Saints Row 4 im Test mit 18 Grafikkarten - Update: Bis zu 15 Prozent höhere Leistung mit Catalyst 13.8 Beta 2

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Update unseres Test: Saints Row 4 tritt an, um den Titel "verrücktestes Spiel des Jahres" an sich zu reißen. PC Games Hardware wirft einen Blick auf die fast fertige Review-Version, präsentiert Ihnen 90 Downsampling-Screenshots und testet außerdem 18 Grafikkarten auf Ihre Leistung in Saints Row 4. Das Spiel ist seit dem 23. August auf Steam erhältlich.

Saints Row 4

Update vom 28. August: Im ursprünglichen Test von Saints Row 4 diagnostizierten wir eine unterdurchschnittliche Performance aller Radeon-Grafikkarten, mit der Vermutung, dass kommende Grafiktreiber Abschilfe schaffen. Diese ist nun in Form des neuen Catalyst 13.8 Beta 3 erschienen: Der Treiber steigert die Leistung gemäß unserer Messungen um bis zu 15 Prozent, im Mittel aber nur um etwa fünf Prozent. Dabei legen nicht nur aktuelle Radeon-GPUs der HD-7000-Reihe zu, auch bei HD-5000- und HD-6000-Karten ist ein kleines Fps-Plus zu verzeichnen. Erfreulich für Besitzer eines Full-HD-Displays ist, dass die Leistung in 1080p stärker zunimmt als bei größeren Pixelmengen. Wir haben die unten stehenden Benchmarks entsprechend aktualisiert.
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Saints Row 4 aus dem Hause Volition schließt nahtlos an die Geschehnisse aus Saints Row The Third an - kein Wunder, denn ursprünglich war Teil 4 nicht als Vollpreisspiel, sondern als Erweiterung gedacht. Die verlängerte Entwicklungszeit nutzte man zur Erweiterung des Umfangs und "kreativen Wahnsinns", den die Saints-Row-Serie seit jeher pflegt. Teil 4 lässt sich am besten als eine Mischung aus dem Kino-Blockbuster Matrix (u.a. Idee der virtuellen Welt), Grand Theft Auto (offene Stadt & Möglichkeiten), Prototype (Action & Superkräfte), einem Esslöffel Duke Nukem Forever (Humor) sowie Far Cry 3 Blood Dragon (Sci-Fi-Atmosphäre) beschreiben. All das verpacken die Entwickler mit einer hanebüchenen Story, welche rasant und dank schräger Einfälle und Charaktere oft zum Schreien komisch inszeniert ist. All das zeichnete schon Teil 3 aus (siehe Saints Row The Third im Test: GTA trifft auf Just Cause, Postal und DirectX 11 - mehr als nur ein Snack bis GTA V).

Saints Row IV: Geschichte und Gameplay

Von der einführenden Mission abgesehen, welche den Spagat zwischen Saints Row 3 und 4 vollzieht, erinnert Volitions neuestes Spiel anfangs frappierend an Duke Nukem Forever: Der Spieler wurde wegen seiner Leistungen zum Präsidenten der Vereinigten Staaten ernannt und vergöttert, darf Krebs heilen oder Hungersnöte beenden - und dann fallen fiese Aliens auf der Erde ein. Nach heftigen Auseinandersetzungen beschließt der Alien-Anführer Zyniak (siehe Aufmacherbild), Sie, den Präsidenten, in einer Art Matrix einzusperren. In diesem sinister umgestalteten Abbild von Steelport - der Stadt, welche Sie in Teil 3 bereits besuchten - verfügt der Protagonist über Superkräfte: Sie können und über Gebäude springen, beim Joggen locker Sportwagen überholen oder Gegner per Telekinese in die Luft schleudern - Activisions Prototype lässt grüßen.

Was das reine Gameplay angeht, ähneln sich Saints Row The Third und Saints Row IV stark - und das ist dank der motivierenden Spielmechanik gut: Erledigte Aufgaben und gesammelte Items verhelfen zu Erfahrungspunkten und Geld, Güter, die Sie in bessere Fähigkeiten und mächtigere Waffen investieren können. So erwarten Sie bereits in der ersten Spielstunde Ferrtigkeiten wie ein Eispfeil, der Gegner erstarren lässt, und die Möglichkeit, zwei Handfeuerwaffen gleichzeitig zu bedienen. Schnellere Regeneration, höhere Sprünge, größere Schlagkraft - Sie entscheiden, was Sie zuerst ausbauen. Alle Maßnahmen beschleunigen das rasante Gameplay weiter, die Explosionsrate nimmt fast minütlich zu.

Saints Row IV: Die Technik

Der Renderer von Saints Row 4 entspricht einer Weiterentwicklung des dritten Teils und berrscht fast alles, was man heutzutage erwarten kann, darunter Ambient Occlusion, God-Rays und Soft-Shadows. Im vierten Teil neu ist die Integration von Nvidias TXAA, das Besitzer einer Kepler-Grafikkarte (Geforce 600/700/Titan) einschalten dürfen. Wie bei Saints Row 3 ist das Gesamtergebnis ansehnlich, aber durchwachsen: Typische "Konsolentexturen" mit geringer Auflösung und ein teilweise sichtbares LOD-System, das Objekte vor Ihnen aufpoppen oder verschwinden lässt, stehen sauber gefilterten Schatten, bildfüllenden Explosionen und hoher Weitsicht gegenüber. Neben einem hübschen Bloom-Effekt bei Nacht sind es vor allem die kräftigen Farben, welche Saints Row 4 ein attraktives Äußeres verleihen. Ganz nebenbei nimmt der Comic-Look der reichlich vorhandenen Gewalt etwas Wind aus den Segeln - natürlich neben der Tatsache, dass sich das Spiel selbst alles andere als ernst nimmt.

