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Games World
      • Von bofferbrauer BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von dovahkiin
        Nur dass es bei der ganzen Sache nicht um "Anti-Feminismus" geht. "Frauenfeindlichkeit" wird nur den Spielern vorgeworfen um vor ihrer eigentlichen Absicht abzulenken. Hier mal ein etwas umfassenderer Artikel, dessen Autor tatsächlich Recherche betrieben hat: #Gamergate: The silly sounding, but sincere call for Fair Representation of 'Gamers' within the media. - GamesNosh

        Das Kernthema ist nicht dasselbe. Mein Post war nur als Antwort auf Kinguins Post-Scriptum gemeint, nicht auf das ganze Thema hier bezogen, auf den sich dein Post bezieht

        Und Frauenfeindlichkeit ist leider eine traurige Realität im Internet, ich habe es selbst schon ein paarmal mitbekommen auf diversen Seiten und Foren. Aber eben wie gesagt nicht das eigentliche Thema des Gespräches hier

        Zitat von Ob4ru|3r
        Das Thema ist mitnichten durch, sondern brandaktuell
        Hab ich je behauptet, dass das Thema durch sei? Das Thema ist aktueller denn je, und ich hoffe dass es irgendwann zu einem guten Ende kommen wird, aber bis dahin wird es wohl ein langer und steiniger Weg sein.

        Und ich muss Sarkeesian in soweit beipflichten, dass Frauen in Spielen unterrepräsentiert sind und des öfteren mal leider nur als Eye Candy dienen. Aber sie schießt einfach Meilenweit übers Ziel hinaus, eine konstruktive Kritik verbaut sie sich damit selbst
      • Von dovahkiin PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von bofferbrauer


        Nur dass es bei der ganzen Sache nicht um "Anti-Feminismus" geht. "Frauenfeindlichkeit" wird nur den Spielern vorgeworfen um vor ihrer eigentlichen Absicht abzulenken. Hier mal ein etwas umfassenderer Artikel, dessen Autor tatsächlich Recherche betrieben hat: #Gamergate: The silly sounding, but sincere call for Fair Representation of 'Gamers' within the media. - GamesNosh
      • Von Nightslaver Volt-Modder(in)
        Zitat von Ob4ru|3r
        Das Thema ist mitnichten durch, sondern brandaktuell. Ja, der Anstoss war die "Quinnspiracy", da es für viele Leute den Schleier gelüftet hat, was für ein seltsames Beziehungsgeflecht da innerhalb der englischen Spielepresse und Blogosphäre vorzuherrschen scheint, und einmal angestossen und zur Aufdeckung der Seilschaften genötigt geht es einfach immer weiter, das Ausmaß an Verstrickungen und gegenseitigem Decken, Ignorieren, Falsch darstellen oder Schönreden ist erschreckend und hat mit Journalismus rein gar nichts mehr zu tun. Wirklich ins Rollen kam die Sache auch erst, als Aufklärungsversuche und Diskussionen darüber auf einschlägigen Seiten wie Reddit, Tumblr oder ebend den betroffenen Spieleseiten radikal unterdrückt, zensiert und gelöscht wurden. ...

        Dem ist absolut nichts mehr hinzuzufügen.
      • Von Ob4ru|3r PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von bofferbrauer
        Ich denke nicht, dass Sarkeesian der Auslöser ist - dazu ist dessen Kontroverse doch schon zu lange her. Eher dürfte Zoe Quinn der Grund sein. Die Frau Quinn musste sich Beleidigungen und gar Morddrohungen anhören nur weil sie es wagte, als Frau ein Spiel (ein Textadventure namens Depression Quest) zu entwickeln

