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  • Designsünden in Spielen - Update mit Online-DRM, unendlicher Munition und Schlauchlevel

    Jeder Spieler ist schon einmal über einen Design-Fehler in einem Spiel gestolpert. Sei es die fehlende Möglichkeit, Tasten anders zu belegen, nicht lösbare Quests oder Keys, die auf die DVD gedruckt sind. PC Games Hardware stellt Spielspaßzerstörer vor.




    Hinweis: Der Artikel wurde um aktuelle Spiele ergänzt, die mit kleineren und größeren Designproblemen zu kämpfen haben. Sie finden diese direkt zu Beginn der Galerie.

    PC Games Hardware hat für Sie einige der größten Design-Sünden in Spielen zusammengestellt. Sicher sind nicht alle Fehler so nervend, dass man überhaupt nicht weiterspielen will. Trotzdem wären sie meist einfach zu vermeiden gewesen.

    Teils vollkommen einfache Dinge gehen schnell man in die Hose, weil man einfach nicht den zweiten Gedanken vollkommen beendet. Ein gutes Beispiel hierfür ist ein auf die DVD gedruckter Key. Andererseits gibt es auch Fehler, die in der Entwicklung eines Spiel entstehen und nicht auffallen oder auch Fehler, die mangels Zeit und Budget akzeptiert werden. An KI-Fehler, Macken in der Kollisionsabfrage oder Clipping-Fehler ist der Spieler schon fast gewöhnt, obwohl man für ein Vollpreisspiel durchaus andere Anforderungen an die Qualität stellen kann.

    Ärgerlich sind bei heutigen Spielen auch bestimmte DRM-Maßnahmen, die die Hersteller vorgeblich einsetzen, um ihr Werk zu schützen. Oftmals muss sich damit aber vor allem der ehrliche Käufer rumschlagen. Umso ärgerlicher ist es, wenn das DRM so resolut ist, dass das Spiel gar nicht laufen will. Oder wenn DRM-Server nicht laufen - bevorzugt am Wochenende, wo man viel Zeit zum Zocken hätte. Vista-Only-Spiele, fehlende Dedicated Server/Mods, Aktivierungszwang, Konsolenexklusivität und fehlender LAN-Modus sind ebenfalls Highlights aus der Gruselkiste für Designsünden.

    Gehen Sie mit PC Games Hardware in der folgenden Galerie auf eine kleine Reise durch die Design-Sünden in Spielen. Sie haben selbst schon einmal eine Design-Sünde bei einem Spiel erlebt? Dann nutzen Sie die Kommentarfunktion. Wir interessieren uns für Ihre Erlebnisse.

    Design-Sünden in Spielen: Erster Ärger schon bei der Installation
    Meist geht der erste Ärger schon während der Installation des Spiels los. Drei gern gemachte Fehler finden Sie im Folgenden.

    Key auf dem Medium
    Erstes Ärgernis, bevor der Spaß begonnen hat: Der Spielepublisher packt den CD-Key auf die CD bzw. DVD. Irgendwann während der Installation wird dieser dann abgefragt - dumm nur, das zu diesem Zeitpunkt die DVD im Laufwerk liegen muss. Diesen Fehler gibt es nicht nur bei Spielen, sondern auch bei Software. Sollte der Key erst beim Start des Spiels verlangt werden, ist das auch schlecht, denn dank DRM liegt die im Laufwerk.

    Diskjockey bei der Installation
    Spiele, die mehrere CDs/DVDs zur Installation brauchen, verlangen meist die Discs in verschiedener Reihenfolge: zuerst wird die Installation mit DVD 1 gestartet, dann muss DVD 2 eingelegt werden (in der Zeit legt man DVD1 meist schon wieder sorgfältig weg) und danach wird noch einmal DVD 1 verlangt - nur wozu? Warum kann die Installation nicht von DVD 2 abgeschlossen werden? Kandidat für eine solche Installation: Half Life 2 in der CD-ROM-Version. Auch Bald Runner auf vier CDs war einst ein solcher Kandidat. Ebenso wie Call of Duty und John Woo's Stranglehold.

    Handbuch als PDF auf der DVD
    Gerade bei komplexeren Spielen ist man schon einmal auf das Handbuch angewiesen, zum Beispiel wenn es um die Tastatur-Belegung für selten gebrauchte Spezialfunktionen geht oder um Eigenschaften bestimmter Einheiten. Nur: was machen, wenn das Handbuch nur digital auf der selben DVD vorliegt, von der das Spiel läuft (und man nur einen PC zur Verfügung hat)? Spiel beenden, Nachschlagen was man wissen muss, Spiel starten, hoffen das man die Informationen nicht vergessen hat - das ist in diesem Fall anscheinend die vom Hersteller angedachte Lösung.

    Design-Sünden in Spielen: Zweiter Ärger beim Spielstart
    Ist das Spiel endlich installiert, warten weitere Tücken auf den Käufer. Das DRM grüßt und das Spiel will konfiguriert werden.

    DRM und Aktivierung
    Zum Start muss die CD/DVD wieder in das Laufwerk, denn der Kopierschutz möchte gerne das Originalmedium prüfen. Ärgerlich nur, wenn man ein Original hat und der Kopierschutz dieses nicht erkennt. So gerne gesehen bei Colin McRae Rally 3, dass sich bei vielen erst mit Patch 1.1 zum Starten überreden ließ, als man den Kopierschutz deutlich entschärfte.

