fall große Erwartungen.Der Polygoncount ist hoch, die Texturen sind gut (hinter den Schiffen sind aber bisher nur Weltraum-Bitmaps). Im Trailer erkennt man eine gute Beleuchtung mit weichen Schatten und übliche Effekte wie Tiefenunschärfe. Star Citizen hat Potenzial. Wer Spiele von Chris Roberts kennt, weiß auch, dass diese gerne an das Limit des technisch Machbaren gehen - und darüber hinaus.

    Star Citizen soll ein Spiel für Spiele- und Hardware-Enthusiasten werden: Noch vor zwei Jahren soll dieses Spiel technisch noch nicht möglich gewesen sein. Die Cryengine 3 arbeitet am Limit dessen, was aktuelle Hardware leisten kann und soll noch von Verbesserungen profitieren, die bis zum Release erst den Markt erreichen. Jedes Upgrade von GPU, CPU oder RAM soll sich direkt in höheren Fps oder schöneren Details bemerkbar machen.

    Neben der puren Polygon-Dichte sollen die Größenverhältnisse ein echtes Highlight werden. Der Jäger im Video misst knappe 27 Meter, ein Mensch ist 1,80 Meter groß und der Träger erreicht eine Länge von einem satten Kilometer. So weit so gut, aber Roberts verspricht, dass man die Größenverhältnisse aus erster Hand erfahren kann. Der Träger ist von innen komplett zu Fuß zu erkunden und im Zweifel können Sie das Flugdeck in voller Länge ablaufen oder doch lieber hoch auf die Brücke - alles ohne Ladebildschirm. Die Polygon-Dichte soll dabei bei allen Objekten gleich bleiben. Nicht einmal die Fernsicht soll eingeschränkt werden, sondern natürlichen Verhältnissen entsprechen.

    Auch in der Schwerelosigkeit spielt Physik natürlich eine wichtige Rolle. Besondere Aufmerksamkeit schenken die Entwickler dabei angeblich dem Jäger und wie er gesteuert wird. Ein Jäger hat verschiedene Steuerdüsen, über die er im Weltraum bewegt wird. Diese seien nicht nur optische Gimmicks, sondern nehmen je nach Position den entsprechenden Einfluss auf die Manövrierfähigkeit. Gesteuert wird der Jet dann vergleichbar zum Fly-by-Wire-System aktueller Jets. Für die Steuerung wollen die Entwickler jedes denkbare Eingabemedium am Markt unterstützen. Von den Klassikern wie Controller, Maus und Tastatur oder Joystick bis zu Exoten wie Flugsessel, Ruderpedale oder HOTAS. Sogar das Head-Mounted-Display Oculus Rift will man unterstützen. Da könnte man schon fast mit der Zunge schnalzen.
    Die Systemanforderungen von Star Citizen liegen bei der aktuellen Entwicklerversion bei einem Dualcore-Prozessor, vier GiByte Arbeitsspeicher und einer Geforce GTX 460. Mit besseren Prozessoren oder Grafikkarten ist das Spiel mit immer höheren grafischen Details spielbar, ähnlich wie bei anderenTiteln, die die Cryengine 3 verwenden. Natürlich werden die Entwickler das Spiel bis zur Fertigstellung in ungefähr zwei Jahren noch weiter optimieren.

    Chris Roberts - Eine Legende unter den Videospielentwicklern
    Chris Roberts und die "Wing Commander"-Spiele: Warum bekommt "Star Citizen" so große Vorschusslorbeeren? Ein Blick zurück macht deutlich, warum die Begeisterung für "Star Citizen" so groß ist. 

