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  • Primal Carnage im Test: Jurassisch guter Dino-Shooter?

    Primal Carnage ist ein asymmetrischer Multiplayer-Shooter, bei dem sich Dinosaurier und Söldner in bester Turok-Manier gegenseitig an die Kehle springen - mit gelungener Soundkulisse und einer sauber in Szene gesetzten Optik auf Basis der Unreal Engine 3.

    Videospiele mit Dinosauriern blicken auf eine jahrelange Tradition zurück - insbesondere Turok, Dino Crisis, Paraworld und Jurassic Park (Trespasser) seien hier genannt. Ab den späten 90ern konnte jedoch keiner der neueren Titel wirklich überzeugen, zumal es sich hierbei zumeist um Singleplayer-Spiele handelt. Mit Primal Carnage wagt das Indie-Entwickler-Studio Lukewarm Media einen anderen Blickwinkel und veröffentlicht einen Klassen-basierten asymmetrischer Multiplayer-Shooter mit aktueller Technik.

    Primal Carnage im Test: Dinos und Menschen statt Katz und Maus

    Primal Carnage im Test (27) Primal Carnage im Test (27) Quelle: PC Games Hardware / y33H@ Aufseiten der aus der Ego-Perspektive spielenden Sölder steht der Commando samt schwerem MG und Granatwerfer seinen Mann, der Pyro mit seinem Kettensägen-bestückten Flammenwerfer (der Lancer aus Gears of War lässt grüßen) fackelt nicht lange und schleudert Handgranaten, die Wissenschaftlerin attackiert per Scharfschützengewehr oder Betäubungspfeilen, der Trapper fängt Dinos per Netzkanone und erdolcht sie oder zückt seine Akimbo-Pistolen, während der indianische Pfadfinder mit einer Shotgun und Magnesium-Flares im Nahkampf austeilt.

    Primal Carnage im Test (33) Primal Carnage im Test (33) Quelle: PC Games Hardware / y33H@ Die Gegenseite - welche in der 3rd Person antritt - lässt einen Pteranodon in die Lüfte steigen, der sich von oben herabstürzt oder Menschen in den Himmel hievt um die dann in die Tiefe stürzen zu lassen. Der Novaraptor ist extrem wendig, springt sehr weit und wenn er samt seiner Sichelkralle einmal einem Opfer aus dem Hinterhalt in den Rücken gefallen ist, bedeutet dies meist das Ende - Vorbesteller dürfen übrigens den gefederten Skin nutzen, welcher auf den Servern die Regel ist. Der kleine schwächliche Dilphosaurus spuckt Säure, welche Gegner blendet und sein giftiger Biss sorgt für anhaltenden Schaden - im Gegensatz dazu ist der gehörnte Carnostaurus mit seiner Rammattacke ein riesiges Monster. Einzig der monströse Tyrannosaurus Rex ist noch größer und verschlingt Gegner mit seinem gigantischen Maul, ist aber aufgrund seiner gemächlichen Geschwindigkeit anfällig für feindliches Feuer.

    Primal Carnage im Test: Asymetrisch, aber ausbalanciert

    Primal Carnage im Test (2) Primal Carnage im Test (2) Quelle: PC Games Hardware / y33H@ Bisher bietet der Shooter nur einen einzigen Spielmodus, nämlich klassisches Team Deathmatch (TDM) auf fünf Karten - Lukewarm Media verspricht jedoch in Kürze kostenlos neue Modi und weitere Maps zu veröffentlichen. Die bisherigen Schauplätze wie ein Hafen, eine Basis im Dschungel, ein dichter Wald samt Unterholz, ein Flughafen bei Nacht und strömendem Regen sowie ein frappierend an Jurassic Park erinnerndes Atrium bieten jedoch bis dahin genügend Abwechslung - zumal jede Klasse hier ihre Vorteile ausspielen kann.

