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  • DDR4-RAM-Testduell mit 16 GiByte: Crucial vs. HyperX - wer gewinnt?

    HyperX Fury HX426C15FBK2/16 Quelle: PC Games Hardware

    Wer auf ein Skylake-System aufrüstet, ist mit 2 × 8 GiByte gut aufgestellt. In diesem Artikel stellen wir Ihnen zwei preiswerte RAM-Kits mit dieser Kapazität vor und zeigen, wie sich die Modelle Crucial CT2K8G4DFD8213 und HyperX Fury HX426C15FBK2/16 hinsichtlich Ausstattung, Eigenschaften und Leistung voneinander unterscheiden.

    Nach dem Release von Intel Skylake und einen schrittweisen Preisverfall ist DDR4-RAM inzwischen endgültig im Mainstream angekommen und nicht mehr teurer als DDR3-Arbeitsspeicher. Da 8 GiByte in immer mehr Spielen Nachteile zeigen, empfehlen wir bei einem Neukauf 16 GiByte. Für diese Speichermenge müssen Anwender nicht mehr tief in die Tasche greifen - unsere beiden Testmuster beweisen es.

    Crucial CT2K8G4DFD8213 vs. HyperX Fury HX426C15FBK2/16: Die Duellanten

          

    Beide Sets umfassen zwei Riegel mit je 8 GiByte. Während Crucial die Sticks für zahmen DDR4-2133-Takt und die Timings 15-15-15-36 spezifiziert, garantiert Kingston immerhin DDR4-2666 bei den Latenzen 15-17-17-35. Die Spannungsvorgabe beträgt 1,20 Volt, was dem DDR4-Standard entspricht. Während Crucial die auf beiden Seiten des 3,2 cm hohen PCBs verbauten Micron-Chips ungekühlt lässt, sind die HyperX-Module mit einem farblich zum schwarzen PCB passenden Heatspreader ausgestattet. Die Gesamthöhe steigt dadurch leicht auf 3,4 cm. Die HyperX-Module mit Bausteinen von SK Hynix bieten ein korrekt programmiertes XM-Profil, das aus dem UEFI-Menü heraus geladen werden kann. Als Zugabe gibt es einen kleinen Aufkleber mit HyperX-Logo. Einen auslesbaren Temperatursensor bietet keines der Produkte.

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    Testduell mit 16 GiByte DDR4-RAM: Crucial vs. HyperX

    Crucial vs. HyperX: So testen wir

          

    Wir nutzen einen Core i7-6700K @ 4,0 GHz auf einem Asus Maximus VIII Extreme. Das Tuning-Potenzial ermitteln wir bei sechs Taktraten. Mit einer niedrigen Spannung von 1,20 Volt müssen sich die Kits bei DDR4-2133, DDR4-2400 und DDR4-2666 beweisen. Mit einer auf 1,35 Volt angehobenen Spannung ermitteln wir, inwiefern ein Betrieb bei DDR4-3000, DDR4-3333 oder DDR4-3600 möglich ist. Bei diesen Taktfrequenzen loten wir die geringstmöglichen Latenzen aus. Dazu gehen wir schrittweise vor und senken entweder die CAS-Latenz oder die Timings RCD, RP und RAS. Falls zum Beispiel der Betrieb bei 15-15-15-45 gelingt, stellen wir danach 14-15-15-45 ein und testen erneut.

    Das Undervolting-Potenzial ermitteln wir bei Standardtakt und ­-latenzen. Das Maximus VIII Extreme ermöglicht eine Spannungsabsenkung bis auf 1,00 Volt, was einer Reduktion um 17 Prozent gegenüber dem DDR4-Standard entspricht. Als Stabilitätstest kommt wie gewohnt das Programm HCI Memtest Pro zum Einsatz. Die Software konfigurieren wir so, dass mindestens 95 Prozent des verfügbaren Arbeitsspeichers genutzt wird. Auf eine Vollauslastung verzichten wir bewusst, da ansonsten Daten auf die SSD geschrieben werden, was den Testablauf bremst.

    In die Leistungsnote fließen auch mit Aida 64 ermittelte Benchmark-Werte, konkret die Kopierrate und die Zugriffszeit, ein. Der Speicher wird dabei exakt nach Herstellervorgabe hinsichtlich Takt und der Timings CAS, RCD, RP und RAS betrieben. Die Subtiming-Konfiguration überlassen wir dem Mainboard, so wie es wohl bei fast allen Spiele-PCs üblich ist. Wertungsrelevant ist der Bestwert von (mindestens) vier Durchläufen. Zusätzlich messen wir mit 7-Zip, wie schnell das Komprimieren und Verschlüsseln eines rund 3 GB großen Archivs gelingt. Hierbei handelt es sich um einen praxisnahen Test, der durch schnellen Arbeitsspeicher stark beschleunigt wird.

