AMD Ryzen Threadripper: NVMe-RAID-Treiber als Beta verfügbar
AMD hat einen NVMe-RAID-Treiber als Beta-Version für Ryzen Threadripper veröffentlicht. Damit lassen sich innerhalb der Plattformgrenzen beliebig viele PCI-Express-SSDs als RAID 0, 1 oder 10 zusammenschalten. Ein passendes BIOS-Update stellt Asrock bereits zur Verfügung. Asus, Gigabyte und MSI sollen bald folgen. Künstliche Restriktionen, so hebt AMD hervor, gibt es keine.
Eine Woche später als ursprünglich geplant, bietet AMDs TR4-Plattform rund um Ryzen Threadripper jetzt die Unterstützung für NVMe-RAID-Konfigurationen, von denen sich der PC booten lässt. Den nötigen Treiber liefert AMD selbst, vorerst allerdings als Beta. Ende September lief das Ganze noch alles andere als stabil. Jetzt bleibt zu hoffen, dass die aktuelle Beta-Version, wenn überhaupt, nur noch kleinere Probleme verursacht, grundsätzlich aber die Leistung ausfahren kann.
Im Treiberpaket enthalten ist AMDs RAID-Management-Software RAIDXpert 2. Da das Booten auf BIOS-Ebene geschieht, brauchen TR4-Mainboards logischerweise BIOS-Updates. Auf diese hat AMD nur indirekt Einfluss, der Chiphersteller geht aber davon aus, dass alle Boardpartner zeitnah neue Versionen zur Verfügung stellen werden. Montagabend, als diese Zeilen geschrieben wurden, hat ausschließlich Asrock für das X399 Fat1lity Professional Gaming und X399 Taichi BIOS-Updates mit NVMe-RAID-Unterstützung zum Download angeboten.
AMD spricht im Blog-Beitrag explizit die Anzahl der unterstützten NVMe-SSDs auf TR4-Mainboards an. Durch Limitierungen der Ryzen-Threadripper-CPUs können maximal acht PCI-Express-Endgeräte inklusive X399-Chip angeschlossen werden. Ist eine Grafikkarte eingesetzt, bleibt Platz für sechs Datenträger. Die Platinen haben alle drei M.2-Steckplätze, in die sich Modelle aller Hersteller einsetzen lassen. Für zusätzliche NVMe-SSDs stehen drei x16-PEG-Slots bereit, wobei sich die Anzahl der Laufwerke durch Adapterkarten mit mehreren M.2-Steckplätzen erhöhen lässt - ein Test von der8auer zeigte, dass solche keine eigene Verteilerlogik benötigen.
AMDs internen Tests ergaben, dass sechs NVMe-SSDs (Samsung SSD 960 Pro 512 GB) im RAID 0 eine Lesegeschwindigkeit von gut 21 GB/s und eine Schreibrate von knapp 12 GB/s erreichen. Der8auer erreichte mit elf Exemplaren sogar 27 GB/s lesend.


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