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  • The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Skyrim im märchenhaften Hyrule und wir haben es gespielt
    Quelle: Nintendo

    The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Skyrim im märchenhaften Hyrule und wir haben es gespielt

    The Legend of Zelda: Breath of the Wild entpuppt sich im Hand-On-Test als Überraschungs-Ei mit zig neuen und interessanten Ansätzen. In der Geschichte erwacht Link in einer Hightech-Alienwelt und der neue Open-World-Ansatz belohnt neugierige, experimentier-freudige Spürnasen. The Legend of Zelda: Breath of the Wild im E3-Preview. • v. Benjamin Kratsch / Ryan Southardt

    Nintendo hat es mal wieder geschafft und die ganze Welt überrascht. Big N, geschlagen und überflügelt von den Großen, schien nach der Wii-U-Pleite schon langsam in die Bedeutungslosigkeit abzudriften, aber in Los Angeles stellen sich die Japaner der großen Schlacht. Sie bauen nicht nur den wohl beeindruckendsten Stand auf, den es auf der E3 je gegeben hat. Sondern eine komplette Fantasywelt mit Holztoren und Bäumen, mit Schatzkisten und Statuen. Durch clever lancierte Gerüchte zur Enthüllung der Nintendo NX langsam wieder ins Spiel geführt, haben die Japaner auf der E3 auch den Mut sich auf ein einziges Spiel zu konzentrieren: The Legend of Zelda: Breath of the Wild, für die alte Wii U und die neue Nintendo NX.

    27:18
    Zelda: Breath of the Wild: Bomben, Eiswelt, Truhen - E3-Gameplay

    Rein auf die Technik runtergebrochen, müssen wir aber realistisch sein. Nintendo kommt einfach langsam im 21. Jahrhundert an und holt das Maximum aus der nun mal sehr leistungsschwachen Wii U raus. Auch wenn die Welt stilistisch gut ins Zelda-Universum passt, über Grafik und Physik können Geralt aus The Witcher 3 und Aloy aus Horizon: Zero Dawn nur müde lächeln: Schwache Texturen, statische Umgebung wie sich immer gleich bewegende Bäume, minimale Weitsicht. The Legend of Zelda ist zumindest auf der Wii U ein klassisches Nintendo-Spiel, technisch wird es keine Bäume ausreißen. Muss es aber auch nicht, weil die künstlerische Ästhetik herrlich gelungen ist.

    Das neue Zelda kombiniert das grünste Grün seiner Gräser mit zähmbaren Wildpferden, die aussehen als wären sie aus einem Aquarell entsprungen. Als wir The Legend of Zelda: Breath of the Wild spielen, fühlt sich das an wie ein Märchen zu durchschreiten. Das Reh, was uns verdutzt anguckt und dann weghoppelt, könnte auch Bambi sein. Zudem versteht es Nintendos Komponistenteam meisterlich Musik einzusetzen. Das hat nicht die Epik eines Skyrims, es gibt keine Trommeln, nichts was auf dem Krieg vorbereitet. Die Klänge sind sehr leicht und melodisch, das fühlt sich wie ein Märchen an. Es reicht den Soundtrack zu hören, um das Gefühl zu haben, in eines dieser so andersartigen, aber genau deshalb so faszinierenden Nintendo-Abenteuer zu starten. Eines Abenteuers, das sich in eine offene Welt verlagert und neugierige Spürnasen belohnt. Ein bisschen wie das erste Zelda, aber eben doch spielerisch sehr viel experimenteller: Mit rollenden Felsen, riesigen Magneten und mehr Technologie als Magie.

    Skyrim als Märchen und mit echt vielen guten Ideen

    Für The Legend of Zelda hat Eiji Aonuma ganz offensichtlich die großen Open-World-Games des Westens studiert und liefern eine Art The Witcher meets Skyrim ab, allerdings verfeinert mit richtig vielen, guten Ideen. Link ist kein Schlächter, sondern ein schlauer Trickser. Zwei Trolle bewachen den Eingang zu einer Höhle? Nun, dann kraxeln wir einen Berg hoch, suchen dort nach einem mächtigen Felsen, rollen den an den Bergabhang, warten bis die Trolle in Position sind und ab geht die Post. Und wo Sie im Skyrim Remaster hoch zu Ross viele Minuten lang den Berg runterreiten müssten, setzen Sie sich als Link einfach auf ihr Schild und rutschen den Hang runter. Oder nutzen einen Gleitschirm zum Segeln. Die Kreaturen in dieser Welt wirken auch nicht so beliebig, die Trolle etwa streifen in Gruppen umher, streiten sich, drohen sich gegenseitig einen mit der Keule überzuziehen. Auch das Wetter wird eine Rolle spielen: Blitzt es, muss sich Link in eine Höhle zurückziehen, weil seine Waffen aus Metall sind. Und bei Frost schrumpft seine Gesundheit, Sie müssen ergo ein Feuerchen machen und ein Fell craften. Dafür muss ein Eber dran glauben, der mit einem Bogen erlegt wird. Das ist gar nicht so einfach, die Biester brauchen drei, vier Treffer. Allerdings können Sie Pfeile wieder aufsammeln.

