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  • Die vermutlich bittersten Momente für PC-Spieler 2013: Krawall-Karten, Bugfestivals, PS4 und Xbox One

    Das Jahr 2013 geht zu Ende und hinterlässt bei PC-Spielern einen durchwachsenen Eindruck. Verhältnismäßig wenige Spiele konnten uns überraschen, Rollenspieler mussten darben. Zudem hatten viele sogenannte Hochkaräter größere Anlaufschwierigkeiten und nervten PC-Spieler mit einer Vielzahl Bugs und unfertigen Elementen. Mit dabei: Krawall-Karten, Bugfestivals, PS4 und Xbox One.

    So richtig befriedigend war das Jahr 2013 wohl für kaum einen PC-Spieler. Bis auf wenige Ausnahmen fehlten wirkliche Highlights, zudem kamen erstaunlich viele Titel in recht unfertigen, unstabilen und teilweise unspielbaren Versionen auf den Markt, häufig war man gezwungen, den unfreiwilligen Beta-Tester zu mimen. Große Titel wie Battlefield 4 sorgten Anfangs mit Abstürzen, fehlerhaftem Netcode sowie diversen Bugs für viel Frust. Einige zweifelhafte Design-Entscheidungen kamen überhaupt nicht gut an, etwa die Gameplay-Veränderungen in Sim City 5, die das ganze Spiel im Kern fehlerhaft werden ließen. Sehr ärgerlich für die Spieler, die es überhaupt bis zum Startbildschirm schafften, denn trotz wohlbekannter Beteuerungen, dass Sim City 5 direkt zu Beginn tatsächlich auch gespielt werden könne und selbstverständlich genügend neue Server zur Verfügung gestellt werden würden, war natürlich das genaue Gegenteil der Fall.

    Weitere, Spielern gut bekannte Vorkommnisse waren natürlich ein neues Call of Duty, das sich wie immer genau so spielt wie die Vorgänger und selbstverständlich auch nicht rund lief. Im Multiplayer-Modus stockte man über grafisch öde und einfallslos gestaltete Maps und versuchte zu erraten wo der Gegner mit dem vierstelligen Ping wohl als nächstes auftauchen würde. Der Singleplayer wurde zwar optisch etwas aufgemöbelt, enthielt aber stellenweise auch Texturen die offensichtlich aus dem ersten Call of Duty stammten. Auch das Gameplay stammte aus dem ersten Teil und könnte langsam mal eine kleine Prise Inspiration vertragen. Und wenn wir schon bei Singleplayer-Kampagnen von Shootern sind, eine so hirnrissige Story wie in Battlefield 4 haben wir schon lange nicht mehr erzählt bekommen. Irgendwelche Chinesen kämpfen gegen andere Chinesen, zusätzlich kommen noch die Russen und wollen aus unerfindlichen Gründen mitmischen. Unsere persönlichkeitsfreien und klischeetriefenden Begleiter geben uns auch keine befriedigenden Antworten, versuchen dafür mit wirren Streitereien und Versöhnungen Drama in die Geschichte zu bringen. Außerdem geht dem Spiel die Logik völlig ab: Warum müssen wir auf diese offensichtlich baufällige Ruine klettern? Der Landeplatz ist da oben? Irgendwie unpraktisch, dass dort zwei riesige Schornsteine den Landeanflug behindern. Und wir uns durch Horden von lästigen Gegnern schießen müssen, um dorthin zu kommen. Während wir hier auf einer großen, freien Fläche stehen. Können wir nicht direkt hier einsteigen?

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    Die vermutlich bittersten Momente für Spieler 2013 - Impressionen im Video

    Mit einem kostenlosen Command & Conquer wollte EA um Spielergunst buhlen. Mit der grafisch eindrücklichen Frostbite-Engine wurde uns der Mund wässrig gemacht. Doch eine gewisse Skepsis blieb. Vor allem, was das Free2Play-Modell anging. Vielleicht zurecht: Anscheinend hatte EA Bedenken, dass den Titel jemand auch nur geschenkt bekommen wollte und stampfte das Projekt ein. Was ein Epitaph für eine einst großartige Spiele-Serie. Mit grafischen Schmankerln wollten auch die Entwickler von Aliens Colonial Marines Käufer ködern. Dummerweise sah das Spiel ziemlich hässlich aus. Also wurde die Arbeitszeit in einen möglichst eindrücklichen Trailer gesteckt und das Spiel wie es war in den Handel gebracht. Einige hoffnungsvolle Fans waren nicht sonderlich begeistert von dieser Politik.

