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  • Mögliches Aus für Stalker 2: Die Stalker-Serie von GSC Gameworld im Zeitraffer - Plus die besten Stalker-Alternativen

    Schrecksekunde für Stalker-Fans: GSC Gameworld scheint seine Pforten schließen, die Arbeiten an Stalker 2 dürften dort eingestellt worden sein. Genaue Gründe können noch nicht festgemacht werden. Hinter vorgehaltener Hand wird spekuliert: So soll unter anderem Uneinigkeit wegen einer Konsolenversion geherrscht haben. Bezeichnend: Vehement dementiert wird nicht. PC Games Hardware hat sich die Serie vorgenommen und fasst die Geschichte informativ zusammen.

    Die Spielserie Stalker umfasst drei Teile: Shadow of Chernobyl, Clear Sky und Call of Pripyat. Der vierte Teil oder erzähltechnisch Teil Nummer 2 scheint vor dem Aus zu stehen, wenn man der aktuellen Nachrichtenlage Glauben schenken mag - zumindest beim bisherigen Entwickler gehen die Lichter aus. Zwar versprach man für Montag ein Info-Update, aber viel passiert ist nicht. Die Sache scheint wohl zu stimmen, denn viele Meldungen sprechen vom Ende und vehement dementiert wird bei GSC nicht. Letzter Stand der Dinge: "Wir werden unser Bestes leisten, um weiterzumachen. Wie auch immer - im Moment ist nichts sicher." Denkbar wäre, dass ein anderes Studio Stalker 2 (weiter-)entwickelt.

    Ein Grund für PC Games Hardware, auf die Geschichte von Stalker zurückzublicken. Außerdem finden Sie am Ende der Galerie, die zum Einstieg einige Impressionen der X-Ray-Engine enthält, Alternativen zu Stalker. Wir haben uns hierbei weniger am Shooter-Genre, sondern vielmehr am Typus Endzeit orientiert.

    Entwickelt wird Stalker von GSC Gameworld. Das Studio wird 1995 in Kiew gegründet und arbeitet zwei Jahre an Multimediaenzyklopädien. Ab 1997 folgte dann der Fokus auf Spiele mit dem ersten kommerziellen Produkt Cossacks. Weltberühmt wurde man für das 2001 angekündigte Stalker, für das man die X-Ray-Engine weiterentwickelte (Danke an PCGHX-User KAEPS133 für den Hinweis, dass die X-Ray-Engine bereits vorher in Codename Outbreak zum Einsatz kam). Diese war bei Erscheinen des Spiels 2007 auf dem aktuellen Stand der Technik und konnte sehr schöne und große Open-World-Areale darstellen. GSC pflegte die Engine über all die Jahre hinweg: Von einstigem DX9 über DX10 und DX11 sowie deren besonderen Angebot wie zuletzt Tessellation. Außerdem fügte man immer wieder Features hinzu, so bietet die X-Ray-Engine einen dynamischen Tag/Nacht-Wechsel samt Wettersystem. Besonders die Beleuchtung bleibt Stalker-Spielern in Erinnerung: GSC setzt schon sehr früh auf Deferred Shading und integrierte unter anderem God Rays oder Ambient Occlusion. Die KI der Engine nennt sich A-Life, das verwendete Physiksystem ist die Open Dynamics Engine. GSC setzt als Skripstprache Lua ein.

    Zu erwähnen ist, dass die Engine sehr Mod-freundlich gestaltet ist, was zu unzähligen Erweiterungen und Verbesserungen aus der Fan-Gemeinde führte. Am bekanntesten und beliebtesten dürfte die Stalker Complete Mod sein. Anfänglich war die X-Ray-Engine noch mit einigen Problemen unterwegs, die aber nach und nach entfernt wurden. So war die Darstellung der Open-World-Areale sehr Speicherhungrig - war nicht genügend vorhanden, folgten Festplattenzugriffe und damit Ruckler. Zudem war zum Release das Anti-Aliasing ein Problem, dass aber ebenfalls verbessert wurde - hier halfen DX10 und DX11 dem Deferred Renderer auf die Sprünge.

    Zunächst wollen wir Sie jedoch auf die Reise durch die Bildergalerie schicken. Wir liefern Ihnen zu Beginn aus unserem Fundus Screenshots mit allem, was in Stalker technisch möglich ist - sozusagen "maxed out". Im Anschluss folgen Spielempfehlungen für alle Endzeit-Fans. Nach der Galerie finden Sie Story-Informationen zu den einzelnen Titeln und technische Hintergründe.


    Hintergrund: Stalker: Shadow of Chernobyl (2007)
    Im Jahre 1986 erschütterte eine starke Explosion das Atomkraftwerk von Tschernobyl und löste eine der verheerendsten nuklearen Katastrophen der Geschichte aus. 20 Jahre vergehen, bis eines Tages eine erneute Explosion das alte Reaktorgelände in ein grellweißes Licht taucht. Doch die wahren Ursachen bleiben im Dunklen. Im Jahre 2012 gelingt es ersten Expeditionen unter Missachtung der geltenden Gesetze, die Region zu erkunden, die nun als "die Zone" bezeichnet wird. Unter jenen, die sich hineinwagen, befinden sich die Stalker, Glücksritter und Plünderer, die ihr Leben aufs Spiel setzen, um verstrahlte Artefakte zu erlangen, die hohe Preise auf dem Schwarzmarkt versprechen. Doch sie sind nicht allein. Das ukrainische Militär ständig auf den Fersen, müssen die Stalker sich gegen wilde mutierte Kreaturen zur Wehr setzen, die in der Region leben, und zugleich ihre Konkurrenten bei der Jagd nach wertvollen Artefakten abhängen. Shadow of Chernobyl war einer der Action-Hits des Jahres 2007.

