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Games World
      • Von bierchen PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von IDontLoveYou
        Die Musikindustrie hat den Anschluss ohnehin verpasst. Ich sehe keinen Unterschied darin, meine Musik an Freunde oder jedermann zu verteilen.
        Dann bin ich so freundlich und teile Dir den Unterschied mit: Das eine ist legal, das andere illegal.

        @IronheadHaynes: Offenbar bist Du audiophil, einer unter wenigen. Und genau deswegen, also weil die Mehrheit der Konsumenten den Unterschied zwischen der CD-Qualität und der auf 192kBit/s komprimierten MP3-Datei keinen Unterschied hören, haben sie überhaupt keinen Grund, sich von dem liebgewonnen Format loszusagen.
      • Von Harlekin PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von IronheadHaynes
        Wie gesagt, wozu das Ressourcenschonen ?
        Damit man 82 % seiner 1 TB-HDD frei hat ?
        Naja... ich lager meine Mucke auf ner 250GB Platte.
        Klar, die hat auch noch massig Platz, aber ich hab möglichst gerne meine ganze Musik auf meinem MP3- Player. Und das, aus Gründen der Redundanz, gerne in gleicher Qualität.
        Problem atm ist eben, dass ich so oder so mehr Musik habe, als auf meinen 20GB Player passt.
      • Von IronheadHaynes PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von Harlekin

        Möglich, muss aber nicht sein.
        Außerdem hat nicht jeder eine Anlage, bei der der Unterschied so deutlich werden kann. Zumal die Verwaltung von .mp3 Dateien schon etwas Ressourcenschonender ist.
        Wie gesagt, wozu das Ressourcenschonen ?
        Damit man 82 % seiner 1 TB-HDD frei hat ?

        Zitat von Harlekin
        Außerdem gibts ja verlustfreie Verfahren, die die Anbieter immerhin unterstützen könnten, wenn sie denn wollten...
        Jopp, ganz genau.

        Zitat von Harlekin

        Echt? Von dem Naturgesetz hab ich noch nichts gehört. Dass es viele gerne so hätten ist eine andere Sache. Dass man sich deswegen dem Beugen muss sehe ich aber nicht...
        Natürlich muss man das nicht, aber dann braucht man sich auch nicht wundern,
        wenn seine Geschäftsmodelle nicht auf breite Akzeptanz und Achtung der breiten Masse stoßen.

        Zitat von Harlekin

        Das klappte aber auch zum Teil nur, weils eben was radikal neues war. Wenn das die breite Masse an Musikern machen würde, würden die weniger bekommen als jetzt.
        Das seh' ich anders. Es ist ja kein Geheimnis, dass Musiker von Labels nur
        einen Bruchteil des Umsatzes erhalten - ganz im Gegenteil zu einem
        Vertriebsmodell wie einem Spendenportal, in dem 100 % der Erlöse beim
        Künstler ankommen. Das macht VIEL aus. Ich bin zu faul, nachzuschauen,
        wie viel Künstler denn nun genau von Labels erhalten, aber ich würd' mal
        schätzen, dass ein Künstler, der bei einem Musik-Label unter Vertrag ist,
        mindestens 10 Alben verkaufen müsste, um den Betrag für sich zu
        erwirtschaften, den ein freier Künstler durch eine 9,99 € Spende verdienen
        würde.
        Bei einem Spendenportal als Vertriebsmodell würden schon 1000 Fans
        reichen, dass der entsprechende Künstler von seiner Kunst leben kann und
        in etwa so viel wie ein normaler Arbeitnehmer verdient. Und das sind recht
        überschaubare Dimensionen, die keinesfalls nur für die ganz großen Musiker
        wie Madonna drin sind. So ein Vertriebsmodell ist natürlich radikal, aber
        würde gleichzeitig auch endlich ein Ausweg aus dem Hypen von
        untalentierten "Künstlern" sein, die so gar keine Ahnung von Musik haben.

