Total War: Rome 2 angespielt - Angriffe über Land und Wasser, Traditionen für Truppen - Unsere E3-Vorschau
Massenproduktion kann man Creative Assembly nicht vorwerfen: Neun Jahre ließen sich die Entwickler mit Total War: Rome 2 Zeit, dem Nachfolger von Total War: Rome. Mit Hunderten von Einheiten, Fraktionen und Regionen bekommen Strategiefans einiges zu tun. PC Games Hardware konnte schon einmal probiespielen.
Ein Strategiespiel hat es auf der E3 nicht leicht: Es muss mit heftigen Explosionen, quietschenden Reifen und lauten Schusswechseln mithalten. Außerdem ist die Aufmerksamkeitsspanne der jüngeren Besucher auch ohne solche ablenkenden Faktoren eher gering. Von daher verständlich, dass Creative Assemblys Kampagnendesigner Dominique Starr eine etwas hingehuschte Präsentation lieferte, die mehr schlecht als recht einige der neuesten Features von Total War: Rome 2 beleuchtete. Anschließend durften wir selbst an Maus und Tastatur, allerdings mit nicht ganz so glorreichen Resultaten. Der Reihe nach.
Rome 2 angespielt: Hintergründiges
Quelle: Sega
Total War: Rome 2 - Neue Screenshots von der E3 (10)
Rome 2 ist das achte Spiel der Total-War-Reihe und der Nachfolger des 2004 veröffentlichten Rome. Sie lenken darin unter anderem die Geschicke der römischen Republik, die Sie mit ausreichendem Sendungsbewusstsein in das römische Reich überführen können. Angst vor großen Zahlen hat Creative Assembly auch diesmal nicht: Sage und schreibe 117 Fraktionen mit insgesamt über 500 landbasierten Einheiten gibt es, acht sollen Sie zu Beginn steuern können, darunter die römische Republik, Karthago, Mazedonien und Ägypten. Sie dürfen Ihren Gegnern nicht nur zu Lande, sondern auch wieder zu Wasser einheizen - erstmals in der Serie gibt es sogar Schlachten, die beide Komponenten enthalten. Den bewährten Mix zwischen Kampagnen-Karte im Risiko-Look sowie den eigentlichen Massenschlachten behält Creative Assembly auch für Rome 2 bei. Allerdings sind die 183 Regionen der Spielwelt - von Nordeuropa bis Ägypten und Afrika - jetzt in 53 Provinzen zusammengefasst. Das dient nicht nur einer besseren Übersicht, Sie können auch Gebäude auf Provinzebene errichten oder einer ganzen Provinz ein Geldgeschenk machen, um deren Zufriedenheit zu steigern. "Die so von uns bedachte Provinz Tarbus vergisst daraufhin, dass sie eigentlich zu wenig Lebensmittel bekommt", erklärt Dominique Starr.
Rome 2 angespielt: Traditionen als Neuerung
Natürlich errichten Sie in Rome 2 auch wieder eigene Gebäude und Weltwunder, die sich positiv auf Ihre Fraktion auswirken. Errichten die Ägypter beispielsweise Pyramiden, erhalten sie einen generellen Konstruktionsbonus und mehr Einkommen: "Schon damals waren die Pyramiden ein Urlaubsziel vorwiegend reicher Familien", so Starr. Der Städtebau schlägt sich optisch auch auf der Karte nieder: Je nach Fraktion wachsen und gedeihen die Siedlungen dabei etwas anders. "Die Barbaren in Lupfurdum setzen beispielsweise auf Ackerbau, ihre Steinhäuser sind von grünen Landschaften umgeben", sagt Dominique Starr. Eine Neuheit ist das Traditionssystem, das Ihren Truppen enorm hilft. Sammelt beispielsweise eine Legion Erfahrung und steigt eine Stufe auf, können Sie ihr entweder neue Fähigkeiten beibringen oder bestehende Fähigkeiten ausbauen. Beide fließen in die Traditionen der Truppe ein: Fallen Soldaten im Kampf, übernehmen neue Rekruten die Traditionen und damit die erreichten Fähigkeiten. "Im Extremfall wirken sich diese Überlieferungen sogar dann auf eure Rekruten aus, wenn eure Legion komplett aufgerieben wurde", sagt Starr. Scheinbar wird dem Designer jetzt die Zeit etwas knapp, denn erhöht er die Sprechgeschwindigkeit dramatisch. Wir kommen trotz sehr guter Englischkenntnisse nicht mehr ganz mit und verstehen nur noch Satzfetzen wie "Generälehabenneueanhänger" und "Neuesarmeemanagement".
