AMD Radeon RX Vega 64 & 56: Unterschiedliche Packages könnten Custom-Designs verzögern
AMD bietet seine Vega-10-GPU in mindestens drei verschiedenen Packages an, die sich bei der Auflagefläche und der Höhe unterscheiden sollen. Das stelle die Boardpartner vor Probleme, da eine Kühllösung auf unterschiedlichen Packages laufen müsse. Einige Custom-Designs könnten sich deshalb von Mitte auf Ende September, vielleicht sogar Oktober verschieben.
Es war bereits bekannt, dass AMD mindestens zwei unterschiedliche Versionen des Vega-10-Packages anbietet. Ein Package beschreibt die GPU samt HBM2-Speicher, die auf dem grünen Substrat sitzt, welches wiederum auf den Grafikkarten-PCBs verlötet wird. Die ursprüngliche Version, die AMD vielen Testkits als separates Exemplar beigelegt hat, ist "made in Taiwan" und nutzt einen nackten Interposer. Dieser ist ziemlich empfindlich, weshalb AMD eine weitere, eingegossene Variante aufgelegt hat. GPU und HBM2 sind von einem mattschwarzen Material umgeben, das den Interposer schützt und stabilisiert. Nutzer, die eine Radeon RX Vega 64 gekauft haben, bestätigen, dass das erste, ungeschützte Package noch im Endkundenbereich zum Einsatz kommt. Unter anderem auf unserer Radeon Vega Frontier Edition sitzt hingegen die eingegossene Variante.
Die Webseite tomshardware.de hat nun laut eigenen Aussagen aus Herstellerkreisen weitere Informationen zur Thematik erhalten. Zunächst einmal werden offensichtlich von AMD stammende Partnerpräsentationen gezeigt, welche physische Unterschiede zwischen den beiden Packages erklären. Bei der ersten Version sitze die GPU 40 Mikrometer höher als der HBM2, sodass zum Speicher eine größere Lücke mit Wärmeleitpaste ausgefüllt werden müsse. Noch problematischer sei jedoch, dass die eingegossene Version insgesamt 0,1 mm flacher sei.
Das stelle die Boardpartner vor Probleme, da eine Kühllösung so auf verschiedene GPU-Versionen passen müsse. Unterschiedliche Höhen erforderten einen angepassten Anpressdruck, zudem könnten Änderungen an der Wärmeleitpaste beziehungsweise an dessen Auftragungsverfahren nötig sein. Alleine das Austesten der verschiedenen Versionen könne die Auslieferung finaler Custom-Designs der Radeon RX Vega 64 und RX Vega 56 verzögern. Mancher Hersteller sei von einer Befestigung mit vier Schrauben auf sechs gewechselt, um den Anpressdruck zu verbessern. Erschwerend kommt hinzu, dass es noch ein drittes Package "made in Korea" gibt, von dem tomshardware.de ein Foto zeigt: Es nutzt wie das erste Taiwan-Package, das vom Auftragsfertiger ASE zusammengeführt wird, einen nackten Interposer.
Während der Zweck des Eingießens offensichtlich ist, ist der Sinn des Korea-Packages unbekannt. Denkbar wäre, dass es sich um eine andere Produktionslinie mit unterschiedlichem Speicher handelt. Vega-10-GPUs mit HBM2 von Samsung kommen ziemlich sicher aus Taiwan, da die Packages der Radeon Vega Frontier Edition "made in Taiwan" sind - deren 8-GiByte-Stacks produziert nach aktuellem Kenntnisstand ausschließlich Samsung.Tomshardware.com möchte erfahren haben, dass auf der RX Vega 56 HBM2 von SK Hynix zum Einsatz komme, was wir aufgrund des langsameren Taktes bereits vermuteten - laut der Webseite werde dort sogar ausschließlich SK-Hynix-Speicher eingesetzt. Allerdings gebe es auch für die RX Vega 56 wieder zwei unterschiedliche Package-Varianten. Im Endeffekt heißt das, es gibt viel Verwirrung und Interessenten sollten mit den Custom-Designs nicht mehr in den nächsten Wochen rechnen.

ATI gibt es (leider) nicht mehr.
Wann checken die Leute das endlich, nach bald 11 Jahren?
Selbst mir als bekennendem ATI-Hater bleibt derzeit das Lachen im Halse stecken.
Ich würde gern NV mehr unter Druck gesetzt sehen.
ATI gibt es (leider) nicht mehr.
Wann checken die Leute das endlich, nach bald 11 Jahren?
Selbst mir als bekennendem ATI-Hater bleibt derzeit das Lachen im Halse stecken.
Ich würde gern NV mehr unter Druck gesetzt sehen.
Ich meine, es ist eine Sache, wenn die Technik auf Grund mangelndem Budgets und
in die CPU-Entwicklung umgeleiteten Ressourcen nicht mehr hergibt.
Das ist verständlich, wenn die Decke zu kurz ist, muss man halt das Beste draus machen.
Und auch wenn ATI weiterhin abgehängt bleibt, so hat man wenigstens den Abstand nicht
noch größer werden lassen.
Aber das ganze Drumherum um den Marktstart so zu versauen, Bundle-Verwirrung,
Lieferbarkeit, physisch unterschiedliche Chips usw...
Das wäre nicht nötig gewesen.