    Die Kühlleistung prüfen wir bei 1,35 Volt und DDR4-2133-Takt. Beim Mess-Equipment handelt es sich um die Lüftersteuerung Lamptron FC-6 sowie vier Messfühler des Typs Bitspower Thin Temperature Sensor. Die Fühler schieben wir so unter die Hitzeleitbleche, dass sie zwischen zwei Chips liegen. Das Endergebnis ist der auf 20 °C Raumtemperatur normierte Mittelwert nach 30 Minuten Auslastung mit HCI Memtest Pro. Des Weiteren prüfen wir, ob ein korrekt programmiertes Intel Extreme Memory Profile (XMP) vorliegt. Die AMD-Variante AMP gibt es bisher noch nicht für DDR4-Speicher.

    Crucial CT2K8G4DFD8213 vs. HyperX Fury HX426C15FBK2/16: Testergebnisse:

          

    Den Latenztest bei DDR4-2133/1,20 Volt entscheidet das HyperX-Set mit 10-11-11-33 für sich, das Crucial-Kit liegt mit 11-12-12-36 aber nur leicht dahinter. Das gleiche Spiel wiederholt sich bei DDR4-2400/1,20 Volt: Mit 11-13-13-39 statt 12-13-13-39 schneidet das Fury-Duo ein wenig besser ab. Das Latenz-Tuning bei DDR4-2666/1,20 Volt entscheiden die SK-Hynix-Chips unter den schwarzen Kühlblechen mit 12-14-14-42 klar für sich, das Crucial-Set erfordert entspanntere 14-15-15-45er-Timings. Overclocking auf DDR4-3000 bei 1,35 Volt stellt beide Kits vor keine Schwierigkeiten, auch hier fällt Crucial mit 14-17-17-51 gegenüber 13-16-16-48 aber ein bißchen zurück. DDR4-3333 konnten wir mit keinem der beiden RAM-Kits bei 1,35 Volt erzielen, größere Erfolgsaussichten hierfür bietet aber das HyperX-Duo.

    Im Temperaturtest bei 1,35 Volt erwärmen sich die Crucial-Sticks auf 44,5 °C, die mit Kühlkörpern ausgestatten Fury-Module erreichen lediglich 39,8 °C. In einem Detail kann Crucial dann allerdings doch punkten: Das Undervolting-Potenzial ist mit mindestens 17 Prozent größer als beim Konkurrenzprodukt mit 13 Prozent. Leider stoßen wir an die einstellbare Untergrenze, dem Kit reichen wahrscheinlich weniger als 1,00 Volt aus. Zu bedenken ist hierbei jedoch, dass der Standardtakt des HyperX-Sets höher liegt - 1,050 Volt für DDR4-2666 können sich sehen lassen.

    Beide Kits verfügen über einen Dual-Rank-Aufbau, durch den sie in der Praxis eine höhere Leistung als Speicherlösungen mit Single-Rank-Aufbau erzielen. DDR4-Sticks mit 4 GiByte Kapazität gibt es ausschließlich in Single-Rank-Bauweise, sie benötigen also höhere Taktfrequenzen für den gleichen Datendurchsatz. Sowohl in 7-Zip als auch in Aida64 haben die Fury-Riegel die Nase vorne. Der höhere Standardtakt verhilft ihnen zu einem ungefährdeten Vorsprung.

