Hands-on-Test: Ipod Shuffle - minimalistischer MP3-Player mit Stil

Panorama

Hands-on-Test: Ipod Shuffle - minimalistischer MP3-Player mit Stil

Lars Craemer Google+
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19.09.2010 19:02 Uhr
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Neu
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Mit dem Ipod Shuffle hat Apple einen sehr kleinen MP3-Player ohne Display im Angebot, der durch ein schickes Metallgehäuse und sehr gute Verarbeitung glänzt.

Apple Ipod Shuffle 4G (14) Apple Ipod Shuffle 4G (14) [Quelle: PC Games Hardwware] Apple Ipod Shuffle 4G (4) Apple Ipod Shuffle 4G (4) [Quelle: Ifixit] Der Ipod Shuffle stellt das untere Ende der Ipod-Serie von Apple dar, minimalistische Ausstattung und eine übersichtliche Ausstattung sind bei diesem Player eher Feature als Nachteil. Für gleiches Geld bekommt man bei der Konkurrenz auf jeden Fall Geräte, die bessere Ausstattung und mehr Features bieten. Wie bei Apple typisch, entscheidet also auch hier zum großen Teil der Geschmack - technisch gesehen bietet der Player solide Leistungen.

Apple Ipod Shuffle: Gehäuse, Design und Verarbeitung
Der Ipod Shuffle 4G besitzt einen Speicher von 2 GByte, andere Größenvarianten sind nicht erhältlich oder geplant. Der Player besteht größtenteils aus Aluminium, die meisten Knöpfe sind ebenfalls aus Metall, nur der zentrale Steuerknopf ist aus Plastik gefertigt, fügt sich aber nahtlos in die überaus gute Verarbeitung des MP3-Geräts ein. Auf der Rückseite befindet sich eine große Klammer mit einer starken Feder - in der Praxis hält der Player so selbst beim Sport an der Kleidung. Mit einem Gewicht von 12,5 Gramm und mit den Abmessungen 29 x 32 x 9 Millimeter ist der Ipod Shuffle ein Fliegengewicht und fällt beim Tragen kaum störend auf.

Auf der Oberseite sitzt die ringförmige Ipod-Steuerung aus Plastik (Titelauswahl, Lautstärke und Spulen), in der Mitte befindet sich eine runde Taste für "Play" und "Stop". An der oberen Kante des Gehäuses befindet sich noch der 3,5-mm-Klinkenstecker, über den der Player mit dem passenden Kabel auch mit Itunes verbunden wird - der Transfer von 5 kompletten Alben geht je nach Dateigröße in wenigen Minuten von der Hand. Eine winzige LED gibt Auskunft über den Batteriestatus. Neben dem Kopfhöreranschluss liegt der Knopf für Voiceover und an der äußeren rechten Kante liegt der dreistufige Schiebeschalter, mit dem man den Player ein- oder ausschalten kann und auch zwischen "Linear"- und "Shuffle"-Betriebsmodus wählen kann. Dem Player liegen die Standard-Kopfhörer von Apple ohne Kabelfernsteuerung bei. Der Ipod Shuffle 4G ist in den Farben Silber, Blau, Grün, Orange und Pink erhältlich.

Apple Ipod Shuffle: Der Minimalist in der Praxis
Nachdem man den winzigen MP3-Player aus der Verpackung entnommen hat, folgt die erste positive Überraschung: Das Gerät ist vollständig geladen. Laut Apple dauert ein Ladevorgang zwischen 2 und 3 Stunden - diese Einschätzung können wir durch praktische Erfahrungen teilen. In der Regel reicht es, wenn man den Player eine Stunde am PC laden lässt - allerdings kann man nicht parallel aufladen und Musik hören. Ein Steckdosen-Ladegerät ist nicht enthalten, der Ipod Shuffle muss also wie gewohnt an einem geeigneten USB-Port geladen werden. Dazu verwendet man das beiliegende USB-Kabel mit einer Länge von 45 Millimeter - somit dürfte das Kabel an fast jedem PC zu kurz sein, um den Player irgendwo auf dem Tisch abzulegen. Das Kabel wird auf der anderen Seite am Klinkenanschluss des Players angeschlossen - der Port dient also als zur Audiowiedergabe und zum Datentransfer.

