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Games World
  • Quantum Break gespielt: Schon auf der Xbox One eine technische Wucht

    Brachiale Echtzeitzerstörung, smarte K.I., coole Gameplay-Ideen: In Quantum Break trifft Katastrophen-Action Marke 2012 auf Max Payne 4 und das auch auf dem PC. Wir haben bei Remedy Hand angelegt.

    Quantum Break wird eine technische Wucht. Wir haben zwar bisher nur die Xbox-One-Version erlebt, doch auch die zeigt bereits, wo die Reise hingeht. Hin zu brachialer Echtzeit-Zerstörung, die Sie förmlich jagen wird. Wenn zehn schwer bewaffnete Spezialeinheiten des Hightech-Konzerns Monarch mit ihren M4-Sturmgewehren das Feuer in einer Bibliothek eröffnen, dann durchschlagen die Kugeln nicht nur das kunstvoll geschnitzte Holz der Regale, sie zerfleddern auch die Bücher. Hunderte Seiten flattern durch den Raum, tanzen förmlich mit den unzähligen Holzsplittern, die aus den Schränken gerissen wurden. Schrot aus einer SPAS-12-Shotgun wummert richtig und die Geschosse lassen förmlich eine Vitrine explodieren.

    Wo viele Spiele mehr Sound als Physik nutzen, um Sie weiter zu treiben und Ihnen das Gefühl zu geben, in einem spielbaren Stirb Langsam gelandet zu sein, nutzt Remedy brutale Zerstörung. Während Sie von Deckung zu Deckung hechten, wird die halbe Bibliothek zerstört. Anders als in Max Payne frieren Sie hier jedoch nicht den ganzen Raum in eine Zeitblase ein, sondern nur einen bestimmten Punkt im Level. Time Stop nennt sich das, eine Zeitblase, die in einem gewissen Radius den Gegner einfriert. Halten Sie jetzt zuerst auf den Feind und zerreißen mit einer Ladung Blei die Büste des Gründers der Riverport University und frieren dann die Soldaten von Monarch in die blubbernde Zeitwolke ein, erinnert die Szenerie an die Foyerszene aus Matrix. Stellen Sie sich entschlossen dreinschauende Elitesoldaten vor, die von Hunderten kleinen Splittern umspielt werden.

    Wir sind auf dem PC groß geworden ... In diese blubbernde Wolke schießen sie eine zweite Ladung Kugeln rein, die bleiben dort stecken, sammeln sich an. Geht die Zeit weiter, fliegen die Kugeln im Bündel gen Feind, durchschlagen die Kevlarwesten der Söldner und wirbeln sie gegen die nächste Schrankwand. Microsoft hat bereits mit Rise of the Tomb Raider bewiesen, dass sie mit ihren Studios aus einem schicken Xbox-One-Spiel einen grafischen Benchmark auf PC setzen können. Wir hoffen einfach mal, dass ihnen das auch im Zusammenspiel mit Remedy gelingt, schließlich sind das alte PC-Veteranen. "Wir sind auf dem PC groß geworden, ohne Max Payne hätten wir nicht die Gelegenheit bekommen, uns mit Alan Wake und Quantum Break zu beweisen", so Creative Director Sam Lake. Alte Liebe, neu entfacht.

    Hinweis: Microsoft klammert die Konkurrenten Steam und GOG aus, Quantum Break gibt's nur auf der Hausplattform Windows 10 Store, was möglicherweise technische Modding-Einschränkungen bezüglich SweetFX & Co. mit sich bringen könnte. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

