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  • Chris Roberts über Star Citizen: Die Cryengine ist pure PC-DNA

    Mit der Cryengine 3 setzt Chris Roberts für sein Mammut-Projekt Star Citizen einen der mächtigsten Technik-Motoren im Business. Im Gespräch mit Entwickler Crytek plaudert Mr. Wing Commander unter anderem über die PC-DNA der Engine und was damit möglich ist.

    Die Entwickler-Legende ist der Ansicht, dass die Zeit reif sei für einen epischen Titel wie Star Citizen, denn die Spieler würden dergleichen lieben, hätten aber in den letzten Jahren viel zu wenige davon spielen können - deswegen der Weg via Kickstarter und Crowdfunding auch der richtige gewesen. "Ich dachte mir, so zwei bis vier Millionen US-Dollar würden schon zusammen kommen, denn das hatten andere zuvor auch schon erreicht", so Chris Roberts. "Wir waren doch etwas überrascht, wie gut die Kampagne am Ende lief und nun müssen und werden wir liefern, was wir versprochen haben."

    Chris Roberts über Star Citizen: Die Cryengine ist pure PC-DNA (26) Chris Roberts über Star Citizen: Die Cryengine ist pure PC-DNA (26) Quelle: Cloud Imperium Liefern bedeutet in diesem Fall allerdings einen gigantischen Aufwand, denn Star Citizen soll sich in die Riege aktueller AAA-Produktionen einreihen - inklusive Motion Capturing und dem Erschaffen eines ganzen Universums. Heutzutage ist dies eine umso größere Herausforderungen also noch 1990, als Chris Roberts bei Origin Systems Wing Commander programmierte. Der Entwickler vergleicht dies mit der Filmindustrie: "Als ich ein Kind war, da hauten mich einige Filme schlichtweg vom Hocker, bei aktuellen ist das nur noch selten der Fall - ob es nur daran liegt, dass ich älter werde oder ich eben kein Kind mehr bin, weiß ich nicht. Ich werde versuchen, Star Citizen so fantastisch wie möglich wirken zu lassen, hoffentlich wird es so grandios wie Wing Commander damals war - wir geben unser Bestes!"

    Ein wichtiger Pluspunkt ist, dass Star Citizen ein eigenständiges Universum ist, meint Chris Roberts, und das sei gut so. "Ich mache hier kein Sequel wie ein Wing Commander 7 oder so, sondern Star Citizen ist etwas ganz Neues. Bei den neuen Star-Wars-Filmen war das problematisch, denn viele sind mit den alten Filmen aufgewachsen und mit den neuen konnte George Lucas deren Vision nicht mehr treffen - die alten Fans mögen die neuen Filme nicht, aber deren Kinder finden sie toll. Mit Star Cititzen kann uns so etwas nicht passieren, denn es ist eigenständig."

    Chris Roberts über Star Citizen: Die Cryengine ist pure PC-DNA (21) Chris Roberts über Star Citizen: Die Cryengine ist pure PC-DNA (21) Quelle: Cloud Imperium Das gilt nicht aber nur für das Universum an sich, sondern auch für das Gameplay, wie der Mr. Wing Commander betont: "Wir machen einiges anders als die bisher üblichen MMOs. Da ist zum Beispiel die Sterblichkeit von Spielerfiguren: Die Zeit vergeht, Leute sterben und ihre Nachfahren übernehmen das Steuer. Das Universum, sofern es denn funktioniert, verfügt über eine Chronik, du kannst beispielsweise auf einen Familienstammbaum zurückblicken und siehst, was ihr erreicht habt. Beim Konversationssystem werden wir weit über den typischen Drei-Textbausteine-Dialog hinausgehen, der Fokus liegt vielmehr auf den Beziehungen der Spieler untereinander. Mir geht es nicht zwingend darum, besser als jemand zu sein, am Ende zählt die Immersion und wie sich das Ganze anfühlt.

    Um eben diese Immersion zu erschaffen, bietet Star Citizen viele verschiedene Schiffe, mit denen das Universum erkundet werden kann - die Kähne sind natürlich anpassbar. "Eines der Kernelemente ist, dass du dich richtig tief in der Spiel eintauchen kannst und wenn du das nicht willst, sondern nur an der Oberfläche kratzt, dann ist das auch ok sowie leicht zu spielen. Als Beispiel: Jedes Schiff ist konfugurier- und anpassbar, etwa wie ein Computer. Die CPU wie die Grafikkarte sind übertaktbar, genauso ist das Schiff modifizierbar. Wer das nicht möchte, der lässt es, aber wer will, der bekommt viel zu tun". Chris Roberts entwickelt mit Star Citizen einen Titel, welchen er selbst am liebsten spielen würde und solange es genug gibt, die seine Vision teilen, klappt dies auch. "Es gibt eine Menge Arten von Spiele, die es so nicht mehr gibt und die sich ein oder zwei Millionen mal verkaufen würden - vor ein paar Jahren war das ein guter Wert. Heute sind die Publisher nur noch interessiert, wenn sie mehr als fünf Millionen Kopien unter's Volk bringen. Viel lieber aber würden sie das Doppelte verkaufen oder es sein lassen, wenn es sich finanziell nicht lohnt. Crowdfunding erlaubt es vielen Genres zurück zu kommen und das finde ich toll, denn es gibt den Spielern eine Stimme."

