Toshiba OCZ RD400 im Test: Ein neuer Mitspieler auf dem M.2-SSD-Markt
Nur zögerlich erscheinen neue PCI-Express-basierte SSDs. Doch inzwischen haben fast alle namhaften Hersteller ein solches Laufwerk im Angebot. Zeitgleich mit dem Erscheinen dieses Testberichtes setzt auch Toshiba seinen Namen auf diese Liste. Seit heute ist nämlich die OCZ RD400 erhältlich.
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In den Augen der Hersteller und der Kunden sind SATA-SSDs offenbar immer noch schnell genug, denn schnellere Laufwerke finden nur langsam den Weg auf den Markt und in die Rechner der Kunden. Im Zweifel greift letzterer lieber zu einem günstigen SATA-Laufwerk, weshalb alle Anbieter dieses Segment immer noch stark bevorzugt bedienen - so auch der Hersteller OCZ, obwohl er mit den Revodrives eine lange Tradition als Anbieter von PCI-E-SSDs aufweist. Nach dem letzten Revodrive hat sich der Hersteller viel Zeit für ein Refresh gelassen, denn erst jetzt erscheint mit der RD400 zwei Jahre nach dem Revodrive 350 ein neues PCI-Express-basiertes SSD-Laufwerk. Aufmerksamen Beobachtern wird schon aufgefallen sein, dass die volle Bezeichnung des neuen Produktes "Toshiba OCZ RD400" lautet. Nach der Übernahme von OCZ durch Toshiba wurde die Integration nun noch einen Schritt weiter getrieben: Toshiba ist der offizielle Hersteller, der Name OCZ fungiert nun als Marke unter dem Dach von Toshiba für Retail-SSDs.
OCZ RD400 im Test: Details und Ausstattung
Quelle: PCGH
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Die OCZ RD400 ist mit den vier Kapazitäten 128, 256, 512 und 1.024 GB (UVP: 119/179/333/769 €) erhältlich. Sie unterstützt das neue NVM-E-Protokoll, das von Grund auf für SSDs entwickelt wurde und das von SATA-SSDs verwendete AHCI ablösen soll. Der größte Vorteil der neuen logischen Schnittstelle sind die unter Anderem die verringerte Latenz und die Multithreading-Fähigkeit, über die wir ausführlich im Test der Intel SSD 750 berichtet haben. Toshiba bietet die RD400, welche mit 3 × PCI-E 3.0 arbeitet und damit den derzeitigen Maximalausbau des M.2-Formats nutzt, zudem noch als Version mit und ohne HHHL-PCI-Express-Adapter an. Der Käufer ist also nicht zwingend darauf angewiesen, ein Mainboard mit schnellem M.2-Anschluss zu besitzen oder sich selbst um einen passenden Adapter zu kümmern. Entscheidet man sich für die Variante mit Adapter, steht es dem Kunden frei, die darauf festgeschraubte SSD herauszunehmen: Die Schraube ist mit keinem Garantiesiegel gesichert und darf deshalb ohne Risiko für die Garantie auch ohne den HHHL-Konverter eingesetzt werden. Kostenlos gibt es den Adapter jedoch nicht: Wenn wir die UVP-Preise als Maßstab nehmen, wird bei der 128-GB-Version nur ein Aufpreis von 20 Euro fällig. Bei den größeren Modellen kostet das Upgrade etwa 25 Euro zusätzlich.
Das Herz aller Varianten ist die M.2-SSD im 2280er-Format (22 × 80 mm). Unser 512-GB-Testmuster ist einseitig bestückt, die Packages befinden sich dabei allesamt unter dem Aufkleber. Wird dieser Entfernt, wird der Blick auf zwei NAND-Packages zu je 256 GB frei, die hauseigenen MLC-NAND hergestellt im 15-nm-Verfahren beherbergen. Das Laufwerk ähnelt dabei sehr stark der Toshiba XG3 das Anfang des Jahres auf dem Markt kam, auch da beide SSD-Familien auf den gleichen Controller TC58NCP070GSB setzen. Außer zur ×4-PCI-3.x Fähigkeit gibt Toshiba keine weiteren Angaben zu diesem Chip ab. Der DDR3L-Cache stammt von Samsung und fast insgesamt 512 MiB Daten.
