PNY-SSDs mit vermeintlich schwächerem Controller als in den Testberichten
Der US-amerikanische Hardwarehersteller PNY Technologies liefert seine Optima-SSDs offenbar mit zwei verschiedenen Controllern aus. Die Pressesamples kamen anscheinend alle mit einem schnellen Silicon-Motion-Controller daher, während die sich im Handel befindlichen Flashlaufwerke zum Teil mit einem Sandforce-Controller ausgeliefert wurden. Zahlreiche Kunden fühlen sich veräppelt.
Mittlerweile haben die sogenannten Solid State Drives (SSDs) die klassischen Festplatten längst als Systemlaufwerk verdrängt. Die Reaktionszeiten der HDD-Mechanik konnte schlicht und ergreifend kaum noch verbessert werden. In der Herstellung sind Festplatten aber nach wie vor günstig, weswegen sie sich hervorragend als Datengrab eignen. Nichtsdestotrotz wächst der Markt für Flashlaufwerke unaufhaltsam. Der US-amerikanische Hersteller PNY Technologies, der unter anderem für Nvidia-Grafikkarten bekannt ist, stellt inzwischen auch SSDs her. Bei der hauseigenen Optima-Serie bahnt sich nun allerdings ein kleiner Skandal an.
Die entsprechenden Produkte sollten eigentlich mit einem Controller von Silicon Motion bestückt sein. Bei den Samples, die an die Presse für Benchmarks und Testberichte gingen, war dies auch ausnahmslos der Fall. Einige Kunden berichten aber derweil, dass ihre Optima-SSD über einen Sandforce-Controller verfügt, der nicht unbedingt den besten Ruf besitzt. Offiziell bewirbt PNY jedoch keinen bestimmt Controller, weswegen man dem Hersteller eigentlich keinen Vorwurf machen kann. Das Unternehmen gibt lediglich an, dass seine 240-GB-Modelle auf eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 510 MB/s und auf eine Schreibgeschwindigkeit von bis zu 320 MB/s und seine 120-GB-Modelle auf eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 400 MB/s und auf eine Schreibgeschwindigkeit von bis zu 160 MB/s kommen.
Darüber hinaus erreichen alle Flashlaufwerke laut Hersteller bis zu 60.000 Iops beim Lesen und bis zu 45.000 Iops beim Schreiben. Die Kollegen von Tweaktown haben indes bei PNY nachgefragt und die Bestätigung erhalten, dass einige Optima-SSDs tatsächlich mit Sandforce-Controller ausgeliefert werden – als Lückenfüller, wenn gerade keine Silicon-Motion-Controller verfügbar sind. Da letzterer angeblich schneller zu Werke geht, sind zahlreiche Kunden empört und fühlen sich veräppelt. PNY gibt aber an, dass jede Optima-SSD eine gewisse Mindestgeschwindigkeit erreicht, weswegen sich die Käufer keine Sorgen machen sollten.
Quelle: Tweaktown

In ferner Vergangenheit besaß ich bereits eine PNY XLR8-SSD, bestückt mit dem Sandforce SF-2281-Controller. Nach einigen Monaten stieß das Laufwerk in den LTT-Mechanismus, woraufhin ich es via eBay-Kleinanzeigen verkaufte. Ebenso besitze ich mein Revodrive bereits seit langem nicht mehr. Ich vertraue den Controllern hier nicht mehr und werde auch zukünftige Revisionen nicht kaufen. Sehe das ähnlich wie bei OCZ-Laufwerken - können sich noch so stark in Richtung Zuverlässigkeit bessern, ich werde garantiert nicht als Betatester für die entsprechenden Firmen fungieren und dafür auch noch (siehe OCZ) mehr zahlen, als für kaum problembehaftete Modelle der Konkurrenz. Vor allem nicht bei Datenspeichern.
Die Pny hätte sich bei mir schon durch den Sandforce Controller disqualifieziert. Der ist doch einfach grottenschlecht
Sei es neue Steppings bei CPUs, wo extra kein neuer Typ eigeführt wird, neue Revisionen der Hardware wie bei der PS4/PS V, wo es auch nicht extra gekennzeichnet ist (auf der Verpackung).. usw.
Deine Vergleiche hinken gewaltig, denn CPU-Steppings unterscheiden sich nicht in ihrer Leistung und in Sachen Verbrauch meist nur wenig, zudem werden alle relevanten Werte zusätzlich und exakt angegeben. Die Herstellerangaben zu SSD-Leistungen sind dagegen in unbekannten und nicht selten stark Realitätsfernen Szenarien ermittelt worden und zwei SSDs, die sie Einhalten, können in der Praxis massive Unterschiede aufweisen. Deswegen liest man ja SSD-Tests, anstatt einfach nach Herstellerangaben zu kaufen.
Ein besser Vergleich wäre ein "8 ms 175°" Monitor, der plötzlich von einem guten IPS- auf ein 6 Jahre altes TN-Panel wechselt, aber weiterhin "alle beworbenen Angaben" einhält...
Bei USB Sticks gibt es übrigens ähnliches, es gibt etliche Sticks die mit zwei verschiedenen, unterschiedlich guten Controllern verkauft werden. Oder externe HDDs die intern unterschiedliche, unterschiedlich schnelle HDDs enthalten...
Man kann sich nur auf Herstellerangaben verlassen, nicht jedoch auf Tests, zumindest nicht auf solche die mit "offizielllen" Hersteller-Sampels arbeiten. Daher bin ich auch der Meinung das *man* zum Testen keine Hersteller Sampels annehmen sondern einige (mindestens 5) Produkte kaufen und beim Test auch die (beabsichtigte oder unbeabsichtigte) "Serienstreuung" in Betracht ziehen sollte.
Cheery-Piking bei CPUs/GPUs/RAM etc war immer normal.
Beschiss wird es wenn andere Komponenten verbaut werden als die Presse/Tester bekommen. Ähnlich wie es schon bei Netzteilen war.
Ehrlich wäre es gewesen Beide zu versenden.