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  • Stalker Lost Alpha: Benchmarks des Hardwarekillers [Special der Woche]

    Stalker The Lost Alpha soll das Spielgefühl und den Look der Alpha-Version des ursprünglichen Stalker: Shadow of Chernobyl (SoC) nachempfinden. Das Projekt des Entwicklers Dezowave befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase und basiert technisch auf einer unveröffentlichen Beta-Build von SoC. Der kostenlose Standalone-Titel steht zum Download bereit und PC Games Hardware überprüft, wie sich die Technik von The Lost Alpha in Benchmarks schlägt.

    Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel war der erfolgreichste der abgelaufenen Woche. Aus diesem Grunde veröffentlichen wir ihn heute zum Wochenabschluss erneut mit dem Hinweis auf seinen Erfolg. Viel Spaß damit.

    Stalker The Lost Alpha: Ausführliche Benchmarks des HardwarekillersStalker The Lost Alpha: Ausführliche Benchmarks des Hardwarekillers

    Update: CPU-Auslastung unter der Lupe

    Die Version der XRay-Engine, die in Stalker The Lost Alpha zum Einsatz kommt, nutzt nur einen CPU-Kern effizient aus. Daher ist eine hohe Leistung pro Kern wichtig. Um die Auslastung der Prozessorkerne zu optimieren, kann mit dem Tool CPU-Control experimentiert werden. Wichtig: Auf Core-i7-Prozessoren mit Hyperthreading muss dieses zunächt deaktiviert werden. Nachdem das Programm installiert wurde, starten Sie Stalker The Lost Alpha und wechseln im Anschluss wieder per Alt + Tab auf den Desktop zurück. Starten Sie nun CPU-Control. Haben Sie einen Vierkerner, aktivieren Sie unter "Options" unten rechts per Haken den Support für Quad-Cores. Im Anschluss wählen Sie den Prozess XR_3DA.exe in der Liste rechts mit einem Rechtsklick aus und weisen diesem die verfügbaren Kerne zu. Bei einer Vierkern-CPU wäre der Vorgang beispielsweise: XR_3DA.exe -> All CPUs -> 4 CPUs -> 1 + 2 + 3 + 4. Damit CPU-Control seinen Nutzen ausspielen kann, muss es laut Community eine Weile laufen, vorzugsweise inklusive einem Zonenwechsel im Spiel. Wir haben dies nachgestellt, konnten jedoch keine Verbesserung feststellen. Eventuell bringt das Tool aber bei anderen Systemen und Settings einen Gewinn. Mit dem von uns getestetem Setup, den gewählten Grafikeinstellungen und unserer Benchmarkszene limitierte stets die GPU - auch ohne Multisampling. Testweise reduzierten wir außerdem die Taktung unseres Prozessors auf 3,5 GHz. Trotz hohem Taktunterschied verloren wir aber nur sehr moderate 10% Leistung.

    Originalartikel

    Stalker The Lost Alpha basiert technisch auf einer Beta-Build (v.1.0007) der Direct X-10.1-fähigen Stalker-Engine R3, die für das Standalone angepasst wurde, um den veränderten Anforderungen des kostenlosen Projekts gerecht zu werden. Durch diese Veränderungen fallen auch die Hardware-Anforderungen anders aus, als bei den offiziellen Ablegern der Stalker-Reihe. Wir wählen 19 Grafikkarten und messen nach. Darunter sind aktuelle Modelle wie Geforce GTX 780 Ti oder Radeon R9 290X, aber auch schon etwas betagte GPUs wie die GTX 460 oder HD 6870.

    Stalker The Lost Alpha: Erster Eindruck der Technik

          

    Vielleicht etwas optimistisch begannen wir die technische Evaluierung von Lost Alpha mit einem 4K-Monitor, in der Annahme, es mit einem betagten und daher relativ anspruchslosen Renderer zu tun zu haben. Doch betraten wir das nun deutlich üppigere und wildere Umland des Katastrophen-Reaktors Chernobyl, sanken unsere Bildraten selbst mit potenten Grafikkarten in dieser Auflösung weit unter jene, die wir als angenehm spielbar wahrnehmen würden. Ein Wechsel auf klassisches Full HD (1080p) milderte das Problem etwas, The Lost Alpha bleibt aber zumindest in dieser frühen Version ein Hardware-Fresser.

    Die gebotene Optik lässt zumindest einige Rückschlüsse daraufhin zu, wofür diese Leistung benötigt wird: Die meisten Texturen sind hoch aufgelöst und plastisch, die dynamische Beleuchtung ist gelungen und die Vegetation der ukrainischen Wildnis dicht und üppig - ganz so, als hätte sie die letzten Jahrzehnte hinweg ungestört von menschlichen Einflüssen wuchern können. Zudem bietet The Lost Alpha bis zu vierfaches Multisampling, unter Direct X 10(.1) mit zusätzlichem Transparenz-Supersampling. Dies vermag es effektiv, das Flimmern der verwilderten Flora Chernobyls zu unterbinden. Sie fordert aber auch die Grafikkarte stark: Nur die potentesten Pixelpumpen in unserem Test waren in der Lage, in Verbindung mit maximalen Details flüssige Bildraten zu gewährleisten.

