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  • Project Morpheus für Playstation 4: Sonys Antwort auf Oculus Rift [Update]

    Kaum sind die Rekordzahlen des Playstation-4-Verkaufsstart verhallt, macht Sony mit einem neuen Projekt auf sich aufmerksam: Project Morpheus ist der Codename einer Virtual-Reality-Brille des japanischen Konzerns.

    Update: Mittlerweile gibt es einige neue Infos zum Project Morpheus, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Zuerst einmal stellte Sony noch einmal klar, dass es sich noch um einen Prototypen handle und nicht um ein finales Produkt. Shu Yoshida konkretisiert auch, dass PS Move nur optional benötigt werde, wenn das Spiel das erfordert. Ein Gyrometer für Drehbewegungen sei ebenso in der Head Mounted Unit eingebaut wie ein Beschleunigungsmesser. Der jetzt gezeigte Prototyp, der als erstes Devkit an Entwickler geht, hat auch Kopfhörer. Brillenträger sollen gut mit dem Aufsatz klarkommen.

    John Carmack, mittlerweile ja bei Oculus VR angestellt, hat auf Twitter ein paar Kommentare hinterlassen, die PS4-Fans in den falschen Hals bekommen haben. So führt er aus, dass ein Spiel, das mit 60 Fps auf der PS3 läuft, auch auf der PS4 mit VR machbar sei (1080p mit MSAA, 60 Fps, 30 Fps pro "Auge"). Damit wolle er zwar nicht die Möglichkeiten der Konsole schlecht reden, aber er wolle klarstellen, was Virtual Reality für Anforderungen stellt.

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    Am zweiten Tag der Game Developers Conference 2014 sorgte Sony für die bislang größten Schlagzeilen der Entwicklerkonferenz in San Francisco: Project Morpheus ist die schicke Version einer Virtual-Reality-Brille, die Oculus Rift und Co. nicht kampflos das Feld überlassen will. Die silbern-schwarze Brille, deren Neonbeleuchtung auf der GDC-Bühne einen Hauch an die Arbeitskleidung von Daft Punk erinnert, ist bei Sony schon seit über drei Jahren in Arbeit.

    VR bei Sony: Erste Experimente

    Bevor Dr. Richard Marks und Anton Mikhailov, die Erfinder der PlayStation-Eye-Kamera beziehungsweise der Bewegungssteuerung PlayStation Move die Bühne betreten, gibt Shuhei Yoshida einen kurzen Überblick über Sonys Virtual-Reality-Forschungen. Der President of Worldwide Studios ist bestens gelaunt und hält seine Ansprache in hervorragendem Englisch mit einer großen Portion Selbstironie. So berichtet er erfreut von einer Demo mit einem gehackten Sony-HMZ-Display, in der er Kratos aus dem Action-Schnetzler "God of War" steuerte: "Ich blickte an mir herunter, und mein Körper war tatsächlich der von Kratos" - dem kernigen Kämpfer, der im Namen der Götter mit mythologischen Kreaturen aufräumt. Nach einigen drolligen Aufnahmen von VR-Brillenprototypen enthüllte Yoshida dann die nach dem Gott der Träume benannte Virtual-Reality-Brille mit dem Codenamen Project Morpheus.

    Träume in 3D

    Dr. Richard Marks durfte dann etwas mehr über Sonys VR-Pläne erzählen. Anhand eine S-Kurve postulierte Marks, dass wir uns am Wendepunkt einer S-förmigen Kurve befänden und dass Virtual-Reality-Anwendungen immer schneller den Weg in den Alltag finden würden. Mit der NASA arbeitet Marks beispielsweise an einem Programm, über das Träger einer VR-Brille sich auf fremden Planeten wie dem Mars wiederfinden und sogar den dort emsig forschenden Roboter Curiosity sehen. Sechs Dinge sind es, die zu einer massentauglichen Anwendung der Virtual Reality beitragen: 3D-Sicht und -Ton, das Verfolgen der Bewegungen des Benutzers, die Steuerung, die Benutzerfreundlichkeit und natürlich die Inhalte.