Die Kollegen von Ifixit haben den kleinen Apple-MP3-Player bereits zerlegt und im Inneren einen winzigen Akku mit einer Kapazität von 51 mAh gefunden. Zum Vergleich: Aktuelle Smartphones haben Akkus mit einer Kapazität von 1.500 mAh und mehr. Laut Apple reicht eine Aufladung für rund 15 Stunden Musikgenuss - hier macht sich der Verzicht auf ein Display bezahlt. Ifixit stuft den Player übrigens als "nicht reparabel" ein. Im Falle eines nicht durch die Defekts kann man sich also in fast jedem Fall mit einem Neukauf anfreunden.

Nach dem Anschluss an Itunes können Sie Songs und Playlisten aus Itunes exportieren, auch die Genius-Playlist-Funktion wird unterstützt. Dabei können Sie zusätzlich noch eine Option aktivieren, mit der die Titel auf 128 kbps komprimiert werden - so passen rund 500 Titel auf den 2-GiByte-Player. Musikliebhaber, die einen MP3-Player schon an sich als Kompromiss sehen, nutzen dieses Feature natürlich nicht. Über Itunes können Sie den Shuffle auch als Datenablage benutzen, da es mittlerweile an jeder Ecke USB-Sticks gibt, vermutlich ein eher wenig genutztes Feature. Der Ipod Shuffle bietet übrigens nicht die ganzen 2 GiByte als Speicherplatz an - nach rund 1,83 GiByte war bei unserem Player Schluss, Voiceover und Systemdateien belegen eben auch etwas Speicher. Der komplette Transfer einer Playlist mit rund 1 GByte Musikdaten hat in unseren Tests rund sechs Minuten gedauert - wer den gesamten Player neu bespielen will, sollte also mindestens zehn Minuten dafür einplanen.

Mit Voiceover haben wir eines der nützlichsten Features bislang noch nicht vorgestellt. Die Grundfunktion bietet eine verbale Titelansage. Drückt man also beim Hören eines Lieds auf den Voiceover-Knopf am oberen Rand des Gehäuses, sagt eine gut verständliche Stimme die gesuchten Informationen an. So kann man auch die verschiedenen Playlisten durchschalten und sich sogar den Akkustand ansagen lassen - bei einem Player ohne Display ist Voiceover ein sehr gutes, aber auch benötigtes Feature.

Bei der Soundqualität kann man dem Player eine gute Leistung attestieren, vor allem im Vergleich mit dem Ipod Shuffle 3G ist eine deutliche Verbesserung hörbar - allerdings nur, wenn man sehr teure Kopfhörer verwendet, mit den Standard-Kopfhörern kann man dies kaum wahrnehmen. Grundsätzlich scheint Apple die Bässe etwas wärmer und knackiger gestaltet zu haben, auch die Höhen wirken klarer als beim Vorgänger. Wer viel Musik hört und den Shuffle als treuen Wegbegleiter einsetzen will, sollte in gute Kopfhörer der "100 Euro und mehr"-Klasse investieren. Apple-Kopfhörer mit einer Kabelfernbedienung sind zum Shuffle ebenfalls kompatibel.

Fazit: Apple Ipod Shuffle - Minimalismus als Feature
Man muss Apple gratulieren. Mit dem Ipod Shuffle bringt man ein überteuertes Produkt auf den Markt, dass in Sachen Ausstattung und Features in der 50-Euro-Klasse gnadenlos durchfällt. Von der Konkurrenz gibt es Displays, FM-Radio, viel mehr Speicherplatz und noch weitere Features. Apple hält dagegen mit einem Gerät, dessen Design so kompromisslos auf den Punkt gebracht ist, dass man sich nie so ganz sicher ist, ob man den Apple-Player kauft, weil man nun endlich auch im 50-Euro-Bereich mit weißen Kopfhörern in der U-Bahn sitzen kann, oder ob man sich einfach in die Kombination aus Minimalismus und Design verliebt hat. Als Besitzer viele Apple-Produkte kann ich Entwarnung geben - uns haben nämlich eindeutig das Design und der Minimalismus gefallen. Leider gibt es den Player nur samt Itunes-Pferdefuß.

