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Games World
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      • Von Scholdarr BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Thilo
        Deine Meinung zum Thema Bezahl-Mods hast Du ja ausgiebig präsentiert, insofern überrascht mich Deine Ansicht zum Zurückrudern jetzt nicht wirklich.

        Das Problem ist doch, dass es ein konstruktiver Diskurs kaum möglich ist, wenn man den Leuten einfach so ohne Vorwarnung etwas vor den Latz knallt, was mit Ansage vielen/einigen nicht schmecken wird. So funktioniert Kommunikation nicht, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Die Diskussion wurde von Valve nicht im Vorfeld gesucht, sondern hinterher. Das kann nicht funktionieren bei so einem polarisierenden Thema. Von daher ist das der einzig richtige Schritt von Valve, das Ganze jetzt erst mal wieder aus dem Verkehr zu ziehen.

        Insofern finde ich es erschreckend naiv von Valve zu glauben, dass so eine drastische Änderung keinen Shitstorm auslöst.
        Naja, "vor den Latz geknallt" ist hier imo nicht wirlich der Fall. Das wäre so gewesen, wenn man das bei einem neuen Blockbuster eingeführt hätte, z.B. bei einem NEUEN TES. Skyrim ist doch hingegen ne olle Kamelle, die sich prima als Experimentierstube geeignet hätte.

        Und natürlich muss man mal irgendwie und irgendwo anfangen. Zumal es ja eigentlich nichts wirklich Neues ist und Valve dasselbe Modell schon seit Jahren für die eigenen Spiele (z.B. TF 2) betreibt. Wer sich in der Industrie eine wenig auskennt, muss eigentlich auch wissen, dass Valve dieses Modell für 3rd Party Publisher schon länger propagiert. So gab es dazu z.B. schon vor über einem Jahr Vorträge von Valve, wie man als Publisher/Entwickler den Workshop in Zukunft als Möglichkeit zur zusätzlichen Kapitalisierung nutzen könnte (wenn es gewünscht wird, kann ich das Video dazu noch mal raussuchen...). Aus "heiterem Himmel" kam das also imo keinesfall. Es kam vielleicht für einige überraschend, die Valve, Steam und den Workshop nicht eingehend verfolgen, das mag durchaus sein. Komisch ist daran nur, dass es zumindest den Herren Redakteuren aus der Videospielpresse bekannt sein müsste. Komisch ist daran auch, dass man bisher kein Wort zu den Plänen Valves mit dem Workshop verloren hat, obwohl die schon seit Monaten/Jahren bekannt sind. Komisch ist daran, dass die Journalisten, die darüber schon lange Bescheid wissen müssten, jetzt so tun, als wäre das eine völlige Überraschung ohne jegliche Vorankündigung. Um also auf das Thema Diskussion bzw. Feedback zurückzukommen. Die Spielejournalisten hatten bisher auch offensichtlich überhaupt kein Interesse das Thema öffentlich zu diskutieren...

        Und ganz ehrlich, was löst den heutzutage KEINEN Shitstorm mehr aus im Internet? Da reicht es ja heute schon, wenn ein beliebiger Trailer gefühlte 1% schlechter aussieht als der vorige, und das Internet explodiert fast. Das ist imo kein Maßstab mehr. Und manchmal bedarf es einfach auch "radical change", weil man es inkrementell niemals durchsetzen könnte (wobei das vorher in der Tat nicht immer so leicht abzuschätzen ist), weil die Widerstände einfach viel zu groß sind. Das ist in der Organisationstheorie ein bekanntes Phänomen. Ob das jetzt also naiv von Valve war, weiß ich nicht. Ich gehe eher davon aus, dass sie es einfach mal ausprobieren wollten und dafür eigentlich mit Absicht so einen alten Schinken wie Skyrim herangezogen haben, den heute nur noch Liebhaber zocken, während der Mainstream davon schon längst gelangweilt ist. Hat man den Shitstorm unterschätzt? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Mit irgendeinem Shitstorm hat man bestimmt gerechnet, aber vielleicht trotzdem gedacht, dass es mehr "konstruktive" Stimmen gibt. Naja, hinterher ist man bekanntlich immer schlauer...

        Edit: eine kleine Anmerkung noch zum so oft kritisieren Preisgefüge bzw. der Aufteilung der Gewinne. Es ist erstaunlich, wie viel Unwissenheit bei diesem Thema grassiert. Leute, die sich ein wenig mit Spieleentwicklung auskennen, müssten hingegen wissen, dass professionelle Entwicklerstudios in den allermeisten Fällen auch nicht mehr als 25% der Einnahmen bei einem klassischen Publishingvertrag bekommen (im Endeffekt). Da gehen genauso 30% für Steam drauf und ca. 45-50% bekommt der Publisher. Das Preismodell für Mods hat sich also ganz einfach am branchenüblichen Preismodell orientiert und war von daher betrachtet durchaus "fair". Warum Modder hingegen mehr bzw. einen höheren Anteil an den Einnahmen bekommen sollten, entzieht sich meinem Verständnis. Schließlich bauen Modder meist nur auf dem schon vorhandenen Material auf bzw. kombinieren es neu. Als Entwickler würde ich mir hingegen ziemlich verarscht vorkommen, wenn ich selbst nur 25% bekomme vom großen Topf, Modder später aber mehr als das, obwohl sie "nur" mit meinen Assets arbeiten. Muss man sich einfach mal durch den Kopf gehen lassen...

