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  • Quelle: Epic Games

    Epics Paragon angeschaut: Als hätten Gears of War, Dota und Hearthstone einen Dreier

    Es sieht aus wie ein Triple-A-Shooter, ist aber ein MOBA mit Lanes, Creeps und Zigarre rauchenden Gremlins in Mechsuits, rasenden Nashörnern und einer Aliendame im Stahlmantel. Zudem sieht es dank Unreal Engine 4, Subsurface Scattering und Physical Based Rendering so schick aus wie Gears of War 4. Zeit für einen ersten Blick auf Epic Games' neues Baby Paragon.

  • Wuchtig präsentiert sich dieses Paragon, das neue MOBA aus dem Hause Epic Games. Die Kettensägen-Liebhaber haben zwar Marcus Fenix und ihre Hausmarke Gears of War verloren, doch aufgeben will das Traditionsstudio aus Raleigh nicht. Neben dem knallbunten Aufbau-Zombie-Strategie-Shooter Fortnite präsentiert sich Paragon für den Early-Access-Start im Herbst 2016 als richtig erwachsenes Projekt. Als ein Spiel, in dem in den ersten Minuten gleich mal ein Hüne aus Stahl und Titan vor die Kamera prescht, ein orangenes Schild ausfährt und sich damit nicht nur gegen Kugeln schützt, sondern es als mobile Dampfwalze missbraucht. Hastig laden die kleinen Soldaten in ihren blauen Rüstungen ihre Waffen auf, feuern ihre Projektile ab, doch Steel rammt sie um und lehrt sie das Fliegen. Die K.I.-Soldaten sind klassische Creeps, geboren, um zu sterben. Gutes Kanonenfutter zum schnellen Leveln eben, denn Paragon ist ein MOBA, das allerdings einiges anders macht als die Kollegen von Dota und League of Legends: Sie steuern den neuen Epic-Spross wie einen Shooter, außerdem sieht er nicht aus wie aus der Free-2-Play-Engine ausgespuckt, sondern muss sich auch vor Grafik-Schwergewichten wie The Division oder Star Wars Battefront nicht verstecken.

    Paragon: Ein MOBA mit der Technik von Gears of War 4

          

    F2P-Spiele präsentieren sich gerne sexy, wie hier mit Kate Upton. Ihre Technik ist aber oft eher weniger verführerisch:

    Steels Rüstung reflektiert mit wunderschönen Material-Shadern. Und auch sein Gesicht wirkt durch Subsurface Scattering wie in einem richtigen Triple-A-Spiel. Seine Augenpartie ist fein ausgearbeitet, die Wangen wirken knochig. Eventuell erinnern Sie sich noch an die Sci-Fi-Serie Stargate, Steel könnte der große Bruder von Tiak sein. Der hat sein Jaffa-Abzeichen auf die Stirn gebrannt, bei Steel hingegen ist über eine pechschwarze Stahlschnalle der Kopf von der Nase an mit der monströsen Rüstung verbunden. Und bereits in den ersten Gameplay-Szenen in San Francisco ist schön ersichtlich, wie Epic Games Physical Based Rendering einsetzt. Die martialische Rüstung hat schon den ein oder anderen Kampf erlebt und an zerkratzten Stellen reflektiert das Material die tief stehende Sonne deutlich weniger stark als in denen, die so blitzblank poliert sind wie Captain Americas Schild. Seine blaue Haut schluckt zudem viel Licht, im Gegensatz zu den Anfangszeiten der Unreal Engine 3 sehen die Charaktere also nicht mehr so aus, als hätte man sie mit Olivenöl eingeschmiert. Und dann die Effekte, holla, die Waldfee. Sie kennen sicherlich die üblichen Cinematic-Trailer von F2P-Spielen, die grafisch nicht viel aufbieten können und wo die Hersteller lieber ein paar Millionen an Victoria-Secret-Engel Kate Upton überweisen. Die räkelt sich dafür erst lasziv in Ziegenmilch und reitet anschließend in bester Xena-Manier durch ein Schlachtengemälde, das mit dem eigentlichen Spiel überhaupt nichts zu tun hat. ... das Spiel sieht in Natura wirklich so gut aus ... Paragon ist nicht so, das Spiel sieht in natura wirklich so gut aus, wie seine ersten Clips versprechen. Insbesondere die Partikeleffekte machen Laune: Werfen Sie Haftminen aus und der Feind tritt rein, schnellen diese aus dem Boden und explodieren mit einer Art Implosion, ganz ähnlich wie die Thermal-Granate in Star Wars Battlefront. Katapultieren Sie sich hingegen als Zigarre rauchender Gremlin im Mech-Suit in die Luft, ziehen Ihre Raketen physikalisch korrekt Rauchfahnen hinter sich her. Explosionen werden generell von viel volumetrischem Rauch begleitet, mehr als in Star Wars Battlefront oder The Division.

