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  • Sony Morpheus Reloaded: Neue Details und Demos zu Sonys VR-Helm für Playstation 4

    Sony Morpheus Reloaded: Neue Details und Demos zu Sonys VR-Helm für Playstation 4 (10) Quelle: Sony

    Vor einem Jahr feierte Sonys VR-Helm Morpheus auf der GDC Premiere. Zwölf Monate später präsentierten die Designer Hardware-Upgrades und neue Demos. PC Games Hardware fasst alles Wissenswerte zusammen - das Releasejahr steht fest, einen Preis gibt es aber noch nicht.

    VR ist das große Thema der diesjährigen GDC in San Francisco. Dementsprechend stark war das Interesse an einem Vortrag, in dem Sony-Mitarbeiter den Zuhörern einen Überblick über die derzeitige Hardware des VR-Helms gaben. Ab sofort ist ein 5,7 Zoll großes OLED-Display mit einer Auflösung von 1.920 mal 1.080 Bildpunkten für die Darstellung virtueller Welten verantwortlich - und das sogar mit 120 Hertz. Der Bildschirm soll außerdem eine sehr niedrige "Pixel Persistence" besitzen: Die Bildelemente verfügen über schnellere Schaltzeiten, was für weniger Wischeffekte sorgen soll. Die Latenzen sollen sich durch die hohen Bildwiederholfrequenzen zwischen 7,8 und 16,6 Millisekunden bewegen. Dabei dürfen Spielentwickler selbst bestimmen, mit welcher Frequenz die Render-, Scanout- und Reproject-Prozesse ablaufen. Letztere sorgen wie "Time Warp" beim Oculus Rift dafür, dass jedes Bild vor dem Rendern an die zu erwartende Augenposition des Spielers bei der Ausgabe des Bildes angepasst wird. Das 5,7 Zoll große Display erlaubt einen Blickwinkel von 100 Grad.

    Project Morpheus 2.0

    Project Morpheus Reloaded: Neue Details und Demos zu Sonys VR-Helm (2) Project Morpheus Reloaded: Neue Details und Demos zu Sonys VR-Helm (2) Quelle: PC Games Hardware Ein kleines Kästchen, die externe "Processor Unit", ist für die Kommunikation zwischen PlayStation 4 und Morpheus zuständig. Auch sie erhielt ein Upgrade und hilft der Konsole dabei, die 3D-Szene des VR-Spielers für alle anderen zweidimensional auf dem Fernseher abzubilden. Ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr verbessert: das Headtracking mit nun neun LEDs, die Gyroskope und Beschleunigungsmesser sowie die Audioverarbeitung. Die "virtuellen Lautsprecher", die man im angeschlossenen Kopfhörer vernimmt, sollen Klänge jetzt noch räumlicher auflösen. Die Halterung des Helms, der weniger wuchtig als viele Konkurrenten erscheint, ermöglicht nun ein leichteres Hochklappen, sodass man ohne große Probleme telefonieren oder etwas trinken kann. Auch soll Morpheus besser für Brillenträger und Menschen mit "ungewöhnlichen Gesichtsformen" klarkommen. Wie bisher werden Spiele mit dem Headset selbst, der PlayStation-Kamera, einem Dualshock-4-Gamepad und den Move-Controllern gesteuert. Diese Bedienelemente lassen sich beliebig mixen. Sony unterstützt außerdem die Unreal Engine 4.8, Unity 4.3 und 5.0 sowie die hauseigne PhyreEngine 3.11.

    02:05
    Project Morpheus: VR-Headset ausprobiert - und die Vorführ-PS4 umgeworfen