Saints Row IV: Grafikkarten-Benchmarks

Wie läuft Saints Row 4 auf meinem PC? Diese naheliegende Frage beantworten wir Ihnen im Zweifel mit einem "gut", denn im Test von 18 Grafikkarten erweist sich das Spiel als relativ ressourcenschonend. Als Benchmark-Szene entschieden wir uns für ein harmloses Szenario wenige Minuten nach Spielstart: Der Protagonist sprintet durch die Stadt, wobei hohe Weitsicht, dynamischer Verkehr und bunte Farben das Auge erfreuen. Im Spielverlauf kommt es durchaus zu Szenen, die fordernder sind als diese, beispielsweise in heftigen Gefechten mit bildfüllenden Explosionen oder auch in so mancher optisch ansprechenden Zwischensequenz in Spielgrafik.

Leidet Ihr Computer wider Erwarten unter Performance-Problemen, sollten Sie die Kantenglättung zurückfahren - die über weite Teile düstere Spielwelt benötigt nicht zwingend 8x Multisampling, zumal dieser Modus nicht alle Kanten erfasst.

Saints Row IV: Systemanforderungen

Die Systemanforderungen von Saints Row IV sind auf Steam nachzulesen. Während die Minimalanforderungen zum Vorgängerspiel Saints Row The Third unverändert blieben, wurden die empfohlenen Hardwareanforderungen nach oben angepasst. So wird für einen flüssigen Spielgenuss in entsprechender Qualität mindestens ein Intel Core 2 Quad Q9300 oder alternativ ein AMD Phenom 9850 empfohlen. In Sachen Arbeitsspeicher sollten mindestens 4 GiByte zur Verfügung stehen. Als Grafikkarte wird eine Radeon HD 5850 oder eine Geforce GTX 260 empfohlen. Auf der Festplatte werden circa 10 Gigabyte Speicher verbraucht.

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    • Kommentare (43)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von CrimsoN 2.0 Volt-Modder(in)
        Also auf meiner GTX680 mit 1600p@1050p+8xMSAA+Ultra ist die FPS Power echt nicht besserns
      • Von CrimsoN 2.0 Volt-Modder(in)
        Also auf meiner GTX680 mit 1600p@1050p+8xMSAA+Ultra ist die FPS Power echt nicht besserns
      • Von hwk Software-Overclocker(in)
        Wo genau versteckt sich TXAA im Spiel...?
        Ich kann nur MSAA einschalten
      • Von xpSyk BIOS-Overclocker(in)
        Danke für die Antwort!
        Und ja da wird wohl der Beta Treiber schuld sein.
        Ich dachte nur, dass vieleicht der 2K Benchmark noch nicht upgedated ist, aber das kommt bei PCGH doch nicht vor!

      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Laggy.NET
        Catalyst 13.8 Beta 2: AMD Catalyst

        Damit ist euer test leider schon vor release (mal wieder) hinfällig.

        So ist das nun mal, Software entwickelt sich. Die Verhältnisse haben sich aber kaum geändert (bei einem Durch-die-Bank-Plus von 25 Prozent wäre das anders) und Grafikkarten eines Herstellers lassen sich auch untereinander vergleichen.

        Zitat von xpSyk
        Hey Raff, mir ist gerade aufgefallen, dass die 7870 in 1080p schneller ist als die 660. In 1600p ist die 660 schneller. 0.o ist es nicht normalerweise andersrum, weil der Speicher der 7870 deutlich schneller ist als der der 660?

        Ja, normalerweise haben Radeon-Chips bei höheren Auflösungen Vorteile. Bei AMD ist wohl immer noch etwas "kaputt". Ich schätze, dass sich die Leistung mit kommenden Treibern noch weiter verbessert.

        MfG,
        Raff
      • Von Laggy.NET
        Habs mir mittlerweile zugelegt und kann nicht ganz verstehen, warum die FPS teilweise in den 40er bereich fallen. Weder GPU noch CPU sind ausgelastet. GPU meist bei ca 60-70% Auslastung und CPU stark schwankend zwischen 20 und 60%, aber eigentlich nie mehr.

        Ich weis, dass sollte nur ein Task laufen, Windows den Task andauernd hin und her schiebt und deshalb es so erscheint, als würde ein Programm alle vier kerne gleichermaßen ausnutzen. Gibts irgend ein tool, mit dem man zuverlässig nachvollziehen kann, wie viele Threads ein Spiel nutzt und ob wirklich nur ein oder zwei Kerne ausgenutzt werden und auf Anschlag laufen?

        Irgendwas muss ja limitieren...

        PS: Wobei ich übrigens sagen muss, dass die stellenweise 40-45 FPS sehr flüssig erscheinen, selbst die 30 FPS in den zwischensequenzen, die ja keine Videos sind, sind absolut ruckelfrei. AMD scheint mit den neuen Treibern bei den frametimes auf Single GPUs hervorragende arbeit geleistet zu haben.
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