Ihr Computer wurde von GVU gesperrt: GVU und BSI werden unfreiwillig Helfershelfer in Malware

Sicherheit

Ihr Computer wurde von GVU gesperrt: GVU und BSI werden unfreiwillig Helfershelfer in Malware

Andreas Link Google+
|
21.03.2012 16:12 Uhr
|
Neu
|
Sowohl die GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V.) als auch der BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) werden derzeit von Malware missbraucht. Den Nutzer wird vorgegaukelt, man habe Raubkopien auf dem Rechner gefunden und er könne ihn gegen Zahlung eines Betrages entsperren. Erkennungsmerkmal ist folgende Meldung: "Ihr Computer wurde von GVU gesperrt."

GVU und BSI werden unfreiwillig Helfershelfer in Malware GVU und BSI werden unfreiwillig Helfershelfer in Malware [Quelle: GVU] Nach den Abmahnanwälten versuchen nun offenbar auch Malware-Schleudern Reibach mit Raubkopien machen zu wollen. Der Schock, angetrieben durch die Abmahnwellen und die aktuellen Ereignisse beim Kampf gegen Raubkopien, dürfte bei Betroffenen wohl sitzen – insbesondere wenn diese weniger erfahren mit dem Umgang des Internets sind.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als auch die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V (GVU) weisen darauf hin, dass derzeit eine neue Variante einer bereits seit 2011 bekannten Schadsoftware im Umlauf ist, mit der Online-Kriminelle versuchen, Geld von PC-Besitzern zu erpressen. Die Schadsoftware sperrt die betroffenen Systeme und fordert die Nutzer in einer Einblendung auf, einen Geldbetrag zu entrichten, da mit dem Rechner angeblich illegale Raubkopien heruntergeladen wurden. Enthielten frühere Varianten der Schadsoftware beispielsweise die Logos des Bundeskriminalamts, der Bundespolizei, der GEMA oder verschiedener Softwareunternehmen, so nutzt die neue Variante missbräuchlich die Logos des BSI und der GVU. Die Meldung lautet im Wortlaut: "Ihr Computer wurde von GVU gesperrt".

Weder BSI noch GVU sind Absender dieser Meldung. Beide Institutionen raten Betroffenen, die geforderte Gebühr in Höhe von 50 Euro zur Entsperrung des Rechners unter keinen Umständen zu bezahlen und Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Weiterhin wird empfohlen, dass man die Festplatte des befallenen Rechners ausbaut und an einem zweiten System mit gutem und aktuellem Virenscanner reinigt. Sollte das nicht helfen, müssen die eigenen Daten gesichert und das System neu aufgespielt werden. Wer keinen Zweitrechner zur Hand hat, kann sich auch bei Rettungs-CDs umsehen – diese sollten aber möglichst aktuell sein.

In der Galerie: 25 Mal Schutzsoftware im Test - Kostenlos-Virenscanner versus teuere Security-Suiten

 
Trockeneisprofi (m/w)
03.05.2012 14:23 Uhr
Zitat: (Original von Incredible Alk;4062035)
So ein Backup-System habe ich auch, allerdings noch von Hand - nicht so professionell wie du.
Das wäre auch einmal eine Überlegung wert mir fürn paar Euro da ne ordentliche Backupsoftware zuzulegen...


Das muss nicht mal teuer sein.
Du kannst dir die aktuelle Demo Version von True Image Home runterladen und damit eine Boot CD erstellen auf der das Programm drauf ist -- natürlich nicht so komfortabel wie installiert aber.
Von der kannst du booten und deine Windows Partition komplett als Datei sichern und bei Bedarf einfach wieder einspielen.
exa
Volt-Modder(in)
03.05.2012 13:32 Uhr
So, gerade eben hat es mich erwischt...

Herstellungspunkt von gestern Abend geladen und fertig, aber dennoch: blöd isses trotzdem.

5 Jahre hatte ich nix, und jetz bei der Such nach Mods für das altehrwürdige Far Cry isses doch passiert. Der Witz an der Sache: der Wiederherstellungspunkt war die Installation von Far Cry
F@H-Team-Member (m/w)
31.03.2012 14:55 Uhr
Mein Vater hatte diesen Trojaner auch, habe ihn mit hilfe von hier GVU Trojaner entfernen: Neuer Erpresser im Netz - News - CHIP Online via Systemwiederherstellung entfernt!
Moderator
24.03.2012 00:06 Uhr
Zitat: (Original von kühlprofi;4063733)
Kling interessant, doch trotzem könnte während einer Session jemand die Daten abspitzen, abhören was auch immer?

