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  • Star Citizen Single Player: Was bisher über die Kampagne Squadron 42 bekannt ist

    Star Citizen: Squadron 42 im Überblick. Quelle: Cloud Imperium Games

    Die Singleplayer-Kampagne zu Star Citizen, Squadron 42, wird weit größer, als sich das Entwickler und Backer ursprünglich erhofften. Inzwischen hat man sie in den Stand einer eigenen Spielreihe erhoben. Doch was weiß man überhaupt über Squadron 42? Wir haben alle Informationen zusammengefasst.

    Star Citizen ist für Außenstehende ziemlich kompliziert. Der Arena Commander, das FPS-Modul, das persistente Universum und die Squadron 42 stehen als Module auf der einen Seite immer mehr Entwicklern und Content auf der anderen Seite gegenüber. Insbesondere die Einzelspieler-Kampagne geht dabei als eine der interessantesten und für viele wohl auch wichtigsten Teile regelrecht unter. Grund genug, Squadron 42 einmal unter die Lupe zu nehmen.

    Squadron 42 als eigene Spielreihe

          

    Schon von Anfang an hatten die Cloud Imperium Games vorgesehen, Squadron 42 als unabhängigen Part von Star Citizen zu veröffentlichen. Teil der Planung war, dass man die Kampagne auch nach Veröffentlichung noch um Inhalte ergänzt. Einen dieser Inhalte hatte man Backern, die vor der Sechs-Millionen-US-Dollar-Schwelle ihren Beitrag leisten, als sogenannte "Mission Disk" mit dem Namen "Behind Enemy Lines" in Aussicht gestellt. Seit die Cloud Imperium Games allerdings ankündigten, aus Squadron 42 eine dreiteilige Spielereihe zu machen, herrscht in der Community einige Verwirrung.

    Schnell wurde der Vorwurf laut, das Team würde die ursprünglich versprochene Kampagne zwecks Gewinnmaximierung aufspalten. Schließlich sei, so der Vorwurf, nur noch ein Teil des versprochenen Contents kostenlos, während der Rest gegen Geld als vollwertige Spiele über den Ladentisch wandert. Dem ist aber mitnichten so, wie die Entwickler erklären. Vielmehr habe man die schon immer geplanten Inhalte schlicht ausgebaut.

    Squadron 42 ist Wing Commander 1, Behind Enemy Lines ist Wing Commander 2 und die bis jetzt namenlose dritte Kampagne ist Wing Commander 3. Squadron 42 ist wie gehabt die eigenständige SP-Kampagne zu Star Citizen. Der Umfang des ersten Spiels soll nach wie vor dem Äquivalent von 70 Wing Commander-Missionen entsprechen. Über die konkrete Spielzeit sind sich die Entwickler allerdings uneins. Während Chris Roberts den Umfang vor längerer Zeit mit 50 Stunden beziffert hatte, nannte sein Kollege Ben Lesnick unlängst lediglich 20 Stunden. Darauf angesprochen erklärte Lesnick. "Um mal auf Wing Commander zurückzukommen. Heute, wo ich das Spiel kenne, kann ich die Vega-Kampagne in etwa zwei Stunden beenden. Doch 1990, als Wing Commander neu war, brauchte ich dafür wenigstens einen Monat lang sehr harte Kämpfe. Was soll ich also antworten, wenn mich jemand danach fragt, wie lang Wing Commander ist? Es hat schon seinen Grund, dass niemand derartige Schätzungen auf die Verpackung schreibt." Letztlich handelt es sich bei dem, was bei Squadron 42 nun unter "Episode 1" läuft, also immer noch um das, was auch ursprünglich als Squadron 42 versprochen wurde. Wenn zwei Entwickler dazu andere Spielzeiten nennen, dann nur, so Lesnick, weil sie den Inhalt unterschiedlich einschätzen.

    Squadron 42: Wohin geht die Reise?Squadron 42: Wohin geht die Reise?Quelle: PC GamesDie zweite Episode aus der Squadron 42-Reihe ist das, was ursprünglich als 16 Missionen umspannende Erweiterung "Behind Enemy Lines" geplant war. Durch den enormen Erfolg der Crowdfunding-Kampagne haben die Entwickler nunmehr die Mittel, sie als eigenständigen Titel auf den Markt zu bringen. "Behind Enemy Lines" bedarf weder Squadron 42 "Episode 1" noch anderer Module von Star Citizen - wenngleich es die Handlung der ersten Kampagne weiterführt. Auch die dritte, noch namenlose Episode erscheint als eigenständiger Teil der Squadron 42-Reihe. Im Gegensatz zu Squadron 42 "Episode 1" und "Episode 2" beziehungsweise "Behind Enemy Lines" besteht dieser aus noch unangekündigtem Inhalt und enthält daher auch kein Material, das aus einer der beiden anderen Kampagnen herausgekürzt wurde.

