Intel Skylake & Kaby Lake: Hyper-Threading kann zu Fehlern bis zum Datenverlust führen
Sämtliche Intel-CPUs auf Basis der Skylake- und Kaby-Lake-Mikroarchitekturen inklusive der neuen Skylake-X-Modelle haben einen Fehler, der mit bestimmten Instruktionen und bei aktiviertem Hyper-Threading (SMT) ausgelöst wird. Dies reicht von "unerwartetem Systemverhalten" bis hin zu Abstürzen mit Datenverlusten.
Die ersten Skylake-basierten Prozessoren erschienen im Sommer 2015 als Skylake-S (Desktop), -H (Mobile 45 Watt) und -U (Mobile 15 - 35 Watt). Inzwischen steht der Nachfolger Kaby Lake in den Händlerregalen, der als Refresh die nahezu gleiche CPU-Mikroarchitektur nutzt. Im High-End-Bereich hat Intel gerade Skylake-X veröffentlicht. Allen gemeinsam ist ein Hardware-Fehler, vor dem Debian-Entwickler warnen. Betroffen sind allerdings nicht nur Linux-basierte Betriebssysteme, sondern beispielsweise auch Windows. An dieser Stelle vielen Dank an PCGHX-Mitglied equief für den Hinweis.
Demnach können bestimmte Register in kurzen Schleifen (unter 64 Instruktionen pro Loop) zu "unvorhergesehenem Systemverhalten" führen, wenn Hyper-Threading alias SMT (Simultaneous Multithreading) eingeschaltet ist. Im besten Fall stürzt eine Applikation oder ein Compiler einfach ab. Im schlimmsten Fall schaltet sich der PC ab, wodurch Daten verloren gehen können. Betroffen sind alle Skylake- und Kaby-Lake-basierten CPUs mit SMT, also Core i3, Core i7, Core i9 und seit Kaby Lake-S Pentiums, im Notebook-Bereich auch die U-Modelle mit i5-Kürzel. Die entsprechenden Xeon-Generationen sind ebenfalls eingeschlossen.
Erste Anzeichen des Fehlers haben OCaml-Entwickler im zweiten Quartal 2016 bemerkt und per Debugging herausgefunden, dass es sich um einen Fehler von Skylake-CPUs handeln muss. Anfragen an Intel sollen bis dato unbeantwortet geblieben sein. Der Chiphersteller hat aber still die ersten Microcode-Updates zur Verfügung gestellt, mit denen der Fehler umgangen wird - ein solches Vorgehen ist gängig. Mainboard-Hersteller können die neuen Firmwares in ihre BIOS-Versionen integrieren. Welche bereits den Fix enthalten, ist nicht bekannt. In den "Specification Updates" zu Skylake (SKL150), Kaby Lake (KBL095) und gesondert Core X (KBL-X, SKL-X; SKZ7) stehen Einträge zu dem Fehler seit April 2017.
Aktuell ist nicht bekannt, wie häufig der Fehler auftritt. Intel hält sich in seinen Dokumenten gewohnt wage. Bisher gab es keine Meldungen über einen möglichen SMT-Fehler bei Skylake und Kaby Lake, weil man sporadische Abstürze kaum mit einem generellen Hardware-Defekt in Verbindung bringt. Die generelle Empfehlung bei Problemen lautet aktuell, SMT auf aktuellen Intel-CPUs zu deaktivieren, bis BIOS-Fixes zur Verfügung stehen. Wer bisher keine Probleme hatte, kann sein System auch wie gewohnt weiter nutzen.
Da ist man doch froh, dass ich nur ein 6600K hab
Aber
1)gibts eben schon eine (einfache) Lösung- also kein Rückruf etc
2) befinden sich in verlinkter Liste einige ähnliche Bugs. Damit meine ich, dieser Bug reiht sich in eine lange Liste von Bugs ein und solche zu haben ist "normal". Wenn auch unglücklich, dass man nicht vor Release draufkommt.
Bugs die zu Instabilitäten oder Abstürzen kommen, waren früher aber wesentlich häufiger.
Vielleicht ist das der Grund, warum mein PC manchmal abstürzt...