        Zitat von Harlekin

        Sehe ich ähnlich. Wobei ich sagen muss, dass es schon sinnvoll ist, wenn man jemanden hat, der sich um die Organisation (also das drum herum) kümmert.
        Natürlich ist es angenehm, aber kein Grundbedürfnis. Wer weiß ? Vielleicht
        sieht in der Zukunft das Beruf(ung)sbild des Musikers auch das Fach
        "Musik-Management" im Studium vor. Das ist nichts unübliches, Architekten
        haben ja auch im Studium die Fächer "Bau-Management" und "Baurecht" .
      • Von Harlekin PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von IronheadHaynes
        Teuer Geld in einer Höhe hinblättern, als
        wenn man sich umgerechnet richtige CDs kauft,
        Beim preis gebe ich dir Recht. Der ist für das Gebotene wohl zu teuer. Immerhin sparen die sich einen ziemlichen Kostenrattenschwanz bei der Dirstribution und Produktion.

        Zitat
        OHNE CD-Qualität - hört mal
        über eine gute Anlage (z.b. das Creative GigaWorks s750) zu erst einen
        320 kbit-Mp3-Song, und legt DANN die richtige CD rein und hört den selben
        Track zum Vergleich von der CD; euch würden die Schuppen von den
        Augen fallen -
        Möglich, muss aber nicht sein.
        Außerdem hat nicht jeder eine Anlage, bei der der Unterschied so deutlich werden kann. Zumal die Verwaltung von .mp3 Dateien schon etwas Ressourcenschonender ist.
        Außerdem gibts ja verlustfreie Verfahren, die die Anbieter immerhin unterstützen könnten, wenn sie denn wollten...

        Zitat
        und teilweise noch immer OHNE Souveränität über die
        erworbenen Produkte (Stichwort: DRM). Leute, mal im Ernst. Wie KANN man nur ?
        Ja, naja... es gibt ja mittlerweile schon einige O-Shops mit DRM freier Musik. Auch von den Majors. Das setzt sich jetzt nach und nach durch.

        Zitat
        Weil das ganze Konzept der Musik-Downloadportale gegen eines
        der fundamentalen Naturgesetze des I-nets verstößt:
        All datas for free - alle Daten sind frei im Sinne von kostenlos.
        Echt? Von dem Naturgesetz hab ich noch nichts gehört. Dass es viele gerne so hätten ist eine andere Sache. Dass man sich deswegen dem Beugen muss sehe ich aber nicht...

        Zitat
        In i-net-tauglichen Vertriebsmodellen muss man dem User mehr
        Souveränität einräumen; etwa durch Spendenportale. Die Nine Inch Nails
        habens vorgemacht, Radiohead sind nachgezogen,
        Das klappte aber auch zum Teil nur, weils eben was radikal neues war. Wenn das die breite Masse an Musikern machen würde, würden die weniger bekommen als jetzt.