    Chris Roberts über Star Citizen: Die Cryengine ist pure PC-DNA (14) Chris Roberts über Star Citizen: Die Cryengine ist pure PC-DNA (14) Quelle: Cloud Imperium Abgesehen von der Idee des Crowdfunding gab es in den letzten Jahren weitere positive Entwicklungen, etwa besseres Middlewares, die es Entwicklern erleichtern ihre Ideen zu verwirklichen. Früher müsste Chris Roberts immer seine eigene Engine schreiben, "was ziemlich aufwändig war - jedes meiner Spiele hatte seine Technik. Ein nicht geringer Anteil unserer Entwicklungszeit ging nur für die Engine drauf, heute hingegen gibt es viele ausgereifte Technologien, auf die man aufbauen kann. Man hat eben nicht ewig Zeit und das Team nicht unermesslich groß, wenn wir also keine Engine schreiben müssen, können wir die Zeit nutzen, die Technik so zu erweitern, dass sie perfekt auf Star Citizen zugeschnitten ist."

    Am Ende musste die Entscheidung wohl auf die Cryengine 3 fallen, denn diese bietet Chris Roberts genau das, was er wollte: "Ich habe mir für die CE3 entschlossen, weil man merkt, dass hier PC-DNA drinsteckt und das ist, worauf ich Wert lege. Die Engine ist sehr mächtig und erweiterbar, wir konnten sie einfach hernehmen und eine Funktion für Raumschiffe einbauen, was wenig überraschend ein elementarer Bestandteil des Gamesplay ist. Zudem fühlt sich die CE3 einfach mehr fotorealistisch an, genau diese Film-Optik wollte ich und nichts Stilisiertes wie es andere Engine zeigen."

    Chris Roberts über Star Citizen: Die Cryengine ist pure PC-DNA (6) Chris Roberts über Star Citizen: Die Cryengine ist pure PC-DNA (6) Quelle: Cloud Imperium Chris Roberts entwickelt Star Citizen natürlich nicht alleine, sondern zusammen mit seinen Kollegen vom 2011 gegründeten Cloud Imperium - einem Studio, bei dem alle Spiele wie Star Citizen lieben und ein Faible für das Althergebrachte haben. "Alle hier konzentrieren sich darauf, das zu machen was sie lieben und lange in dieser Form nicht gesehen haben. Wir sind ein munterer Haufen, ich versuche ein bisschen von der Energie zu versprühen wie einst bei Origin." Er persönlich freut sich am meisten auf Dog-Fights und die Erkundung des Weltalls, etwa zum ersten Mal einen Asteroiden-Feld zu durchkämmen und auf Mineralien zu stoßen. Ein weiterer Punkt seien die Schiffe, die von kleinen für eine Person bis hin zu Raumkreuzern mit Dutzenden von Leuten darin - all das soll richtig cool werden. Denn auch nach 20 Jahren macht Chris Roberts das gleiche wie bisher: Er greift nach den Sternen.

    Quelle: Crytek

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    05:09
    Star Citizen: Der Extended Trailer mit viel mehr Gameplay
  • Star Citizen
    Star Citizen
    Publisher
    Cloud Imperium Games
    Developer
    Cloud Imperium Games

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    Es gibt 22 Kommentare zum Artikel
    Von Khazar
    Ja natürlich hätte er wenn dann die UE4 genommen, bei meinem Auszug aus dem RL ging es aber eher um den frischen…
    Von Nightlight
    Wenn schon die UE dann hätte er die UE4 nehmen müssen, aber dafür war es mit Sicherheit schon zu spät. Mit der UE3…
    Von Khazar
    Hey der Robert sagt genau dasselbe wie ich. ^^ Als um die Diskussion ging, was denn besser aussehen würde Cryengine…
    Von ko11oRBLIND
    ich habe SC zwar nicht unterstützt, obwohl ich überlegt hätte es zu tun. aber mittlerweile haben die glaub ich genug…
    Von Blackvoodoo
    Das ist das Risiko dabei. Man weiß halt vorher nicht ob sich das investierte Geld lohnt. Ich ging das Risiko bei pCars…
      • Von Khazar Software-Overclocker(in)
        Zitat von Nightlight
        Wenn schon die UE dann hätte er die UE4 nehmen müssen, aber dafür war es mit Sicherheit schon zu spät. Mit der UE3 kann man doch keinen Hund mehr hinter'm Ofen vorlocken...Einige UE-Spiele sind vom Stil her zwar schön gemacht (Dishonored, Bioshock Infinite, Batman Arkham City etc.) aber wenn es um spektakuläre Bombastgrafik geht (Crysis 3 als Paradebeispiel), dann ist die CryEngine 3 meiner Meinung nach bis jetzt das Maß aller Dinge