    Insgesamt sind also alle drei Episoden eigene Titel in der Größenordnung eines AAA-Spiels, die man wahrscheinlich auch ganz normal im Handel beziehen kann. Ben Lesnick hielt dazu kürzlich fest: "Squadron 42 ist Wing Commander 1, Behind Enemy Lines ist Wing Commander 2 und die bis jetzt namenlose dritte Kampagne ist Wing Commander 3."

     Squadron 42Behind Enemy Lines"Squadron 42: Episode 3"
    Release:Herbst 2015unbekanntunbekannt
    Stand-alone:JaJaJa
    Kostenlos:Für alle Backer.Für Backer vor 6-Mio.-USD-StretchgoalNein
    Umfang:Entpricht etwa dem Gegenstück von 70 Wing Commander-MissionenVergleichbar mit Teil 1Vermutlich wie Teil 1 und 2.
    Inhalt:Ursprüngliche Squadron 42Deutlich erweiterte "Mission Disk"unbekannt

    Was man über die Geschichte weiß

          

    Dafür, dass Squadron 42 ursprünglich im Jahr 2014 veröffentlicht werden sollte, ist erstaunlich wenig über die Handlung bekannt. Hauptsächlich spielt die Kampagne wohl an Bord eines Trägers der Pegasus-Klasse, während die ersten Missionen noch in der Nähe der Shubin-Bergbaubasis ansiedeln. Zeitlich ist die Kampagne vor den Ereignissen des persistenten Universums einzuordnen, was durchaus Sinn ergibt. Dadurch hat man in Letzterem von Anfang an Zugriff auf alle Schiffe und Gegenstände, die im Verlauf der Kampagne teilweise erst als neues Kriegsgerät auftauchen. Gespielt haben muss man die Kampagne allerdings nicht - trotz ihres Einfluss auf das persistente Universum.

    Hat Malcolm McDowell einen Auftritt in Squadron 42?Hat Malcolm McDowell einen Auftritt in Squadron 42?Quelle: EADie Präsentation der Kampagne dürfte auf allerhöchstem Niveau liegen. Schon mit Erreichen der 5-Millionen-Dollar-Marke hatte das Team um Roberts zugesagt, bekannte Sprecher zu verpflichten. Darunter auch einen der beliebtesten aus der Wing Commander-Reihe. Um wen es sich dabei handelt, ist bis heute nicht bekannt. Hoch gehandelt werden in der Community seither Mark Hamill aka Luke Skywalker aka Der Joker und Malcolm McDowell. Nicht-Wing-Commander-Fans kennen den britischen Charakterdarsteller möglicherweise als Dr. Tolian Soran, der niemand Geringeren als Captain Kirk auf dem Gewissen hat. In der Erweiterung zu Command and Conquer: Alarmstufe Rot 3 verkörperte McDowell den europäischen Präsidenten. Passend zu den hochkarätigen Sprechern ist natürlich ein orchestraler Soundtrack vorgesehen.

    Obwohl Chris Roberts bei Star Citizen auf alte Stärken setzt, wird es in Squadron 42 keine realen Videosequenzen geben. Squadron 42 folgt stattdessen dem längst etablierten Trend, die Handlung in der Spieleengine zu erzählen. Für die Cutscenes bedient man sich allerdings professionellen Motion-Capturings. Dafür haben die Cloud Imperium Games sogar ein eigenes Studio eingerichtet. Interessant dürfte das vor allem bei den Aliens werden. Neben den Vanduul soll man nämlich auch die Xi'an und die Banu zu Gesicht kriegen.

    Für die Entwicklung von Squadron 42 zeichnet übrigens hauptsächlich ein englisches Studio verantworlich, das schon an der Entwicklung von Privateer und Starlancer beteiligt war. Das von Erin Roberts geführte Team "Foundry 42" bringt das nötige Rüstzeug also schon mit. Starlancer beispielweise überzeugte auch zwischen den Missionen, indem es den Wettbewerb unter den Piloten immer wieder thematisierte. Angeblich war das ursprüngliche Squadron-42-Drehbuch 800 Seiten stark, bis man es etwas handlicher machte. Zum Vergleich: Filmdrehbücher haben meist eine Länge von rund 150 Seiten. Informationen zur Hintergrundgeschichte von Star Citizen gib es unter anderem in den Time Capsules.