    Wilder VR-Westen

    Was die 3D-Sicht angeht, kann Sony Computer Entertainment auf das Know-how der Unterhaltungselektronik-Schwester zurückgreifen, die unter anderem digitale Feldstecher und Kameraobjektive produziert. Für den guten Ton entwickelt Sony neue, binaurale Codecs, die räumlichen Klang noch echter reproduzieren. Bei der Bewegungsregistrierung baut Project Morpheus auf die Technik hinter Move, die mit der PlayStation-4-Kamera noch präziser funktioniert: "Als hätten wir dabei schon an VR gedacht", grinst Dr. Richard Marks. An der Steuerung arbeiten die Entwickler noch, können sich dabei aber auf die bisherigen Erkenntnisse stützen. "Ich mag die Zukunftssicherheit meines Jobs", sagt Marks und gibt damit zu bedenken, dass Sony noch nicht am Ziel angekommen ist. So komfortable und leicht zu justieren soll die Brille sein, deren Gewicht zentral auf dem Kopf und nicht auf der Nase lastet, dass sie ein Benutzer mühelos aufsetzen kann. Was die Inhalte angeht, so zeigt Marks eine Liste mit Herstellern wie Crytek, Epic Games und Unity und fasst zusammen: "Ich fühle mich wie im Wilden Westen: Es noch gibt keine Regeln, unsere Arbeit schafft erst die Grundlagen dafür - und wie oft hat man im Leben dazu die Gelegenheit?"

    Sony führt Project Morpheus auf der GDC 2014 vor (Bild: PCGH) (23) Sony führt Project Morpheus auf der GDC 2014 vor (Bild: PCGH) (23) Quelle: PC Games Hardware

    Virtuelle Höhenangst

    Sein Kollege Anton Mikhailov stößt ins gleiche Horn: "Virtual Reality ist ein ganz neues Medium mit neuen Regeln, kein bloßes Peripheriegerät." Ein neues Medium, in dem bisherige Spielgrafik nicht immer funktioniert: "Türen sind oft zu niedrig, die Kamera darf nur vom Kopf des Spielers gesteuert werden", erklärt Mikhailov. Und wie gehen Entwickler mit so trivialen Fällen um, in denen etwa die Hand eines Spielers in einer virtuellen Wand verschwindet? Die Illusion des "Vor Ort seins" darf durch so etwas nicht zerstört werden. Dazu gehört auch, dass die Bildrate hoch, die Latenz niedrig und die Bewegungen der Spieler präzise erfasst werden müssen, weil es sonst zu Reisekrankheit kommen kann - und an sich übergebenden Spielern kann keinem Entwickler gelegen sein. Nicht außer Acht lassen sollten die Grafiker auch Phänomene wie Höhenangst, Klaustrophobie, Angst vor der Dunkelheit, leeren Räumen oder Tieren wie Spinnen und Schlangen sowie drastische Horrorszenen.

    Neue Spiele braucht das Land

    "Spiele sind die coolste Anwendungsmöglichkeit für Virtual Reality", ist sich Anton Mikhailov sicher. "Und noch nie gab es ein Spiel, das so wie ein Kinobesuch das Sichtfeld komplett ausfüllt und alle anderen Sinne in den Hintergrund treten lässt." Sogar neuartige Spielprinzipien sind denkbar: etwa ein Musikspiel, in dem man die anderen Bandmitglieder online sieht und auf deren nonverbale Ansage man dann ein Solo spielt. Oder wie wäre ein Spiel für mehrere an einem Ort versammelte Spieler, in dem sich ein Spieler mit VR-Brille gegen Monster behaupten muss, die von seinen Freunden im gleichen Zimmer gesteuert werden? Diese sehen auf dem Fernseher, wo in der virtuellen Realität sich ihr Freund gerade befindet und können ihm entsprechend auf die Pelle rücken.

    Project Morpheus intern

    Ein paar technische Details zum noch nicht serienreifen Project Morpheus lässt sich Anton Mikhailov noch entlocken. Die VR-Brille fährt eine Auflösung von 1080p und bietet einen Blickwinkel von über 90 Grad. Ihre Position und die Kopfdrehungen werden mit 1000 Hz in einer Entfernung von bis zu drei Metern abgetastet - und das für volle 360 Grad. Damit sind Drehungen um die eigene Achse möglich. Eine Playstation-4-Kamera kann dabei eine VR-Brille, ein PS4-Gamepad und vier Move-Controller gleichzeitig im Auge behalten. Zu den Demos, die Sony ausgewählten Entwicklern von Mittwoch bis Freitag vorstellen will, gehören das Tauchspiel "The Deep" von Sonys Studio London, die Burgenerkundung "The Castle" sowie speziell an Project Morpheus angepasste Versionen von "Eve Valkyrie" und "Thief".

