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Games World
      • Von DOTL Software-Overclocker(in)
        Zitat von Chris-W201-Fan
        ich bekomme das gefühl, das siemens offensichtlich das interesse am endkunden verliert


        So isses auch.

        Schau dir das neue 3-Saeulen-Konzept von Siemens an, das aus den drei Sektoren Healthcare, Industry und Energy besteht, dann wirst du feststellen, dass darin keine Endkundensegmente aufgefuehrt werden.
        Alle anderen Bereiche werden als Cross-Sector-Business bzw. Cross-Sector-Services und Strategic-Equity-Investements (FSC, BSH und NSN) aufgezaehlt.
        Im Klartext also eine klare Fokussierung auf das Investitionsguetergeschaeft, womit Siemens in den letzten Jahrzehnten auch die groessten Umsaetze erzielt hat.

        Das letzte grosse Endkundengeschaeftsgebiete stellt damit wohl BSH dar.(Bosch-Siemens-Haushaltsgeraete = Waschmaschinen, etc.)

        Nachtrag:

        Letztlich muss sich ein Unternehmen auch auf bestimmte Kernmaerke spezialisieren, um seine Leistung voll ausschoepfen zu koennen. Solche Mamutstrukturen, welche Siemens z.B. frueher hatte, sind auf die Dauer hoechst ineffektiv. Es gab diverse Unternehmen, die auf eine hohe Diversifikation setzten. Die Daimler "Welt-AG" unter Schrempp ist ein wunderbares Beispiel und am Ende fiel das Unternehmen damit bitter auf die Schnauze. Im Zuge der Uebernahmen und spaeteren Trennungen (Chrysler, MTU/Tognum, AEG, etc.) wurden rund 80 Mrd. Euro vernichtet.
        Solche komplexe Strukturen wie es z.B. japanische Konzerne (Mitsubishi, etc.) zeigen funktionieren auf die Dauer schlichtweg nicht, bzw. sind schlichtweg traege und ineffektiv.
      • Von Chris-W201-Fan PCGH-Community-Veteran(in)
        ich bekomme das gefühl, das siemens offensichtlich das interesse am endkunden verliert

        erst handys, dann pcs,
        demnächst telefone...
        mir is es ja wurst, auch wenn ich um die siemens telefone wie s55 usw. trauere, da wären weiterentwicklungen heute sicher erfolgreich, schon wegen der fehlendes cams

        fsc-notebooks im lifebooksegment sind sicher gut, sind aber preislich auch keine konsumerware mehr, kein wunder des da die qualli eher passt, da ist der sparzwang nicht so problematisch
        mein fsc amilo hat zumindest gehäusetechnisch nicht durchgehalten, das ärgert mich
        technisch funzt das teil immer noch
      • Von DOTL Software-Overclocker(in)
        Natuerlich ist es beschoenigt, aber du weisst worauf ich hinaus wollte

        Zitat
        ach ich bin mir sicher, dass diese Arbeitsplätze in der Presse erscheinen, wenn sie wieder abgebaut werden. z.B. wenn Schadensersatzzahlungen aus dem Korruptionsskandal die finanzielle Situation des Unternehmens belasten. Oder wenn man als Strafe von Großaufträgen ausgeschlossen wird und die Leute nichts mehr zutun haben.

        Nun, das Restruktierungsprogramm in Hoehe von rund 1,2 Mrd. Euro, welches auch mit dem Arbeitsplatzabbau verbunden ist, ist die unmittelbare Folge auf die kommende Strafzahlung an die SEC.
        Man hat damit gerechnet, dass diese bis zum Ende des letzten Geschaeftsjahres erfolgen sollte, welches vor ein paar Tagen abgelaufen ist. Jedoch hat sich der ganze Prozess in die Laenge gezogen, weshalb Siemens saemtliche Schritte aus juristischer Sicht vorgezogen hat.
        Das vergangene Geschaeftsjahr FY2008 war sehr positiv und hat insbesondere aufgrund des Verkaufs von SCO einen hohen Milliardenbetrag in die Kasse gespuehlt. Jene ca. 12 Mrd. + das positive Geschaeftsjahr haben das Jahresergebnis enorm verbessert, weshalb Siemens auch prinzipiell einen hoeheren Steueranteil tragen muesste. Nur, da man alle Restrukturierungsmassnahmen sowie die Trennung von FSC ins FY2008 schreiben konnte, konnte man gezielt die Ergebnisse druecken.
        Die Strafzahlung an die SEC errechnet sich aus den Ergebnissen des abgelaufenen Geschaeftsjahres sowie aus der Hoehe der Schmiergelder. Da man damit rechnete, dass man bis zum 1.10.2008 diese haette bezahlen muessen, haette man als Verrechnungssumme das FY2007 genommen, welches geringe Erloese aufwies wie das FY2008. Somit ware Siemens damit guenstiger gefahren.
        Im Mai zeichnete sich ab, dass die SEC Zahlung nicht mehr bis Oktober erfolgen wird, weshalb Siemens den Personalabbau nach vorne gezogen hat und alles in wenigen Monaten abwickeln wollte. Urspruenglich war die Restruktierungsmassnahme mit Personalabbau fuer einen Zeitraum bis 2010 vorgesehen, stattdessen hat man saemtliche grossen Kostenpunkte nach vorne gezogen.