    Spacesim und Shooter in einem Spiel

          

    Auch wenn häufig der Vergleich zu Wing Commander bemüht wird, besteht Squadron 42 aus mehr als nur unterschiedlich aufgebauten Raumschlachten. So kommen beispielsweise auch Forscher auf ihre Kosten. Grundsätzlich soll die Kampagne aber von allen Modulen und darin enthaltenen Features profitieren. Darunter vor allem auch das FPS-Modul. Missionen, während denen man nahtlos zwischen Raumschlachten und dem Entern von Schiffen wechselt, hatten die Cloud Imperium Games bereits im Rahmen älterer Stretchgoals zusammen mit Bodenmissionen versprochen.

    Auch Shooter-Elemente spielen eine Rolle.Auch Shooter-Elemente spielen eine Rolle.Quelle: RSI
    In dem Zusammenhang interessant sind die jüngsten Ankündigungen zum FPS-Modul - die laut Entwickler ausdrücklich auch für Squadron 42 gelten. So möchte man insbesondere in puncto Realismus eine Schippe drauflegen. Während etwa viele typische Ego-Shooter nur zwei Zielhaltungen anbieten, aus denen der Charakter schießen kann, bietet der FPS-Anteil in Star Citizen deren drei. Das Besondere dabei sind die Unterschiede im HUD und die Ausdauer des Spielers, welche die Genauigkeit der Waffe teils erheblich beeinflusst.

    In der abgesenkten Haltung heraus zu schießen, funktioniert zum Beispiel nicht. Sie ist in erster Linie dazu da, wenn man schnell weiterkommen möchte. Zum Zielen muss man mindestens in die Bereit-Haltung wechseln, auf der sich die Waffe auf Schulterhöhe befindet. Aus dieser Haltung heraus soll man seine Gegner relativ zügig und zielgenau anvisieren können. Absolute Treffsicherheit gibt es erst in der Bereit-Haltung, bei der man auf Schulterhöhe zusätzlich durch das Visier schaut. Sie ist die treffsicherste aller Zielarten, benötigt fürs Anvisieren allerdings auch die meiste Zeit.

    Spieler sollten auch immer ihre Atmung im Blick haben. Bewegt sich der Brustkorb in Ermangelung an Ausdauer stark, beeinflusst das die Zielgenauigkeit erheblich. Wie ausdauernd der Spieler ist, entscheidet letztlich auch die Art der Rüstung, die er mit sich herumschleppt. Schwere Panzerung macht den Spieler zwar kugelsicherer, aber auch deutlich kurzatmiger. Hält man beim Zielen zu lange den Atem an, büßt man urplötzlich an Genauigkeit ein, weil die Figur Luft holt. Natürliche Atempausen erhöhen dagegen die Zielgenauigkeit - wenn man sie denn geschickt ausnutzt.

    13:53
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    Ab Ende des Jahres für Backer kostenlos

          

    Ursprünglich sollte Squadron 42 schon 2014 erscheinen. Dass man den Termin nicht einhalten würde, wurde im Hinblick auf stark gestiegene Einnahmen und immer neue Stretchgoals schnell klar. Nach derzeitiger Planung soll die Kampagne diesen Herbst aus dem Ei schlüpfen. Da die Cloud Imperium Games bis dahin bereits viele Module vorab veröffentlichen, spart man sich für Squadron 42 die bisher übliche Alphaphase. Squadron 42 soll bis zum offiziellen Release in weitgehend fertigen Abschnitten erscheinen. Für alle Star Citizen-Backer sind die freilich kostenlos.

    Die ursprünglich als Erweiterung gedachte "Episode 2" erscheint voraussichtlich in einem Stück und ist für alles kostenlos, die "Behind Enemy Lines" als Stretch-Goal im Rahmen der Sechs-Millionen-Dollar-Schwelle erhielten. Ein Termin steht allerdings in den Sternen. Noch weniger Details existieren zu der bisher namenlosen dritten Episode. Vermutlich erscheint sie erst in einigen Jahren als weiteres Stand-alone-Spiel. Grundsätzlich soll man alle drei Spiele offline spielen können, auch ein DRM ist angeblich nicht vorgesehen.

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    Es gibt 14 Kommentare zum Artikel
    Von Kinguin
    Squadron 42 ist auch der Teil von SC,der mich am meisten interessiert.Bin gespannt
    Von Mysterion
    Ich war und bin ein großer Fan der Wing Commander Teile. Mich hätte natürlich mehr gefreut, wenn die Teile…
    Von Rolk
    Guter Artikel. Da war mir das eine oder andere noch nicht bekannt. Freue mich auch wie ein Schnitzel auf Squadron 42.
    Von Scholdarr
    Freue mich wie ein Schnitzel auf Squadron 42.
    Von Brainwaver
    Da gibts auch nichts zu deuten, es steht eindeutig da in seinen beiden Posts von Ben Lesnick, drei Kampagnen die erste…
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24.04.2015
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