Rome 2 angespielt: Gemischter Angriff
Quelle: Sega
Total War: Rome 2 - Neue Screenshots von der E3 (4)
Als nächstes sind wir an der Reihe: Mit einer dürren Tastaturbelegungsübersicht bewaffnet schlagen wir uns auf Seiten Cäsars gegen Ptolemäus. Der Feind hat sich auf einer Anhöhe verschanzt: Wir können ihn entweder mit unserer Landstreitmacht vom Süden und gleichzeitig mit Elitekämpfern im Osten an Bord unserer Flotte angreifen oder alle Einheiten gemeinsam nach Norden bewegen. Wir entschließen uns für die Zangenbewegung, doch unsere Auguren hätten uns besser von diesem Kampf abraten sollen: Unsere Schiffe werden von der gegnerischen Flotte und einigen Landeinheiten mit brennenden Projektilen aufgerieben. Umso schwerer hat es nun unsere Bodencrew. Zwar verfügen wir wie unsere Gegner über Kriegselefanten, Reiter, Speerwerfer und Fußsoldaten, doch auch auf diese prasselt bald ein Hagel feuriger Geschosse nieder. Wir können das Unvermeidliche lediglich so lange herauszögern, bis uns Dominique Starr erklärt, dass die Zeit nun um sei und wir Platz für die nächste Gruppe machen müssen.
Rome 2 angespielt: E3-Fazit
Total War: Rome 2 besitzt zweifelsohne eine ganz enorme Spieltiefe. Deswegen wäre eine Vorführung in kleinerer Runde mit nur optionalem Selbstspielen vermutlich deutlich besser gewesen, um alle Neuheiten und Änderungen besser zu erfassen. Creative Assemblys stark überholte Warscape-Engine hat souverän alles im Griff: Sie können einmal mehr zum Kampf Mann gegen Mann aufs Schlachtfeld zoomen oder den Kampf aus der Vogelperspektive beobachten. Ganz klar ein Titel für lange Winterabende - oder den in deutschen Gefilden doch meist trüben Herbst.
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Komplett verpasst das ein neuer Teil kommt.
Werde mir das holen. Die Serie ist bis auf Empire Total war echt klasse.
Richtig, die CPU ist neben der Festplatte und dem RAM die wichtigste Komponente wenns drum geht wie schnell ein Spiel geladen ist, glaube sogar noch in Erinnerung zu haben das die CPU mehr ausmacht als der RAM und von daher sogar nach der Festplatte am wichtigsten war.
@Rome 2:
Apro po CPU, ich hoffe mal das man es endlich mal hinbekommen wird und eine vernünftige Mehrkernunterstützung bietet. Grade ein Spiel wie Total War, sollte man doch meinen, profitiert doch stark davon bei den vielen dazustellenden Einheiten auf einem Schlachtfeld. Grade aber dort hat es in Empire und Shogun 2 immer wieder gerne geruckelt weil das Multithreading grauenhaft war und mehr Takt wichtiger als mehr Kerne.
Was haben die Ladezeiten denn mit dem Prozessor zu tun ? Ich hatte auch extreme Ladezeiten, aber das hat sich dann gelegt nachdem ich Shogun2 auf die SSD kopiert habe. Da die gleiche Engine verwendet wird kann ich mir nicht vorstellen dass sich dass bei Rome 2 grundlegend ändern wird.
Aber gegen DLC's habe ich prinzipiell nichts, solange das Hauptspiel nicht zugunsten der DLC's vernachlässigt wird. Und auch wenn die Total War Spiele seit Empire beim Release IMMER extrem verbuggt waren, so wurde das dann doch recht schnell gefixt.
Erst werden die Tests gelesen und dann bestellt. Bei Shogun 2 waren die Ladezeiten auf meiner alten Mühle unerträglich lang. Das hat sich mit meinem Ivy zum Glück geändert.