    Primal Carnage im Test (19) Primal Carnage im Test (19) Quelle: PC Games Hardware / y33H@ In den meisten Matches gruppieren sich die Menschen und decken einander den Rücken, während die Dinosaurierer einerseits schnell wie möglich versuchen, Opfer gezielt zu isolieren und auszuschalten oder aber sich mit den beiden großen Carnivoren (Tyrannosaurus Rex und Carnostaurus) mitten ins Getümmel stürzen. Je nach Map und Mitspielern funktioniert dies sehr gut, gerade auf der Flughafen-Karte endet das Spiel jedoch oft in einem unkoordinierten Gemetzel - Primal Carnage bietet leider derzeit keinen Sprach-Chat, was sich nur mit privaten Servern sowie Teamspeak oder Skype umgehen lässt. Generell sind die Partien sehr flott und actionreich, Autohealing gibt es nicht (dafür Medipacks sowie Munitionskisten) und gerade die Raptoren sind unberechenbar.

    Primal Carnage im Test: Polierte Unreal Engine 3 mit viel Dino-Atmosphäre

    Primal Carnage im Test (5) Primal Carnage im Test (5) Quelle: PC Games Hardware / y33H@ Einst basierte das Spiel auf der DX11-fähigen Unigine-Engine, das finale Primal Carnage setzt hingegen auf DX9 in Form der Unreal Engine 3. Diese bietet eine zeitgemäße Optik mit einer stimmigen schicken Beleuchtung samt weichen Schatten und Umgebungsverdeckung sowie Tiefenunschärfe, die Texturen der Umgebung wie auch der detaillierten Dinosaurier sind meist hoch aufgelöst und gerade die Urzeitviecher rennen, hüpfen sowie fliegen geschmeidig umher. Wie es sich für ein PC-exklusives Spiel gehört, bietet Primal Carnage Multisample-Kantenglättung [Update: seit der v1.1.1 fehlt MSAA] sowie anisotrope Filterung, selbst das horizontale Sichtfeld (Field of View - FOV) ist anpassbar.

    Primal Carnage im Test (20) Primal Carnage im Test (20) Quelle: PC Games Hardware / y33H@ Passend dazu knurren sowie brüllen insbesondere die Raptoren und der Tyrannosaurus Rex herrlich diabolisch (die Schritte dagegen sind leider viel zu leise), die Shotgun hört sich schmerzhaft gut an und der Soundtrack im Hauptmenü stimmt hervorragend auf die Gefechte ein - während diesen aber schweigt die Musik. All das kostet natürlich Leistung und so erreicht unser Testsystem mit maximalen Details samt 4x MSAA plus 16:1 AF in 2.560 x 1.600 Pixeln nur 30 bis 40 Bilder pro Sekunde - angesichts eines Core i5-3570K @ 4,0 GHz und einer Geforce GTX 580 langt Primal Carnage also durchaus gut hin. Als Kopierschutz sowie für die auf Wunsch dedizierten Server setzen die Entwickler auf Steam, ein Account ist ergo Pflicht.

    Primal Carnage im Test: Wer Jurassic Park mag, greift zu

    Der asymmetrischer Multiplayer-Shooter, welcher populäre Dinosaurier-Spezies gegen gut ausgerüstete Söldner antreten lässt, bietet derzeit zwar nur fünf gut ausbalancierte Maps sowie einzig Team Deathmatch - dafür macht er richtig Laune, sofern Sie etwas für Urzeitviecher über haben; gerade als flinker Raptor oder gigantischer T-Rex entfaltet der Titel sein Flair. Primal Carnage kostet bei Steam 14 Euro und ist grafisch das bisher beste Dino-Spiel, welches zudem mit weiteren Karten sowie Spielmodi kostenlos erweitert werden soll - was wichtig ist, da Abwechslung für Kurzweil sorgen muss. Und zu nun zurück in den Dschungel, unser gefiederter Novaraptor zuckt schon nervös mit seinen Sichelklauen ;-)

