Star Citizen: Chris Roberts über Microsoft, Wing Commander-Rechte und Kickstarter

Star Citizen (PC)

Release:
2014
Genre:
Action
Publisher:
Cloud Imperium Games

Star Citizen: Chris Roberts über Microsoft, Wing Commander-Rechte und Kickstarter

George J. King Google+
|
09.12.2012 11:30 Uhr
|
Neu
|
In einem Interview spricht Chris Roberts über seine anfänglichen Zweifel an Star Citizen, Erfahrungen mit Microsoft und Electronic Arts, die Wing Commander-Rechte und was ihn an Kickstarter so fasziniert.

Star Citizen: Chris Roberts hofft, dass das Spiel auch zehn Jahre nach Erscheinen noch gespielt wird. (26) Star Citizen: Chris Roberts hofft, dass das Spiel auch zehn Jahre nach Erscheinen noch gespielt wird. (26) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Chris Roberts hatte laut eigener Aussage große Zweifel, ob er nach so langer Abwesenheit überhaupt eine Chance mit einem Projekt wie Star Citizen haben könne. "Erinnern sich die Leute an mich? Interessiert es sie?" Doch schon die ersten Journalisten, die ja meistens selbst als Spieler angefangen hätten, wären von seiner Idee recht begeistert gewesen und er habe gehofft, dass sich das auch bei den Spielern selbst fortsetzen würde. Nun fühle er sich großartig, auch wenn 100.000 Unterstützer fast schon etwas furchteinflößend wären, weil er nun eine enorme Verantwortung trage.

Roberts liest laut dem Interview mit pcgamern.com auch gerne das Star Citizen-Forum und hält die Zeichnungen und Fan-Fiction dort für "sehr, sehr, sehr aufregend und unterhaltsam". Er wolle ein wirklich gutes Spiel abliefern und dafür sorgen, dass der Kontakt zu den Unterstützern und deren Einfluss auf die Entwicklung erhalten bleibt. Statt Vertretern eines Publishers, die sowieso keine Spieler seien, jeden Monat etwas vorführen zu müssen, habe er nun 100.000 Spieler, die diese Rolle übernehmen und die er genauso mit Informationen versorgen wolle. Das sei auch für das Team sehr motivierend.

Außerdem gäbe es keinen teuren Wasserkopf durch einen Publisher. Alleine bei der Übernahme von Digital Anvil durch Microsoft seien die Kosten pro Person von 100.000 auf 200.000 US-Dollar gestiegen, ohne das irgendjemand eine Gehaltserhöhung bekommen habe, nur weil man den Anteil an der gesamten Verwaltung mittragen musste. Das Budget für Freelancer habe sich damals schlagartig verdoppelt, ohne das für das Spiel mehr Zeit oder Entwickler zur Verfügung gestanden hätten. Kickstarter biete hier einen enormen Kostenvorteil.

Auch wenn seine eigene Webseite alleine mehr als 4,7 Millionen Britische Pfund und damit mehr als bisherige Spiele auf Kickstarter eingenommen hat, sei Kickstarter wegen der Gemeinschaft und der Projekte dort sehr interessant. "Ich schaue mir auch die Sachen von anderen an, was bei Elite oder GODUS passiert oder auch bei kleineren Projekten wie Limit Theory. Das ist für eine Person schon beeindruckend. Ich bin tatsächlich ziemlich beeindruckt davon", so Roberts, der sich schlicht als neugierig bezeichnet und auch die großen Webseiten wie Gamespot, IGN, Edge, Eurogamer und dergleichen liest.

Auf die Rechte an Wing Commander angesprochen, verrät Roberts, dass er durchaus daran interessiert wäre, wenn er für ein Spiel die komplette Kontrolle haben könnte. "Es ist etwas frustrierend, wenn man eine Welt erschaffen und eine Zeitlang kontrolliert hat, denn ich musste die Rechte verkaufen, als Electronic Arts Origin übernahm. Ich kann nicht einfach zurückgehen und diese Welt ohne ihre Erlaubnis nutzen. Aber denen ist diese Welt egal, mir nicht. Das ist einer der Gründe, warum ich Star Citizen auf diese Weise starte. Das gibt mir die Kontrolle über die Rechte. Für mich ist es nicht nur ein einzelnes Spiel, sondernt eine Welt, die ich ständig aktualisieren und erweitern will und zu der es eine Community gibt. Wenn es zehn Jahre nach der Veröffentlichung noch gespielt wird und es sich weiter entwickelt hat, dann wäre ich glücklich. Ich möchte in der Lage sein, das Ganze zu leiten, weil ich glaube, dass ich dafür am besten geeignet bin. Könnte ich Wing Commander so zurückerhalten, wäre das großartig, aber EA hat andere Prioritäten. Wer weiß schon, was passiert."

Hintergrund zu Star Citizen

Star Citizen ist ein neues PC-Spiel von Roberts' eigener Firma Cloud Imperium Games. Die Pressemitteilung verspricht "bahnbrechende und qualitativ hochwertige Optik und Technologie, eine immersive und detaillierte virtuelle Welt, eine anspruchsvolle und epische Storyline sowie wilde, actionreiche Weltraumkämpfe". Das Spiel soll 2014 erscheinen, wer das Spiel per Crowdfunding vorab kauft, darf schon 2013 fliegen. Star Citizen nutzt die Cryengine 3 als technischen Unterbau. Mehr zu Star Citizen gibt es auf unserer Themenseite.