    ProduktHyperX FuryCT2K8G4DFD8213
    Hersteller (Website)Kingston (http://www.kingston.com)Crucial (http://www.crucial.com)
    ProduktnummerHX426C15FBK2/16CT2K8G4DFD8213
    PCGH-Preisvergleichhttp://www.pcgh.de/preis/1306647http://www.pcgh.de/preis/1151335
    Preis/Preis-LeistungsverhältnisCa. € 75,-/sehr gutCa. € 60,-/sehr gut
    Preis pro GiByteCa. € 4,69Ca. € 3,75
    Ausstattung (20 %)2,362,33
    KühlkörperStandard-HeatspreaderNicht vorhanden
    Besondere AusstattungAufkleber (HyperX-Logo)Nicht vorhanden
    Infos auf AufkleberSpannung, in Produktnummer: Kapazität, Takt, CAS-LatenzKapazität, Takt, CAS-Latenz, Spannung
    Eigenschaften (20 %)2,743,38
    Kapazität2 × 8.192 MiByte2 × 8.192 MiByte
    Vom Hersteller garantierter TaktDDR4-2666DDR4-2133
    Vom Hersteller garantierte Latenzen15-17-17-3515-15-15-36
    Vom Hersteller vorgesehene Spannung1,20 Volt1,20 Volt
    XMP-Werte (in UEFI auswählbar)DDR4-2666, 15-17-17-35, 1,20 Volt (XMP 2.0)Kein XMP
    Höhe/Breite mit Kühler3,4/0,9 cm3,2/0,4 cm
    Temperatur (Last, DDR4-2133, 1,35 Volt)39,8 °C44,5 °C
    Chips und Ranks pro Modul16/2 Stück16/2 Stück
    Chips (nicht garantiert!)/ThermalsensorSK Hynix H5AN4G8-TFC/neinMicron C9BDH/nein
    Leistung (60 %)2,593,02
    Undervolting bei Std.-Takt/-Latenzen-13 % (1,050 Volt)mind. 17 % (1,000 Volt)
    Stabile Latenzen bei 1,20 Volt (DDR4-2133/2400/2666)10-11-11-33/11-13-13-39/12-14-14-4211-12-12-36/12-13-13-39/14-15-15-45
    Stabile Latenzen bei 1,35 Volt (DDR4-3000/3333/3600)13-16-16-48/nicht stabil/nicht stabil14-17-17-51/nicht stabil/nicht stabil
    Kopierrate bei Std.-Takt/-Latenzen (Aida64)38.036 MiB/s31.335 MiB/s
    Latenz bei Std.-Takt/-Latenzen (Aida64)51,5 Nanosek.56,5 Nanosek.
    3 GB komprimieren/verschlüsseln bei Std.-Takt/-Latenzen187 Sek.204 Sek.
    Endnote2,572,95
    Fazit+ Günstig, tolles P/L-Verhältnis+ Extrem günstig, tolles P/L-Verhältnis
     + Viel Tuning-Reserven, niedrige Bauhöhe+ Viel Tuning-Reserven, geringe Bauhöhe
     + DDR4-2666 garantiert, gute Grundleistung- Nur DDR4-2133 garantiert, kein Kühler

    Crucial vs. HyperX: Fazit

          

    Wenn Sie den Test aufmerksam gelesen haben, wird es Sie nicht überraschen, dass das HyperX-Kit im Duell als Sieger vom Platz geht. Egal ob man die garantierte Taktfrequenz, die Benchmark-Ergebnisse, das Tuning-Verhalten oder auch die Wärmeentwicklung betrachtet: Das Fury-Duo hat die Nase vorne. Enttäuscht Crucial mit dem Kit CT2K8G4DFD8213? Nein, keineswegs! Sie erhalten hier 16 GiByte zum absoluten Schnäppchenpreis von unter 60 Euro und haben gute Chancen, die Leistung durch Overclocking deutlich zu steigern. Sparfüchse können daher ruhigen Gewissens zugreifen - es handelt sich um einen waschechten Spartipp. Wer für einen entsprechenden Mehrwert rund 75 Euro erübrigen kann, liegt mit dem HyperX-Kit richtig: Für den überschaubaren Aufpreis gibt es eine höhere garantierte Taktfrequenz, einen schön kompakten Kühlkörper und Speicherchips, die knackige Latenzen verkraften. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stufen wir auch in diesem Fall als sehr gut ein.

    Übrigens: Eine aktuelle Marktübersicht mit zehn DDR4-RAM-Kits finden Sie in der PCGH-Ausgabe 04/2016, die bis Anfang April beim Zeitschriftenhändler ausliegt, aber auch digital vertrieben wird. Das HyperX-Fury-Kit ist auch als PCGH-Edition mit weißem Kühlkörper - hier gibt es mehr Informationen.

  • Es gibt 13 Kommentare zum Artikel
    Von bootzeit
    Warum wusste ich vorher schon welches Kit gewinnt .
    Von Gamer090
    Wie kommst du auf 15€ ? Die von Kingston kosten 15€ mehr, schau dir das Video GENAU an!
    Von Speedwood
    Jetzt ehrlich ihr macht für 15€ einen Test Artikel ?!
    Von Oberst Klink
    Die Preise für DDR4 Ram sind ja schon fast atemberaubend niedrig. Selbst ein 32GB-Kit mit zwei 16GB Modulen und DDR…
    Von franz-the-cat
    Selber schuld ;für was brauchte man die umbedingt ?
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DDR4-RAM-Testduell mit 16 GiByte: Crucial vs. HyperX - wer gewinnt?
Wer auf ein Skylake-System aufrüstet, ist mit 2 × 8 GiByte gut aufgestellt. In diesem Artikel stellen wir Ihnen zwei preiswerte RAM-Kits mit dieser Kapazität vor und zeigen, wie sich die Modelle Crucial CT2K8G4DFD8213 und HyperX Fury HX426C15FBK2/16 hinsichtlich Ausstattung, Eigenschaften und Leistung voneinander unterscheiden.
http://www.pcgameshardware.de/RAM-Hardware-154108/Tests/DDR4-RAM-Testduell-16-GiByte-1189754/
24.03.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/03/DDR4-Test-pcgh_b2teaser_169.JPG
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