    Chris Roberts - Eine Legende der 90er-Jahre
    Chris Roberts - Der Schöpfer der "Wing Commander"-Reihe ist kreativer Kopf hinter Star Citizen - 2012/10/star_citizen047.jpgChris Roberts - Der Schöpfer der "Wing Commander"-Reihe ist kreativer Kopf hinter Star CitizenChris Roberts ist eine Legende der 90er-Jahre, wo er sich besonders als Produzent bei Origin-Systems seinen Namen verdiente. Er ist bis heute die Verkörperung des Leitspruchs der Firma "We create Worlds". Vom Fantasy-Rollenspiel "Bad Blood" über "Strike Commander" bis zur "Wing Commander"-Reihe schuf Roberts für jedes Spiel komplett fiktive Universen, in denen sich die Handlung abspielte. Besonders "Wing Commander" ist Mitte der 90er prägend für das gesamte Genre der Weltraumsimulationen. Ende der 90er verließ er Origin-Systems und gründete das Studio "Digital Anvil". Mit diesem Studio produzierte er unter anderem den Kino Film "Wing Commander" und das Videospiel "StarLancer". Als Microsoft das Studio 2001 kaufte, war Roberts allerdings nur noch in beratender Funktion für das später erscheinende "Freelancer" tätig. Mit dem neuen Studio "Point of No Return Enterteinment" erreichte kein Projekt den Verkaufsstatus und so kehrte Roberts den Videospielen vorerst den Rücken. Mit seinem neuen Filmstudio produzierte er mehrere Hollywoodfilme wie "The Punisher", "Lord of War - Händler des Todes" und "Lucky Number Sleven". 2011 gründete Chris Roberts dann das Videospielunternehmen "Cloud Imperium Games", mit dem er seit dem in Form von "Star Citizen" an der Wiederbelebung der Weltraumsimulationen für den PC arbeitet.

    Wing Commander & Privateer - Pioniere für das Genre
    Wing Commander 3 - Heart of a Tiger: Schauspieler mit Blue- Greenscreen-Technik ins Spiel implementiert - 2012/10/9863-wing-commander-iii-heart-of-the-tiger-dos-screenshot-select.gifWing Commander 3 - Heart of a Tiger: Schauspieler mit Blue- Greenscreen-Technik ins Spiel implementiertAnfang bis Mitte der 90er-Jahre setzte Chris Roberts mit der "Wing Commander"-Commander und "Privateer"-Reihe neue Maßstäbe für Videospiele. "Wing Commander" war das erste Spiel, in dem schlechte Flugleistungen oder falsche Entscheidungen jederzeit dazu führen konnten, dass Hauptcharaktere der Geschichte sterben. Etwas Vergleichbares gab bis bis dato nicht. Mit dem dritten Teil "Heart of a Tiger" machte die Zusammenarbeit mit dem neuen Publisher Electronic Arts auch eine technische Revolution möglich: Computer Hardware war noch nicht leistungsstark genug, um komplette Videoszenen zu Rendern und den Spieler so wirklich tief in die Geschichte eintauchen zu lassen. Mit Hilfe der neuen Blue- Greensreen-Technik wurden deshalb alle Videoszenen mit echten Schauspielern gedreht und anschließend in die Videospielgrafik integriert. Chris Roberts gelang es, echte Hollywood-Größen für das Projekt zu gewinnen. Die Hauptrolle des Christopher Blair wird von Mark Hamill gespielt - einigen sicher besser bekannt als Luke Skywalker aus den Star Wars-Filmen. Andere Rollen wurden von Malcolm McDowell oder John Rhys-Davies übernommen. Roberts führte selbst die Regie für alle Aufnahmen zum Spiel. An der Programmierung  arbeitete Roberts dagegen nicht mehr mit. Die Grundlagen für die verwendete RealSpace-Engine stammten jedoch von ihm. Für "Star Citizen" sind keine echtem Filmszenen mehr geplant. Animierte Sequenzen seien heute realistisch genug für eine glaubwürdige Umsetzung.

