AMD Ryzen: Mainboard-Hersteller kritisiert AMD wegen AM4-Launch

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AMD Ryzen: Warum hat die AM4-Plattform Probleme?
Quelle: PC Games Hardware

Mainboard-Hersteller haben sich gegenüber der Webseite legitreviews.com anonym zu AMDs Veröffentlichung der Ryzen-7-CPUs geäußert, mit denen die AM4-Plattform für Endkunden eingeführt wurde. Demnach habe der Chiphersteller schlichtweg verlernt, wie CPUs mit einer neuen Plattform veröffentlicht werden. Der Release sei wie bei Grafikkarten durchgezogen worden.

AMDs Ryzen-7-Prozessoren R7 1800X, R7 1700X und R7 1700 sind gut verfügbar, wohingegen Mainboards größtenteils noch Mangelware darstellen. Sechs Modelle sind bei einigen Händlern verfügbar, darüber hinaus sieht es jedoch schlecht aus. Nur neun weitere befinden sich vereinzelt auf Lager. Hinzu kommen unfertig erscheinende BIOS-Versionen, bei denen Features fehlen oder die Stabilität noch nicht optimal ist. Die Speicherunterstützung sieht noch alles andere als rosig aus, sobald man mehr als DDR4-2133 haben möchte. Es sei angemerkt, dass Intels neue Plattformen ebenfalls selten von Beginn an optimal laufen, bei AMD erscheinen die Probleme aber noch besonders vielseitig. Die Webseite legitreviews.com hat bei AMD nachgefragt, woran das liegt, und alle Mainboard-Hersteller für Stellungnahmen abgeklappert. Elmor von Asus bestätigte, dass die Aussagen legitim seien.

Von AMD kam eine neutrale Antwort: Die Mainboard-Hersteller sollen nicht mit der hohen Nachfrage gerechnet haben und aktuell die Produktion weiter hochfahren, um den Markt bedienen zu können. Ähnlich äußerte sich Biostar gegenüber PC Games Hardware. Unerwartet kritisch war die Antwort eines Mainboard-Herstellers, der nicht genannt werden wollte: Demnach habe AMD erst zwei Wochen vor der Veröffentlichung Prognosen genannt, wie viele CPUs zur Veröffentlichung produziert wurden und wie viele verkauft werden sollten. Die Zahlen seien höher gewesen als die eigenen Erwartungen. Erschwerend komme hinzu, dass AMD die Veröffentlichung vom späten zweiten Quartal auf das erste vorgezogen habe. Das würde erklären, warum alle paar Tage neue BIOS-Versionen mit Verbesserungen erscheinen.

Die Vorwürfe gehen noch weiter: AMD stelle nur unzureichende Support-Ressourcen für Mainboard-Hersteller zur Verfügung, sodass beispielsweise die Lösung von Problemen im BIOS länger brauche als nötig. Zum Testen habe es zu wenige Ryzen-CPU-Samples von AMD gegeben. RAM-Hersteller sollen unter anderem legitreviews.com nach Kontakten zu AMD gefragt haben, um Validierungen in die Wege zu leiten, weil ein sprichwörtliches Klingeln an der Fronttür unbeantwortet geblieben sei. Das Fazit der Quelle lautet: AMD habe verlernt, wie man CPUs mit einer neuen Plattform veröffentlicht und den Release wie einen Grafikkarten-Launch durchgezogen. Zuletzt führte AMD übrigens mit dem FM2+ für Kaveri Anfang 2014 eine neue Plattform ein.

Klar wird allerdings auch, dass die Mainboard-Hersteller den Platinen mit Intels 200er-PCHs (Sockel 1151, für Kaby Lake-S) Priorität gegeben haben, um genug Inventar zum chinesischen Neujahr bieten zu können. Da täte AMDs Vorverschiebung gleich doppelt weh. Aktuell flögen mehrere Mainboard-Hersteller kleinere Chargen per teurer Flugzeugfracht ein, um wenigstens wenige Kontingente anbieten zu können. Normalerweise bleibt vorab genug Zeit, um große Lieferungen per Schifffracht zu verschicken.