    03:44
    Stalker - Lost Alpha: Wie gut läuft das kostenlose Standalone?
    Spielecover zu Stalker: Shadow of Chernobyl
    Stalker: Shadow of Chernobyl

    Stalker The Lost Alpha: Grafikkarten-Benchmarkwerte

          

    Unsere Benchmarkszene findet sich direkt außerhalb der heruntergekommenen Siedlung Cordon statt, wo das Spiel beginnt. Wir schlagen uns etwas in die Büsche, dort stoßen wir bald auf eine besonders fordernde Szene: Ein kleiner Teich mit spiegelnder Wasseroberfläche liegt umringt von einigen Bäumen mitten in der üppig bewachsenen Pampa. Drei der mysteriösen Anomalien verzerren pulsierend die Luft in ihrem Umfeld, Sonnenstrahlen tasten mit ihren bleichen Fingern durchs Laub. Konsequent fallen unsere Bildraten sehr niedrig aus, bleiben sie dennoch im spielbaren Bereich, sollte die Hardware auch mit dem Rest des Spieles zurechtkommen. Diese Benchmarkstelle darf als Worst Case angesehen werden, in Städten respektive offeneren Gebieten sind die Bildraten deutlich höher.

    Stalker Lost Alpha gehört trotz niedriger Bildraten, welche eine hohe Auslastung der Grafikkarten vermuten lässt, zu den "coolen" Spielen, das heißt, die GPUs bleiben überdurchschnittlich kühl und geraten nur selten an ihr Verbrauchslimit. Infolgedessen sind bei Geforce-Karten überdurchschnittlich hohe Boostfrequenzen zu verzeichnen, während Radeon-Karten ihren fixen OC-/Boosttakt konstant aufrechterhalten können. Die protokollierten Taktraten der Probanden dokumentiert diese Tabelle:

    GrafikkartenmodellTaktraten in den Benchmarks
    MSI Radeon R9 290X Gaming~1.025/2.500 MHz
    Sapphire Radeon R9 290 Vapor-X~1.030/2.800 MHz
    MSI Radeon R9 280X Gaming~1.020/3.000 MHz
    Sapphire Radeon R9 280 Dual-X~940/2.500 MHz
    Asus R9 270X DC2 TOP~1.120/2.800 MHz
    HIS R7 260X iPower IceQ X²~1.100/3.250 MHz
    Gainward GTX 780 Ti Phantom~1.100/3.500 MHz
    Palit GTX 780 Super Jetstream~1.110/3.100 MHz
    Gigabyte GTX 770 Windforce 3x OC~1.241/3.506 MHz
    Asus GTX 760 Direct CU II OC~1.150/3.004 MHz
    MSI MSI GTX 750 Ti Gaming~1.189/2.700 MHz


    Selbst ohne Multisampling haben alle GPUs mit der Darstellung von The Lost Alpha schwer zu kämpfen. Erst sehr kräftige Grafikkarten wie die GTX 770 oder R9 290 knacken die 30-Fps-Hürde. Auffallend hier: Nvidia-GPUs liegt das Spiel ohne Multisampling besser, die R9 280X bleibt weit abgeschlagen hinter der GTX 770 zurück; das gleiche Spiel wiederholt sich am oberen Ende mit der GTX 780 Ti und der R9 290X. Wird Multisampling inklusive Transparenz-Supersampling zugeschaltet, revidiert sich das Bild etwas, doch nun kämpfen selbst stark übertaktete Karten mit spielbaren Bildraten.

    Stalker The Lost Alpha: Tuning-Tipps

          

    Im Anschluss an unsere Benchmarks haben wir uns daher ein wenig mit dem Optionsmenü von The Lost Alpha beschäftigt. Einige Grafikeinstellungen bringen einen deutlichen Geschwindigkeitszugewinn, ohne die Optik stark zu beeinträchtigen. Darunter zum Beispiel die Schattendarstellung. Andere, wie etwa die Umstellung auf Direct X 9, sorgen für Fehldarstellungen in der Beleuchtung. Viel Leistung benötigt zudem die Darstellung der Vegetation und deren Verschattung. Wir haben einige Erkenntnisse für Sie zusammengetragen und mit Vergleichsbildern dokumentiert.

    Schattendarstellung:

    Wir haben unsere Benchmarks mit maximal aufgelösten Schatten angefertigt. Der Wechsel auf "mittel" verschlechtert die Darstellung kaum, entlastet die Grafikkarten allerdings deutlich. Fehlen Fps zum flüssigen Spielgenuss, sollten Sie diese Option als erstes ins Auge fassen.