    Paragon: Lanes und Karten wie in Dota

          

    Das Spielprinzip ist recht klassisches Moba-Territorium: es gibt drei Lanes, über die K.I.-gesteuerte Armeen versuchen, Knotenpunkte einzunehmen, die wiederum Lasertürme abschalten. Die erinnern mit ihrem feurigen Äußeren aber weniger an Hightech-Gebäude und mehr an Saurons allsehendes Auge aus Der Herr der Ringe. Zudem führen die Lanes links und rechts jeweils in den Dschungel, in dem besonders starke Gegner für besonders viele Punkte verhauen werden wollen. Je höher Sie im Level steigen und desto mehr Punkte Ihre Armee einnimmt, desto kraftvoller haut ihre Creep-Armee zu und desto schicker werden ihre Rüstungen. Sehen die Jungs zu Beginn noch aus wie eine Hightech-Version der Soldaten Gondors, wandeln sie sich später zu doppelt so großen Hünen, die nashornartige Kettenpanzer tragen. Paragon hat Stil und seine Designer ein Auge für Details, das gefällt und überträgt sich auf das sehr breite Charakter-Spektrum: Steel ist der klassische Tank, der allerdings auch eine Energiewand aufbauen kann, um damit den Vormarsch feindlicher Truppen auf einen strategisch wichtigen Knotenpunkt zu schützen. Das Energiefeld lässt eigene Geschosse durch, aber keine feindlichen. Generell ist das Spiel stark auf Koop-Strategien ausgelegt: Steel springt in die Luft, reckt sein Schild nach oben und rammt es mit voller Wucht in den Boden. Gegnerische Soldaten werden durch die Gegend gewirbelt und Klassen mit viel Feuerkraft wie Mech-Besitzer Howitzer räumen ab.

    00:58
    Paragon: Gameplay-Trailer zu Epics Shooter-MOBA-Mix

    Paragon: Vielfalt wie in The Division, Karten wie in Hearthstone

          

    Es gibt aber auch spannende Support-Klassen, die zum einen heilen, zum anderen Boni auf bestimmte Waffentypen gewähren oder Schaden über einen längeren Zeitraum ziehen. Gadget beispielsweise, die in einem Anzug übers Schlachtfeld schwebt und deren eigentliche Waffen wenig durchschlagskräftig sind, die allerdings einen Spider-Bot mitbringt. Der sucht sich auch über weite Distanzen sein Ziel, schlängelt sich um eine feindliche Armee herum, klebt sich an einen Boss im Dschungel oder Gegenspieler und explodiert dann nach kurzer Zeit. Ähnlich wie in The Division können Sie die meisten Klassen sehr vielseitig spielen: Während der Spider-Bot seinen Angriff auf eine Person fokussiert, macht der Tesla-Bot in einem großen Radius über einen längeren Zeitraum Schaden. Die Spieltiefe wird über das Kartensystem erweitert, für das Sie kleine Orbs aufsammeln müssen, die Gegner fallen lassen. Zu Beginn haben Sie nur zwei Slots, setzen ergo auf Standards wie Lebens- und Manaregeneration. Später werden mehr Slots freigeschaltet, in die Sie passive und aktive Equipment-Karten schieben. Passive Fähigkeiten, wie beispielsweise das Schwert des Agora, geben Ihnen 7,6 Prozent mehr Schaden und erhöhen die Chance auf einen kritischen Treffer um 50 Prozent. Equipment-Karten lassen sich mit drei weiteren Slots upgraden, machen Sie den voll, schalten Sie einen weiteren Bonus frei. Zudem können Sie wie in Hearthstone Kartenpakete kaufen, die per Zufallsgenerator ihr Deck erweitern. Hier soll in erster Linie die Free-2-Play-Mechanik greifen, wie gut die letztlich funktioniert, soll im Sommer 2016 eine offene Beta beweisen.

