Studie: Welche Auswirkungen haben Gewaltspiele auf das Gehirn?

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Studie: Welche Auswirkungen haben Gewaltspiele auf das Gehirn?

Markus Tänzer
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22.09.2008 15:44 Uhr
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Sind Spieler von "Killerspielen" potenzielle Amokläufer? Eine Studie zu den Auswirkungen von Gewaltspielen auf das Gehirn klärt auf.

'Killerspiel'-Studie klärt auf (Bild: Sueddeutsche) "Killerspiel"-Studie klärt auf (Bild: Sueddeutsche) [Quelle: USK] Psychiater Bert te Wildt, Oberarzt an der Medizinischen Hochschule Hannover, sagte im Gespräch mit der Deutschen Presse Agentur dpa: "Bisher konnte der Zusammenhang zwischen virtueller Gewalt und dem Entstehen von realer Gewalt wissenschaftlich nicht eindeutig nachgewiesen, aber auch nicht widerlegt werden."

Unter der Leitung te Wildts startete eine Studie, bei der emotionale Reaktionen von jungen Männern, die seit mindestens zwei Jahren mehr als vier Stunden täglich "Ego-Shooter" spielen, mit Reaktionen einer Kontrollgruppe verglichen werden, so heise.de.

Die Teilnehmer mussten einen psychologischen Fragebogen ausfüllen, danach wurden ihnen Bilder und Videos gezeigt, die indirekt mit Aggressivität zu tun haben. In Kernspin-Tomographen wurde dabei ihre Hirnaktivität in den Bereichen gemessen, die für emotionale Reaktionen da sind.
Das Gehirn von Jugendlichen ist sehr anfällig für wiederholte negative Reize, so te Wildt. Deshalb werden für weitere Untersuchungen noch exzessive Spieler von 16 bis 18 Jahren gesucht.

Der Forscher betonte, so heise.de weiter, dass allein Computerspiele niemanden zum Amokläufer machen. "Wie bei psychischen Erkrankungen kommen für eine solche extreme Fehlentwicklung mehrere Faktoren zusammen. Ohnehin ist davon auszugehen, dass alle jugendlichen Amokläufer psychisch krank sind, ebenso depressiv wie aggressiv", so te Wildt.

 

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