Polaris, Vega, Pascal, Volta: Grafikspeicherpreise sollen stark ansteigen
Aus Taiwan kommt ein Bericht, laut dem die durchschnittlichen Preise für GDDR-Speicherin einem Monat um gut 30 Prozent angestiegen sein sollen. Samsung und SK Hynix würden den Fokus verstärkt auf DDR-DRAM für den Server- und Mobile-Bereich legen, weshalb mit weiter steigenden Preisen bis zum Jahresende zu rechnen sei. Das hätte direkte Auswirkungen auf den Grafikkartenmarkt.
In den letzten Monaten sorgte vor allem die hohe Nachfrage bei Minern für steigende Preise von Grafikkarten und eine schlechte Verfügbarkeit. Wie die taiwanische Webseite digitimes.com berichtet, komme auf den Markt künftig noch ein weiteres Problem zu: Steigende Preise für GDDR5-Speicher, die die Boardpartner auf die Endkunden umwälzen würden. Seit Juli sei der Durchschnittspreis bereits von 6,50 auf 8,50 US-Dollar gestiegen - ein Plus von knapp 31 Prozent.
Digitimes.com beziehungsweise dessen Quellen gehen nicht weiter auf die Preisdetails ein. Gewiss ist, dass der 9-Gbps-GDDR5 auf einer Geforce GTX 1070 teurer ist als der 8-Gbps-GDDR5 auf der Radeon RX 580. Generell soll der Trend aber klar sein: Jedes Speichermodul für eine Grafikkarte mit GDDR5-Speicher soll teurer geworden sein. Im Desktop-Bereich hängt üblicherweise an jedem 32-Bit-Controller ein RAM-Chip, sodass die steigenden Preise pro Grafikkarte vier- bis 12-fach aufsummiert werden. Server- und Workstation-Ableger kommen mitunter auf die doppelte Menge.
Grund für die steigenden Preise sei ein Fokus der beiden größten Speicherhersteller Samsung und SK Hynix auf DDR-DRAM, um der Nachfrage im Server- und Mobile-Bereich (Smartphones) Herr zu werden. Vergangenes Jahr häuften sich bereits Meldungen, dass der DDR4-Arbeitsspeicher für Endkunden deshalb teurer geworden sei, weil die Hersteller immer mehr DRAM in die beiden zuvor genannten Bereiche lieferten. GDDR-DRAM soll in den kommenden Monaten noch teurer werden. Samsung wolle die GDDR-Produktion erst ab dem vierten Quartal wieder verstärken, wobei das erst Auswirkungen ab 2018 hätte.
Die Problematik würde AMDs komplettes Polaris-Line-Up betreffen, das ausschließlich auf GDDR5 setzt. Nvidia setzt den Speicher bis zur Geforce GTX 1070 ein, deren Preis in Folge des Ethereum-Booms schon stark angestiegen war. Ab der GTX 1080 kommt GDDR5X zum Einsatz. Dieser wird von Micron gefertigt, der innerhalb der Speicherbranche sein eigenes Süppchen kocht. Auswirkungen könnte der Fokus auf DDR-DRAM auch auf die kommende Volta-Generation haben, die im Desktop-Bereich mit GDDR6 daherkommen soll.


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Kleiner Tipp: Warum, glaubst du, kostet ein Konsolen Spiel immer ~10€ mehr, als das Pendant aufm PC?
Richtig: Subventionierung der Konsolen Hardware. Aber Sony & Co. reduzieren die Preise natürlich nur, wenns gar nicht mehr anders geht - ergo zahlst du am Ende sogar kräftig drauf.
Konsole = Apple für Gamer
@T
Die Preisteigerung für GDDR5 sollte sich derzeit eher kaum bemerkbar machen, die Preise wegen des Mining Booms schlucken das einfach.
Wichtiger ist die Frage, ob das endlich nun zu etwas günstigeren Preisen bei DDR4 führt... (Drecks "Smartphones"...
MfG
BD
Who cares? 10€ mehr, dafür kann ich die Games locker verkaufen.
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Da dürfte alleine der Euro/Doller Wechselkurs der die letzten paar Wochen stark gestiegen ist einen viel deutlicheren (vergünstigenden) Effekt haben. Aber ich vermute diese Vergünstigung wird nicht an den Endkunden weitergegeben... sonst müssten eigentlich alle Waren aus dem Amiland die letzten 4 Wochen 10% billiger geworden sein.
So eine Aussage ist meiner Meinung nach einfach abartig und eine Beleidigung an alle die für den Mindestlohn arbeiten müssen, insbesondere eine Beleidigung an jene, welche vom Amt gezwungen werden für den Mindestlohn (oder weniger) zu arbeiten.
Ein schlechtes Gehalt heißt sehr sehr sicher nicht, dass die betroffene Person nicht will, oder kann. Wer so etwas von sich gibt, der kann sehr sicher manches nicht!
@topic
Die Preise sind ja eigentlich gar nicht so hoch. Als ich damals mein FX System gebaut habe, also so 2012, haben 8GB DDR3 (2x4GB) ca. 200€ gekostet. Jetzt kosten 8GB DDR4 unter 100. Wir wurden bloß eine ganze Weile verwöhnt. Nämlich seit Sandybridge. In der Zeit hat sich bei den CPUs von der reinen Leistung nicht viel getan und bis jetzt DDR4 kam, war demnach weniger Absatz für DDR3 RAM (man musste ja weniger aufrüsten), weshalb die Preise entsprechen niedrig waren. Jetzt wird wieder viel Aufgerüstet und deshalb können sie sich solche Preise erlauben.
@Topic:
Meine Glaskugel sagt:
DDR4 wird wohl dieser Jahr nicht mehr wirklich günstiger