Serious Sam 4: Planet Badass auf der E3 angespielt - 10.000 Gegner auf einen Streich
Der nach dem Duke wohl respektloseste Shooter-Star der Neuzeit ist wieder da: Mit Serious Sam 4: Planet Badass meldet sich Entwicklungsstudio Croteam pünktlich zum 25-jährigen Firmenjubiläum zurück - neue Waffen, Fahrzeuge und Tausende von Monstern inklusive.
Eigentlich hätte Serious Sam 4: Planet Badass schon vor vier Jahren fertig werden sollen. "Doch die Puzzles, die wir in den 3D-Shooter einbauen wollten, waren zu komplex - und so entstand The Talos Principle", erklärt uns Daniel Lucic, PR- und Marketing-Manager beim Entwicklerteam Croteam. Die Mischung aus Knobelspiel und tiefer Story war ein so großer Hit, dass die Entwickler derzeit an einem zweiten Teil arbeiten.
Doch die Kroaten hatten Serious Sam nicht vergessen: "Wir haben die Zeit genutzt, um an unserer Serious Engine zu schrauben und sie für Serious Sam 4 zu verbessern", sagt Lucic. "Wir hätten 2014 weder komplexes Terrain noch prozedurale Animationen oder solche Gegnerscharen gehabt."
Wo ist der Heilige Gral?
Auf der E3 2018 in Los Angeles warteten Daniel Lucic und eine spielbare Demo von Serious Sam 4: Planet Badass in einem Retro-Wohnwagen vor der Messe auf uns - einmal mehr hatte Publisher Devolver Digital einen Parkplatz gegenüber des Los Angeles Convention Centers gemietet, um den Veranstaltern eine lange Nase zu zeigen.
Los geht unser Ausflug in die Welt von Serious Sam 4 in Frankreich, einer von drei Hauptregionen des 3D-Shooters. Wir fahren mit einem Motorrad durch Wälder und Felder eine Landstraße entlang. Unser Ziel: die Burg Carcassonne, wo wir - natürlich! - den Heiligen Gral finden müssen. Auch, wenn die Umgebung mit 128 mal 128 Kilometern nicht gerade klein ist, ist Serious Sam 4 kein Open-World-Spiel: "Was ihr hier seht, ist der größte Level des Spiels", sagt Daniel Lucic. "Serious Sam 4 ist aber immer noch eine lineare Spielerfahrung, die euch sanft in bestimmte Richtungen lenkt."
Werbullen und Nebenmissionen
Gegnertechnisch erwarten uns vertraute, aber auch neue Gesichter. Das ist zum Teil wörtlich zu verstehen: Der Werbulle, der seit dem ersten Teil mit von der Partie ist, besitzt nun eine noch menschlichere Visage, die ihm ein deutlich verstörenderes Aussehen verleiht. Auch Fahrzeuge kehren runderneuert zurück - zuletzt gab es diese im zweiten Teil. "Dabei handelt es sich nicht um Gimmicks, sondern um sinnvolle Spielelemente", beteuert Daniel Lucic.
Die schon erwähnte Serious Engine erstellt Vegetation und Gegnerverteilung prozedural, doch Straßen und Gebäude sind von Menschenhand angelegt. So auch das kleine Dorf in Sichtweite, in das wir einen Abstecher machen. "Eine große Spielumgebung soll sich nicht leer anfühlen", erklärt Lucic. Das Dorf hat zwar keine storytechnische Relevanz, doch gibt es hier und anderswo Belohnungen für Erkunder: neue Waffen, neue Rüstungsteile oder ein Reparatur-Kit.
Quelle: Croteam
Serious Sam 4: Planet Badass auf der E3 angespielt - der Werbulle kommt zurück
10.000 auf einen Streich
Natürlich ist nichts umsonst, auch nicht in einem verlassenen Dorf in Frankreich: Nachdem wir uns eine dort gefundene Schrotflinte geschnappt haben, stürmen neue Gegner auf uns zu. Die Typen in ihren roten Overalls erinnern etwas an die Kamikazebomber mit Kopf, sind aber schneller als wir und treten in Gruppen auf. Wir machen Kleinholz aus ihnen und hören dann über unser Funkgerät, dass eine Dame namens Annabelle in Not ist. Mit einer Freundin steckt sie in einem Glockenturm fest, der von allerlei Monstern belagert wird. "Eine optionale Nebenmission mit komplett vertonten Akteuren", kommentiert Daniel Lucic.