    Mit "Privateer" machte "Wing Commander" einen Schritt weg vom Soldaten, der gegen die Kilrathi kämpft und geht mehr auf die Handelsebene. Spieler können zwar knapp 30 Kampfmissionen spielen, generell geht es jedoch um den Handel und das Erledigen von Söldneraufträgen. Mit dem erwirtschafteten Geld können Sie Ihr Schiff verbessern und so ungefährdeter durch den Weltraum reisen. Im Gegensatz zum sehr linearen Konzepts von "Wing Commander" findet man in "Privateer" erste Ansätze des "Open World"-Prinzips. Vom Kopfgeldjäger bis zum freien Händler soll jeder Spieler außerdem seine ganz eigene Rolle im Spiel übernehmen können. "Star Citizen" wird sich den ersten Informationen zufolge im MMO-Teil grob am Privateer-Prinzip im "Wing Commander"-Universum orientieren. Erste Bilder des Träger-Schiffs lassen dagegen auf einen militärisch geprägten Einzelspieler-Part schließen.  
     

    Star Citizen: Das Crowdfunding-System

    Bei der Finanzierung des Spiels geht Chris Roberts ein ziemliches Risiko ein: Er verzichtet mit seinem Team auf die Unterstützung der Kickstarter-Plattform und integriert das Crowdfounding-System direkt in die offizielle Webseite zum Spiel. Einerseits ist der direkte Kontakt zur Community so hergestellt und die Spieler/Unterstützer des Spiels werden über den eigenen Account direkt an die Webseite des Spiels gebunden. Andererseits ist es so deutlich schwieriger, in 30 Tagen genug Menschen zu erreichen und von den Qualitäten des Konzepts zu überzeugen. Selbst wenn das benötigte Budget von 2 Millionen US-Dollar am Ende zusammen kommt, bleibt die Frage, ob mit der Hilfe und der Erfahrung von Kickstarter nicht noch wesentlich mehr Geld zusammengekommen wäre. Immerhin scheint man darüber nachzudenken, die Kampagne auch auf Kickstarter auszuweiten.

    Aber warum benötigt das Spiel überhaupt ein so großes Budget? Andere Crowdfunding-Spiele kommen ja auch mit weniger aus. Laut Chris Roberts ist das Budget im Vergleich zum Ziel des Spiels schon recht gering. Um die eigenen technischen Ansprüche erfüllen zu können, benötige man die besten Programmierer am Markt, die dementsprechende Gehaltsforderungen hätten. In diesem Punkt unterscheide sich Space Citizen nicht von den Spielern der großen Publisher. Daher der hohe Geldbedarf für ein Crowdfunding-Spiel. Man arbeite derzeit mit einem möglichst kleinen Team, um die Kosten gering zu halten.

    Chris Roberts braucht mit seinem Firma rund 2 Millionen US-Dollar, um das Spiel wie geplant umzusetzen. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, dass mehr Geld zusammenkommt. Für diesen Fall gibt es erste Pläne, wie das zusätzliche Budget genutzt werden soll. Die Erweiterung konzentrieren sich vor allem auf den Einzelspieler-Part. Hier scheinen die Entwickler noch viele Ideen zu haben, die sie mit genug Budget gerne in die Tat umsetzen würden.

    2 Millionen3 Millionen4 Millionen5 Millionen6 Millionen
    Regelmäßige Community Updates12 Monate bis zum Release der Multiplayer-AlphaMehr Community-UpdatesMehr Community-UpdatesLocked
    12 Monate bis zum Release der Multiplayer-Alpha18 Monate bis zum Release des Einzelspieler-Teils (Squadron 42)Monatliche Webcasts der EntwicklerMonatliche Webcasts der Entwickler 
    18 Monate bis zum Release des Einzelspieler-Teils (Squadron 42)Längere Storyline12 Monate bis zum Release der Multiplayer-Alpha12 Monate bis zum Release der Multiplayer-Alpha 
     Mehr SchiffeProfessionelle Mod-Tools kostenlos für die CommunityProfessionelle Mod-Tools kostenlos für die Community 
      18 Monate bis zum Release des Einzelspieler-Teils (Squadron 42)18 Monate bis zum Release des Einzelspieler-Teils (Squadron 42) 
      Längere StorylineEpische Storyline 
      Noch mehr SchiffeOnline-Marktplatz für Schiffe 
       Maximale Anzahl an Missionen 
       Sternenbürger bekommen 30 Monate Zugang zum "Star Citizen"/"Wing Commander"-Universum 
       Vergleichbares Gameplay zu Wing Commander - Privateer 
       Mehrere Sternensysteme zum Erkunden 
       Monatliche Community-Meetings mit Chris Roberts 

    Was kostet die Unterstützung für "Star Citizen"?