OCZ RD400 im Test: Software-Unterstützung und Eigenschaften
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Wie auch die anderen SSDs, welche das NVM-E-Protokoll einsetzen, kann Windows ab der Version 8 zwar out of the Box mit dieser neuen Generation Laufwerke umgehen (Windows 7 nur per Update), jedoch hat der Treiber das Problem, dass der die Verwendung der "FUA"-Funktion des Laufwerkes erzwingt. In der Praxis äußert sich durch eine Schreibleistung, die unter der eines SATA-Laufwerkes liegt. Toshiba bietet für die OCZ RD400 deshalb einen eigenen proprietären Treiber an, der die Performance auf die der Höhe der Herstellerangaben hievt. Dem Produkt selbst lag er in unserem Fall nicht bei, nur recht klein gedruckte Hinweise im begleitenden Faltblatt und auf der Packung weisen den Käufer auf Downloads beziehungsweise darauf hin, dass Toshiba die Verwendung des eigenen Treibers empfiehlt. Die Messergebnisse beziehen sich auf die Leistung mit dem Hersteller-Treiber.
Anders als bei den bisherigen OCZ-High-End-Modellen liegt dem OCZ RD400 kein Acronis True Image mehr bei. Online gibt es das ehemalige Tool "SSD Guru" als Download, das mittlerweile unter dem Namen "SSD Utility" firmiert. Namensänderungen gab es auch beim Shield-Plus-Garantieprogramm von OCZ, bei dem für den Umtausch im Fall des Falles die Seriennummer des Laufwerkes auch ohne Kaufbeleg ausreicht. Dieses trägt nun die Bezeichnung "Toshiba Advanced Warranty Program". Die RD400 genießt diesen Schutz für fünf Jahre, wobei er aber durch eine garantierte Schreibleistung eingeschränkt ist. Bei unserem 512-Modell liegt dieses bei 296 TB, was 162 GB pro Tag über fünf Jahre entspricht.
OCZ RD400 im Test: Benchmarks und Leistungseinschätzung
In unseren Tests zeigt sich die OCZ RD400 sehr oft in Augenhöhe zur Intel SSD 750 oder der SSD 950 Pro, einzig im Fall der IOPS weichen die Herstellerangaben nach unten ab. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die RD400 etwas die bessere Langzeitleistung als die SSD 950 Pro erreicht, weshalb sie auch noch nach fünf Minuten Last noch sechsstellige IOPS-Werte erreicht. Der Intel SSD 750 kann sie hier jedoch nicht das Wasser reichen. Zudem scheint die RD400 komprimierbare Daten etwas zu bevorzugen: Die unter Atto Disk Benchmark noch sehr guten sequenziellen Schreibraten von 1.600 MB/s brechen beim Messen mit AS-SSD auf unter 1.000 MB/S ein. Aber auch die Lesegeschwindigkeit sinkt in diesem Benchmark um mehr als 20 Prozent und damit deutlich stärker als bei den Mitbewerbern. Dennoch erzielt die Toshiba OCZ RD400 im Kopiertest und bei der Bilderkonvertierung sehr gute Ergebnisse. Bei den Zugriffszeiten bieten andere SSDs zumindest beim Lesen eine flottere Reaktion. Leistungsmäßig sortiert sie sich laut Note also knapp hinter gleich großen SSD 950 Pro mit gleicher Kapazität ein. Für den Vorsprung in der Gesamtnote sorgt bei der von uns getesteten Version das Zubehör in Form des Adapters.