    Begeisterungsstürme konnte auch das neue X - Rebirth nicht auslösen. Zum Start funktionierte der Titel weit weniger als von den Fans gewünscht, das Handelssystem kollabierte, die KI funktionierte nicht oder die furchtbar hässlichen NPCs blieben stumm. Außerdem ruckelte das Spiel auch auf High-End-Hardware. Die Performance ließ sich auch mit komplett heruntergeregelten Details kaum steigern, man zuckelte immer noch zähflüssig durch die unendlichen Weiten. Nur eben zusätzlich in hässlich. Immer vorausgesetzt, der Spieler kam überhaupt am anfänglichen Ladebildschirm vorbei. Denn durch eine Komplikation mit dem Windows-Sound startete das Spiel auf einigen Rechnern nicht. Kaum Startprobleme gab es beim jährlichen Need for Speed, dort kam allerdings wegen der Bildratenbeschränkung auf 30 Fps kaum ein Geschwindigkeitsgefühl auf. Dafür sah das Spiel dank Frostbite 3.0 wenigstens schick aus. Schick ist auch Watch Dogs. Ubisofts Spionage-Thriller um den Hacker Aiden sieht klasse aus und macht Lust auf mehr. Viele Spieler warten sehnsüchtig auf den Titel. 2013 leider vergebens, Watch Dogs wurde auf das nächste Jahr verschoben. Das gefeierte Grand Theft Auto 5 ließ sich nur auf den alten Konsolen blicken und dreht freudigen PC-Spielern die lange Nase.


    Und hatte man die Nase vom Spielen voll, stieß man im Netz auf Artikel über Telekom-Sperenzchen, in denen über die geplante Internetdrosselung berichtet wurde. Welche aber nach einigen Gigabyte Mails voller wenig überraschendem Negativ-Feedback der Nutzer wieder über den Haufen geworfen wurde. Dank glorreicher PR der Telekom-Speziallisten trägt die Firma nun den Spitznamen Drosselkom. Wer statt selber zu zocken lieber anderen beim Spielen zusehen wollte, stieß bei der Let's-Play-Suche auf gesperrte YouTube-Kanäle wegen schwierig nachvollziehbaren Copyright-Ansprüchen, die Ende des Jahres haufenweise gemeldet wurden. Und bei anderwärtiger Ablenkung drohen zu allem Überfluss zweifelhafte Abmahnungen von windigen Anwälten. Das Jahr 2013 hatte wirklich seine bitteren Momente. Aber vielleicht macht sich ja 2014 etwas besser. Die Chance besteht zumindest ;-)

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    PC-Spiele 2016: Games-Liste mit Release-Terminen
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    Es gibt 47 Kommentare zum Artikel
    Von Nobbis
    Das sollte nicht schwer fallen, so lustlos wie der Sprecher/Spieler sein Senf abgibt. Allgemein gefragt, was soll mir…
    Von azzih
    Rome2 hätte noch ein Platz verdient. Vor 4 Patches ging ja gar nix: Ewige Ladezeiten, blödeste KI die ich je gesehen…
    Von TempestX1
    Richtig.Gibt sogar extra Zeitschriften für (richtige) Retro Games Spieler welche PC und Konsole abdeckt.http://shop…
    Von Shona
    Retro Gamer spielen die Spiele aber so wie sie sind und nicht mit Kantenglättung und SweetFX den das hat ganz gewiss…
    Von clarkathome
    Der Enthusiasmus in der Sprecher Stimme ist wahrlich beeindruckend
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Die vermutlich bittersten Momente für PC-Spieler 2013: Krawall-Karten, Bugfestivals, PS4 und Xbox One
Das Jahr 2013 geht zu Ende und hinterlässt bei PC-Spielern einen durchwachsenen Eindruck. Verhältnismäßig wenige Spiele konnten uns überraschen, Rollenspieler mussten darben. Zudem hatten viele sogenannte Hochkaräter größere Anlaufschwierigkeiten und nervten PC-Spieler mit einer Vielzahl Bugs und unfertigen Elementen. Mit dabei: Krawall-Karten, Bugfestivals, PS4 und Xbox One.
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23.12.2013
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