    Über die offizielle Webseite können Sie sich einen Account erstellen und mithilfe verschiedener Bezahlsysteme wie Paypal oder Kreditkarte eines der angebotenen "Schiffe" kaufen. Die Schiffe stehen für einen festen Betrag. In zwölf Abstufungen können Sie zwischen 8 und 8000 Euro für das Spiel ausgeben. Für größere Beträge ist ein direkter Kontakt zu den Entwicklern notwendig. Mehr Geld fürs Spiel bedeutet natürlich auch, dass Sie zusätzliche Gimmicks zum Spiel bekommen. Ab 30 Euro erhalten Sie das vollwertige Spiel als digitale Version mit Zugang zu Alpha und Beta. Für 100 Euro bietet Ihnen das Studio den Umfang einer typischen Collectors-Edition mit schickem USB-Stick, gedruckter Karte und 5.000 Ingame-Credits. Für 8000 Euro gibt es das volle Programm: Eigene Designs für Ihr Raumschiff, einen Tag mit Chris Roberts und seinem Team sowie Modelle, Blueprints oder einen privaten Ingame-Club. Für das teuerste Paket hat sich bisher immerhin ein erster Abnehmer gefunden. Ab 250 Euro ist die Zahl der verfügbaren Versionen begrenzt. Bisher ist allerdings bei keiner Preisklasse ein Engpass abzusehen.

    Crowdfunding-Unterstützer müssen anschließend nicht mehr tun, als zu warten und die regelmäßigen Community-Updates zu verfolgen. Space Citizen soll keine weiteren monatlichen Gebühren oder sonstige Kosten beinhalten. Auch spätere Updates und Erweiterungen sollen kostenfrei angeboten werden. Zusätzliche Free-2-Play-Modelle soll es nicht geben. Es soll aber möglich sein, Ingame-Credits gegen reales Geld zu kaufen. So sollen Spieler mit weniger Zeit nah am Geschehen bleiben können. Es werde aber keine Inhalte geben, die ausschließlich mit echtem Geld zu bekommen sind. Zeit und Echtgeld stünden in einem gleichberechtigten Verhältnis. Ganz allgemein orientiere sich das spätere Finanzierungsmodell an Guild Wars. Einmal zahlen und anschließend unbegrenzt auch den Online-Dienst nutzen können.

    Jetzt heißt es aber erst einmal, die nötigen Mittel einzutreiben. Noch sind über 20 Tage Zeit dafür.

    Star Citizen: Inoffizielle FAQ
    Auf Basis der offiziellen Webseite und den bisher bekannten Videos haben wir eine inoffizielle FAQ mit den wichtigsten Fragen zu "Star Citizen" zusammengestellt.

    Aus welchem Genre kommt "Star Citizen"?
    "Star Citizen" wird ein Spiel für das totgesagte Genre der Weltraumsimulationen. Einer der Macher Chris Roberts war bereits Schöpfer der "Wing Commander"-Reihe und hat viel Erfahrung mit Spielen dieser Art. Seiner Meinung nach sind weder reine PC-Spiele noch Weltraumsimulationen echte Auslaufmodelle.

    Welche Engine kommt zum Einsatz?
    Die Entwickler setzen auf die Cryengine 3 und damit auf eine der modernsten Engines, die es derzeit überhaupt gibt. Mit ihr soll das Spiel einen enormen Detailgrad und ein völlig neues Spielgefühl erreichen.

    Für welche Plattformen soll das Spiel kommen?
    "Star Citizen" wird vorerst nur für den PC erscheinen, um dessen technische Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Einen späteren Release für die nächste Generation der HD-Konsolen wollte Chris Roberts nicht ausschließen.

