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  • Kino.to offline: Mehrere Millionen Euro beschlagnahmt, hitzige Community-Diskussionen

    Die Betreiber von Kino.to haben offenbar Millionengewinne erwirtschaftet. Der Hauptbeschuldigte aus Leipzig besaß Konten in Spanien im Wert von 2,5 Millionen Euro, das nun beschlagnahmt wurde. Auch drei Luxusautos wurde sichergestellt.

    Update: Die Meinungen des Dresdners Oberstaatsanwaltes, die das Robin-Hood-Image von Kino.to ankratzen, sorgt für rege Diskussionen im Forum. So schreibt PCGHX-User Zombiez: "Durch Kino.to ist Verbrauchern und Firmen ein großer Schaden entstanden, jeder hat was davon, dass so ein Geschwür aus der Welt geschaffen wurde!"

    PCGHX User ThorMaer antwortet darauf: "Das ist falsch. Erstmal, wo ist dem Verbraucher ein Schaden entstanden? Nirgends. Höchstens den geldgeilen Produzentenfirmen, die sowieso im Geld schwimmen (Produktionskosten 5 Millionene €, eingespielt 100 Millionen €, liest man so oft). Allerdings dürfte der Schaden sehr gering sein, da nur ein kleiner Teil der Leute, die Filme bei kino.to geschaut hat, sich den Film auch im Kino angeschaut hätte, wenn es kino.to nicht gegeben hätte. Außerdem ist die Qualität bei so Streamingwebseiten sowieso *******, nix für echte "Filmliebhaber", die auch mal ins Kino gehen. Auf Kino.to wurden keine Filme gehostet, es wurde nur "verbunden" bzw. weitergeleitet. Wenn so eine Webseite geschlossen wird müsste man auch google schließen, schließlich findet man da (...) urheberrechtlichgeschützte Dateien ohne Ende. (...)"

    PCGHX-User cl55amg erwidert darauf: "Wenn die Kino.to-Betreiber nachweislich selbst Filme auf Hoster Server geladen und dann verlinkt haben, haben sie jetzt definitiv ein Problem und sind rechtlich angreifbar. Die Behörden haben wohl deshalb erst jetzt gehandelt, weil sie Beweise dafür gesammelt haben. Nur Links auf die Seite zu laden, liegt immer noch in einer rechtlichen Grauzone, was anscheinend bei Kino.to deutlich weiter führte, da sie den Kram selbst hochgeladen haben. "

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    Wie der Focus berichtet, hat die Polizei erste Konten der Betreiber von Kino.to beschlagnahmt. Auf Konten in Spanien, die dem Hauptbeschuldigten aus Leipzig zugeordnet werden konnten, wurden rund 2,5 Millionen Euro sichergestellt. Darüber hinaus sei "hochwertige Computertechnik" und drei Luxusautos in Deutschland und auf Mallorca gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Hauptbeschuldigte Drahtzieher der Streamingseite war und keinerlei Robin-Hood-Allüren besaß. Es ging ihm vielmehr um wirtschaftliche Ziele. Der Beschuldigte schweigt bisher, andere Inhaftierte im dem Fall Kino.to hätten bereits Teilgeständnisse abgelegt.

    In einem weiteren Update der News berichteten wird, dass der Oberstaatsanwalt von Dresden, Wolfgang Klein, in dessen Zuständigkeit der Fall fällt, die Ansicht vertritt, dass Kino.to nicht nur Links zu Streaming-Angeboten zur Verfügung gestellt hat. Es habe sich bei Kino.to "um ein hochkriminelles, profitorientiertes System" gehandelt. Alles wurde im Detail organisiert, "vom illegalen Beschaffen der Filme über das Aufladen der Hoster, die man zum Teil selbst betrieben hat, bis zur Bereitstellung der Links auf ihrer Internet-Seite."

    Sie erinnern sich: Am 8.6. ließ die Staatsanwaltschaft Dresden das Webportal von kino.to offline nehmen und durch einen polizeilichen Einsatz unter Leitung der INES (Integrierten Ermittlungseinheit Sachsen) 13 mutmaßliche Betreiber festnehmen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind 12 von ihnen weiterhin in Gewahrsam, nach einer weiteren wird gefahndet. Bis zu vier Millionen Nutzer soll Kino.to gehabt haben.