    Hintergrund: Stalker: Clear Sky (2008)
    Die Geschichte von Stalker: Clear Sky spielt ein Jahr vor den Ereignissen von Shadow of Chernobyl. Eine Gruppe von so genannten Stalkern dringt 2011 zum ersten Mal in das Zentrum der verstrahlten Zone, das Atomkraftwerk von Tschernobyl, vor und verursacht eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes: Ein gewaltiger Ausbruch von anomaler Energie verändert die gesamte Zone - für immer. Von nun an gibt es gibt keine sicheren Orte mehr und das gesamte Gebiet versinkt im puren Chaos. Nicht nur viele Stalker, sondern ganze Expeditionstrupps, bestehend aus einer Vielzahl von Menschen, sterben oder bleiben abgeschnitten von der sicheren Welt in den verlorenen Gebieten zurück. Deren Sektoren werden ständig von weiteren Ausbrüchen geplagt und mutieren durch ihre Anomalien zu einer absolut lebensfeindlichen Umwelt. Nur wenige verstreute Gruppen sind noch übrig und der unerbittliche Kampf zwischen den einzelnen Fraktionen beginnt. Es gibt keine alten Freunde oder Feinde mehr. Ab jetzt ist jede Gruppe auf sich alleine gestellt und kämpft ums nackte Überleben.

    Hintergrund: Stalker: Call of Pripyat (2009)
    Stalker: Call of Prypiat ist die Fortsetzung des ersten Teils der Reihe. Das ukrainische Militär plant, in den Zonenkern vorzustoßen. Fünf Hubschrauber werden losgeschickt um vorab das Gebiet auszukundschaften. Trotz guter Vorbereitung kehrt keiner davon zurück. Der Geheimdienst-Agent Alexander Degtyarev soll herausfinden, was geschehen ist. Als Stalker getarnt muss er sich durch das verstrahlte Gebiet schlagen. Wie seine beiden Vorgänger basiert auch Call of Pripyat auf der X-Ray-Engine. Die zum Einsatz kommende Version 1.6 bietet diverse SSAO-Modi, darunter High-Definition-AO und Horizon-Based-AO samt Motion-Blur. Hinzu kommen nach wie vor beeindruckende Texturen, die durch Bump- und Steep-Parallax-Mapping äußerst plastisch wirken, insbesondere in Kombination mit den Wet-Surfaces. Die dynamische Deferred-Beleuchtung (u.a. God-Rays, Bloom, adaptives Tone-Mapping) samt fließenden Tag- und Nacht-Wechsel und variierendem Wetter (Regen und Blitze) ist erneut erschreckend realistisch ausgefallen, vor allem die Innenlevels sind sehr atmosphärisch. Dank der DirectX-11-Unterstützung bietet Call of Pripyat darüber hinaus Hardware-Tessellation (detaillierte NPCs) und Contact Hardened Shadows (verbesserte weiche Schatten), ansonsten sieht die DX11-Optik genauso aus wie mit dem Direct-X-10-Renderer. Unterschiedlich aber ist die Art der Berechnung der Post-Processing-Effekte: Unter DirectX 11 werden hierfür zum Teil Compute Shader eingesetzt, was die Bildrate messbar steigert.

    Zum Schluss seien noch die Sammelthreads im Forum erwähnt, die immer noch gerne besucht sind: [Sammelthread] Stalker: Call of Pripyat, [Sammelthread] Stalker: Clear Sky, [Sammelthread] Stalker 2, Alle Neuigkeiten Zur Entwicklung bei Stalker 2 erfahren Sie auf der Themenseite.

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  • Es gibt 29 Kommentare zum Artikel
    Von C33040
    War für mich einfach nur das beste Spiel aller Zeiten. So eine Atmosphäre findet man selten in Spielen. Einfach nur…
    Von MasterSax
    sowas wie stalker findste nicht nochmal auser Metro2033 und bald das Neue Metro2034 hab auch alle teile da und…
    Von Idefix Windhund
    Ich habe mir nun doch, trotz nicht so herrlichen Kritiken, STALKER Clear Sky gekauft damit ich die Serie doch noch…
    Von Gowron
    Nun hat diese Crossplattfom Geschichte warscheinlich ein weiteres Opfer .... ??
    Von Sularko
    Eines der besten Spiele das ich jemals gespielt habe und das sind seit C16 Zeiten, eine Menge. COP mit Coplete Mod ist…
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Stalker-Serie
Schrecksekunde für Stalker-Fans: GSC Gameworld scheint seine Pforten schließen, die Arbeiten an Stalker 2 dürften dort eingestellt worden sein. Genaue Gründe können noch nicht festgemacht werden. Hinter vorgehaltener Hand wird spekuliert: So soll unter anderem Uneinigkeit wegen einer Konsolenversion geherrscht haben. Bezeichnend: Vehement dementiert wird nicht. PC Games Hardware hat sich die Serie vorgenommen und fasst die Geschichte informativ zusammen.
http://www.pcgameshardware.de/Spiele-Thema-239104/Specials/Stalker-Serie-859355/
13.12.2011
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2010/07/Stalker-COP-55.jpg
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