    Wie hoch sind die Systemanforderungen?
    Offizielle Systemanforderungen gibt es bisher noch nicht aber Chris Roberts machte deutlich, dass "Star Citizen" an die Grenzen des derzeit technisch möglichen gehen soll. Stärkere CPUs, GPUs und RAM sollen sich 1:1 in verbesserter Spielperformance bemerkbar machen.

    Wie hoch wird der Detailgrad sein?
    Der Detailgrad soll den 10-fachen Wert aktueller Big-Budget-Games (AAA) erreichen. Eine Figur bestünde aus über 10.000 Polygonen und der im Video zu sehende Träger aus über sieben Millionen.

    Wird es wieder Videoszenen mit echten Schauspielern geben?
    Nein wird es nicht - Fertig gerenderte Szenen seien heute detailliert genug, um eine Geschichte glaubwürdig zu erzählen und den Spieler wirklich eintauchen zu lassen.

    Wie wird das Spiel finanziert?
    Das Spiel erscheint ohne Publisher und soll deshalb über Crowdfunding vorfinanziert werden. Für das angepeilte Spiel benötigen die Entwickler knappe 2 Millionen US-Dollar. Wenn mehr Geld zusammen kommt, wird das Spiel inhaltlich erweitert. Details dazu finden Sie auf der offiziellen Webseite.

    Warum kein "Kickstarter"?
    Man hat das "Crowdfunding"-System direkt in die Webseite integriert, um den Spieler von Beginn in die Entwicklung einzubeziehen. Die Webseite soll das Portal für die Community sein, wo man Vorschläge loswerden kann und Informationen zum Fortschritt des Projekts zu erhält. Um dem Spieler von Anfang bis Ende alles aus einer Hand liefern zu können, verzichtet man auf die Unterstützung der Kickstarter-Plattform.

    Was ist wenn nicht genug Geld zusammen kommt?
    Das Spiel soll in jedem Fall erscheinen. Wenn nicht genug Geld zusammen kommt aber in einer deutlich abgespeckten Version. Der Singleplayer wird aber in jedem Fall veröffentlicht. 

    Wird es monatliche Kosten geben?
    Nein wird es nicht. Das System wird vergleichbar zu Guild Wars sein. Sie bezahlen das Spiel und können anschließend unbegrenzt den Online-Dienst nutzen.

    Wann soll das Spiel erscheinen?
    Laut Webseite wird der November 2014 angepeilt. Alpha Beta in 12 bzw. 18 Monaten nach dem Ende der Crowdfunding-Runde.

    Gibt es ein Free-2-Play-Modell?
    Nein gibt es nicht. Das Spiel setzt auf das klassische Modell: Einmal bezahlen und anschließend den vollen Umfang spielen. Was es geben wird ist, dass man Ingame-Credits gegen echtes Geld kaufen kann. Spieler mit weniger Zeit können so zu anderen Spielern aufholen. Es wird aber keine Inhalte geben, die ausschließlich mit echtem Geld zu bekommen sind.

    Muss man immer online sein?
    Für den Multiplayer-Teil (MMO) muss man logischer Weise online sein. Den Singleplayer-Teil "Squadron 42" soll man auch offline spielen können.

    Wird es Updates und Erweiterungen nach dem Release geben?
    Nach dem Release soll es jede Woche Micro-Updates geben. Anstatt großer komplexer Patches möchte man das Spiel in recht kurzen Abständen mit zusätzlichen Aufträgen, Gebietsvergrößerungen etc. versorgen - ohne Zusatzkosten.

    Welche Möglichkeiten zur Steuerung wird es geben?
    Die Entwickler möchten jedes denkbare Steuermedium für das Spiel unterstützen. Die Klassiker wie Joystick, Maus und Tastatur oder Controller, aber auch Exoten wie Flugsessel, Ruderpedale oder HOTAS.