        Edit 2: Ich hab das Video von den Steam Dev Days jetzt doch noch mal rausgesucht. Die Dev Days fanden übrigens im Februar 2014 statt, also vor über einem Jahr. Ich empfehle allen, die von Steams Plänen mit dem Workshop "überrascht" waren, mal ab ca. Minute 20 gut zuzuhören. Denn neu ist das alles gar nicht. Und ganz so "naiv" hören sich die Pläne für mich persönlich auch nicht an...

        https://youtu.be/SRyUpR4q...

        Edit 3: DAS ist übrigens mal gute und umfassende Berichterstattung zum Thema. Investigativ, unvoreingenommen und gut recherchiert: Facing extreme abuse, Skyrim modders defend paid work | Polygon (nicht vom Titel abschrecken lassen...)
        Da könnte sich PCGH mal eine Scheibe von abschneiden...
      • Von Stryke7 Lötkolbengott/-göttin
        Da krieg ich doch glatt Pipi inne Augen. Valve ist doch noch der Auserwählte, und nicht der, der die Macht ins Dunkel stürzt

        Das ist es eben, was sie von EA und co unterscheidet. Sie hören tatsächlich darauf was ihre Kunden wollen.

        Die Rückzahlung aller bisheriger Käufe rundet das ganze echt ab.
      • Von Bevier Software-Overclocker(in)
        Zitat von NatokWa
        Ich denke das die ganze Sachen AN SICH gar keine so schlechte Idee war , würde das auch eigendlich unterstützen ...

        Der Entscheidende Fehler der gemacht wurde ist und bleibt die AUFTEILUNG der Kohle , wo derjenige der die ganze arbeit gemacht hat am ende mit nem Hungertuch da steht und die beiden anderen Parteien sich zusammen 75% einstreichen , DAS ist nicht Gerecht und einen Shitstorm wie den erlebten absolut würdig .

        Dreht die Verteilung um , 10% für Valve (Platform , Serverplatz etc.) und 15% für den Spieleentwickler (in diesem Fall Bethesda)als eine art Lizensgebühr o.ä. und schon sieht die Welt gleich GANZ anders aus .

        VERNÜNFTIGE Modder würden dann ihre Mods schlicht in 2 Versionen anbieten , eine Light und eine Full (letztere als Bezahl) wo in ersterer nur ein paar Features fehlen oder schwächer ausgeprägt sind (oder schlicht ne ältere Version) und schon ist die sache für BEIDE Seiten vertrettbar .
        Wie oft habe ich das schon gelesen, dass die Verhältnisse aus dem Ruder laufen würden? Eigenltich schon zu oft, denn Valve verlangt von jedem verkauften Titel, Programm, was weiß ich was, seine 30% Anteil. Vom Jedem, Indie-Entwickler, Riesenpublisher (einer der Gründe, warum EA und Ubisoft ein eigenes, ähnliches DRM-System aufbauten und teilweise überhaupt nicht mehr über Steam vertreiben) und eben auch vom 08/15-Modder. Sie machen keine Sonderkonditionen für irgendwen. Sie haben trotzdem ihren Erfolg und ihre ausreichenden Einnahmen. Also warum etwas daran ändern, wers nicht will, braucht nicht über Steam vertreiben.
        Bethesda hingegen gehört das geistige Eigentum an Skyrim. Die 45% sind für die Nutzung dieses fremden Eigentums für eigene Geschäfte sogar noch weit unter dem Durchschnitt. Normal sind in solch einem Fall deutlich über 50%. Daher ist das Angebot für die Modder sogar relativ fair (im Schnitt werden für eine solche Angelegentheit Summen im mittleren 5stelligen Bereich fällig, was sicher kein Modder einnehmen kann aber für die Nutzung der Marke Skyrim rechtlich einklagbar ist, sobald er auch nur einen Cent daran verdient hat!). Natürlich bleibt wenig bei ihnen hängen aber dafür nutzen sie ein System mit bekannten Nachteilen für den Vertrieb (fester Anteil an den Einnahmen an Steam) und versuchen mit fremdem, geistigen Eigentum Geld zu machen. Wenn sie ohne dieses Theater Kohle machen wollen, sollten sie versuchen selbst etwas zu erfinden, zu programmieren und es dann als vollständig selbst entwickeltes Spiel vertreiben (es gibt genügend erfolgreiche Indie-Entwickler als Beispiel).
        Sonst sollten Mods eben das bleiben, was sie bisher auch waren, ein Hobby, dass man mit anderen Fans eines Spiels teilen möchte!
      • Von Firestream Schraubenverwechsler(in)
        Die computerspielwutbürgergutmenschenkrieger haben gegen den pösen pösen pösen Kapitalismus gewonnen...
      • Von SnakeEater87 Schraubenverwechsler(in)
        Für mich ebenfalls die beste News der Woche! Obwohl....eher die beste News des Monats. Ich war ebenso wie fast der Rest empört darüber als am Freitag? die Kostenpflichtigen Mods eingeführt wurden. Dachte dies sei ein sehr später April Scherz gewesen. Um so mehr war ich Fassungslos als ich merkte das es deren ernst war.

