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  • Radeon R7 Series 240 GB im Test - Eine OCZ-SSD im Radeon-Gewand [Test der Woche]

    Radeon R7 Series 240 GB im Test - Eine OCZ-SSD im Radeon-Gewand (13)

    AMD präsentiert mit der Radeon R7 erstmals eine SSD unter jenem bekannten Markennamen, unter dem auch die Grafikkarten firmieren. Der Adressat sind demzufolge auch die Gamer. Wir testen, ob die SSD im typischen rot-schwarzen Radeon-Gewand hält, was sie verspricht.

    Anmerkung: Dieser Artikel hatte die meisten Seitenaufrufe diese Woche. Aus diesem Grund veröffentlichen wir es heute erneut.
    Radeon R7 Series 240 GB im Test - Eine OCZ-SSD im Radeon-Gewand (23)Radeon R7 Series 240 GB im Test - Eine OCZ-SSD im Radeon-Gewand (23)Quelle: PC Games Hardware

    Beim Namen "Radeon" denken wir quasi reflexartig an Grafikkarten. Denn immerhin steht dieser Namen seit 15 Jahren für die Grafikkarten aus dem kanadischen Hause ATI, das später in AMD aufgehen sollte. Die Firmenbezeichnung ATI verschwand, aber AMD setzt immer noch auf die Marke. Allerdings ist es schon seit Längerem so, dass AMD unter diesem Namen nicht nur Grafikkarten entwickelt: Der Hersteller bietet auch Radeon-Speicher an, der mit dem Radeon-RAM-Disk-Tool zu einem flotten aber flüchtigen Massenspeicher umfunktioniert werden kann. Die Marke steht also nicht mehr unbedingt für Grafikkarten, sondern für das Hochleistungs-Segment des Herstellers und damit auch für Gaming. Nun wird der Namen "Radeon" um ein weiteres Segment erweitert: Mit der R7 Series SSD will der Prozessorhersteller einen weiteren Schritt zum AMD-only-System machen.

    05:29
    Die AMD Radeon R7 im Video vorgestellt

    Die Eigenschaften der Radeon R7 SSD

          

    Dreht man die SSD um, stellt man sofort fest, dass AMD nicht der eigentliche Konstrukteur der SSD ist: Auf der Rückseite prangt ein deutlich sichtbares OCZ-Logo. Das ist aber kein Geheimnis: Beider Hersteller bekennen sich offen zur Partnerschaft, während viele andere Hersteller die OEM-Herkunft ihrer Produkte oft geheim halten wollen. Dementsprechend handelt es sich bei der R7-SSD auch nicht nur um eine bereits erhältliche SSD mit einem AMD-Sticker, sondern um ein eigenständiges Produkt, das sich in das Gesamtsortiment OCZs eingliedern und gleichzeitig AMDs Anforderungen an den Namen Radeon gerecht werden soll. Die Radeon R7 liegt in Sachen Herstellergarantie und Schreibleistung pro Tag ziemlich genau zwischen dem Topmodell Vector 150 und der Mainstream-SSD Vertex 460:


    Eine Besonderheit der Radeon-SSD ist jedoch, dass sie ebenso wie die Arc 100 mit der "Shield Plus"-Garantie ausgestattet ist. Der Käufer der SSD braucht für die Inanspruchnahme keinen Kaufbeleg, die Seriennummer der SSD reicht aus. Daraufhin hilft der OCZ-Kundendienst weiter. Falls das Problem dadurch nicht gelöst werden sollte, sendet OCZ dem Kunden vorab eine neue SSD gleicher Kapazität inklusive Rücksende-Marken zu. Mit Letzterem schickt der Kunde die schadhafte SSD führ ihn kostenlos an OCZ zurück.