    Eine K.I., die Sie aus der Deckung treibt

    Das Gameplay klingt mehr nach Superhelden-Show, als es sich spielt, denn die K.I. ist richtig gut darin, Ihre Manöver zu antizipieren. Ihre Lebensenergie sackt gen Keller, Sie sehen eine Marmorsäule, wollen sich per Time Dodge schnell wie DC Comics The Flash in Deckung hechten, doch die Künstliche Intelligenz hat bereits eine Granate in die Richtung geworfen. Und pulverisiert damit zwar nicht die Marmorsäule, verwandelt sie aber in einen Schweizer Käse, der durch seine Löchrigkeit deutlich weniger Schutz bietet. Für die Präsentation zur Gamescom hat Remedy es nicht geschafft, die K.I. zu implementieren, deshalb waren die Monarch-Einheiten in Kölle noch mehr Opfer als Gegner. Jetzt jedoch agieren sie mit militärischen Scharfsinn, teilen sich auf, positionieren Scharfschützen auf erhöhten Positionen, dringen in kleineren Gruppen vor. Ein Team versucht, Sie zu beschäftigen, jeweils ein anderes schleicht sich über die rechte und linke Flanke an.
    Je nach Level ist Quantum Break ein sehr taktisches Erlebnis.
    Je nach Level ist Quantum Break dabei ein sehr taktisches Erlebnis mit - so glauben wir zumindest nach den ersten Stunden - hohem Widerspielwert. Denn wenn Sie die Time Vision aktivieren, werden ähnlich wie in Assassin's Creed Objekte angezeigt, mit denen Sie interagieren können. Daraus ergeben sich smarte Manöver, etwa wenn Sie im exakt richtigen Moment auf zwei Stahlseile schießen, dadurch eine Metallbahre runterklappt, so ein Ölfass ins Rollen kommt und das vor eine Spezialeinheit kullert. Time Stop aktivieren, Kugeln rein in die Zeitblase, die läuft nach rund drei Sekunden weiter, das Blei durchbohrt den Kanister und Boom. Klingt einfach, ist es aber nicht, weil sich alle Zeitkräfte am rechten Bildschirmrand erst wieder aufladen müssen. Investieren Sie also die restliche Zeit-Energie in den gerade beschriebenen Move, können Sie nicht mehr das Time Shield aktivieren, quasi eine kugelsichere Zeitwand, um eintreffende Kugeln abzuwehren. Und natürlich entwickelt sich auch der Feind weiter, experimentiert mit Chronos-Kräften und wirft Ihnen später beispielsweise eine Granate vor die Füße, die Ihnen alle Zeitkräfte temporär wegnimmt. Striker wiederum tragen Chronos-Anzüge und können sich genauso schnell bewegen wie Sie, ein herrliches Katz- und Mausspiel beginnt. Und dann gibt es ja noch die Level, in denen Antagonist Paul Serene die Szenerie in einen Katastrophenfilm Marke 2012 verwandelt.

    01:47
    Quantum Break: "The Cemetary" - Neuer Trailer zum Action-Adventure
    Spielecover zu Quantum Break
    Quantum Break

    Ein glaubhafter Antagonist und Katastophen-Action aus Hollywood

    Wir wollen gar nicht zu viel von der Geschichte vorweg nehmen, aber sie fühlt sich glaubhaft an. Game of Thrones-Star Aiden Gillen (der Paul Serene spielt) ist kein zweiter Kevin Spacey, der in Advanced Warfare für nicht viel mehr als noch mehr Geld und Macht die Welt in Flammen setzt, vielmehr verbindet ihn eine gemeinsame Vergangenheit und tiefe Freundschaft mit dem Protagonisten Jack Joyce, den er in der Universität töten lassen wollte. Warum? Nun, eigentlich wollte er in der Zeit zurückreisen, um einen Menschen zu retten, doch das Experiment geht schief und als Paul an die Riverport University zurückkehrt, ist er nicht nur deutlich älter, sondern auch deutlich reicher und Inhaber des größten Tech-Konzerns der USA, der Monarch Corporation.

    Durch sein fehlgeschlagenes Experiment sieht Paul Zeit als Gefahr für die Menschheit und will sie stoppen. Monarch beschäftigt auch eine gewaltige Privatarmee, die neben polizeilichen Kräften unter anderem die Security für Riverport stellt. Seit den Amokläufen an US-Universitäten, leisten sich diese ja auch in der realen Welt mitunter schwer bewaffnete Security, die mit vom US-Militär nicht mehr benötigten gepanzerten Humvees über den Campus fahren. Daraus macht Remedy einen interessanten Twist, denn immer wieder werden Sie in die Haut von Serene schlüpfen, Szenerien im Spiel erkunden und Entscheidungen treffen.