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    • Kommentare (100)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Bei allen Mainboards wird ein Teil der USB-3.0-Anschlüsse über die CPU realisiert. Die stellt immerhin 40 Prozent der verfügbaren Ressourcen – soll man die ungenutzt lassen und stattdessen Zusatzcontroller verlöten?
        JA.
        Die CPU soll rechnen und nicht USB spielen!
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Bei allen Mainboards wird ein Teil der USB-3.0-Anschlüsse über die CPU realisiert. Die stellt immerhin 40 Prozent der verfügbaren Ressourcen – soll man die ungenutzt lassen und stattdessen Zusatzcontroller verlöten?
        JA.
        Die CPU soll rechnen und nicht USB spielen!
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von geist4711
        als drittes sei mal genannt, das bis heute kaum ein boardhersteller klare aussagen darüber macht, wie denn was wo angebunden und leider allzuoft auch wenig infos gibt wie was funktioniert oder eingestellt werden kann.

        es ist ja schön wenn man weiss:
        x mal USB version y und
        x mal PCIE x/y usw usw auf dem board ist,
        aber!
        hier hat man eine CPU die auch selber anschlüsse jenseits des reinen chipsatz bietet, wie sieht es denn da aus?
        ist davon auch nur irgendwas genutzt worden, oder verlässt man sich auf den chipsatz anstatt die möglichkeiten der CPU wirklich auszunutzen?
        ist das dann auch schuld von AMD?

        unterm strich seh ich da AMD, selbst wennes nicht optimal gelaufen ist (komunikation) ehr weniger als ausschlaggebenden schwarzen peter.

        nebenbei binich bin froh schon frühzeitig beschlossen zu haben den launch in ruhe ab zu warten, was allerdings auch der tatsache geschuldet ist, das ich vorher wissen will wo, was, wie angebunden ist, weil mir wichtig ist, das ich meine USB-maus und meine SATA-platten direkt an der CPU angeschliessen kann und es ein board geben muss, das mit OC-möglichkeit, dieses auch bietet und da die hersteller da kaum was verraten(weil es ihnen wohl nicht wichtig ist, mir aber schon) muss man zwangsläufig darauf warten das solche sachen in den testrunden wenn die board käuflich zu erwerben sind warten muss....

        edit: mir ist das mit den direkten CPU-anschlüssen wichtig, weil es viele hersteller leider immer mehr nicht hinbekommen (und das schon seit langem und in den letzten jahren wieder schlimmer!) den onboard-sound vernünftig von anderen platinenbereichen zu entkoppeln und man dann, selbst bei teuersten boards, störeinstreuungen beim sound hinnehmen müssen soll, soviel zur 'tollen leistung' der boardhersteller und das betrifft auch board zb von intel, also läuft es da wohl auch nicht so toll?! ist das dann auch schuld von AMD?

        mfg
        robert
        Bei allen Mainboards wird ein Teil der USB-3.0-Anschlüsse über die CPU realisiert. Die stellt immerhin 40 Prozent der verfügbaren Ressourcen – soll man die ungenutzt lassen und stattdessen Zusatzcontroller verlöten? In der Regel ist im Handbuch auch angegeben, welche Ports das sind.
        SATA via CPU wird man nativ höchstens bei Mainboards mit insgesamt 10 SATA-Anschlüssen finden. Ansonsten ist SATA über den X370 klar der bevorzugte Weg, denn hier stehen vier reine SATA-Ports zur Verfügung und vier weitere, für die man nur eine der zahlreichen PCI-E-2.0-Lanes opfern muss. Jeder SATA-CPU-Anschluss kostet dagegen eine der sehr knappen PCI-Express-3.0-Lanes, deswegen werden diese Ressourcen bevorzugt in M.2-Slots investiert. Es gibt aber M.2-auf-SATA-Adapter, die auch mit AM4-Mainbaoards funktionieren müssten, wenn man zwingend auf dieses Feature angewiesen ist.

