Meltdown & Spectre: Investoren klagen gegen Intel und AMD
Laut den bisherigen Informationen betrifft die Sicherheitslücke Meltdown nur Intel-Prozessoren, während Spectre in einer Variante auch bei AMD-CPUs zu finden ist und die andere Variante laut AMD praktisch nicht ausgenutzt werden kann. Trotzdem werden beide Prozessor-Hersteller nun mehrfach verklagt, weil die Lücken lange verschwiegen wurden.
Auch wenn die beiden Sicherheitslücken Meltdown und Spectre laut den vorliegenden Informationen vor allem Intel-Prozessoren mit voller Wucht treffen, sind auch AMD-CPUs teilweise betroffen. Die Sicherheitslücken waren mindestens schon seit Juni 2017 bekannt, da Google Project Zero die betroffenen Hersteller wie ARM, AMD und Intel damals darüber informiert hatte.
Inzwischen gibt es daher laut Reddit auch einige Klagen, die nicht nur Intel betreffen, sondern auch AMD. In den USA haben beispielsweise zwei Anwaltskanzleien Klagen gegen AMD eingereicht. Der Grund dafür sind nicht unbedingt befürchtete Leistungsverluste durch Patches und Updates für Prozessoren, sondern das Verschweigen der Sicherheitslücken. Damit seien Investoren in die Irre geführt worden und Aussagen zur Sicherheit seitens AMD seien grundlegend falsch gewesen.
Dabei wird auch erwähnt, dass AMD-Prozessoren nun doch anfällig für Spectre 2 seien, was AMD aber weiterhin bestreitet, da es dafür keinerlei Beleg gebe und die Microcode-Updates rein optional. Spannend dürfte auch sein, welchen Schaden die Investoren hier geltend machen wollen, denn die Aktienkurse von AMD sind seit dem Bekanntwerden der Probleme gestiegen.
Gegen Intel gibt es inzwischen auch mehrere Klagen, die ähnlich angelegt sind und das Verschweigen relevanter Informationen gegenüber Investoren thematisieren. Hier gibt es allerdings im Gegensatz zu AMD keine Zweifel daran, dass alle Versionen der Sicherheitslücken bei Intel-Prozessoren auftreten - und dass Intel an der Börse etwas an Wert verloren hat.
Hier werden in den Klagen auch die Leistungsverluste durch Updates genannt, die je nach Einsatzzweck und CPU-Modell recht deutlich ausfallen können und vermutlich auch teilweise für die Börsenverluste verantwortlich sein dürften. Die Klagen quer durch die Technikbranche dürften die Gerichte noch einige Zeit beschäftigen.

Absolut lächerlich was da wieder losgetreten wird! Aber bei den verblödeten Amis ist sowas ja schon normal
Die sollten lieber froh sein dass alle involvierten Parteien sich so Seriös verhalten haben, zumindest die meisten
Was wäre wohl passiert wenn bereits im Juli das ganze öffentlich gemacht worden wäre? Das wäre den Investoren sicherlich nicht lieber gewesen.
Die einzige Klage die Berechtigt sein kann ist die gegen Intel bzw. deren Chef mit dem Insider-Aktienverkauf!
responsible disclosure anyone?
Es ist vollkommen üblich, daß in der IT-Industrie Bugs erst gefixed, bzw. Sicherheitslücken erst beseitigt werden, bevor sie überhaupt öffentlich bekannt gegeben werden.
Die Hersteller verhielten sich doch entsprechend der Regeln. Ihnen wurden die Lücken mitgeteilt, sie arbeiteten daraufhin an Patches. Das es nun vorher zu der Veröffentlichung kam, lag an dritten und nicht an einer der Parteien.
Ich sehe irgendwie keinen Klagegrund. Dagegen ist der Einwand mit der Produktveröffentlichung, trotz besserem Wissen, ja nachvollziehbarer. Wenngleich das natürlich total praxisfern ist.
Nein! AMD, Intel und ARM sind schuld ..... also weltweiter Rückruf aller Prozessoren & zeitnaher Ersatz .... Bitte! (AMD & Intel Aktiencrash voraus?) oder Fake News ?
die letzten beissen die Affen - GO !