OCZ RD400 im Test: Fazit
Die erste M.2-SSD von Toshiba, ehemals OCZ kann durchaus überzeugen und liefert in den allermeisten Disziplinen sehr gute Leistungen, auch wenn man den Leistungseinbruch in AS-SSD im Vergleich zum Atto Disk Benchmark etwas bemäkeln muss. Die Garantielaufzeit, die Toshiba der RD400 gewährt, entspricht ebenfalls den vergleichbaren Angeboten auf dem Markt, geht mit der kundenfreundlichen Handhabe von Garantiefällen durch das Advanced Warranty Program aber einen Schritt weiter. Leistungsmäßig stellt das M.2-Laufwerk zumindest in der von uns getesteten Variante mit 512 GB also vor allem im Vergleich zur SSD 950 Pro eine gute Option dar. Preislich ist das zumindest jetzt allerdings noch nicht der Fall: Die unverbindliche Preisempfehlung liegt merklich über der Samsung-Konkurrenz und muss sich im Laufe der nächsten Wochen noch auf einem niedrigeren Niveau einpendeln. Die Ausnahme ist hier die 1-TB-Version des Laufwerkes, die bei der RD400 zeitgleich mit den anderen Modellen an den Start gehen soll, bei Samsung aber immer noch nicht erschienen ist.
| Produktinfo/-name | OCZ RD400 |
|---|---|
| Modellbezeichnung | RVD400-M2280-512G-A |
| Hersteller/Webseite | Toshiba (toshiba.de) |
| PCGH-Preisvergleich | Noch nicht gelistet |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 355,-/ausreichend |
| Preis pro Gbyte | € 0,74/GiByte |
| MTBF*/Haltbarkeit | 1.500.000 Stunden/296 TB |
| Firmware Testmuster | 57CZ |
| SSD-Controller | Toshiba TC58NCP070GSB |
| Flash-Chips | Toshiba 15-nm-MLC |
| DRAM-Cache | 512 MiB Samsung LPDDR3 |
| Schnittstelle | 4× PCI -Express 3.0 |
| Ausstattung (20 %) | 2,25 |
| Formatierte Kapazität (GiByte) | 476,94 GiByte |
| Herstellergarantie | 3 Jahre (OEM) |
| Zubehör/Besonderheiten | Toshiba SSD Utility |
| Eigenschaften (20 %) | 1,49 |
| Selbstständig bootfähig/Option-Rom | Nein |
| Schnittstelle | 4× PCI -Express 3.0 |
| NAND-Typ | MLC |
| Trim-Unterstützung (Garbage Collection) | Ja |
| Format | M.2 |
| Leistungsaufnahme Leerlauf/Lesen/Schreiben | 2,0/2,8/3,6 Watt |
| Leistung (60 %) | 1,81 |
| Endnote | 1,84 |


Ich sags mal so, ich kann das RAW aufnehmen und bearbeiten, ich hab ne Capture Card die 1080p 60FPS oder 4k 30FPS mit 10bit und RAW aufnehmen kann und die braucht massiv Geschwindigkeiten.
SATA SSD kommen da mit Ach&Krach mit 1080p 59.94FPS zurecht, welches gerne mal bei 500MB/s landet (peak), liegt man darunter, verursacht das Frame Drops usw. 4K kannste mit ner SATA-SSD eh knicken, was bleibt dir? Raid? Oder gleich ne schnellere PCIe bzw M.2 einbauen und Ruhe haben xD
Der wahre Grund: die kack Karte (Blackmagic Design Intensity Pro 4K) kann nur RAW oder MotionJPEG, das zweite sieht so kacke aus (die Farben vor allem) das es mir wert ist RAW aufzunehmen.
Bei der Karte habsch gespart (200$ kostet die), jetzt muss ich woanders drauflegen damit die sich normal nutzen lässt
Spar grad auf 2Tb und haett da sonst drueber nachgedacht.