Quelle: pcgamesn.com

01:24
Star Citizen: Aus einem Artwork wird eine 3D-Umgebung
Für die Verwendung in unseren Foren:
 
Volt-Modder(in)
10.12.2012 04:28 Uhr
Ok sry sry,

hab ich aber doch missverstanden
Bei SC versteh ich kein spaß


Ist aber eher Wing Comander im SP,

Freelancer, X + WC dann im MP und dank CryE3 ohne probleme mit Oculus in beidem
Da bin ich eher bescheiden

Ich will vom BMW noch Upgraden auf Freelancer aber warte auch noch 11 mon damit.
Geplant war ja Hornet aber iiihh.
Bin sicher da kommt nächste Jahr min. noch 1mio dazu von Upgradern ect.
Komplett-PC-Aufrüster(in)
10.12.2012 02:05 Uhr
Du hast schon die " " um das wort klein gesehen oder?
Und das fertig bezieht sich auf den Tag an dem die Auslieferung startet (also 2013/2014). Ich wollte damit lediglich sagen, dass die Firma eben nicht das Problem hat bei miesen Verkaufszahlen Bankrott zu gehen, da das Geld für die Entwicklung durch das Crowd-Funding und Investoren bereits bezahlt ist.

Keine Ahnung, was daran missverständlich gewesen sein soll.

Und ja, n Freelancer mit moderner Optik würde mir im worst case bereits genügen . Alles darüber hinaus ist Bonus für mich.
Volt-Modder(in)
10.12.2012 01:44 Uhr
@ Ulathar

Was für Quatsch. informiere dich erst mal.

Da ist nichts klein an dem Projekt und fertig oder bezahlt ist wenig.

CR hat das 1 Jahr mit einigen Leuten vorfinanziert und mit Cry an der Engine gearbeitet.
Zudem ausgelotet was technisch möglich ist, ich denke das meiste wird es geben.

Was die CryE3 im Endeffekt kostet richtet sich am Erfolg des Spiels aus.
Auch die unterstützen das Spiel recht stark, ist ja auch Top Werbung.

Und wie erwähnt sind um 12-15mio. nötig für so ein AAA Game, wenn man kein Wasserkopf hat.
Sonst min das doppelte.


Selbst wenn nur die hälfte kommt währe es schon mehr wie je erhofft,
und alle Pledger haben die erste Mission CD mit 16 missonen dabei.


Ich hoffe das ist inzwischen nicht so ne labertasche wie det id Carmack

Aber ein flug über den Carrier im SP aus der Demo reicht für 47€ schon
wenn man bedenkt was es sonst oft dafür gibt.
Schraubenverwechsler(in)
10.12.2012 01:09 Uhr
Chris hat Star Citizen ja nicht nur per Crowdfounding finanziert sondern mindestens zur Hälfte mit weiteren Investoren (die einen Erfolg des Crowdfounding aber zur Voraussetzung für ihre Zahlungen gemacht haben). Daher ist das Spiel eben noch nicht zu 100% "abgezahlt", wie Chris mir im Interview (http://www.gamertec.de/ne...) verraten hat, sollen mindestens 50% über Investoren reinkommen. Wobei er das Crowdfounding in der Anfangszeit stark unterschätzt hat . Bedeutet aber auch, dass er eben nicht "nur" die 7 Millionen des Crowdfounding zur Verfügung hat sondern eher 13-15 Millionen.. Damit lässt sich dann doch schon einiges anstellen. Vor allem wenn man auf eine CoD-Werbekampagne verzichtet .
Komplett-PC-Aufrüster(in)
10.12.2012 00:03 Uhr
Nun fühle er sich großartig, auch wenn 100.000 Unterstützer fast schon etwas furchteinflößend wären, weil er nun eine enorme Verantwortung trage.


Das ist ein guter Punkt. Er "verspricht" ja doch eine enorme Menge an Inhalten/Umfang/Features für so ein "kleines" Projekt. Ich hoffe inständig, dass er sich da nicht übernimmt
und am Ende wir Pledger tatsächlich alles so bekommen, wie er sich das bis jetzt vorgestellt hat, denn dann dürften wir hier etwas wirklich großes bekommen.

Die 7 Mio Marke wurde ja nun auch bereits überschritten!

€dit:
was ich aber noch viel mehr hoffe ist, dass wenn das Produkt am Ende auch nur "ansatzweise etwas taugt" sich noch deutlich höhere Verkaufszahlen als die bisherigen 100.000
ergeben werden. Diese Einnahmen sind fast zu 100% reingewinn für seine neue Firma (da das Produkt bereits entwickelt und bezahlt wurde), was im Weiteren bedeutet, dass Nachfolgeprojekte/Addons/etc VIELLEICHT bereits selbst finanziert werden könnten, oder in Kombination mit Crowd-Funding dann richtig fette Budgets zur Verfügung haben werden.
DAS ist das, worauf ich fast mehr hoffe, als dass bei SC wirklich alles drin sein wird, was er versprochen hat.

Verwandte Artikel

 - 
Auf der Spielemesse PAX East waren viele Studios anwesend, um ihre in Entwicklung befindlichen Titel zu präsentieren. Darunter auch Turtle Rock Studios mit ihren Science-Fiction-Shooter Evolve und Cloud Imperium Games mit der Weltraum-Simulation Star Citizen. Zu beiden Spielen, die die Cryengine einsetzen, gibt es nun neue, beeindruckende Screenshots. mehr... [1 Kommentar]