3D X-Point: Quantx und Optane werden die ersten SSDs
IMFlash, die Partnerschaft zwischen Micron und Intel, hat auf dem Flash Memory Summit 3D X-Point vorgestellt, der als Flash-Nachfolger gehandelt wird, und angekündigt, dass die ersten SSDs die Intel Optane und die Crucial Quantx sein werden. Die Technologie ist aber noch zu neu und zu teuer für ordinäre Einsatzzwecke.
Micron erwies sich zuletzt als recht fleißig, wenn es um die Weiterentwicklung von Speichertechnologien ging. Nachdem man GDDR5X eingeführt hat und dieser derzeit aus Kostengründen HBM den Vorzug gegeben wird, hat man nun auch einen Nachfolger für Flash in der Pipeline - 3D X-Point. Da Micron unter IMFlash mit Intel zusammenarbeitet, hat auch der Chipriese Zugriff auf die Technologie.
Zunächst sollen die Chips in SSDs zum Einsatz kommen. Bei Intel wird die Reihe Optane heißen, bei Micron Crucial Quantx. Allerdings wird man die Technologie nicht so schnell im Standardrechner sehen. Die SSDs sollen zunächst die Lücke zwischen dem sehr teuren NVDIMM und normalem NAND-Flash schließen. Diese Lücke wurde Storage Class Memory (SCM) getauft. Wer es einfach will: quasi DRAM ohne Erinnerungslücken. Die Inhalte sind auch nach getrennter Spannung noch da.
Micron hat auf dem Flash Memory Summit vorgerechnet, dass bei einer optimalen Queue Depth von 4 die Zugriffszeiten etwa bei 10 Prozent von dem liegen, was Flash-Speicher brauchen würde. Der liegt bei 100 Mikrosekunden beim Lesen und 200 Mikrosekunden beim Schreiben. Eine solche Operation braucht laut Micron bei Flash gerne mal 20 Picojule an Energie, bei 3D X-Point sind es bis 0,5 Picojoule. In Summe sinkt die Leistungsaufnahme des Gerätes deutlich.
Micron hat bereits die ersten laufenden Systeme in den Labors stehen, aber von einer breiten Verfügbarkeit ist man noch etwas weg. Der Kernel des Betriebssystems muss an die Laufwerke angepasst werden. Nähere Details soll es auf dem IDF geben. Da sei es zum Schluss erwähnt, dass die Western-Digital-Tochter Sandisk mit seinem Partner Toshiba auf ReRAM setzt, der Ähnliches leisten soll. Bei WD ist man überzeugt: Schneller und günstiger ist die eigene Lösung, aber offenbar auch etwas weiter von der Marktreife entfernt.
Quelle: Anandtech
