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  • Prototype 2: Das Action-Spektakel mit Open-World-Setting in der Leistungs-Analyse

    Konsolenspieler können schon seit Ende April in der offenen Spielwelt von Prototype 2 Unruhe stiften. Seit dem 27. Juli dürfen sich auch PC-Spieler mit einer verschönerten Optik in New York Zero austoben. PCGH zeigt, mit welcher Hardware der Titel geschmeidig läuft.

    Das technische Fundament von Prototype 2 ist die Titanium-2.0-Engine, ein Spielemotor, der optimal für einen Open-World-Titel geeignet ist und den Höhepunkt der kontinuierlichen Eigenentwicklung seit der Gründung von Radical Entertainment im Jahr 1991 darstellt. Obwohl die Basistechnik auf allen Plattformen zum Einsatz kommt, hat Radical die zusätzlich Entwicklungszeit für die PC-Version dazu genutzt, um diese mit Render-Tricks optisch aufzuwerten, die nur mit der Plattform PC möglich sind. Dazu gehören eine Unterstützung für höhere Auflösungen, eine bessere Kontrolle über die Kantenglättung (FXAA), eine höhere Darstellungsqualität bei Schatten und Partikeleffekten sowie eine höhere Distanzdarstellung. Auf eine DX11-Unterstützung haben die Macher allerdings verzichtet, sodass vor allem die aktuelle DX11-Grafikkarten-Generation - wie wir gleich noch sehen - nicht allzu sehr gefordert wird; stattdessen wird DX9 eingesetzt.

    Der Prozessor als Fps-Garant
    Dank der hochwertigen Physiksimulation für die ungewöhnlich hohe Zahl an Objekten und Trümmerteilen sowie der von Radical Entertainment selbst entwickelten Zerstörungstechnologie inklusive Schadensmodell und Verformung muss der Prozessor bei Prototype 2 sehr viel leisten. Da die CPU auch bei dem Open-World-Action-Spektakel auch noch für die Animation der NPCs und des Protagonisten verantwortlich ist, ist deren Leistung der entscheidende Faktor für spielbare Fps-Raten in Prototype 2.

    Wie unser Skalierungs-Benchmark unten verdeutlicht, schafft es der Phenom II X6 1100T im Zusammenspiel mit einer GTX 580 trotz sechs Rechenzentralen und immerhin 3,3 GHz Takt nicht, die von uns für ein flüssiges Spielvergnügen festgesetzte Grenze von 45 Bildern pro Sekunde zu erreichen. Selbst ein Core i7-2600K, bei dem wir zwei Kerne sowie SMT deaktivierten, war hier noch schneller. Bereits das Zuschalten von SMT bringt den Core i7-2600K mit 44 Fps ganz nah an die Spielbarkeitsmarke. Aktiviert man dann noch die ursprüngliche Kernzahl, ist die Intel-CPU um 15 Fps (40 Prozent!) schneller als der AMD-Sechskerner.

    Vom direkten Leistungsvergleich abgesehen fällt aber auf, dass die Basistechnik von Prototype 2 wie von den Entwicklern im Interview mit der PCGH in der Ausgabe 07/2012 (Seite 126/127) versprochen, sehr gut mit Mehrkernprozessoren skaliert. So steigt beim Phenom II X6 1100T die Gesamtleistung von 26,6 Fps mit zwei auf 34,1 Fps (plus 28 Prozent) mit vier und auf 38 Fps (plus 43 Prozent) bei sechs Leistungszentralen.

    Prototype 2 CPU Skalierung

    Grafikkarte kaum gefordert
    Obwohl Prototype 2 grafische Schmankerl wie SSAO, Echtzeitreflexionen, Soft Shadows, Tiefen- und Bewegungsunschärfe, partielles Deferred Lighting, eine HDR-Renderpipeline oder S-curve Tone Mapping auffährt, wird die Grafikkarte der Action-Fans nur wenig gefordert. Das bescheigt auch unsere mit einem dreißig Sekunden langen Lauf durch die Straßen von New York Zero angefertigten Grafikkarten-Benchmarks (unten). Für die Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 reicht in Kombination mit einer leistungsstarken Rechenzentrale wie dem von uns eingesetzten Core i7-3770K @ 4,5 GHz bereits die GTX 460 oder HD 6870 für einen (nahezu) ruckelfreien Spielspaß mit 47 Fps respektive 44,7 Fps. Selbst eine Veteranin wie die GTX 260 schafft noch fast 40 Frames pro Sekunde. Was dagegen verwundert, ist das schwache Abschneiden der RadeonHD 6870, dafür liegen in 1.080p mit allen Details sowohl die RadeonHD 7970/7950 als auch die 7870 vor Nvidias Geforce GTX 680 und Geforce GTX 670.

