AMD Ryzen und Windows 7: USB-Support ist das größte Problem
Von AMD gibt es bei Ryzen keinen offiziellen Support für Windows 7. Wer doch das fast schon greise Betriebssystem auf einer AM4-Plattform installieren will, stellt schnell fest, dass das größte Problem der Support von USB ist. Wer hätte gedacht, dass der Anschluss für so viel Ärger sorgt?
Bereits seit Anfang Februar ist klar, dass AMD Ryzen Windows 7 nicht mehr offiziell unterstützt. Zwar haben Mainboard-Hersteller Treiber bereitgestellt, aber die lindern Probleme oft nur rudimentär. Wer einen solchen Prozessor einsetzt, muss also eigentlich wenigstens Windows 8.1 installiert haben, besser noch Windows 10. Schon in Hinblick auf die Scheduler-Performance. Wer aber doch Windows 7 auf einem Ryzen-Prozessor einsetzen will, der wird auf die folgenden Probleme treffen.
Das größte Problem ist der fehlende USB-Support unter Windows 7. Anandtech hat sich mit den Thema länger auseinandergesetzt und die erste Hürde für den angehenden Windows-7-Nutzer auf Ryzen ist, dass sich Maus und Tastatur nicht nutzen lassen. Die einfachste Lösung für das Problem ist, wenn man PS/2-Geräte verwendet. Das Problem trifft nicht nur AM4-Mainboards, sondern auch Modelle mit aktuellem Intel-Chipsatz aus der 100er-Reihe. Das setzt allerdings voraus, dass das Mainboard noch einen oder besser zwei solcher Anschlüsse hat, was selten geworden ist. Ansonsten wird es mühsam. Prinzipiell sollte man immer dann USB-2.0-Ports verwenden, was höhere Erfolgschancen garantiert. Warum PS/2 prinzipiell funktioniert und USB nicht, schreibt Anandtech netterweise auch.
Außerdem gibt es weitere Hinweise auf Stolperfallen beim Weg zur Installation von Windows 7 auf einem System mit AM4-Plattform. Insbesondere auch deshalb, weil das UEFI von AM4-Boards keine EHCI-Emulation alter USB-Ports erlaubt. Und letztlich sind die einfachsten Lösungen entweder eine unbeaufsichtigte Installation oder die Installation auf einem Ausweichsystem mit anschließendem Wechsel. Bei Letzterem lässt sich dann auch direkt das nötige Treiberpaket installieren, das es offiziell nicht gibt. Auch hier muss man kreativ werden.
Noch interessanter an dem ganzen Thema ist eigentlich die philosophische Frage. Personal Computer stand seit jeher nämlich eigentlich auch für hervorragende Abwärtskompatibilität. Während ein Core i7-6800K noch Uraltcode eines 8086 ausführen kann, scheitert es heute oft in dessen Umfeld an der Kompatibilität. So mag Windows 64 etwa partout keinen 16-Bit-Code ausführen und nun reiht sich auch USB in das Problem ein, dass an der Abwärtskompatibilität gesägt wird - auch wenn mechanische Kompatibilität noch gegeben ist.
Konnte ja keiner Wissen das man PS/2 wieder braucht. Ich würde ja bei neuer Hardware gleich von Windows 7 auf Windows 8.1 wechseln wenn Microsoft mich Windows 8.1 mit meinem Windows 8 Key installieren lassen würde. Die Update Orgie hatte ich vor 2 Wochen an meinem Notebook: Windows 8 installiert, 160 Updates installiert, dann Update auf 8.1 und wieder über 100 Updates.
Wird nur > USB 3.0 nicht Unterstützt oder USB 2.0 auch nicht, weil manche so und manche so schreiben.
Denn genau genommen nutze ich USB 3.0 NIE also nicht manchmal sondern noch nie. Obwohl ich könnte
Ich hatte den Artikel jetzt so verstanden das USB Allgemein nicht Unterstützt wird?!?!
Bei vielen Intel-Mainboards wird das Problem durch eine PS/2-Emulation für USB-Eingabegeräte abgemildert: Das UEFI kann sehr wohl mit XHCI umgehen und mapt die Befehle von Tastatur und Maus einfach auf ein virtuelles PS/2-Gerät. Damit können wiederum alle Windows-Versionen nativ umgehen (USB-Sticks funktionieren aber weiterhin nicht). Das sollte auch für AM4-Systeme möglich sein, aber vermutlich steht Legacy-Kompatibilität derzeit nicht ganz oben im Lastenheft der UEFI-Entwickler.
Ist euch eigentlich aufgefallen, das wir über User reden, die sowohl Board, CPU und RAM wechseln konnten aber an einer PS/2 Maus/Tastatur / Win7 mit USB3 Treiber scheitern sollen?
Davon abgesehen haben viele Eingabegerätehersteller vor der Markteinführung von Windows 7 die Produktion von PS/2-Geräten eingestellt, gerade Mäuse setzen seit der Jahrtausendwende auf USB.
Und Linux ist zum spielen immer noch eine Katastrophe. Spätestens bei einem 2 Bildschirm versagt die Auflösungserkennung bei vielen Spielen (vor allem Unity Kram) und die 3D-Performance ist immer noch bescheiden.
3D-Spiele laufen in der VM nicht, weil die nicht vernünftig auf die Graka zugreifen kann. Auf Linux direkt kannst du aber freilich native Spiele spielen (es gibt mehr als man gemeinhin annimmt) oder Wine nutzen (da läuft nicht alles, aber vieles und z.T. sogar überraschend rund).
https://forums.linuxmint....
KVM VGA-Passthrough using the new vfio-vga support in kernel =>3.9 / Kernel & Hardware / Arch Linux Forums
{Guide} Create a Gaming Virtual Machine
Mit einer IOMMU im System kann man auch in einer virtuellen Maschine native Hardwaretreiber installieren.
Wieso man da bei aktuellen Systemen der letzten Jahre immer noch "spezielle Hardware" benötigt, finde ich dabei auch ziemlich seltsam. Eigentlich sollte das Problem komplett in Software lösbar sein, ähnlich Wine.
Und eine IOMMU besitzen die AMD Prozessoren mindestens schon seit dem Athlon64. In den Testberichten zur Sandy Bridge Architektur war diese auch enthalten. Ich kaufte mir also damals den 2600K. Leider mußte ich danach feststellen, daß diese Technik dem Spitzenmodell der Serie vorenthalten wurde. Deswegen finde ich, ist Intel mindestens genauso ******* wie AMD.
Aber es gibt ja durchaus Leute, die Hardwaretechnisch noch klar kommen aber mit Software auf Kriegsfuß stehen.