        Dies ist schon eine Weile her, aber vor 1-2 Wochen postete ihr Ex-Mann, dass sie mit diversen Männern geschlafen hätte, darunter ein Spieletester. All dies geschah erst nach deren Trennung, aber das war den meisten plötzlich total egal, und das Internet stand in Flammen. Die Tatsache dass ein Spieletester darunter war ließ natürlich gleich den Vorwurf laut werden, sie hättesich gute Testnoten für ihr Spiel "erschlafen". Und dass die gute Frau überhaupt Sex außerhalb der Ehe hat, war fast noch Skandalöser.
        Das Thema ist mitnichten durch, sondern brandaktuell. Ja, der Anstoss war die "Quinnspiracy", da es für viele Leute den Schleier gelüftet hat, was für ein seltsames Beziehungsgeflecht da innerhalb der englischen Spielepresse und Blogosphäre vorzuherrschen scheint, und einmal angestossen und zur Aufdeckung der Seilschaften genötigt geht es einfach immer weiter, das Ausmaß an Verstrickungen und gegenseitigem Decken, Ignorieren, Falsch darstellen oder Schönreden ist erschreckend und hat mit Journalismus rein gar nichts mehr zu tun. Wirklich ins Rollen kam die Sache auch erst, als Aufklärungsversuche und Diskussionen darüber auf einschlägigen Seiten wie Reddit, Tumblr oder ebend den betroffenen Spieleseiten radikal unterdrückt, zensiert und gelöscht wurden.

        Anita Sarkeesian ist im Übrigen Teil dieses Netzswerks und aktiver Bestandteil der Debatte rund um Verstrickungen mit der Gamingpresse, die Art und Weise der Berichterstattung über sie, ihre Thesen und die neuerlichen Drohungen sind sogar zum Teil der Kern der Debatte, da ihr Fall zeigt, wie selektiv die Presse berichtet, wie wenig wirklich recherchiert wird und wie versucht wird sie von echter Kritik zu isolieren. Folgendes habe ich grad im Gamestar Forum zum Thema geschrieben, das soll als kleiner Anriss ins Thema mal zeigen, wieso viele so stinksauer sind:

        ""Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Frau S. äußert öffentlich ihre persönliche Meinung und unterstreicht diese mit mehr oder minder fundierten Argumenten. Das ist ihr gutes Recht.""

        Ihr Recht ja, aber es geht um die Machart der Videos. Sie reiht eine Reihe von aus dem Kontext gerissenen Szenen aneinander (größtenteils nicht mal von ihr selber gespielt, sondern aus Lets Plays von anderen hineinkopiert), in denen es das Spiel bzw. Elemente davon hergeben Frauen zu töten/schänden/whatever oder wo diese nur als hübsches Ding quasi zur Deko sind, und macht dies dann representativ für das ganze Spiel bzw. die Industrie, was schlicht in der Darstellung verfälschend ist. Wusstest du, dass es im neuesten Hitman darum geht Frauen zu töten und mit der Leiche Schmuh zu treiben? Nein? Ich bis vor kurzem auch nicht, so geschehen in ihrer Darstellung des Spiels, dass das Killen von Zivilisten (beider Geschlechter!) im Allgemeinen im Spiel für Punktabzug sorgt verschweigt sie geflissentlich, da es nicht der Kern des Spiels ist. Und in dieser verfälschenden Art und Weise geht es weiter.

        Daraus leitet sie dann ein paar krude Thesen ab, die nach dem Prinzip Petitio principii gestrickt sind und keiner näheren Betrachtung stand halten, die sie aber schon im Vorfeld einfach für gegeben ansieht. Ein schöner Punkt ist die Subject-Object-Relation von Mann und Frau in Spielen, die sie entdeckt haben will (einfach eine im Feminismus bestehende Theorie die sie in ihr Video geklatscht hat), und die sie anhand einer Stripclubszenne in Watch_Dogs belegen will: Der in der Regel männliche Spiel(charakter) schreitet dabei als aktiv handelndes, selbstbestimmendes Subject durch den Laden und reduziert die dort arbeitenden Damen auf den Status eines leblosen Objects, das nur der Dienstleistung für die man da herkommt dient, ein fleischliches Sexobject zur Belustigung des Spielers, und man kann in keiner Art und Weise mit den Damen in gleichberechtigter Weise interagieren oder Beziehungen zu diesen herstellen. Mag auf den ersten Blick ganz stimmig klingen, ist aber Schwachsinn wenn man darüber nachdenkt, denn die Subject-Object-Relation kann man im Grund auf jedes Kunde-Angestellter Verhältniss reduzieren, man rennt ja nicht zum Bäcker um mit der Dame dort irgendwelche hoichtrabenden Interaktionen zu starten, man will von ihr Brötchen haben, sie dient also uns nur zum Mittel zum Zweck und ist damit ein simples Object? Bullshit. Kann man nicht mit einem Stripclub vergleichen? Nun, wer geht denn im echten Leben dahin um mit den Damen Freundschaft zu schliessen? Man geht für genau den Zweck da nunmal hin, sowas schimpft sich Dienstleistung und hat rein gar nix mit Sexismus zu tun. Damen und Herren in Stripclubs befrieden sexuelle Bedürfnisse ihrer Kundschaft, genau dafür geht man da hin, genauso wie man zum Arzt geht damit der einen gesund macht oder den Klempner nur deswegen ruft weil ein Rohr leck ist .... das degradiert den Dienstleister noch lange nicht zum ausgenutzten "Object", auch wenn es eine Dienstleistung aus dem schlüpfrigen Gewerbe ist.