        Im Klartext, was Siemens macht, ist nichts anderes als buchhalterisch die Zahlen zu druecken, um die Strafzahlung besser abfedern zu koennen.
      • Von TBrain PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von DOTL
        Da ist was wahres dran.

        Letztlich hat Siemens in den letzten Jahren mehrere Tausend neuer Jobs in Deutschland geschaffen, doch davon wird in der Presse kaum oder gar nicht berichtet.
        ach ich bin mir sicher, dass diese Arbeitsplätze in der Presse erscheinen, wenn sie wieder abgebaut werden. z.B. wenn Schadensersatzzahlungen aus dem Korruptionsskandal die finanzielle Situation des Unternehmens belasten. Oder wenn man als Strafe von Großaufträgen ausgeschlossen wird und die Leute nichts mehr zutun haben.

        Zitat
        Dass einzige, was man Siemens wohl vorwerfen muss ist, dass sie nach der Gesetzesaenderung an dem System festgehalten haben.


        Also bitte... "an dem System festgehalten" ist arg beschönigt. Siemens hat sicher nicht solche Zahlungen offen in den Büchern ausgewiesen. Nein, die Zahlungsvorgänge wurden verschleiert über ein versticktes Netz von Scheinfirmen. Das macht keiner, der "nur etwas weiter führt". Nein das ist in vollem Unrechtsbewusstsein passiert. Kriminelle Absicht.
      • Von DOTL Software-Overclocker(in)
        Zitat von chromas

        Und... dass die Presse gerne mit dem Finger auf irgendwas zeigt, kennt man ja schon. Wir haben in unserem Werk in den letzten 3 Jahren 400!!!!! neue MA eingestellt ..wer berichtet denn darüber?
        Aber was reg ich mich auf..lauft weiter mit euren Scheuklappen und vorgehaltener Bild umher.

        Da ist was wahres dran.

        Letztlich hat Siemens in den letzten Jahren mehrere Tausend neuer Jobs in Deutschland geschaffen, doch davon wird in der Presse kaum oder gar nicht berichtet. Hingegen werden Themen wie der gegenwaertige Korruptionsskandal oder auch die aktuelle Entlassungsrunde sehr gross geschrieben.
        Dass der Korruptionsskandal mit der Summe von 1,3 Mrd Euro schier unbeschreibbare Kategorieren erreicht hat, dass muss man wohl nicht diskutieren. Allerdings sollte man beachten, dass es bis in die 1990er legal war sog. Firmenzuschreibungen zu taetigen, was heute als Korruption bezeichnet wird. Selbiges konnte man frueher auch von der Steuer absetzen. Dann sollte es einen nicht wundern, weshalb bereits in den 60ern die ersten finanziellen Mittel geflossen sind. Dass einzige, was man Siemens wohl vorwerfen muss ist, dass sie nach der Gesetzesaenderung an dem System festgehalten haben.
        Andererseits halte ich es von der Presse und von der Oeffentlichkeit fuer unverantwortlich bestimmte Manager und Personen zu verantworten bevor ueberhaupt jedwege Verantwortung und ein Zusammenhang festgestellt werden konnte.

        Man sollte prinzipiell nicht alles verteufeln und schlechtreden. Uebrigens, mehr als 30% aller weltweiten Energieerzeugung und Uebertragung wird mit Siemens/-Produkten bewerkstelligt. Ohne Siemens, kein Strom und kein PC

        Dass Siemens aus FSC Joint Venture aussteigt ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar. Ebenso passt das JV nicht mehr in die Neuordnung des Unternehmens, welche bereits unter Kleinfeld massiv vorangetrieben wurde.

        Ueberigens, hinter Fujitsu eine lange Siemens-Tradition, welche bis auf das Jahr 1935 zurueckzufuehren ist. Insofern ist in gewisser Weise ein Teil von Siemens immer noch enthalten
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Fujitsu in Zukunft ohne Siemens
Siemens möchte seine Beitligung an Fujitsu Siemens Computers zurückziehen.
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05.10.2008
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