    Quelle: Focus

    In der Galerie: Bekannte Spiele mit Filmlizenz

  • Es gibt 52 Kommentare zum Artikel
    Von steffen0278
    Passt jetzt zwar nicht ganz zum Thema, aber: Die privaten unterhalten nicht so viele Sender. Die haben meist nur 2-3…
    Von Gast XXXX
    Und Werbeeinnahmen haben die auch noch, da frag ich mich wie die privaten Sender nur mit Werbung überleben können,…
    Von steffen0278
    Bilanzen mit hohem Plus jedes Jahr. Mhhhhh wo hat man das schonmal gehört? Ach ja, Bankenkrise. Ich wills mal…
    Von MasterFreak
    jo das is voll heftig, dass er über eine Millionen verdient hat allein mit dem Portal !
    Von Dr Bakterius
    Der in manchen Augen als Robin Hood angesehene Betreiber hat doch ordendlich in die Portokasse gegriffen. Mal sehen…
      • Von steffen0278 F@H-Team-Member (m/w)
        Passt jetzt zwar nicht ganz zum Thema, aber: Die privaten unterhalten nicht so viele Sender. Die haben meist nur 2-3 Fernsehsender und dazu noch 1 Radio Sender. Die Öffentlichen haben ja 20-30 Fernsehsender und 20 Radiosender. Liste deutschsprachiger Fernsehsender
      • Von Gast XXXX
        Zitat von steffen0278
        Sind nicht nur ARD und ZDF. Und vergesst die Radiosender nicht.
        Und Werbeeinnahmen haben die auch noch, da frag ich mich wie die privaten Sender nur mit Werbung überleben können, wenn der öffentlich Rechtlichen die GEZ nicht ausreicht.
      • Von steffen0278 F@H-Team-Member (m/w)
        Zitat von BaronSengir
        Und genau deswegen ist in unserem ganzen Wirtschaftssystem der Wurm drin.
        Bilanzen mit hohem Plus jedes Jahr. Mhhhhh wo hat man das schonmal gehört? Ach ja, Bankenkrise.
        Ich wills mal vorsichtig sagen: Die ganze Film und Musikindustrie hat ganz einfach das Medium Internet verpennt!
        Seht euch Napster an. Wann war das? Vor 10 Jahren? Da gabts nur Modems. Und trotzdem haben sich da schon Leute Musik gezogen.
        Hätte es da bei den Managern mal Klick gemacht, und hätten angefangen ihre Musik und Filme für wenige Cent zu verticken, gabe es keine Tauschbörsen oder Hoster. Jedenfalls nicht in dem Umfang.
        Ich persönlich kenne Kino.to garnicht. Und wenn da mal Experten bei der Cyberpolizei sitzen würde, dann würden sicherlich täglich ca 1000 Seiten zugemacht die sicherlich etwa größer sind als Kino.to.
        Und wer schreibt mir eigendlich vor, was ich mit dem Internet mache? Zahle ich nicht dafür? Providerkosten, die zum Glück noch nicht fällige GEZ auf Internetfähige Rechner? Wenn der Staat die Kosten übernimmt, kann er mir auch ruhig vorschreiben, was ich damit anfangen soll. Aber solange ICH dafür zahle mache ich damit was ich will.

        Jetzt habe ich auch noch die GEZ erwähnt, oje. Das muß man sich mal reinziehen. Ich kaufe mir einen Fernseher und muß dann vierteljährlich auch noch zahlen, ob ich ihn benutze oder nicht. Das ist genau so, Ich hab ein Auto und muß monatlich Sprit bezahlen obwohl ich ein Jahr nicht damit fahre. Und warum? Die öffentlich Rechtlichen sich geschätzte 50 Sender leisten kann. Ihr könnt ja mal nachzählen wie viele es sind. Sind nicht nur ARD und ZDF. Und vergesst die Radiosender nicht.
      • Von MasterFreak Software-Overclocker(in)
        jo das is voll heftig, dass er über eine Millionen verdient hat allein mit dem Portal !
      • Von Dr Bakterius Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Der in manchen Augen als Robin Hood angesehene Betreiber hat doch ordendlich in die Portokasse gegriffen. Mal sehen was ihm noch alles blüht
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Die Betreiber von Kino.to haben offenbar Millionengewinne erwirtschaftet. Der Hauptbeschuldigte aus Leipzig besaß Konten in Spanien im Wert von 2,5 Millionen Euro, das nun beschlagnahmt wurde. Auch drei Luxusautos wurde sichergestellt.
http://www.pcgameshardware.de/Sicherheit-Thema-229955/News/Streaming-Webseiten-830307/
20.06.2011
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2011/06/kino-to-streaming-webseite.jpg
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