    Nehmen Schäden Einfluss auf die Fähigkeiten des Jägers?
    Ihr Jäger ist beim Fliegen dem Einfluss von über 100 Komponenten unterworfen. Nehmen einzelne Teile Schaden, soll sich dieser direkt auf das Flugverhalten Ihres Jägers auswirken.

    Gibt es ein Wirtschaftssystem?
    Im MMO-Teil wird es ein dynamisches Wirtschaftssystem geben. Der Preis von Rohstoffen etc. richten sich nach dem klassischen Angebot-und-Nachfrage-Prinzip. Wenn alle Spieler Eisen sammeln, wird der Preis bei den Händlern dafür deutlich sinken.

    Was ist der Bürger-Faktor?
    Das Bürger-System ist die Form von Klassen- oder Fertigkeitensystem in "Star Citizen". Die Idee basiere auf dem Gesellschaftssystem des römischen Reiches, wo man mit Bürgerrechten nicht geboren wurde. Man bekommt Sie durch entsprechende Taten und wird so auch verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zugehörig. Mehr Details gibt es bisher nicht. In der Praxis bedeutet das vermutlich folgendes: Wer viel handelt wird auch mit der Zeit ein immer besserer Händler und steigt in den gesellschaftlichen Kreisen der Händler weiter auf. Ähnliches gilt für Piraten und Kopfgeldjäger.  

    Hintergrund: Star Citizen

    Star Citizen wird ein neues PC-Spiel von Chris Roberts' eigener Firma Cloud Imperium Games. Die Pressemitteilung verspricht "bahnbrechende und qualitativ hochwertige Optik und Technologie, eine immersive und detaillierte virtuelle Welt, eine anspruchsvolle und epische Storyline sowie wilde, actionreiche Weltraumkämpfe". Das Spiel soll 2014 erscheinen, wer das Spiel per Crowdfunding vorab kauft, darf schon 2013 fliegen. Star Citizen nutzt die Cryengine 3 als technischen Unterbau. Mehr zu Star Citizen gibt es auf unserer Themenseite.

    Quelle: Roberts Space Industry

    Reklame: Wing Commander 1+2 für 5,99 US-Dollar jetzt bei GoG.com bestellen

    11:08
    Star Citizen: Crowdfunding-Werbevideo mit Chris Roberts
    05:09
    Star Citizen: Der Extended Trailer mit viel mehr Gameplay
  • Star Citizen
    Star Citizen
    Publisher
    Cloud Imperium Games
    Developer
    Cloud Imperium Games

    Stellenmarkt

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
    Es gibt 29 Kommentare zum Artikel
    Von McClaine
    Bin auch dabei und 55Eur vorerst leichter. Is es aber wert wenn das Spiel hält was es verspricht
    Von butter_milch
    Sodale, bin mit an Bord Oculus Rift würde ich mir alleine für dieses Spiel zulegen. Es sind wunderbare Zeiten in denen…
    Von gnarr
    .....
    Von MG42
    Einfach mal ein Firmen-Bankkonto in Deutschland und sonst im EU Ausland und in der Schweiz errichten…
    Von gnarr
    .....
      • Von McClaine Software-Overclocker(in)
        Bin auch dabei und 55Eur vorerst leichter. Is es aber wert wenn das Spiel hält was es verspricht
      • Von butter_milch Software-Overclocker(in)
        Sodale, bin mit an Bord