        Zitat
        die Musik-Industrie ist heutzutage
        so sinnvoll wie 200 Landarbeiter in der Landwirtschaft statt eines Traktors.
        Sehe ich ähnlich. Wobei ich sagen muss, dass es schon sinnvoll ist, wenn man jemanden hat, der sich um die Organisation (also das drum herum) kümmert.
      • Von IronheadHaynes PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von aurionkratos
        Bei 320 kbit/s sollte ein normaler Mensch bei einer noch so guten Anlage keinen Unterschied hören.
        Ja genau, das bekommt man in der Theorie viel zu hören.
        Ungeklärt bleibt hingegen welche Parameter diesen Äußerungen zugrunde liegen;
        wie heißt es noch so schön ? Trau' keiner Statistik, die du nicht selbst
        gefälscht hast. Meine persönliche praktische Erfahrung zu dem Thema ist,
        dass meine akustische Wahrnehmung durch Mp3s schon so degeneriert
        war, dass ich gar nicht mehr gehört habe, wie platt und detaillos Mp3s
        eigentlich klingen. Wie sollte ich auch ? Ich hab' mich dran gewöhnt ! Erst
        mit der Zeit als ich regelmäßig CDs über eine gute Anlage hörte, hab' ich
        erst so richtig bewusst wahrgenommen was der klangliche Unterschied
        zwischen einer Mp3 und der Original-CD ist.
        Fakt ist, dass durch die Mp3-Kompression - und wenn sie noch so "hochwertig" ist -
        Daten von der CD schlichtweg verloren gehen. Und an dieser Stelle sollte
        man sich fragen, ob das überhaupt noch sein muss.
        Früher, als die HHDs klein und die I-net-Zugänge im Vergleich zu heute
        ziemlich schmal geraten waren, war die Mp3 DIE Lösung, um große Mengen
        an Musik digital anzuhäufen und über die neuen Vertriebswege des I-nets zu
        vertreiben und verfügbar zu machen. Zumindest war so der Stand um die
        Jahrtausendwende. Nun sind jedoch fast 10 Jahre seitdem vergangen.
        Die ISDN-Zugänge sind 6 Mbit-DSL-Zugängen und 16 Mbit-DSL2-Zugängen
        gewichen, die 64 GB-HDDs sind 1 TB-HDDs mit SATA-Anbindungen gewichen.
        Worauf ich hinaus will ist, dass die technologischen Restriktionen von damals,
        welche die Mp3 so attraktiv machten, schon längst passé sind.
        Die Industrie hört es nicht gerne, weil damit Umstellungen verbunden sind, und
        ignoriert es, aber die Halbwertzeit der Mp3 ist schon längst überschritten.
        Man muss Musik nicht mehr beschneiden, um sie im großen Stil zu
        vertreiben und zu besitzen. Es gibt schon seit mindestens 6 Jahren
        verlustfreie Audioformate wie Ape und flac, mit denen man seine
        CD-Sammlung 1:1 bitgenau auf dem PC sichern kann. Solche Audioformate
        sind wie WinRAR für die Musikwelt: 50%-ige Kompression, aber kein
        Datenverlust; nach dem Entpacken (übernehmen entsprechende Player wie
        foobar2000) hat man die Datei in ihrer ursprünglichen Form vor sich.
        Was man bei der ganzen Diskussion noch bedenken sollte ist, dass
        das "Mutter-Medium" an sich, die CD, selbst auch schon total veraltet ist.
        Stichwort: SACD. Die SACD ist der Nachfolger der CD, ist schon 10 Jahre
        alt, und konnte sich aufgrund des fehlenden Supports, der Geldgier und der
        Paranoia der Musik-Industrie nie richtig etablieren. Heute ist die SACD ein
        bedeutungsloses Nischenprodukt, das man nicht mal über den PC abspielen
        kann. Es ist eigentlich unnötig, zu erwähnen, dass die SACD klanglich die
        CD in den Schatten stellt, aber der Vollständigkeit halber seien hier mal
        einige Veränderungen angesprochen: Echte Mehrkanal-Ausgabe, höhere
        digitale Auflösung des Audiosignals, deutlich erweiterter Dynamikumfang,
        kein Downsampling mehr, um nur einige Veränderungen zu nennen.
        Um die Sache etwas abzukürzen: Heutzutage ist die Audio-CD an sich
        schon eine klangliche Einschränkung; analog dazu ist die Mp3 die klangliche
        Einschränkung der Einschränkung.
        Du hast angeführt, dass das eigentliche Problem ist, dass das Mp3-Format
        nicht ausgeschöpft wird, sondern noch immer hauptsächlich lediglich
        128 kbit- und 192 kbit-Mp3s vertrieben werden; wie bereits ausführlich
        angesprochen ist dies nicht das Hauptproblem, sondern lediglich eine
        Verschärfung des Problems (Die Einschränkung, der Einschränkung, der
        Einschränkung ! ). Es stellt sich jedoch grundsätzlich die Frage:
        Warum überhaupt noch Mp3 ?
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