SSDs im Dauerstresstest mit überraschenden Resultaten
Die Kollegen der C't haben verschiedene SSDs im Dauerstresstest kaputtgeschrieben. Damit konnten sie die genaue Schreibleistung, also die Ausdauer der verwendeten Solid State Disks, auswerten. Sie kamen dabei zu überraschenden Resultaten.
SSDs und die darauf verwendeten Flash-Speicherzellen besitzen eine begrenzte Lebensdauer, da sie sich nicht beliebig oft überschreiben lassen. Eine einzelne Speicherzelle verträgt beispielsweise nur rund 1000 Schreibvorgänge. Doch um die Lebenserwartung einer Solid State Disk zu erhöhen, werden die Schreibzyklen vom Controller der SSD über alle Speicherzellen gleichmäßig verteilt. Dieses Wear Leveling verschafft einer Solid State Disk zu einer höheren Lebensdauer. Hersteller geben die Lebensdauer einer SSD in Terabyte Written (TBW) an. Diverse Laufwerke mit 250 Gigabyte haben beispielsweise 80 TBW.
Unsere Kollegen der C't haben sich verschiedene Laufwerke unterschiedlicher Hersteller im Dauerstresstest angesehen. Sie haben getestet wie lange und wie viel Schreibleistung sie aushalten. Zu diesem Zweck liefen seit Ende Juni 12 Testexemplare (jeweils zwei Platten eines identischen Modells) im Dauerschreibbetrieb. Dem letzten verbleibenden Testexemplar ging vor ein paar Tagen die Luft aus. Das klingt zunächst wenig positiv, aber es gibt eine Entwarnung: Das geschriebene Datenvolumen lag bei den getesteten SSDs je nach Modell mal mehr, mal weniger über den Angaben der Hersteller. Als ein weiteres Fazit kann herausgestellt werden, dass SSDs im Schnitt länger als Festplatten bis zum finalen Kollaps durchhalten. Also alles kein Grund zur Panik.
Die genauen Ergebnisse samt konkreten Werte lagen bei der Erstellung der News leider nicht vor, also kann nur auf den folgenden Test der Kollegen der C't in Ausgabe 01/2017 verwiesen werden.
Quelle: C't

Dieser "Clickbait" Vorwurf ist eh absurd. Als ob es Euch was kosten würde, zu klicken. So weit ist es schon gekommen, dass man den Anbietern nicht mal mehr die Clicks zugesteht oder gönnt.
Toller Clickbait-Titel. Ich warte immer noch auf die Überraschung.
Ja, es gibt das beschriebene problem tatsächlich - es wird aber genau wie das "SSD totschreiben" extremst overhyped. Genauso wie die Leute Angst haben um ihre SSD wenn sie was drauf speichern dass sie verschleißt wo sie in der Realität das Ding in 30 Jahren nicht totkriegen haben seit dieser News die leute Angst dass Daten sofort weg sind wenn man ne SSD mal ein paar Monate im Schrank hat wo es in der Realität meist Jahre dauert bis einzelne Bytes unlesbar werden.
Selbst im absoluten WorstCase den man bei der 840Evo damals gesehen hat (Daten werden nicht aufgefrischt und es wird unausgereifter TLC benutzt der schnell Ladung verliert) hat es viele Monate gedauert bis die Lesevorgänge langsam wurden (wegen Fehlerkorektur), wirklicher Datenverlust ist hier bis heute nicht dokumentiert.
Natürlich sollte man SSDs nicht als Speicher nutzen um Daten 10 Jahre im Safe zu lagern. Aber sich in die Hose zu machen weil ne SSD mal 6 Monate keinen Strom bekommt ist genauso Käse. Da hat sich bei was das angeht technisch identischen USB-Sticks jetzt jahrelang auch keiner Gedanken drum gemacht... ich kenne keinen der seine Sticks alle paar Monate alle anklemmt um Datenverlust zu vermeiden.
Falls diesbezüglich Fragen kommen, könnte man auch auf anderer Ebene mit mir darüber kommunizieren und der Inhalt würde somit auf diese Weise weitergereicht!