    Slider Schatten
    before
    after

    Kantenglättung:

    Die Kantenglättung in Stalker The Lost Alpha ist sehr anspruchsvoll, besonders mit zugeschaltetem Alpha-To-Coverage-Filter. Verzichten Sie hier auf etwas Bildqualität, schnellen die Fps in die Höhe. Ohne A2C flimmert die Optik ob der üppigen Vegetation allerdings stark.

    Keine Kantenglättung
    4 x MSAA
    4 x MSAA mit A2C

    Grasdichte:

    Die sehr dichte, polygon-basierende Vegetation mit ihren vielen Alpha-Maps und Eigenverschattung stellt für viele Grafikkarten ein größeres Problem dar. Reduzieren Sie die Dichte des Grases, verringern Sie gleichzeitig den Aufwand für die GPU beträchtlich, die Bildraten steigen deutlich. Eine starke Reduktion kommt allerdings mit einem Atmosphärenverlust einher.

    Slider Grasdichte
    before
    after


    Grasschatten:

    Neben der Dichte ist auch die Verschattung der Vegetation ein schwer verdaulicher Brocken für viele Grafikkarten. Schalten Sie die Option aus, gewinnen Sie ein deutliches Plus an Leistung, doch nun fügt sich das Gras deutlich schlechter in die restliche Umgebung ein, wirkt zudem zu bunt und grell beleuchtet.

    Slider Grasschatten
    before
    after


    Fehldarstellung durch Grafikoptionen

    Es traten beim Testen einige Fehldarstellungen auf, sobald einige Grafikoptionen deaktiviert wurden. Darunter fällt der Wechsel auf den Direct-X-9-Renderer, wie auch das Abschalten der "Sonnenschatten". Letzteres brachte einen außergewöhnlich starken Anstieg der Fps, zerstörte allerdings dabei auch die dynamische Beleuchtung. Die DX9-Darstellung wirkte bunt und fehlerhaft, kostete zudem Leistung.

    Fehldarstellungen durch Grafiksettings
    Stalker LA - Sunshadows on-pcgh

    Stalker The Lost Alpha: Neue Grafikkarten-Testmethodik

          

    Aufmerksame Augen haben gewiss eine Abweichung von unseren bisherigen Benchmarks bemerkt: PCGH nutzte The Elder Scrolls Online als Einführung einer neuen Test-Methodik für Spiele und führt diesen Weg mit Stalker: The Lost Alpha fort. Der Wechsel basiert auf Leser-Feedback: Statt Grafikkarten im Referenzdesign mit Standard-Taktraten nutzen wir nun Hersteller-Modelle samt Übertaktung, wie sie von einem Großteil unserer Community verwendet werden. Hierbei handelt es sich um typische Modelle, wenngleich "typisch" gar nicht so einfach zu definieren ist. Die Auswahl richtet sich nicht nur daran, welche Grafikkarten noch im PCGH-Testlabor anwesend sind - vor allem MSI tut sich mit zahlreichen Leihstellungen hervor -, sondern auch, ob sie repräsentativ für das jeweilige Modell sind.

    So nutzen wir nach Möglichkeit weder unübertaktete, sich wegen Überhitzung drosselnde oder enorm schnelle Herstellerdesigns, sondern moderate "Vernunftversionen", wie wir sie auch in den PCGH-Tests meistens empfehlen. Die entsprechenden Taktraten dieser Grafikkarten finden Sie in der Tabelle über den Benchmarks. Beachten Sie bitte, dass wir nicht sämtliche Modelle testen können, sondern uns auf eine kleine Auswahl beschränken müssen. Wir laden Sie herzlich dazu ein, Ihr Feedback zu dieser neuen Herangehensweise im Kommentar-Thread zu hinterlassen.

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    AMD Radeon Catalyst Treiber Download: Crimson 16.8.2 Hotfix
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    Es gibt 118 Kommentare zum Artikel
    Von restX3
    Quatsch.Das Mod Team hat eine Menge an der Grafik gedreht. Texturen sind deutlich höher aufgelöst. Es gibt Parallax…
    Von blauhaar
    Servus allerseits ! Abgesehen von der aufgehübschten Vegetation ist die Grafik trotzdem auf dem Niveau des Originals.
    Von Cleriker
    Ich bin mit der App unterwegs und sehe deine Signatur leider nicht. Was für ein System nutzt du?
    Von latinoramon
    yep. guter artikel... & danke für die benchmark tests! bin gerade noch was am testen nach dem patch.bisher keine…
    Von matt.berger
    Danke für diesen tollen Artikel
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http://www.pcgameshardware.de/Stalker-Shadow-of-Chernobyl-Spiel-34605/Tests/Stalker-The-Lost-Alpha-Test-1118991/
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