        Oculus Rift würde ich mir alleine für dieses Spiel zulegen. Es sind wunderbare Zeiten in denen wir leben!
      • Von gnarr Komplett-PC-Käufer(in)
        .....
      • Von MG42 Software-Overclocker(in)
        Zitat von gnarr
        mir fällt da nicht viel ein, was ein amerikanischer hersteller, mit momentan noch begrenzten mittlen, da noch groß anderes anbieten soll...nachhanhme oder banküberweisung speziell für den deutschen markt zu machen halte ich für ziemlich unrealistisch...
        wobei man zumindest überweisung per paypal "emulieren" kann...sowohl als lastschrift, als auch überweisung aufs paypal kto (als guthaben)...
        ich vermute mal, dass das game auch nur rein digital vertrieben werden wird, wenns fertig is, was wohl auf die gleichen bezahlmethoden hinausläuft. wobei das vermutlich davon abhängt wie die nachfrage is, bzw. ob die genug geld zusammen bekommen, um neben der entwicklung auch noch einen datenträgerbasierten vertriebsweg auf die beine zu stellen.
        also ob warten da so hilfreich ist, wage ich zu bezweifeln...
        Einfach mal ein Firmen-Bankkonto in Deutschland und sonst im EU Ausland und in der Schweiz errichten (einrichten/erstellen wtf, herrgottnochmal was ist das exakte Verb dafür?), wo ist da das Problem?

        Zitat
        lustig, ich finde es verhält sich genau anders herum... :p
        ich kenne jedenfalls keine synchro, die auch nur annäherungsweise an das englische original herankommt. egal wie viel mühe die sich geben. es ist einfach inherent schlechter, da es immer entweder verfälscht wird, um für den deutschen sprachraum sinn zu ergeben, oder es ist wörtlich, was einfach nur lächerlich klingt...

        edit:
        grad noch was auf der kickstarter page gefunden...

        "Will Star Citizen only be in English?"

        "No, we plan to support many languages. A huge percentage of space sim and PC gaming fans come from Europe and especially Germany, and we want to make sure Star Citizen is accessible to everyone. The game will initially be localized to French, German and Spanish with plans to handle other languages afterwards."
        Zitat von mg42
        (...)Man versteht zwar dann schon was die sagen, aber meistens ist es echt lächerlich weil die deutsche Synchronstimme sich einfach ungleich besser anhört als das Original(...)
        Ich spreche davon, dass sich in dem meisten Fällen alleine vom Klangbild die (gewohnte) deutsche Stimme besser anhört, dass viel bei der Übersetzung auf der Strecke bleibt, ist mir klar.
        Deswegen bin ich auch dafür, dass man im der deutschen Version von Filmen einen weitere Audiospur einführt in der die dt. Synchronstimme (falls sie überhaupt exzellentes AE/BE evtl. Dialekte etc beherrscht) einfach die den Originaltext nachspricht. Das macht zwar keinen wirklichen Sinn, aber man nimmt es einfach für selbstverständlich hin, wenn man seit Kleinauf in vielen Filmen (die übersetzt werden) einfach die Synchronstimme als "Echt" wahrnimmt.
        In Spielen ist das wieder was anderes und weniger gewichtig, aber in manchen Cutszenen fällt oder Dialogen fällt sofort der abnorme und sinnentfremdete Gebrauch deutscher Sprache auf, wenn Wortwörtlich übersetzt wird, oder man wird stutzig weiß aber nicht gleich wieso.
      • Von gnarr Komplett-PC-Käufer(in)
        .....
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games Hardware 01/2017 PC Games 12/2016 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016
    PCGH Magazin 01/2017 PC Games 12/2016 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1030125
Star Citizen
Mammutprojekt Star Citizen - Weltraumsimulation mit Cryengine 3: Cryengine 3, Crowdfunding, FAQs
Mit Star Citizen versucht der Schöpfer der Wing Commander-Reihe, Chris Roberts. das totgesagte Genre der Weltraumsimulationen wieder zu beleben. Als Motor kommt die Cryengine 3 zum Einsatz, mit der das Spiel an die Grenzen des technisch Machbaren gehen soll. Spielerisch soll es Multiplayer sowie Singleplayer geben und obendrein wird das Projekt ohne Publisher via Crowdfunding finanziert. PC Games Hardware hat alle Details zu diesem Mammut-Projekt.
http://www.pcgameshardware.de/Star-Citizen-Spiel-3481/Specials/Star-Citizen-mit-Cryengine-3-1030125/
18.10.2012
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2012/10/Aufmacher.jpg
star citizen,chris roberts
specials