  • Primal Carnage
    Primal Carnage
    Publisher
    Lukewarm Media

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    Es gibt 19 Kommentare zum Artikel
    Von Payne6t6
    @Marc:Jupp, fehlt in der Tat bei mir, dafür hab ich MotionBlur! [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
    Von PCGH_Marc
    Wie im Test erläutert und auf dem Screenshot des Grafikmenüs zu sehen gibt's Kantenglättung. Fehlt diese Option bei…
    Von Payne6t6
    Ich dachte schon, mein PC spinnt... Es spielt sich wirklich nicht mehr sonderlich schön wenn zu viele Spieler auf…
    Von M3talGuy
    Hab mir das Spiel Gester nach der Arbeit mal promt gekauft und geladen. An sich is das Spiel echt gut, aber noch gut…
    Von Jabberwocky
    Hab gestern Abend ne Stunde gezockt.Das Spiel macht richtig Laune. Perfekt für ne kleine Session zwischendurchBeim…
      • Von Payne6t6 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        @Marc:
        Jupp, fehlt in der Tat bei mir, dafür hab ich MotionBlur!

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        Wie im Test erläutert und auf dem Screenshot des Grafikmenüs zu sehen gibt's Kantenglättung. Fehlt diese Option bei dir?

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Payne6t6 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ich dachte schon, mein PC spinnt... Es spielt sich wirklich nicht mehr sonderlich schön wenn zu viele Spieler auf einem Server sind. Am besten einen mit 10 Spielern wählen, dann ist der Spielspaß noch gewährleistet. Ich finds auch ein wenig schade das keine Kantenglättung im Grafikmenü angeboten wird. Kann es sein das es ein FPS Limit bei 90 gibt? Bei mir klebt FRAPS immer an der 90er Marke...
      • Von M3talGuy Sysprofile-User(in)
        Hab mir das Spiel Gester nach der Arbeit mal promt gekauft und geladen.
        An sich is das Spiel echt gut, aber noch gut ausbaufähig.
        Serverbrowser ist eher mager (Keine sortierung nach Ping etc.),
        Hitmarker wären nicht schlecht (man weiß halt nicht wirklich ob man trifft oder nicht außer man sieht Blut),
        mehr Gametypes, Mehr Server in DE () und evtl Koop Survival oder sowas

        Aber für 14€ definitiv kein Fehlkauf. macht gut laune und is wirklich gut balanced.
      • Von Jabberwocky Freizeitschrauber(in)
        Hab gestern Abend ne Stunde gezockt.
        Das Spiel macht richtig Laune. Perfekt für ne kleine Session zwischendurch
        Beim Servereinstieg kann man frei zwischen Menschen und Dinos wählen, vorausgesetzt das Team ist ausbalanciert. Nach der Hälfte der Runde wird jedoch gewechselt, sprich; die Menschen werden zu Dinos und umgekehrt. Was wohl der Fairness dienen sollte.
        Die Balance zwischen Menschen und Dinos finde ich tiptop, weder die Menschen sind den Dinos überlegen, noch umgekehrt. Ist einzig eine Frage des Könnens
        Leider waren die Server gestern noch etwas laggy, auch wenn der Ping bei 60 war, hatte ich (vor allem als Mensch) immer wieder mit Lags zu kämpfen, sobald sich mehr als 20 leute im Server befanden.
        Jedenfalls freue ich mich schon auf meine nächste Jagd mit dem Raptor (welcher mich von der Spielart ziemlich an das Alien von AvP erinnert)
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Primal Carnage
Primal Carnage im Test: Jurassisch guter Dino-Shooter?
Primal Carnage ist ein asymmetrischer Multiplayer-Shooter, bei dem sich Dinosaurier und Söldner in bester Turok-Manier gegenseitig an die Kehle springen - mit gelungener Soundkulisse und einer sauber in Szene gesetzten Optik auf Basis der Unreal Engine 3.
http://www.pcgameshardware.de/Primal-Carnage-Spiel-28440/Tests/Test-Primal-Carnage-1034188/
06.11.2012
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2012/11/Primal-Carnage-PC-Review-01.jpg
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