C't hat, hinsichtlich der Smart-Werte, festgestellt, das die Hersteller nicht im gleichen Maße wie bei HDD's eine allgemeine Analyse zulassen.
Zudem können gegebenenfalls auch die Werte völlig verändert, gänzlich entfernt werden, bzw. unter einem anderen Wert-Namen zu finden sein, wenn ein Firmware-Update durchgeführt wurde, bzw. beim erscheinen nachfolgender neuerer Modelle.
Ob eine Analyse dann genauer, oder noch schlechter, oder überhaupt noch durchführbar ist, bleibt wohl ein Herstellergeheimnis!
Mir zwar unverständlich, vor allem wenn man bedenkt, das die Lebensdauer der getesteten 240/250GB SSD mindestens das Doppelte, der vom Hersteller angegebenen, erreichten!
Vielleicht ist man sich aber auch nur seiner Sache sehr sicher!
Bei manchen SSD liefen z.B. diverse Werte gegen Null, oder blieben bei 1 bis zum Testende einfach stehen!
Speziell bei der Samsung 750 Evo (TLC) war der Counter zum "Wear Leveling Count" nach 32 Terabyte bei 1 angekommen, obwohl diese nach Erreichen des Wertes insgesamt 1,2 Petabyte geschrieben hat.
Bei einer BX 200 (TLC) ist dagegen sehr zeitig (bei 235 Terabyte) dieser Counter bei Null angekommen und die schaffte danach tatsächlich noch beachtliche ~50 Terabyte mehr, bis zum Ausfall.
Das ist zugleich auch das schlechteste Ergebnis.
Eine Samsung 850Pro (MLC) erreichte ohne Ausfall bis zum Testzeitraumende, über 4,5 Petabyte!
Ein beachtlicher Wert!
Eine der Sandisk Extreme Pro (MLC) fiel 2 Petabyte früher aus und die Ultra II (TLC) erreichten mit fast 700 Terabyte den vorletzten Platz.
Als Ergänzung noch den erreichten Maximalwert der OCZ TR150 (TLC), der lag bei etwas über 930 Terabyte.
(alle SSD nur mit sequenziellen Schreibzugriffen getestet)
Um den Alterungszustand der SSD über die Smartwerte dennoch etwas gezielter auszuwerten, hat c't folgendes ergründet:
Bei Samsung und Crucial sollte man die von 100 gegen Null zählenden Smartwerte "Wear Leveling Count", bzw. "Remaining Lifetime Perc" im Auge behalten.
OCZ hingegen liefert mit dem Wert "Total Bad Block Count" die Alterungszustandsangabe, aber in %, wobei hier eine hohe Genauigkeit vorliegen soll.
Samsungs abwärtszählende Prozentanzeige im Wert "Used Reserve Block" deutet ebenfalls den etwaigen Ausfallzeitpunkt an, wohin gegen der "Erase Fail Count" der Crucial-SSD einen ansteigenden Wert bis dahin markiert!
Einzig bei Sandisk fand man keine grundlegenden Werte für einen zu erwartenden Ausfall vor!
Zuverlässig sind jedoch keine Werte für sich, da sich weitere Ungereimtheiten im Test zeigten.
Diesbezüglich haben einige z.B. den Controller, oder andere Bestandteile der SSD's benannt, die ebenfalls einen Ausfall erzeugen können!
Somit bleibt, als Aha-Erlebnis, das vorliegende Wirrwar der Hersteller, in Bezug zu den Smart-Werten und die Tatsache, das selbst die schlechteste SSD immer noch im durchgeführten Streßtest eine mindestens doppelte Lebensdauer erreichen kann!
Die höher gewährte Garantie bei den MLC-Laufwerken, kennzeichnet bekannter Weise solche SSD, die speziell für viele große und dauerhafte Schreibzyklen ausgelegt sind, diese folglich gemäß der Herstellerangabe auch mindestens erreichen.
Verwendet wurden z.B. Crystal Disk Info und Smartmontools, die auch gleichzeitig bei c't zum Download bereitgestellt werden.