    Radeon R7 Series 240 GB im Test - Eine OCZ-SSD im Radeon-Gewand (11)Radeon R7 Series 240 GB im Test - Eine OCZ-SSD im Radeon-Gewand (11)Ein weiterer positiver Punkt der SSD ist das reichhaltige Zubehör: Während die Packungsbeigaben bei Solid State Drives immer öfter Opfer des Preiskampfes werden und oftmals nichts weiter als das Laufwerk im Karton zu finden ist, orientieren sich AMD und OCZ beim Zubehör bei der Radeon-SSD am Premium-Modell Vector 150: Es gibt einen 3,5-Zoll-Einbaurahmen, zusätzliche Schrauben sowie einen Key für Acronis True Image. Die OCZ-Toolbox funktioniert auch mit dieser SSD und kann kostenlos aus dem Netz bezogen werden.

    Die technischen Details

          

    In der SSD gibt es kleinere Änderungen: Während die anderen Modelle noch mit dem älteren 19-nm-Flash-Speicher von OCZs Konzernmutter Toshiba bestückt werden, findet in der Radeon R7 SSD der sogenannte A19-nm-NAND Anwendung, was für "Advanced 19 nm" steht. Auf der 240-GB-Version sind insgesamt 16 dieser Packages verlötet. Toshiba selbst spricht davon, dass der Speicher deutlich sparsamer und schneller geworden sein soll, nennt dabei aber keine konkreten Daten. Quellen im Internet berichten allerdings, dass nun eine Geschwindigkeit von 25 MByte pro Sekunde und Die möglich sein soll. Was auf dem Papier nicht beeindruckend wirkt, steigert sich durch die modernen mehrkanaligen Controller auf die heute von SSDs bekannten Geschwindigkeiten.

    Radeon R7 Series 240 GB im Test - Eine OCZ-SSD im Radeon-Gewand (22)Radeon R7 Series 240 GB im Test - Eine OCZ-SSD im Radeon-Gewand (22)Eben jene Aufgabe übernimmt der bekannte Barefoot 3 M00 aus dem inzwischen zu OCZ gehörenden Unternehmen Indilinx. Die Firmware für den Chip stammt ebenfalls von OCZ, AMD will aber laut dem Telefonbriefing einige nicht näher spezifizierte Optimierungen vorgenommen haben. Das SATA-3Gb/s-Interface macht natürlich auch der Radeon-SSD einen Strich durch die Performance-Rechnung, die Marke von etwa 550 MByte/s stellt das praktische Maximum des technisch Möglichen für SATA-SSDs dar. Mit Ausnahme von SSDs mit Sandforce-Controller nutzen auch alle Laufwerke einen DRAM-Cache. Bei der AMD Radeon R7 SSD ist dieser 512 MiByte (120 und 240 GByte) beziehungsweise 1.024 MiByte groß (480 GByte).

    Leistungsmessungen

          

    AS-SSD bescheinigt der Radeon R7 SSD eine sequenzielle Lesegeschwindigkeit von 502 MByte/s, das Schreiben in dieser Kategorie läuft mit knapp 490 MByte/s ab. Damit erreicht die SSD durchaus High-End-Nivau. Das Topmodell Vector 150 ist in beiden Disziplinen nur wenige MByte/s schneller. Ein Umgekehrtes Bild zeigt sich bei der IOPS-Leistung: Die Leistung schwankt zwischen 91.000 und 92.000 IO-Operationen pro Sekunde. Das Laufwerk zählt in dieser Disziplin damit zu den schnellsten auf dem Markt. Selbiges gilt auch für die Langzeitperformance: Nachdem OCZ mit der Vector 150 zu den ersten Herstellern gehörte, welche sich die Verbesserung der Langzeit-IOPS-Leistung auf die Flaggen geschrieben haben, zeigt sich mit der Radeon R7 SSD hier nochmals eine Verbesserung. Wenn die Last lange genug anhält, lässt sie sogar die Samsung SSD 850 Pro hinter sich. Allerdings kommen wir auch hier nicht um die Feststellung herum, dass nur ein minimaler Prozentsatz der Nutzer in je die Lage kommen wird, aus dieser Optimierung einen Vorteil zu ziehen. . Beim Verbrauch gibt sie das AMD-Laufwerk recht genügsam: Wir messen beim Lesen und Schreiben mit AS-SSD jeweils knapp drei Watt. Der einzige bedeutende Rückstand zur Vector 150 tritt beim Kopiertest auf. Diese und alle weiteren Messungen finden Sie in den nachfolgenden Benchmarks.