    25:15
    Zelda: Breath of the Wild: Jäger & Sammler im E3-Video

    In dieser Jagdszene zeigt sich bereits, wie harmonisch sich die offene Welt ins Spiel einfügt. Eigentlich rennen wir nur dem Eber hinterher, preschen dadurch aber direkt in eine Horde dickbäuchiger Orks. Die werfen mit Explosivfässern und wirken stärker als unser Anfangscharakter, insofern nehmen wir lieber Reisaus. Finden wir eine Feuerstelle, können wir dort auf Nacht umschalten. Dann schlafen die Orks und schnarchen laut, wir könnten ergo ihren Braten klauen. In Breath of the Wild gibt's keine Herzen mehr, stattdessen müssen Sie etwas futtern um zu Kräften zu kommen. Interessant dabei: Link mag keine Rohkost, ein Stück Wild vom Eber müssen Sie erst über Feuer braten. Die Orks haben ihren Braten bereits angerichtet, da bedienen wir uns gerne.

    Mit den Ohren wackelnde Hobblinge und zerbrechende Schwerter

    Breath of the Wild schafft es ganz ähnlich wie Skyrim schnell ein Gefühl für seine Welt zu schaffen, weil die einzelnen Fraktionen nicht irgendwo rumlungern, sondern einen richtigen Wohnsitz haben. Hobblinge beispielsweise haben es sich in einem riesigen Skelettschädel gemütlich gemacht, der auf ziemlich große Bosse schließen lässt. Innen drin hängen Käfige mit Gefangenen vor der Decke, auch ein Tisch und eine Feuerstelle zum Kochen darf nicht fehlen. Der anschließende Kampf ist wuchtig und eingängig, aber wie von Nintendo gewohnt kindgerecht gehalten. Erschlagene Feinde verpuffen in einer Art Glitzerstaub und Link rammt ihnen auch nicht sein Schwert in die Brust, sondern haut es ihnen um die großen Elefantenohren, woraufhin die Wangen wild wackeln. Ein Spiel, was Mamas und Papas auch mit den Kids erleben können.

    Das Kampfsystem ist dabei gar nicht so unanspruchsvoll, weil die Gegner mit ihrer dicken Keule viel Schaden abziehen, sich aber auch selbst effektiv mit ihrem Schild schützen. Den reißen sie hoch, wenn wir mit dem Bogen auf sie zielen, können uns die Pfeile zumindest bei einigen Einheiten also sparen. Nach erfolgreichem Kampf gibt's wie in Skyrim ordentlich Loot, Sie wechseln also ständig Waffen, Bögen, Schilde und unterschiedliche Rüstungen durch. Unentschlossen sind wir allerdings noch, ob wir das Zerbrechen von Schwertern gutheißen: Auf der einen Seite sorgt es für ein deutlich häufigeres Wechseln der Waffe und damit Angriffsstrategie, auf der anderen hat diese Mechanik noch in keinem Spiel gut funktioniert. Aber es wäre ja nicht das erste Mal, dass uns Nintendo überrascht.

    E3-Fazit:

    Die E3 war eine Schlacht die Nintendo schlagen musste und sie haben es mit Bravur gemeistert: The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist sicherlich einer der Überraschungshits der Messe. Kaum einer hätte mit so viel Kreativität und Mut gerechnet, das Team um Producer Eiji Aonuma baut hier wirklich alles ein, wovon Open-World-Freunde schon lange träumen. Besonders schön zeigt sich das an einem Schatz im sumpfigen Morast. Wer sich eine Axt organisiert und damit Bäume fällt, kann sich ein Brett basteln, darauf auf dem Morast balancieren und den Schatz dann über einen extra starken Magnet heben, den Link jetzt im Rucksack mit sich rum schleppt. Von der Story haben wir bislang noch nicht allzu viel gesehen, aber auch die überrascht mit ihrer Thematik. Link erwacht nach hundertjährigem Schlaf in einem Alienpalast, der am ehesten noch an die Goa'uld aus Stargate erinnert und erhält mit dem Sheikah Slate einen digitalen Decoder, der den Code enthält um Hightech-Türme in Hyrule hochzufahren, die gegen eine geheimnisvolle Macht schützen sollen. Ob das hinterher alles so funktioniert und Nintendo es schafft seine offene Welt so exzellent zu füllen wie in der Demo, ist natürlich fraglich. Aber wir wollten umbedingt weiterspielen, weiter experimentieren und diesem Spiel seine Geheimnisse entlocken. Nintendo is back.

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    30:03
    Zelda: Breath of the Wild - Miyamoto zeigt NES-Parallelen im E3-Video
    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    PC-Spiele 2016: Games-Liste mit Release-Terminen
      • Von RedDragon20 Software-Overclocker(in)
        Klingt ja wirklich gut.
        Bin gespannt, wie es am Ende wirklich ist. Hoffentlich bleiben dabei aber nicht traditionelle Elemente auf der Strecke, wie z.B. Rätsel.
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The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Skyrim im märchenhaften Hyrule und wir haben es gespielt
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http://www.pcgameshardware.de/Spiele-Thema-239104/Specials/The-Legend-of-Zelda-Breath-of-the-Wild-E3-2016-Vorschau-1200005/
29.06.2016
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