        Vorweg: Ich finde es ja legitim das man "modder" unterstützen will. Und ja es gibt durch aus Mods wo man was Spenden sollte.
        Sollte man solche Leute unterstützen? Ja gewiss und finde die "Grund Idee" von Valve auch nicht schlecht Modder zu unterstützen. Aber nicht wenn man das Geld aus den Taschen ziehen will.

        Erst mal die 25% an den Modder nur waren ein Witz. Dieser hat die meiste Arbeit/Ärger und soll den wenigsten Anteil bekommen?
        Zum anderen halte ich es falsch Mods Kostenpflichtig zu machen. Bei den "Befürworter" von Valves Mod System lese ich z,B oft: Ja aber die Modder haben da viel Arbeit/Zeit investiert.
        Ja das haben sie. Aber hat sie dazu jemand gezwungen? Ich respektiere jeden Modder der da was großes auf die Beine stellt (Freiwillig) Uns Spieler dann aber zu Kasse bitten um sein "Werk" nutzen zu können halte ich für sehr Fragwürdig. Vor allem wenn es in der Vergangenheit immer schon Kostenlos war.

        Warum ist das jetzt ein Problem? Soweit ich das mitbekommen habe war Geld nie Thema bei den Modder. Und wenn überhaupt in Form einer freiwilligen Spende.
        Nun auf einmal geht es nicht mehr ohne? Modder hatten sich unterstützt,Inhalte geteilt,Ihre Werke respektiert und das tolle Feedback der Commnuity eingeholt.

        Nun kam am Freitag die Bezahlmods und was haben wir gesehen? Modder wurden bedroht ( Finde ich nicht lustig und übertrieben) Modder haben andere Modder beschuldigt deren Inhalte geklaut zu haben und diese nun selber zu verkaufen. Die ganze Idee dahinter hat in dne letzten Tagen eine Hässliche Seite zum Vorschein gebracht. Nämlich wie sehr Geld den Menschen ändern kann. Bei Geld hört ja bekanntlich auch die Freundschaft auf.

        Und genau deshalb war ich auch gegen das System.

        Modding soll weiterhin bitte ein freiwilliges Hobby bleiben und vor allem: Kommerziell Frei bleiben!

        Ob da nun was in ähnlicher Form zurück kommt bezweifle ich etwas. Könnt ihr euch noch an MS erinnern? Die wollten damals mit der Einführung von GFWL von uns Pclern ebenfalls Online gebühren haben für das Online Spielen. ( MS wird sich gedacht haben was auf der 360 so gut klappt, können wir auch am PC machen) Auch hier gab es ein Shitstorm und MS ist zurück gerudert obwohl man hier auch eine Geldquelle gehabt hätte.

        Und in Gegensatz zu MS, hat Valve/Steam ein sehr gute Ruf zu verlieren bei den PC Spielern. Steam hat sich über die Jahre hinweg in den Herzen der PCler eingeschlossen. Sei es durch gute Spiele,guten Aktionen ( Steam Sals,Commnuity Funkionen ect) oder weil für viele Gabe Newell für viele der gute Papa ist^^

        Beide ( Valve&Gabe) haben aber in den letzten Tagen ein enormen Shitstorm eingefahren. Viele sehen Gabe nun nicht mehr als die tolle Person der den PC liebt, sondern als Geld geilen ( Oh welche Überraschung ) Ebenso Valve. Ja ja Steam ist ein Monopol. Dennoch sollte man z.B GoG nicht unterschätzen.

        Ich glaube und kann mir nicht vorstellen das Valve da so schnell wieder ankommt und das einführen wird nur schöner Verpackt. Daher glaube ich auch das wir zumindest die ersten Jahre erst mal Ruhe haben.

        Ich bin jeden Falls froh das man gekippt hat. ich würde den "Shitstorm" auch nicht als Rumjammern bezeichnen. Für mich zeigte es, das die PC Gamer dieses System einfach nicht haben wollten. Es wurde denen von 0 auf 100 vor der Nase gesetzt. Und dann braucht man sich wirklich nicht wundern wenn da viele Sauer reagieren.
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Valve verabschiedet sich von Bezahl-Mods
Marc C. Hatke fasst für euch in unserem neuen News-Format aktuelle Neuigkeiten aus der Welt der Computer- und Videospiele kurz und bündig zusammen. In der ersten Episode geht's um das Aus von Bezahl-Mods auf Steam. Valve hat die optionale Bezahlschranke aufgrund von Community-Protesten entfernt.
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28.04.2015
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