        Und so gehts immer weiter mit ihren "Theorien", das Netz ist voll mit Videos und Blogs die sie inhaltlich komplett widerlegen, aber davon hört man leider kaum was, da sich die Berichterstattung nur darauf beschränkt, dass sie bedroht wird. So gesehen tun ein paar Arschlöcher ihr da einen sehr großen Gefallen, da sie sich gar nicht inhaltlich mehr mit der demaskierenden, vernichtenden Kritik an ihren Videos auseinandersetzen muss, sondern sie einfach nur noch rumheulen muss, dass sie bedroht wird und ihre hochwertvolle Meinung zum Thema unterdrückt wird, die Hater liefern ihr den "Beweis" ja am laufenden Band ... und die versammelte Spielepresse, Entwickler und leider auch viele Leser fallen darauf rein. Unter anderem dagegen ist jetzt halt Gamergate gerichtet.


        Und ja, das gesamte Thema ist inzwischen riesig und es wird so langsam völlig unübersichtlich. Aufgrund der Tragweiter des Ganzen, dass sich weite Teile der Spielepresse hier in ihrer Glaubwürdigkeit völlig demontieren, darunter einschlägige Seiten wie Kotaku wie Polygon, Kotaku oder Rock Paper Shotgun,´und der Rest der Presse gemäß der "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus" Devise einen Mantel des Schweigens darüber ausbreitet und nur über die Ausläufer wie jetzt ebend diesen Brief der Entwickler schreibt wäre das eigentlich DIE Meldung des Spielejahres, aber es schreibt weiter kaum jemand darüber, was - völlig zu Recht - viele Spieler vor Wut und Unverständnis auf die Barrikaden treibt.

        Hier mal ein kleines Update der Debatte als Video (nicht mal in einem 30min Vid bekommt er alle Entwicklungen zusammen, das Thema ist wie gesagt riesig), ein wenig unflätig in der Wortwahl, aber er spricht viele Punkte an:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Nightslaver Volt-Modder(in)
        Zitat von bofferbrauer

        Ob es nun der Wahrheit entspricht, oder aber nur der perfide Racheversuch ihres Ex-Freundes ist mag ich nicht zu beurteilen und wird sich vermutlich auch nie zu 100% klären lassen. Fakt ist aber das auch in diesem Thema extrem viel Zündstoff steckt. Frau Quinn gehört ebenfalls zu der Sorte Frauen die gelegentlich gerne gegen den "Sexismus" und die Diskriminierung und "Unterdrückung" der Frau in der Spielebranche gewettert haben.

        Der Vorwurf für den eigenen Vorteil mit Reviewern und weiteren Personen in die Kiste gestiegen zu sein unterminiert da natürlich schon gewaltig ihre Glaubwürdigkeit. Stünde es doch konträr zu ihrerm Standpunkt.
        Schließlich läst sich schwer die Unterdrückung der Frau anprangern und auf der anderen Seite hüpft man dann evt. mit jemanden für ne bessere Wertung in die Kiste.
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Spiele
Hass in Spieler-Communities: US-Entwickler raufen sich in offenem Brief zusammen
Der Umgang zwischen Spielern und Entwicklern im Internet hat ein Niveau erreicht, das 600 Mitglieder der US-Spielbranche nicht mehr weiter hinnehmen wollen. Sie veröffentlichten einen Brief an die Community, in dem sie für einen zivilisierteren Umgang mit- und untereinander werben.
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02.09.2014
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