    Radeon R7 SSD
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    atto read 20140826125332-pcgh
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    as-ssd  4k64-pcgh
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    copy-pcgh

    Das Fazit zur AMD Radeon R7 SSD

          

    Mit der Radeon R7 SSD ist AMD und OCZ eine sehr gute SSD ohne nennenswerten Makel gelungen. Die Leistung der Radeon R7 ist in allermeisten Disziplinen im High-End-Feld angesiedelt. In einigen Bereichen wie der IOPS-Leistung und unter Langzeitlast übertrumpft die Radeon R7 sogar die Vector 150. In letzterem Test kann die AMD-SSD sogar mit der ähnlich großen SSD 850 Pro von Samsung mithalten, die zwar etwas länger mit Maximalgeschwindigkeit arbeitet, im Verlauf der Messung aber hinter die Radeon R7 zurückfällt. Damit die SSD aber der angedachten Rolle als Laufwerk zwischen der Vertex 460 und Vector 150 gerecht werden kann, muss aber noch der Preis sinken. Zurzeit - kurz nach dem Release - liegen die Preise von 90/140/260 Euro (120/240/480 GByte) deutlich über denen der Vector 150.

    Testtabelle

          
    Produktinfo/-nameR7-Series SSD
    ModellbezeichnungA22KV061426000102
    Hersteller/WebseiteAMD
    PCGH-Preisvergleichwww.pcgh.de/preis/1154205
    Preis/Preis-Leistungs-VerhältnisCa. € 150,-/ausreichend
    Preis pro Gbyte€ 0,67/GiByte
    MTBF*/Haltbarkeit2300000 Stunden/30 TB
    Firmware Testmuster1.00
    SSD-ControllerIndilinx Barefoot M00
    Flash-Chips16 x Toshiba A19nm-NAND (MLC)
    DRAM-Cache512 MiB DDR3-1600
    Ausstattung (20 %)2,13
    Formatierte Kapazität (GiByte)223,57 GiByte
    Herstellergarantie4 Jahre
    Zubehör/BesonderheitenAdapter auf 3,5 Zoll, Schrauben, Acronis True Image 2013, Shield Plus Garantie
    Eigenschaften (20 %)1,95
    SchnittstelleSATA 6 GBit/s
    NAND-TypMLC
    Trim-Unterstützung (Garbage Collection)Ja
    Bauhöhe7 mm
    Leistungsaufnahme Leerlauf/Schreiben0,4/3,2 Watt
    Leistung (60 %)1,89
    Endnote1,95
    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    SSD-"Festplatten": Funktionsweise, Fachbegriffe und Eigenschaften erklärt
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    Es gibt 45 Kommentare zum Artikel
    Von GreenFreak
    Das halte ich für ne Lüge Die SSD ist beim momentanen Preis einfach unattraktiv, wird aber Fanboys Menschen geben, die…
    Von basarcan
    Na gut belassen wir es dabei..vielleicht hatte ich wirklich nur pech.
    Von Commander_Phalanx
    Ich verstehe nicht warum sich alle über den Preis aufregen, die SSDs sind sehr gut und die Preise werden sich…
    Von AMD4EVA
    amd machts genau richtig, sie versuchen alles unter ihr label zu bekommen,und damit kann man dann auf oem fang gehen+…
    Von Greos
    Ah ok. Dachte schon was ist den das für ein Müll^^. Vielen Dank für die Info.
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Radeon R7 Series 240 GB im Test - Eine OCZ-SSD im Radeon-Gewand [Test der Woche]
AMD präsentiert mit der Radeon R7 erstmals eine SSD unter jenem bekannten Markennamen, unter dem auch die Grafikkarten firmieren. Der Adressat sind demzufolge auch die Gamer. Wir testen, ob die SSD im typischen rot-schwarzen Radeon-Gewand hält, was sie verspricht.
http://www.pcgameshardware.de/SSD-Hardware-255552/Tests/Radeon-R7-Series-240-GB-Test-1133769/
31.08.2014
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2014/08/AMD_Radeon_R7_SSD_05-pcgh_b2teaser_169.jpg
ssd,radeon,ocz,amd
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