Wir machen uns auf, die Damen zu retten, die ihrerseits mehr als nur Staffage sind: Sie schießen aus dem Turm auf die Monster, um uns Feuerschutz zu geben. Und: Würden wir sie links liegenlassen, dann würden die beiden sich im Laufe der Zeit selbst befreien. Zur Belohnung für die gute Tat gibt's ein Scharfschützengewehr. Die Musik wird dramatischer, noch mehr Feinde tauchen auf, die sich nach einem Gewehrtreffer in einen Knochenhaufen verwandeln. Dann tauchen noch mehr Monster auf. Und dann noch mehr. "Im letzten Teil bekamt ihr es mit vielleicht 20, 30 Feinden auf einmal zu tun", so Daniel Lucic. Jetzt sind 1.000 bis 10.000 Monster keine Seltenheit - selbst sechsstellige Zahlen sollen die Gegnermassen erreichen können. Low-Level-APIs wie DirectX 12 und Vulkan wären dafür prädestiniert. Unter anderem in The Talos Principle und Serious Sam Fusion 2017 experimentiert Croteam mit beiden Varianten, die Performance ist dort aber noch schlechter als mit DirectX 11. Für zehntausende Gegner reicht unsere Munition natürlich nie im Leben - muss sie aber auch nicht. Es reicht, wenn wir uns eine Schneise durch die Angreifer bahnen.
Mech und Mähdrescher
Jetzt will es Daniel Lucic wissen: Er startet ein neues Event an einer Straßensperre aus Polizeifahrzeugen und einem Mech, der mit Strahlenwaffen auf uns schießt. Wie behalten wir bei all den Scharmützeln unsere Hauptaufgabe im Kopf? Daniel Lucic: "Im fertigen Spiel seht ihr Questmarkierungen auf der Karte - ich weiß nach ein paar Runden, wo wir hinmüssen. Ihr hättet auch nicht gegen die Polizisten kämpfen müssen - wärt ihr mit Volldampf durch die Sperre gefahren, hätten sie euch nicht folgen können."
Nach einer Querfeldeinspritztour erreichen wir einen Bauernhof - mit einem herrenlosen Mähdrescher. Kaum sitzen wir hinter dessen Lenkrad, da ergießen sich Heerscharen von Gegnern über die Felder. Eine Art makabrer Farming Simulator, zu dem Country-Musik mit Banjo und verzerrter E-Gitarre erklingt ...
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Fazit: Serious Sam 4 auf der E3
Serious Sam 4: Planet Badass macht da weiter, wo der letzte Teil aufgehört hat. Ein so absurd lustig-hektisch-schicker 3D-Shooter, der nicht nur unter freiem Himmel, sondern auch in geschlossenen Räumen für Action sorgt, ist in den Tagen von Battle Royal und Weltkriegsballereien ein hochwillkommenes Ereignis.
Dazu kommen wechselnde Tages- und Nachtzeiten, viele verschiedene Waffen und schräge Fahrzeuge. Mit den immer wieder zu hörenden Sprüchen von Sam höchstpersönlich erinnert Serious Sam 4: Planet Badass fast an einen geistigen Nachfolger von Duke Nukem 3D. Ein Fest für alle, die sich und ihre 3D-Shooter nicht ganz so bierernst nehmen.

Da bekommt man glatt Bock irgendeinen der alten Teile nochmal anzuwerfen, auch wenn man die Level schon auswendig kennt. Never gets old.
Hirn aus und losballern (oder metzeln)! Tiefen Sinn und Story braucht man nicht erwarten... aber es macht Spaß.
Ich stehe ja viel lieber auf comic look. Ich bin ein totaler anime fan. Mag japan. Und so passt der comik look besser. Das wirkt mir zu realistisch. Es spricht mich nicht wirklich an was ich so bisher an videos und bilder gesehen habe. Wird wohl nicht anders aussehen das fertige spiel. Und somit wird es wohl ohne mich auskommen. Weil wenn ich mich dafür begeistern tut.,dann bin ich schon vorher feuer und flamme. Und kann es dann kaum noch erwarten. Das ist aber bei serious sam 4 aber nicht der fall.
Der lezte zu grau und der davor zu bunt.
Hoffe die schaffen nun eine gute Mischung.
Vom Witz, Spielfluss usw. fand die ersten beide Teile bis jezt am besten.