    Sony führt Project Morpheus auf der GDC 2014 vor (Bild: PCGH) (50) Sony führt Project Morpheus auf der GDC 2014 vor (Bild: PCGH) (50) Quelle: PC Games Hardware

    Only for PlayStation

    Nach ihren Vorträgen müssen sich Shuhei Yoshida, Dr. Richard Marks und Anton Mikhailov einigen Fragen aus dem hemmungslos überfüllten Saal stellen. So erfahren wir, dass Project Morpheus derzeit noch über ein fünf Meter langes Kabel mit einer PlayStation 4 verbunden ist, die Entwickler jedoch auch auf eine drahtlose Version schielen. Für andere Systeme wie etwa den PC ist Morpheus noch nicht gedacht - genauso wenig wie an eine gemeinsame VR-API, die beispielsweise auch mit Oculus Rift funktionieren könnte. Zu den Themen Bildrate, Latenz, Preis und Verfügbarkeit befragt, antwortet Richard Marks unter lautem Gelächter: "So hoch wie möglich, so niedrig wie möglich, so günstig wie möglich und so schnell wie möglich."

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    06:38
    Star Citizen: Oculus Rift im Hangar-Modul
  • PlayStation 4
    PlayStation 4
    Hersteller
    Sony Computer Entertainment
    Release
    29.11.2013

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    Es gibt 67 Kommentare zum Artikel
    Von JarlOfWhiterun
    Das stimmt auch wieder. Killzone mit VR wäre natürlich übertrieben genial!
    Von Caun
    Und es hat eine Konsole direkt in verbindung ( leider leider ist diese etwas schwach um grafisch anständige spieler…
    Von JarlOfWhiterun
    Im Endeffekt, auch falls Sony von Oculus Rift kopiert haben, Sony haben einfach bessere PR Agenturen. Die ganze…
    Von IJOJOI
    Ich meinte die Occulus, bin im falschen Thread gelandet..Sry.Was mir am PS4 headset gefällt ist die 360` Umdrehung
    Von ryzen1
    Kein Release 2014.
      • Von JarlOfWhiterun Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von Caun
        Und es hat eine Konsole direkt in verbindung ( leider leider ist diese etwas schwach um grafisch anständige spieler darauf zu liefern..) einen richtigen shooter mit der VR wäre sicher geil !
        Rift hat den PC und wer wirklich im genuss des besten kommen will geht darauf !

        Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass das nächste Killzone VR unterstützen wird !


        Das stimmt auch wieder. Killzone mit VR wäre natürlich übertrieben genial!
      • Von Caun Freizeitschrauber(in)
        Zitat von JarlOfWhiterun
        Im Endeffekt, auch falls Sony von Oculus Rift kopiert haben, Sony haben einfach bessere PR Agenturen. Die ganze Werbekampagne, der Marketing-Aufwand, dagegen kann doch Oculus nie ankommen.

        Und es hat eine Konsole direkt in verbindung ( leider leider ist diese etwas schwach um grafisch anständige spieler darauf zu liefern..) einen richtigen shooter mit der VR wäre sicher geil !
        Rift hat den PC und wer wirklich im genuss des besten kommen will geht darauf !

        Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass das nächste Killzone VR unterstützen wird !
      • Von JarlOfWhiterun Schraubenverwechsler(in)
        Im Endeffekt, auch falls Sony von Oculus Rift kopiert haben, Sony haben einfach bessere PR Agenturen. Die ganze Werbekampagne, der Marketing-Aufwand, dagegen kann doch Oculus nie ankommen.
      • Von IJOJOI PCGHX-HWbot-Member (m/w)
        Ich meinte die Occulus, bin im falschen Thread gelandet..
        Sry.

        Was mir am PS4 headset gefällt ist die 360` Umdrehung
      • Von ryzen1 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von IJOJOI
        Es juckt im Finger, aber zu wissen, dass die Consumerversion noch dieses Jahr kommt, hält mich ab

        Kein Release 2014.
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PlayStation 4
Project Morpheus für Playstation 4: Sonys Antwort auf Oculus Rift [Update]
Kaum sind die Rekordzahlen des Playstation-4-Verkaufsstart verhallt, macht Sony mit einem neuen Projekt auf sich aufmerksam: Project Morpheus ist der Codename einer Virtual-Reality-Brille des japanischen Konzerns.
http://www.pcgameshardware.de/PlayStation-4-Konsolen-220102/Specials/Project-Morpheus-Playstation-4-1113998/
19.03.2014
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2014/03/GDC_Project_Morpheus_2118-pcgh_b2teaser_169.jpg
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