    Stehen Sie eigentlich auf Free-2-Play und MOBAs oder hätten Sie sich eher eine neue Shooter-Marke mit Splatter-Faktor und Kettensägen aus dem Hause Epic Games gewünscht?

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    03:15
    Paragon: Sammelkartensystem im Gameplay-Video erklärt
      • Von lebowski22 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Habe Zugang & ein paar Runden gespielt, also ein paar Stunden bisher und muss als großer Smite & Paladins Fan sagen, dass es generell doch sehr spaßig ist und die Grafik dabei einfach der Hammer ist. Allerdings finde ich das "Kartensystem" ziemlich naja ... seltsam bzw. unübersichtlich. Wenn sie bis Start sich dafür etwas anderes ausdenken oder es ordentlich überarbeiten, bin ich dabei und kann es nur empfehlen
      • Von Mephisto_xD Freizeitschrauber(in)
        Nun, Paragon ist wohl nix für mich. Zu viel MOBA, zu wenig Shooter. Auch wenn die Grafik gut aussieht, das gebe ich gerne zu.

        Da warte ich doch lieber auf Overwatch.
      • Von dynastes Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Phuzzyhead
        Ich wusste gar nicht, dass das "BA" neuerdings für "Battle Arena" steht. Ich bin der Meinung, dass das früher mal für "Base Assault" stand, was auch deutlich mehr Sinn ergibt.
        Der ursprüngliche, von Riot geprägte "MOBA"-Begriff steht für "Multiplayer Online Battle Arena". Ich stimme dir aber in deiner implizierten Aussage zu, dass dies wenig Sinn ergibt. Totalbiscuit ist wohl der bekannteste Spieletester, der den Begriff aus genau diesem Grund nicht adaptiert - er beschreibt alles und nichts, was man online und gegen andere (Spieler / Teams) spielen kann.
      • Von Gimmick Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Phuzzyhead
        Ich wusste gar nicht, dass das "BA" neuerdings für "Battle Arena" steht. Ich bin der Meinung, dass das früher mal für "Base Assault" stand, was auch deutlich mehr Sinn ergibt.
        Find die Variante "Minion Oriented Base Assault" am besten

        Bin ich selbst kein Fan von, von daher interessiert mich Paragon auch nicht sonderlich.
      • Von Phuzzyhead Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von der-sack88

        Ich halte übrigens "MOBA" nach wie vor für einen unglücklichen und falschen Genrenamen. Schließlich beschreibt man damit alles und nichts und irgendwie spielt ja jeder jeder Multiplayer-Titel in einer Art Arena. Seien es Shooter, RTS, PES und FIFA...
        Eigentlich heißt das Genre ja ASSFAGGOTS.


        Ich wusste gar nicht, dass das "BA" neuerdings für "Battle Arena" steht. Ich bin der Meinung, dass das früher mal für "Base Assault" stand, was auch deutlich mehr Sinn ergibt.
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Paragon
Epics Paragon angeschaut: Als hätten Gears of War, Dota und Hearthstone einen Dreier
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http://www.pcgameshardware.de/Paragon-Spiel-56311/Specials/Vorschau-Preview-1185100/
03.02.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/02/Paragon_02-pcgh_b2teaser_169.jpg
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