        Die zukünftigen UE4-Spiele werden vermutlich aufschließen, aber dann kontert Crytek mit einer noch besseren CE 4, wetten ?

        Ja natürlich hätte er wenn dann die UE4 genommen, bei meinem Auszug aus dem RL ging es aber eher um den frischen Release von UE3 und CE2. Der Robert wollte aber Fotorealismus und somit ist er mit der CE wesentlich besser aufgehoben, als mit einer UE4, wobei es ihm wahrscheinlich auch teilweise um höhere "PC-DNA" in der Engine ging. (und diverse andere Dinge natürlich auch ^^)

        Es ist sogar sehr wahrscheinlich das die CE4, folgend den NextGen-Konsolen, nicht allzu weit entfernt ist. ^^
      • Von Nightlight BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Khazar
        Hey der Robert sagt genau dasselbe wie ich. ^^ Als um die Diskussion ging, was denn besser aussehen würde Cryengine oder UE3, habe ich gesagt: "eh seid ihr doof? Die ganzen Standardshader etc. haben doch die Richtung gezeigt, CE ist für Fotorealismus und UE3 für genial aussehenden Charakteristischen 'Irrealismus'.".
        Wenn schon die UE dann hätte er die UE4 nehmen müssen, aber dafür war es mit Sicherheit schon zu spät. Mit der UE3 kann man doch keinen Hund mehr hinter'm Ofen vorlocken...Einige UE-Spiele sind vom Stil her zwar schön gemacht (Dishonored, Bioshock Infinite, Batman Arkham City etc.) aber wenn es um spektakuläre Bombastgrafik geht (Crysis 3 als Paradebeispiel), dann ist die CryEngine 3 meiner Meinung nach bis jetzt das Maß aller Dinge

        Die zukünftigen UE4-Spiele werden vermutlich aufschließen, aber dann kontert Crytek mit einer noch besseren CE 4, wetten ?
      • Von Khazar Software-Overclocker(in)
        Hey der Robert sagt genau dasselbe wie ich. ^^ Als um die Diskussion ging, was denn besser aussehen würde Cryengine oder UE3, habe ich gesagt: "eh seid ihr doof? Die ganzen Standardshader etc. haben doch die Richtung gezeigt, CE ist für Fotorealismus und UE3 für genial aussehenden Charakteristischen 'Irrealismus'.".

        Man kann nur hoffen, das Star Citizen wirklich wieder einen ordentliches Weltraumspiel auf den Markt bringt und sowohl Co-op als auch Joystick Unterstützung überzeugen können.
      • Von ko11oRBLIND PC-Selbstbauer(in)
        ich habe SC zwar nicht unterstützt, obwohl ich überlegt hätte es zu tun. aber mittlerweile haben die glaub ich genug cash ;D bin schon sauber spitz auf das game - ich hoffe dass die graka aufrüstung im zuge von bf4 auch dort seine früchte tragen wird.
        dieses game wird auf jedenfall ein instant-buy
      • Von Blackvoodoo BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Hellhound
        Ich habe auch mal 40 $ "gespendet". Ist zwar "Risikokapital", aber ein wenig Zocken muß erlaubt sein.

        Das ist das Risiko dabei. Man weiß halt vorher nicht ob sich das investierte Geld lohnt.
        Ich ging das Risiko bei pCars ein, habe 100 € investiert, aber ob das Spiel wirklich so toll wird ist noch nicht absehbar. Aber ich hoffe es.
        SC habe ich nicht unterstützt, freue mich aber drauf.
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1071041
Star Citizen
Chris Roberts über Star Citizen: Die Cryengine ist pure PC-DNA
Mit der Cryengine 3 setzt Chris Roberts für sein Mammut-Projekt Star Citizen einen der mächtigsten Technik-Motoren im Business. Im Gespräch mit Entwickler Crytek plaudert Mr. Wing Commander unter anderem über die PC-DNA der Engine und was damit möglich ist.
http://www.pcgameshardware.de/Star-Citizen-Spiel-3481/News/Star-Citizen-Chris-Roberts-Interview-Cryengine-1071041/
27.05.2013
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2013/05/Star-Citizen-01.jpg
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