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Games World
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Pokerclock
        Im Falle von AGB und Verbrauchern gilt deutsches Recht als Mindestmaß. Das Unternehmen in Luxemburg ist eine rein steuerliche Konstruktion. Mehr nicht.

        Er dürfte sich wohl auf den Unterschied zwischen Recht haben und Recht bekommen beziehen. Natürlich muss sich Valve an deutschem Recht messen - aber wenn sie es nicht machen, gibt es für die deutsche Justiz nicht wirklich eine Möglichkeit, gegen Steamworks vorzugehen.
      • Von Original-80 PC-Selbstbauer(in)
        Schöne Ausführung Pokerclock. Bei: "Wenn Valve schlau ist..." machte es in meinen Kopf auch klick und ich dachte an genau das selbe. Ein Marktplace a`la Amazon, bei dem Steam nochmal schön Gebühren mitnimmt. Allerdings weis ich nicht wie die Publisher einen solchen Schritt aufnehmen würden. So außen vor..

        Allerdings war mein allererster Gedanke beim Lesen des Textes ein wenig unschöner. Bei den schwammigen Ausführungen zur zeitlichen Begrenzung der Nutzungsrechte ging mir leise durch den Kopf, bitte lass die bloß nicht auf die Idee kommen ein "digitales Verfallsdatum" (kennen wir ja eigentlich schon von div. Programmen - z.B. Virenschutz) einzuführen. Das wär dann wohl der nächste Schritt in der Kommerzialisierung von Computergames, und würde uns auf gute Zeiten mit "nur" DRM wohl wehmütig zurückblicken lassen.
      • Von Pokerclock Moderator
        Zitat von KrHome
        Im Urheberrecht gibt es das rechtliche Konstrukt Miete nicht (du hast es ja selbst in Anführungszeichen gesetzt, denkst dein Argument aber offensichtlich nicht zuende). Das heißt hier geht es um lizenzrechtliche Fragen und in diesen ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen, da vieles schlicht noch garnicht besprochen wurde.
        Ganz allgemein kann man derartige Lizenzverträge über (einfache) Nutzungsrechte an Computerprogrammen lediglich als eine Form von Dauerschuldverhältnissen bezeichnen. Welche Vertragsart genau vorliegt, muss stets im Einzelfall beurteilt werden. Der BGH hat im Rahmen von ASP-Verträgen mal die Anwendung von Mietrecht bejaht, auch weil die Datenträger mit im Spiel waren. Ich persönlich halte die Anwendung von Mietrecht - auch in Fällen von ASP-Verträgen - im Bereich Software für falsch, alleine schon, da kein körperlicher Gegenstand vorliegt. Der Umweg über den Datenträger war damals schon verfehlt und heute mit dem Fortschreiten der digitalen Distribution erst Recht nicht mehr haltbar.

        Bisher ungeklärt ist ohnehin das Zusammenspiel zwischen Account und den über den Account verwalteten Nutzungsrechten. Eigentlich haben wir zwei vollkommen getrennte Vertragsverhältnisse. Der Account stellt - nach nicht ganz einhelliger Meinung - einen gemischten Vertragstypus dar, bei dem wahlweise werkvertragliche oder dienstvertragliche Regelungen Anwendung finden. Das Nutzungsrecht wiederum könnte ein Dauerschuldverhältnis darstellen. Meine Hoffnungen liegen auf dem Verfahren vzbv gegen Valve. Ein Gericht könnte beispielsweise entscheiden, dass Valve verpflichtet sein könnte dem Vertragspartner (= Accountinhaber) die technische Möglichkeit anbieten muss das Nutzungsrecht getrennt und einzeln weitergeben zu können. Das steht natürlich unter der Voraussetzung, dass die AGB-Klausel des Verbots der Weitergabe (siehe jetziges BGH-Urteil) unwirksam ist. Wenn Valve schlau ist, bietet es gleich eine Steam-eigene Verkaufsplattform an und kassiert so noch Provisionen. Erste Anzeichen deuten ja bereits darauf hin.

        Zitat
        Dann darfst du dich entweder durch das Amirecht wurschteln und am Ende die Kröte schlucken müssen, oder aber du gehst vo einem deutschen/EU-Gericht durch die Instanzen und wirkst auf ein Grundsatzurteil hin, das den Sachverhalt endlich mal klärt (selbst mir als Steam-Fan stinkt die rechtliche Unsicherheit), aber das wird Jahre dauern ... und bis dahin wäre der Account weg, von daher viel Spass dabei.
        Im Falle von AGB und Verbrauchern gilt deutsches Recht als Mindestmaß. Das Unternehmen in Luxemburg ist eine rein steuerliche Konstruktion. Mehr nicht.
      • Von lipt00n Freizeitschrauber(in)
        Ich kann die Aufregung nicht verstehen...wieso sollte ich meine Spiele überhaupt weiterverkaufen wollen? Oo
      • Von Ob4ru|3r PCGH-Community-Veteran(in)
        Das ist 'ne Briefkastenfirma für die Rechnungsabwicklung, im Zweifel wäre die in null Komma nix dicht. Aber stimmt, zunächst ginge der Weg über die.
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Recht
Weiterverkauf von Software: BGH bestätigt EuGH-Urteil - Was passiert bei Steam?
Der Bundesgerichtshof [Urteil vom 17. Juli 2013 - I ZR 129/08] bestätigte, ein Jahr nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshof, dessen Rechtsprechung in Bezug auf den Weiterverkauf von "gebrauchten" Softwarelizenzen, die im Wege des Downloads erworben wurden. Fraglich bleibt jedoch weiterhin, ob auch Account-gebundene Softwarelizenzen von dem Urteil betroffen sind.
http://www.pcgameshardware.de/Recht-Thema-241308/News/Weiterverkauf-Software-BGH-bestaetigt-EuGH-Urteil-1079356/
21.07.2013
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2013/03/recht_gericht_urteil___3_.JPG
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