Natürlich, aber es kann sich keine Schadsoftware großartig im System "einnisten", da beim runterfahren alle seit dem hochfahren geänderten Dateien verworfen werden. Ergo egal was für einen Schädling man sich eingefangen hat, nach dem runterfahren ist er wieder Geschichte.

Ein weiterer Vorteil: Man kann so auch Software nach belieben installieren und ausprobieren, ohne das man sie wieder deinstallieren muß. Man hat also ständig (nach einem kuzen reboot) ein tadellos sauberes System.

Die einzige "Schwachstelle ist, will man dauerhaft ein Update aufspielen, oder eine Anwendung/Patch installieren, dann muß man den Schutz natürlich kurzzeitig deaktivieren (bis zum Abschluß der Installation/Aktualisierung). Würde man in dieser Zeit zb. auf dubiosen Seiten surfen und sich eine Schadsoftware einfangen, dann würde diese - nach erneuter Aktivierung des Schutzes - natürlich auch "geschützt" werden.
BIOS-Overclocker(in)
22.03.2012 07:57 Uhr
Zitat: (Original von CryxDX2;4061817)
mac nutzen, windows auslachen.


Bei Mac Usern rendiert es nicht, die haben all ihr Geld ja schon für die überteuerte Hardware ausgegeben

Zitat: (Original von INU.ID;4063418)
Ich weiß gerade nicht ob sie mittlerweile auch angegriffen werden können (wenn ich ehrlich bin weiß ich nichtmal ob es sie noch neu zu kaufen gibt^^), aber wer auf Nummer "ganz sicher" gehen will sollte einfach einen Festplatten-Wächter nutzen. Dieser wird in einen PCI (PCIe?) Steckplatz gesteckt, und nachdem man ihn aktiviert hat, sind - nach dem hochfahren - alle Änderungen lediglich temporär. Fährt man das System dann runter werden alle Änderungen verworfen. So hat man nach dem hochfahren immer ein sauberes System.

Wir haben solche Wächter vor ca. 10 Jahren mal haufenweise in quasi öffentlich zugängliche Rechner (I-Net-Cafe, Schulungsräume usw), welche wir gebaut+verkauft haben, verbaut. Zumindest damals haben die Dinger TOP funktioniert.


Kling interessant, doch trotzem könnte während einer Session jemand die Daten abspitzen, abhören was auch immer?

Zitat: (Original von Incredible Alk;4062035)
So ein Backup-System habe ich auch, allerdings noch von Hand - nicht so professionell wie du.
Das wäre auch einmal eine Überlegung wert mir fürn paar Euro da ne ordentliche Backupsoftware zuzulegen...


Kauf dir einfach Die Backupsoftware von Acronis. Dann machste mal ein Abbild und innert 5 Minuten ist das Abbild im Notfall auf dem PC und fertig.

Verwandte Artikel

153°
 - 
Die Redakteure der PC Games Hardware kommentieren aktuelle Ereignisse oder Entwicklungen aus der Welt der PC-Hardware, IT-Branche, Spiele, Technik oder Unterhaltung. Lesen Sie die persönlichen Meinungen der PCGH-Redakteure, heute zum Thema "Was kostet die Welt? Ein werbefreies Internet will (fast) keiner bezahlen." mehr... [36 Kommentare]
66°
 - 
Heute ist Amazon mit einem eigenen Streaming-Portal für Filme und Serien an den Start gegangen und stellt sich damit der harten Konkurrenz von Watchever und Co. Mit einem starken Angebot will der Online-Riese die Kunden für sich gewinnen, allerdings gibt es auch einige Kritik zu dem Start des neuen Dienstes. PC Games Hardware untersucht das Angebot der Titel, den Preis und die Funktionen von Amazons Prime-Instant-Video-Dienst. mehr... [74 Kommentare]
64°
 - 
"Ihr werdet nicht glauben, was Facebook vorhat. Es wird unser Leben verändern und am Ende weinte ich." So klingen sie, die Clickbaits, also die Klickköder-Überschriften auf Facebook von Webseiten wie buzzfeed.com, heftic.co und Nachahmern. Gegen diese Köder geht Facebook nun ab sofort vor. Das soziale Netzwerk will weg vom Emotional-Journalismus, der dort beworben wird. mehr... [22 Kommentare]