    Mein Gamepad kann fliegen

    In Sonys japanischem Studio forschen Nicolas Doucet und sein Team, wie sich VR-Spiele bedienen lassen und welche Methoden besonders gut dafür geeignet sind. Hände, Arme, Füße und Beine spielen bei den Demos, die uns Doucet zeigt, allerdings keine Rolle. In einer kurzen Demo öffnen unsere unsichtbaren Hände Schränke und Schubladen und werfen Basketbälle aus dem Fenster. "So lange es genug zu tun gibt, vermissen die Spieler ihre Hände nicht", erklärt Doucet. Noch erstaunlicher: Ein im Spiel dargestellter Controller erhöht das "Mittendrin"-Gefühl des Spielers. Doucet schnippst Wurfsterne aus der Gamepad-Vorderseite und lässt einen kleinen Roboter aus dem Touchpad steigen. Er verschießt Frisbees, rollt Fässer einen Berg hinab und zielt auf mehrere an Fäden baumelnde Zielscheiben. Doch der Controller lässt sich noch unmittelbarer einsetzen - im wahrsten Sinne des Wortes. Und zwar in einen "Krallen-Automaten" - Toy Story lässt grüßen -, ins Lenkrad eines schwebenden Motorrads und in eine Vertiefung auf einem Tor, das sich daraufhin langsam öffnet. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Wie im Kinofilm "Ghostbusters" fängt Nicolas Doucet mit dem Gamepad Geister ein, in einem Flugspiel mutieren die beiden Griffe zu Triebwerken und in einer Demo mit einer Heerschar von Robotern verwandelt sich der Dualshock 4 in einen Ghettoblaster.

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    Project Morpheus: Neuer Trailer zum VR-Headset von der GDC 2015

    Her mit der Knarre!

    In Sonys London Studio entstanden einige der ersten Morpheus-Demos, darunter das Taucherabenteuer im Haifischkäfig und die Rodelei, in der man den Schlitten liegend mit vollem Körpereinsatz steuert. Derzeit arbeiten die Entwickler um Studiochef Dave Raynard daran, Interaktionen mit NPCs neu zu definieren. Wie das aussehen kann, zeigen Szenen aus der Demo "London Heist", die Raynard mit einer Kollegin nachstellt. Raynard übernimmt die Rolle eines Verbrechers, seine Kollegin ist dessen Geisel. Mit zunächst verbundenen Augen - Morpheus' Displays bleiben schwarz - kann sie sich nur auf ihre Ohren verlassen. Und in die bellt Raynard markige Sprüche. Mit anschließend geöffneten Augen sieht sie, wie Raynard mit einer Pistole auf sie zielt und hebt instinktiv die Hände. Anschließend fordert Raynard sie auf, aufzustehen - einem Kommando, dem sie nachkommt, aber dabei geschickt Raynard entwaffnet. An und für sich nichts, was man noch nie in einem Spiel gesehen hätte. Doch durch die VR-Komponente bekommen selbst solch einfache Szenen ungeahnte Dramatik. Die Interaktion der Spielwelt in Form eines Schreibtisches, in dessen Fächern sich eine Pistole samt Munition findet, ist ebenfalls eine sehr natürliche Angelegenheit. Klickt man in Grafik-Adventures noch auf den zu untersuchenden Gegenstand, zieht man in "London Heist" einfach mit der Hand eine Schublade auf. Entsprechend wird die Pistole nicht per Mausklick, sondern mit einem Druck auf den Abzug abgefeuert.

    Unser Fazit: Project Morpheus

    Sony hat einen großen Vorteil: Das Morpheus-Headset braucht nur mit einer Hardware zusammenarbeiten - der Playstation 4. Oculus Rift, Valves/HTCs Vive und andere PC-VR-Helme müssen sich auf der anderen Seite mit einer Fülle von Betriebsystemen und Grafikkarten herumschlagen. Dafür braucht Morpheus eine externe Recheneinheit, damit die geplante Grafikpracht die Konsole nicht in die Knie zwingt.

    Ob man nun Konsolenliebhaber ist oder nicht - Project Morpheus soll VR für den Massenmarkt bedeuten, leicht zugänglich und ohne große Konfigurationswirren. Dafür können wir Sony dankbar sein, denn eine höhere Akzeptanz und Verbreitung von Virtual-Reality-Spielen nutzt letztendlich auch uns PC-Spielern. Auf der diesjährigen E3 will Sony neue Morpheus-Demos präsentieren. Die finale Hardware soll im ersten Halbjahr 2016 erscheinen.

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Sony Morpheus Reloaded: Neue Details und Demos zu Sonys VR-Helm für Playstation 4
Vor einem Jahr feierte Sonys VR-Helm Morpheus auf der GDC Premiere. Zwölf Monate später präsentierten die Designer Hardware-Upgrades und neue Demos. PC Games Hardware fasst alles Wissenswerte zusammen - das Releasejahr steht fest, einen Preis gibt es aber noch nicht.
http://www.pcgameshardware.de/PlayStation-VR-Hardware-260158/Specials/Sony-Morpheus-Release-Preis-News-PS4-1152681/
05.03.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/03/project_morpheus_gdc_07-pc-games_b2teaser_169.jpg
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