Spector auf der GDC: KI und Storys zu undynamisch

Spiele

Spector auf der GDC: KI und Storys zu undynamisch

Patrick Sigl
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01.04.2013 17:47 Uhr
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Neu
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Auf der Game Developers Conference in San Francisco erklärte Warren Spector, wie er sich die Zukunft der Storys und der KI in Spielen vorstelle. Zwar gab es in den letzten Jahren immer mehr Verbesserungen an der Umgebung der Spiele, doch seien Erzählung und auch die Charaktere sehr undynamisch.

GDC: KI und Storys zu undynamisch GDC: KI und Storys zu undynamisch [Quelle: GDConf.com] Der Spieleentwickler Warren Spector spricht auf der Game Developers Conference in San Francisco über Gegenwart und Zukunft der KI und Storys in Videospielen. Er kritisiert vor allem, dass sehr viel in die Entwicklung von Landschaften und Umgebungen gesteckt werde und dabei Charaktere und Erzählung oft auf der Strecke bleiben. Man müsse sich viel mehr an den Filmemachern orientieren und neue Möglichkeiten entdecken.

Schwierig ist das Ganze, da man hier Techniken wie Schnitte in denen weniger interessante Handlungen übersprungen werden nicht einsetzen kann. Das würde den Spieler nämlich in seiner Interaktion mit der virtuellen Welt beeinträchtigen. Außerdem ist es wichtig, dass es einen konstanten Spielfluss gibt, der bestenfalls zu jederzeit unterhaltsam ist. Spectors Meinung nach müsse man es schaffen, eine Mischung aus linearer Erzählung der Geschichte und freier Interaktion wie zum Beispiel in Minecraft herbeizuführen.

Um diese Ziele zu erreichen ist es vor allem wichtig an der KI der Nicht-Spieler-Charaktere zu arbeiten und auch ein System aus Dialogen zu erarbeiten mittels derer die Erzählung beeinflusst wird. Mittels einer Aufteilung der Geschichte wäre es zudem möglich eine bessere Handlungsfreiheit herbeizuführen, wobei der Spieleentwickler anmerkt, dass sich diese ganzen Strukturen seit den 90er Jahren nicht geändert hätten.

 
Software-Overclocker(in)
01.04.2013 19:28 Uhr
In einigen Punkten hat der Mann recht.
Warum werden Unmengen an Zeit und Geld in irgendwelche Techniken gesteckt um grafische Effekte zu implementieren die sowieso 99% der User nicht wirklich auffallen, gleichzeitig aber die K.I komplett ignoriert und eine Story unterhalb von Uwe Boll Niveau erzählt.
Man vergleiche mal The Walking Dead von Telltale mit Crysis 3. Während mit TWD für Jahre in Erinnerung bleiben wird hab ich bei Crysis nach 30min komplett abgeschaltet und nach 2h auch keine Lust mehr gehabt weil die K.I einfach unter alles Sau ist und die Grafik nach ner Weile auch nichts mehr raus reißt.

Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen die beides hinbekommen. Naughty Dog z.B schafft es einfach immer wieder einen storytechnisch, technisch sowie auch vom Gameplay zu überzeugen währen die meisten EA AAA Titel trotz viel höherem Budget und größeren Teams höchstens als Mittelmaß durchgehen.

Ich hoffe wirklich, dass die Entwickler nach dem Erfolg von TWD neue Wege gehen und storyintensive Spiele der neue Trend 2013/14 wird. Ich bin eigentlich eine Grafikhure, aber meistens bleiben doch eher Spiele mit einer sehr guten Atmosphäre, einem guten Storytelling oder einem genialen Gameplay in Erinnerung. Während Spiele wie Crysis eigentlich nur als Benchmark hinhalten um zu checken wie fit mein Rechner noch ist

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