        Zitat von OnkelDrops
        So apropo Launch und Boards:

        Wie sieht den der Lagerstand in der PCGH Redaktion mittlerweile aus. Sind langsam mal neue Platinen wenigstens bei euch eingetroffen? Oder gibts da ne NDA das man erst ab BIOS Version X das kundgeben darf? Grade bei der beschriebenen Boardknappheit wäre es für manche vielleicht doch wichtig, wie die anderen so performen. So kann man notfalls auch bei ner anderen Firma glücklich werden...
        Sonst habt ihr bis Ausgabe 6 immer noch nicht genug Hardware bekommen um den R7 und den bald folgenden R5 durch den Testparkour zu jagen.
        Asrock X370 Killer SLI ist getestet, Gigabyte AX370-Gaming5 dreht gerade neben mir seine Runden. Bereit liegen MSI Xpower X370 Titanium, Asus Crosshair VI Hero und Prime X370-Pro. Ob es letzteres noch mit in die 05/2016 schafft hängt aber davon ab, in wie vielen weiteren Fällen ich 4+ Stunden brauche, um das System zum Laufen zu bringen.
        NDAs gibt auf Boards gibt es keine (und wenn doch dürfte ich es nicht sagen ) – in der Regel geben die Boardhersteller nur das weiter, wozu sie von den CPU-Herstellern gezwungen werden.
      • Von geist4711 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Zombiez
        Nicht nur auf die Werbung schauen

        bei Asus auf der Website:

        PRIME X370-PRO | Mainboards | ASUS Deutschland
        Erweiterungsschächte
        AMD Ryzen™ Processors
        2 x PCIe 3.0/2.0 x16 (x16 or dual x8)
        AMD 7th Generation A-series/Athlon™ Processors
        1 x PCIe 3.0/2.0 x16 (x8 mode)
        AMD X370 chipset
        1 x PCIe 2.0 x16 (max at x4 mode) *1
        AMD X370 chipset
        3 x PCIe 2.0 x1

        Speichersystem
        AMD Ryzen™ Processors :
        1 x M.2 Socket 3, with M key, type 2242/2260/2280/22110 storage devices support (SATA & PCIE 3.0 x 4 mode)
        AMD 7th Generation A-series/Athlon™ Processors :
        1 x M.2 Socket 3, with M key, type 2242/2260/2280/22110 storage devices support (SATA & PCIE 3.0 x 2 mode)
        AMD X370 chipset :
        8 x SATA 6Gb/s-Schnittstellen, grau,
        Unterstützen RAID 0, 1, 10

        Bei MSI im Handbuch:
        Support fur X370 XPOWER GAMING TITANIUM | MSI Deutschland | Motherboard - The world leader in motherboard design

        USB
        ASMedia® ASM2142 Chipsatz
        ƒ 1x USB 3.1 Gen2 (SuperSpeed USB 10Gbps) Typ-C Anschluss an der rückseitigen Anschlussleiste
        ƒ 1x USB 3.1 Gen2 (SuperSpeed USB 10Gbps) Typ-A Anschluss an der rückseitigen Anschlussleiste

        AMD® X370 Chipsatz
        ƒ 1x USB 3.1 Gen2 (SuperSpeed USB 10Gbps) Typ-C Anschluss steht durch die internen USB Anschlüsse zur Verfügung
        ƒ 4x USB 3.1 Gen1 (SuperSpeed USB) Anschlüsse stehen durch die internen USB Anschlüsse zur Verfügung
        ƒ 7x USB 2.0 (High-speed USB) Anschlüsse (3 Typ-A Anschlüsse an der rückseitigen Anschlussleiste, 4 Anschlüsse stehen durch die internen USB Anschlüsse zur Verfügung)

        AMD® CPU
        ƒ 4x USB 3.1 Gen1 (SuperSpeed USB) Typ-A Anschlüsse an der rückseitigen Anschlussleiste
        erstmal danke für die info's und link.
        also hat man bei ASUS einen M.2-anschluß und bei MSI einige USB-ports direkt über die CPU realisiert, beides für mich nicht brauchbar da entweder nur M.2(keine SATA-anschlüsse und kein USB) oder USB-anschlüsse aber keine SATA-anschlüsse direkt von der CPU, schade.

        mfg
        robert
      • Von NamenI_os Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von -AdmiralPain
        Wer schließt denn Beyerdynamics direkt an den Onboard Kopfhöreranschluss an? Zumindest die hoch Ohmigen Studio Kopfhörer kannst du doch mit der niedrigen Impedanz gar nicht ausfahren. Die würde ich nicht mal ohne Verstärker an eine Soundkarte anschließen, auch wenn diese die Leitsung bringen könnte.