Reklame: Der Apple Ipod Shuffle 4G kostet bei Amazon beispielsweise momentan rund 60 Euro.

Weitere Ipod-Tests bei PC Games Hardware:
Hands-on-Test: Apple Ipod Touch 4G - der mobile Alleskönner?
Hands-on-Test: Apple Ipod Nano - Touchscreen-Bedienung im Kleinformat

Teardown-Quelle: Ifixit

 
PC-Selbstbauer(in)
24.09.2010 10:56 Uhr
Also den würd ich mir nie kaufen, ok ich bin auch nicht die Zielgruppe. Mit meim mp3 PLayer kann ich FIlme gucken (heißt das dann eig noch mp3 player)

außerdem bin ich kein apple fan, ich sehs nich ein das ich ne extra software brauche um musik aufn mp3 player zu laden
PC-Selbstbauer(in)
20.09.2010 14:10 Uhr
Zitat: (Original von vAro;2226351)
Ich glaube, dass viele Leute hier den eigentlichen Sinn dieses Produktes komplett verpeilen.


Hab hier ein Beispiel was perfekt passt.

Zitat: (Original von OsFrontale;2226446)
Sehe ich auch so.
Ist mir:

- Zu klein



Somit gehörst du auch zu den Leuten für die das Produkt nicht entwickelt wurde und kannst die Wörter Ipod Shuffle sofort vergessen.
Freizeitschrauber(in)
20.09.2010 10:14 Uhr
Ich habe den Shuffle der 2. Generation mit 1 Gb Speicher und mir persönlich reicht das vollkommen aus.

Meine Einsatzgebiete für den Shuffle sind:



beim Rad fahren
im Fitnessstudio

Nur als Randinfo: Ich habe auch eine ca. 5.000 Euro teure Soundanlage mit der entsprechenden Musikbibliothek drauf, aber wenn ich ganz ehrlich bin gammeln die Musikdateien vor sich hin, da ich sehr oft nach neuen Titeln suche.

Der Shuffle macht also genau das, was er soll und dazu braucht er auf jeden Fall KEIN Display oder 60 Gb Kapazität.

Ich habe als Handy ein HTC Desire und ich habe vor zwei Wochen mal spaßeshalber versucht damit zu joggen - kannst direkt vergessen, weil es so extrem in der Hosentasche schwingt, dass man sich gar nimmer konzentrieren kann. Ja es gibt solche Armtaschen, aber irgendwie war mir das total unangenehm...

Ich bin froh, dass es (es muss nicht direkt der Shuffle sein) so kleine MP3 Player gibt, die nur das Wesentliche beinhalten.
Software-Overclocker(in)
20.09.2010 00:23 Uhr
Zitat: (Original von CentaX;2224342)
Aber so hab ich ne komplette Spiegelung meiner Musiksammlung auf meinem MP3-Player (der dank der Speicherkarte btw 24gb insgesamt hat ) und ab und zu hör ich da schon alles. Naja, ich schieb mir immer nur komplette Alben rauf, keine einzelnen Lieder, da kanns schonmal sein, dass ich in einem Album nur ein Lied höre ^^


Deine komplette Musiksammlung auf 24GB??? Magst Du keine Musik?!
BIOS-Overclocker(in)
19.09.2010 23:59 Uhr
Zitat: (Original von butter_milch;2223040)
50€ für einen MP3-Player mit nur 2GB? Das war vor 8 Jahren ein angemessener Preis, heute ist es schlicht lächerlich

Sehe ich auch so.
Ist mir:
- Zu teuer
- Zu klein
- zu wenig Speicherplatz

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