    Ihr volles Leistungspotenzial spielen Nvidias und AMDs High-End-Karten und Modelle der oberen Mittelklasse erst bei einer sehr hohen Auflösung von 2.560 x 1.600 aus. Hier setzten sich dann die Geforce GTX 680 und Geforce GTX 670 vor die Radeon HD 7970 und die GTX 580 zieht an der RadeonHD 7950 vorbei. Auch hier fällt das relativ schlechte Abschneiden der HD 6950, HD 6870 und der HD 5870 auf . Mit diesen Karten ist Prototype 2 genauso nur bedingt spielbar wie mit einer Geforce GTX 470 und GTX 460, wobei die HD 5870 noch von erstgenannter Karte und die HD 6950 vom zweitgenannten 3D-Beschleuniger geschlagen wird. Wer die Möglichkeit hat Prototype 2 mit einer meist nur an 27- oder 30-Zoll-Monitoren verfügbaren Auflösung von 2.560 x 1.600 zu spielen, benötigt mindestens eine GeforceGTX 560 Ti oder Radeon HD 7870.

    Prototype 2 Grafikkarten Benchmarks

    Tuning: Wenig Leistungsgewinn trotz schlechterer Optik
    Das Grafik-Optionsmenü von Prototype 2 bietet acht Möglichkeiten, die Grafikqualität für eine bessere Performance zu verringern. Da der Prozessor aber bei der Gesamtleistung die entscheidende Rolle spielt, bringt die Minimaleinstellung bei den meisten Schaltern nur eine sichtbare Verschlechterung der Optik (siehe Vergleichsbilder), aber kaum ein Leistungsplus. Im Tuning-Test mit einen aus einem Phenom II X4 960BE, einer Geforce 8800 GT und 4 GiByte RAM bestehenden System erzielten wir lediglich beim Wechsel von der Full-HD-Auflösung auf 1.680 x 1.050 Bildpunkte einen Anstieg der Fps-Rate von 26 auf 28 Fps. Bei allen anderen Schaltern, selbst beim Ausschalten der sonst viel Render-Leistung fordernden Umgebungsverdeckung (SSAO) war nicht mehr als ein zusätzlicher Frame herauszuholen. Daher rentieren sich Tuning-Maßnahmen höchstens, wenn Sie Prototype 2 mit einer sehr lahmen Grafikkarte spielen. Das Aufrüsten auf einen sehr flotten Prozessor ist oft die bessere Alternative.

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    Fazit: Leistungsanalyse Prototype 2
    Beim Open-World-Action-Titel von Radical Entertainment spielt der Prozessor sprichwörtlich die erste Geige und ist hauptverantwortlich für die Performance. Für einen Spielspaß ohne Ruckeleinlagen benötige Sie allerdings schon ein Modell der Oberklasse, beispielsweise einen Core i5-2500K oder Core i5-3570K. Die Grafikkarte dagegen hat deutlich weniger zu tun, hier sind Sie mit einem Modell der unteren Mittelklasse, beispielsweise eine Geforce GTX 460 oder Radeon HD 6870 bestens für die 1080p-Auflösung mit allen Detail inklusive FXAA bestens gerüstet. Tuning ist ebenfalls nur bedingt möglich, bringt aber nur bei einer Einsteigerkarte eine spürbare Leistungsverbesserung.

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    01:58
    Prototype 2 - Trailer zeigt die deutsche Version
    Spielecover zu Prototype 2
    Prototype 2
  • Prototype 2
    Prototype 2
    Publisher
    Activision Blizzard
    Developer
    Radical Entertainment
    Release
    27.07.2012

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    Es gibt 14 Kommentare zum Artikel
    Von GrEmLiNg
    nöö, es wird ja auch richtige Games geben. UE 4.0 Games oder Crysis 3 selber..
    Von M4xw0lf
    Um dich die nächsten 10 jahre über GCN-optimierte NextGen-Konsolenports zu ärgern?
    Von GrEmLiNg
    ehehe Das Böse erwachen wird sowieso mit den neuen Games kommen, weiss schon warum ich 2 GTX 680 hab Aber verdammt…
    Von Schaffe89
    Gibts dazu noch ne Antwort? Würde mich auch interessieren?Wie siehts mit der Leistungsfähigkeit eines FX-8120 @4,2ghz…
    Von M4xw0lf
    Brechen die HD7000er dann so stark ein, oder legen die GTX600er tatsächlich noch zu?
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Prototype 2
Prototype 2: Das Action-Spektakel mit Open-World-Setting in der Leistungs-Analyse
Konsolenspieler können schon seit Ende April in der offenen Spielwelt von Prototype 2 Unruhe stiften. Seit dem 27. Juli dürfen sich auch PC-Spieler mit einer verschönerten Optik in New York Zero austoben. PCGH zeigt, mit welcher Hardware der Titel geschmeidig läuft.
http://www.pcgameshardware.de/Prototype-2-Spiel-16077/Tests/Prototype-2-Test-Benchmark-1014497/
03.08.2012
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2012/07/Prototype_2_PCGH_maxed_und_downsampled_24.jpg
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