        Du wirst natürlich auch so was hören, aber ohne Verstärker oder direkt ein Audio Interface wirst du damit keinen Spaß haben, egal wie gut die Grundlegende Soundqualität auch ist. Gerade die knackigen Bass Details gehen ja bei zu niedriger Impedanz verloren, also wenn der Output weniger Impedanz leistet als die Kopfhörer zur Entfaltung brauchen. In den meisten Fällen hast du dann entweder ein extrem leisen Ton, oder aber der Bass ist fast nicht präsent. (In Ears sind ein anderer Fall, aber die meine ich auch nicht).
        Nicht wenige Nutzer von den 600Ohm BD Kopfhörer bevorzugen eine Impedanz in Richtung 0Ohm, anstatt dem früheren HiFi Standard 120Ohm. Alles dazwischen und darüber ist imo sowieso etwas daneben.
      • Von Zombiez PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von geist4711
        hmmmm, gerade geschaut, selbst in den detail-beschreibungen oder den pdf's der board nix darüber wo was hin verlinkt ist, überall nur wieviel von welchen anschlüssen vorhanden.
        aber vieleicht hab ich nur das falsche gelesen......
        Nicht nur auf die Werbung schauen

        bei Asus auf der Website:

        PRIME X370-PRO | Mainboards | ASUS Deutschland
        Erweiterungsschächte
        AMD Ryzen™ Processors
        2 x PCIe 3.0/2.0 x16 (x16 or dual x8)
        AMD 7th Generation A-series/Athlon™ Processors
        1 x PCIe 3.0/2.0 x16 (x8 mode)
        AMD X370 chipset
        1 x PCIe 2.0 x16 (max at x4 mode) *1
        AMD X370 chipset
        3 x PCIe 2.0 x1

        Speichersystem
        AMD Ryzen™ Processors :
        1 x M.2 Socket 3, with M key, type 2242/2260/2280/22110 storage devices support (SATA & PCIE 3.0 x 4 mode)
        AMD 7th Generation A-series/Athlon™ Processors :
        1 x M.2 Socket 3, with M key, type 2242/2260/2280/22110 storage devices support (SATA & PCIE 3.0 x 2 mode)
        AMD X370 chipset :
        8 x SATA 6Gb/s-Schnittstellen, grau,
        Unterstützen RAID 0, 1, 10

        Bei MSI im Handbuch:
        Support fur X370 XPOWER GAMING TITANIUM | MSI Deutschland | Motherboard - The world leader in motherboard design

        USB
        ASMedia® ASM2142 Chipsatz
        ƒ 1x USB 3.1 Gen2 (SuperSpeed USB 10Gbps) Typ-C Anschluss an der rückseitigen Anschlussleiste
        ƒ 1x USB 3.1 Gen2 (SuperSpeed USB 10Gbps) Typ-A Anschluss an der rückseitigen Anschlussleiste

        AMD® X370 Chipsatz
        ƒ 1x USB 3.1 Gen2 (SuperSpeed USB 10Gbps) Typ-C Anschluss steht durch die internen USB Anschlüsse zur Verfügung
        ƒ 4x USB 3.1 Gen1 (SuperSpeed USB) Anschlüsse stehen durch die internen USB Anschlüsse zur Verfügung
        ƒ 7x USB 2.0 (High-speed USB) Anschlüsse (3 Typ-A Anschlüsse an der rückseitigen Anschlussleiste, 4 Anschlüsse stehen durch die internen USB Anschlüsse zur Verfügung)

        AMD® CPU
        ƒ 4x USB 3.1 Gen1 (SuperSpeed USB) Typ-A Anschlüsse an der rückseitigen Anschlussleiste
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