    Feste Tastatur-Belegung
    Für dieses Problem ist Grand Prix 4 ein Kandidat: die Tastatur-Belegung lässt sich hier nicht ändern. Eigentlich kein Problem, mit "A" gaszugeben und mit "Y" zu bremsen - interessant wird die Sache, wenn ein englischer Mod installiert wird: nun muss mit "Z" gebremst werden, was bei ungeübten Klavierspielern zu Krämpfen im kleinen Finger führen kann.

    Videosequenzen ohne Skip-Möglichkeit
    Beim ersten Mal sind Intros und Cut-Scenes ja meist noch nett anzuschauen. Wenn man aber - aus welchen Gründen auch immer - einen Abschnitt noch einmal spielen muss, können sie auch nerven. Beispiel für dieses Verhalten: Assassin's Creed, in dem sich weder auf der Konsole noch auf dem PC die Zwischensequenzen, die man bereits gesehen hat, überspringen lassen. Hier wird das Spiel künstlich in die Länge gezogen. Aber auch EA lässt Filmchen gerne bis zum Ende laufen. Unsere Meinung: Start- oder Zwischensequenzen sollten immer übersprungen werden können, ob bei DVDs oder bei Spielen.

    Zero Day oder Pre-Release-Patches
    The Witcher und Silent Hunter IV fallen in diese Kategorie. Für ersteres gab es bereits vor dem eigentlichen Release-Datum Patches, für zweites direkt am Release-Tag einen Download, der nicht nur Fehler beheben sollte, sondern regelrecht neue Spielinhalte (in Form eines zusätzlichen U-Bootes) brachte. Schlecht für Spieler ohne Internetanbindung.

    Grundsätzlich sind Patches in Spielen eine willkommene Sache. Sie sollten aber nicht dazu genutzt werden, um noch mehr Entwicklungszeit für ein Spiel herauszuschinden, indem das Spiel schon mal ins Presswerk geht, um dann zum Release-Tag einen Patch zu präsentieren.

    Design-Sünden in Spielen: Dritter Ärger im Spiel
    Nachdem man die ersten Hürden genommen hat, darf man sich dann ganz der Spielatmosphäre widmen, sofern diese nicht zerstört wird.

    Übersetzungsfehler
    In Spielen, in denen man bestimmten Aufgaben erfüllen muss, kommt es besonders auf eine korrekte Übersetzung an. Negatives Beispiel: Oblivion vor dem ersten Patch. Hier kam es schon einmal vor, dass ein Feuerball die eigene Lebensenergie verbesserte oder Gegenstände, die es zu suchen galt, falsch übersetzt wurden. Solche Gegenstände sind äußerst schwer zu finden im Spiel. Auch Gothic 3: Götterdämmerung schaffte es, durch zu viel Text in Textboxen Dialoge und Aufträge zu erschweren.

    Inkompatible Spielstände nach Patch
    Stalker war davon betroffen, C&C3 ebenfalls: Nach einem Patch funktionieren die alten Spielstände nicht mehr, der bisher absolvierte Spielfortschritt ist verloren. Ein sehr ärgerlicher Fehler, der mit etwas mehr Aufwand - zum Beispiel durch eine Konvertierung der Spielstände - vermieden werden könnte.

    KI-Fehler
    Kaum etwas ist schlimmer als eine grottenschlechte KI. Hier lassen sich eine ganze Reihe von Spielen nennen, die unangenehm auffallen. Die Sammler aus C&C haben es mittlerweile zur Legende geschafft, Feinde aus ArmA 2 und Far Cry sind auch nicht immer die cleversten und in Race Driver Grid fahren ihre Gegner auch schon mal sechs Runden, obwohl das Rennen nur drei Runden lang ist. Sie müssen einfach nur stehen bleiben.

    Clippingfehler und Kollisionsabfrage
    Schlampig programmiert wirken oft Clipping-Fehler oder eine schlechte Kollisionsabfrage. Es gibt wohl kaum etwas ärgerlicheres als ein Hängenbleiben im Türrahmen, wenn man unter Beschuss ist. Clippingfehler hingegen zerstören viel Atmosphäre. Wenn der Charakter halb in der Wand steht oder die vorgehaltene Waffe im nirgendwo verschwindet, ist das recht unrealistisch.

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    Es gibt 47 Kommentare zum Artikel
    Von LOGIC
    Blur hat eine bessere und "realistischere" steuerung als Split/second !
    Von Holger15
    Am besten finde ich persönlich die Polizisten in GTA IV ( Eigtl. GTA allgemein ) Wenn man z.B. gerade die eine Mission…
    Von Wincenty
    Also ich finde Patches vor dem Rlease nicht schlimm? Ist doch eher ein Zeichen, dass die Macher sich darum sorgen ein…
    Von ph0b0z
    Blur hat im vergleich zu Split/Second Arcade-Steuerung? WTF?!
    Von Nasenbaer
    Oh man wer kommt denn bloß auf so einen Schwachsinn. Das kann doch kein Mensch vorher getestet haben - es würde doch…
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