    Die Schießerei und Explosionen an der Universität wird von den Medien kritisch beäugt, da wäre es doch eigentlich ganz praktisch, Jack die Schuld in die Schuhe zu schieben und ihn als Terroristen zu brandmarken, unterstützt von erpressten Aussagen einer Uni-Mitarbeiterin. Alternativ können Sie Amy auch töten lassen, worauf allerdings Proteste vor Ihrem Hauptquartier stattfinden werden, die letztlich in roher Gewalt eskalieren könnten. Paul verfügt zudem über signifikant stärkere Kräfte als Jack und kann die gesamte Welt in eine Mischung aus 2012 und Inception verwandeln, in der Trucks von Brücken stürzen, ganze Autos durch die Luft gewirbelt werden und sich eine wahre Partikelflut über Ihrem Kopf ergießt.

    Wenn Remedy jetzt noch auf dem PC so grafisch opulent und aufwendig optimiert abliefert wie die kalifornischen Kollegen von Crystal Dynamics/Nixxes bei Rise of the Tomb Raider, steht uns am 05. April endlich wieder ein Remedy-Blockbuster auch für PC ins Haus.

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      • Von mistermeister Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Wenn das alles stimmt wird es wohl der bese Action Titel aller Zeiten, oder zumindest seit langem... Mal abwarten - Obwohl Remedey mich noch nie wirklich enttäuscht hat, dem Schrott Box Deal natürlich ausgenommen...
      • Von Scholdarr BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Leob12
        Ich kann genauso gut positiv über ein Spiel sprechen, ist dann auch Werbung, und zwar gratis.
        Naja, wie auch immer. Ich denke, du weißt, worum es mir ging. Haken wir es ab, ok?
      • Von Leob12 Volt-Modder(in)
        Ich kann genauso gut positiv über ein Spiel sprechen, ist dann auch Werbung, und zwar gratis.
      • Von Scholdarr BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Leob12
        Zeig mir die Stelle mit der gekauften Meinung bitte.
        ->
        Zitat von Leob12
        Solche Werbetexte gabs auch schon zu The Division.
        Wenn die PCGH einen Werbetext für The Division schreibt, muss es sich um eine gekaufte Meinung handeln. Ansonsten wäre es keine Werbung, sondern einfach eine normale Meinung. Mit Werbetext implizierst du ziemlich eindeutig, dass PCGH etwas zu Gunsten von Ubisoft schreibt (oder hier zu Gunsten von Microsoft). Und warum sollte die PCGH solche einen Text schreiben, wenn sie dafür keine Gegenleistung erhalten? Ergo wurde der Artikel gekauft (direkt oder indirekt, das ist egal).

        Ich gebe allerdings zu, dass zwei andere User hier im Thread das noch deutlich klarer formuliert haben. Meine Antworten zum Sachverhalt waren auch auf die Posts dieser User bezogen.
      • Von Leob12 Volt-Modder(in)
        Zitat von Scholdarr
        Schon mal daran gedacht, dass der Redakteur das Spiel einfach wirklich toll fand? Solls ja geben, dass sich manche Leute von Videospielen einfach noch begeistern lassen und nicht ständig nur das Haar in der Suppe suchen...

        Das heißt natürlich nicht, dass du Texte nicht kritisch lesen sollst und dir keine eigene Meinung bilden sollst. Es heißt aber sehr wohl, dass eine Meinung nicht gleich gekauft ist, nur weil sie etwas als eindeutig positiv darstellt.
        Zeig mir die Stelle mit der gekauften Meinung bitte.
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Quantum Break
Quantum Break gespielt: Schon auf der Xbox One eine technische Wucht
Brachiale Echtzeitzerstörung, smarte K.I., coole Gameplay-Ideen: In Quantum Break trifft Katastrophen-Action Marke 2012 auf Max Payne 4 und das auch auf dem PC. Wir haben bei Remedy Hand angelegt.
http://www.pcgameshardware.de/Quantum-Break-Spiel-15745/Specials/Vorschau-1186262/
20.02.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/02/QuantumBreak_05-pcgh_b2teaser_169.jpg
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