Train Sim World: Unreal Engine 4 im heftigen CPU-Limit
Train Sim World ist erschienen und derzeit ist die Freude nicht so riesig, denn das Spiel sieht zwar prinzipiell hübsch aus und macht Simulator-technisch vieles richtig, aber vor allem die Performance sowie einige weitere Krankheiten trüben die Stimmung auf Steam massiv.
Am 16. März ist mit Train Sim World CSX Heavy Haul der Nachfolger des Train Simulators von Entwickler Dovetail Games erschienen. Ganz unumstritten ist die Reihe wegen der DLC-Politik nie gewesen, aber mit dem neuen Titel scheint es stimmungstechnisch noch weiter bergab zu gehen. Zwar reicht es insgesamt für "Ausgeglichen" auf Steam, aber die Bewertungen sprechen eine deutliche Sprache.
Zu wenig Inhalt, miese Performance. Das sind die zwei Kernelemente, um die sich alles dreht. Inhaltlich bekommt man für 30 Euro drei US-Dieselloks für den Güterverkehr aus dem Fuhrpark der CSX sowie die ca. 100 Meilen lange Strecke Sand Patch Grade samt einiger Szenarien hierfür. Ob das einem 30 Euro wert ist, muss man selbst entscheiden.
Die Performance ist tatsächlich etwas problematisch. Zum Einsatz kommt die Unreal Engine 4 sowie die Eigenentwicklungen Simugraph und Simworld. Das Spiel sieht auch recht ansprechend aus, denn gerade die Loks können sich durchaus sehen lassen und haben einige Liebe zum Detail genossen. Wie man aber auf Youtube dann schnell recherchieren kann, hat der Titel ein Problem mit der CPU. Denn selbst auf einer GTX 1080 Ti ändern Einstellungen an der Grafik wenig an den Fps, womit schnell klar ist, dass die CPU limitiert. Wenn das aber nach Userberichten auf Steam selbst bei übertakteten Topmodellen von Intel auftritt, stellt sich die Frage, wo die Crux im Code liegt.
Neben der Performance fallen auch ein paar Physik-Ungereimtheiten auf sowie sehr aggressives Texturstreaming und Level of Detail sowie ausbaufähige Texturfilterung. In der längeren Beta konnte man dem offenbar nicht Herr werden und es wäre wohl verzeihlich, wenn das Spiel dafür 60 Fps auf den Rechnern Normalsterblicher produzieren würde. Dabei hatten die Fans des Spiels die Hoffnung, dass mit dem Wechsel alles besser wird. Die Eigenentwicklung von früher war nicht das beste Stück Code, aber auch mit der Unreal Engine 4 bleiben Probleme, von denen zu hoffen ist, dass die Entwickler sie in den Griff bekommen, wenn sie mehr Erfahrung mit der Engine haben.
Was die Gemüter weiter erzürnt ist, dass die Entwickler entspannt wirken. Man werde Daten zu den Leistungsproblemen sammeln, habe aber keinen Fahrplan für Updates, die gewiss kommen werden. Das werden sie bestimmt, denn das Konzept des Spieles ist es, möglichst lange auf die gleiche Basis zu setzen, um First- und Third-Party-DLCs zu verkaufen. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, wenn nicht einmal die netterweise synchronisierten Tutorialtexte passend laut gesprochen werden oder die schluderige Kollisionsabfrage nervt. Das hätte möglicherweise auch vor Release irgendjemandem auffallen können.
Davon abgesehen macht der Titel nämlich viel richtig. Der Simulationsaspekt scheint zu passen, weshalb die Spieler umso verärgerter sind, dass man den guten Ansatz nicht positiv zu Ende bringt. Damit ist Train Sim World aber nicht alleine. An solchen Problemen kranken einige hoffungsvolle Spiele wie beispielsweise Transport Fever.
Quelle: Steam

Genau das waren die größten Probleme in
VR Client no longer loads unexpectedly and audio does not play through VR headset.
Added keyboard support for RU, NL. BE, CZ, TRQ, HU & Arabic: AB101, AB102AZERTY
Gauge Lights re-mapped to O in Turkish.
Grip Combat Racing wäre ein Spiel, was keine Performance-Probleme hat. Hier quält sich die Grafikkarte und CPU. Ist aber ein Racing-Spiel und hier handelt es sich um eine Simulation.
Wenn da nicht ordentlich programmiert wird, quält sich nur die CPU, während die Grafikkarte nur Teillast hat. Siehe Ark. Das hat nichts mit der Engine zu tun, sondern mit den schlecht programmierten Code im Hintergrund.
Wäre interessant zu sehen, wie Train Sim World mit Achtkerner zurecht kommt, da bestimmt die Vierkerner bisher nur getestet worden.