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    Verzerrungen: Sonys Cineza ist derzeit fast der einzige Projektor, der auch eine horizontale Trapezkorrektur, Side Shot genannt, anbietet. Verzerrungen: Sonys Cineza ist derzeit fast der einzige Projektor, der auch eine horizontale Trapezkorrektur, Side Shot genannt, anbietet. Dank ihrer Bilddiagonale sorgen sie für echtes Kino-Feeling: die Projektoren. Der Traum jedes Cineasten eröffnet auch Spielern ungeahnte Dimensionen.
    Projektoren, auch Video-Beamer genannt, sind so preiswert wie nie zuvor. Mit einem Einstiegspreis von etwa 2.500 Euro sind sie zwar immer noch nicht richtig günstig, aber im Vergleich zu manchem Großbildfernseher eine interessante Alternative. Beamer sind klein, leicht, bieten sehr große Bilddiagonalen und verbrauchen relativ wenig Strom (ca. 200 Watt). Nachteile sind bei einigen Modellen störende Betriebsgeräusche und teure Ersatzteile.
    Eine Frage der Auflösung [Für Fortgeschrittene]
    Extrem wichtig beim Kauf eines Projektors ist die Auflösung des Gerätes. Sie ist entscheidend dafür, welche Modi der Projektor darstellen kann. PAL (Phase Alternation Line) ist in den meisten europäischen Ländern die Standard-Farbfernsehnorm. Die Auflösung beträgt 833x625 Bildpunkte, was einem Verhältnis von 4:3 entspricht. Um den Verlust der sichtbaren Fläche, etwa durch den Fernsehrahmen, auszugleichen, werden aber nur maximal 768x576 Bildpunkte bei 25 Bildern pro Sekunde zur Darstellung genutzt. DVD-Video und die digitale Fernsehnorm DVB nutzen das Videokompressionsverfahren MPEG-2. Die Spezifikation für MPEG-2 deckt dabei einen weiten Bereich von PAL (768x576) bis zum 1.152-zeiligen HDTV-Format (High Definition Television, 2.048x1.152) ab. In der Regel bleiben aber beide Medien, DVD und DVB, innerhalb der PAL-Spezifikationen. Die niedrigauflösende VHS-Kassette (320 x240) und die Video-CD (352x 288) nutzen das so genannte "Viertel-PAL" oder SIF-Format. Verschiedene Spielkonsolen und PCs sind in der Lage - ein geeigneter Grafikchip und Anzeige vorausgesetzt - bis zu 2.048x 1.536 Punkte (QXGA) darzustellen. Mit dem bereits angesprochenen HDTV wurde Anfang der 90er das 16:9-Seitenverhältnis (1,77:1) eingeführt. Dieses ist zur originalgetreuen Wiedergabe von Breitbildformaten wie dem 35-mm-Kinofilm, auch Widescreen (1,85:1) genannt, wesentlich besser geeignet als das "normale" 4:3-Format. 16:9 ist aber nicht an die HDTV-Norm gebunden. PALplus (1.024x576) ist die entsprechende Variante für die PAL-Fernsehnorm. Einige Fernsehprogramme senden teilweise Spielfilme und Sendungen in diesem Format.
    Es gibt verschiedene Methoden, ein Breitbild-Format auf das 4:3-Seitenverhältnis anzupassen: Bei Pan&Scan wird auf einem 4:3-Bild nur ein Ausschnitt des Originals gezeigt - der Rest wird einfach abgeschnitten. Oft erkennt man so entstellte Filme daran, dass im Vor- und Abspann Teile des Textes an den Seiten fehlen. Etwas besser ist die Letterbox-Methode, bei der das Originalbild quasi gezoomt wird. Es wird so verkleinert, dass es von der Breite her in ein 4:3-Bild passt. Um die in der Höhe fehlenden Bildinformationen - das verkleinerte 16:9-Bild hat weniger Zeilen - auszugleichen, werden oben und unten zwei schwarze Balken angezeigt. Nur so genannte anamorph kodierte Filme nutzen in allen Formaten das volle Bild. Hier wird das Originalkinobild im Verhältnis 4:3 verzerrt aufgenommen (anamorph). Bei der Wiedergabe in einem 16:9-System wird das Bild wieder entzerrt und in einem vollen oder annähernd originalen Seitenverhältnis dargestellt. Lediglich das Verhältnis, nicht die Auflösung, wird geändert. Anamorph kodierte Filme werden auf einem 4:3-PAL-Gerät allerdings wegen der fehlenden Spalten nur mit reduzierter Bildqualität wiedergegeben. Die zusätzlichen Spalten werden rausgerechnet (von 1.024 auf 768). Wie man sieht, arbeiten die meisten audiovisuellen Medien wie Fernsehen, DVD und Konsolen innerhalb der PAL-Spezifikationen (768x576). Darum genügt für den alltäglichen Einsatz ein Projektor mit SVGA-Auflösung (800 x600) vollkommen aus. Zur optimalen Wiedergabe von Widescreen-Aufzeichnungen ist aber ein XGA-fähiges Gerät (1.024x 768) zu empfehlen.
    Es werde Licht [Für Einsteiger]
    Weitaus wichtiger ist beim Projektor die Frage der Lichtstärke. Sie wird in ANSI-Lumen (lm) gemessen, und je nachdem wie groß diese ist, vergrößert oder verkleinert sich der maximal mögliche Abstand vom Projektor zur Leinwand, bei dem noch ein scharfes Bild projiziert wird. Man kann diesen Abstand zwar durch den Einsatz von Objektiven beeinflussen, muss aber unter Umständen Abstriche bei der Qualität machen. Die Störwirkung äußerer Lichtquellen hängt davon ab, wie gut die Lichtstärke und der Kontrast des Beamers sind. Sonnenlicht ist dabei ein wesentlich größeres Problem als künstliche Beleuchtung. So wird ein Projektor erst als tageslicht-tauglich bezeichnet, wenn er bei voller, indirekter Sonneneinstrahlung immer noch ein scharfes und kontrastreiches Bild liefert. Indirekt heißt, das Licht fällt nicht direkt auf die Leinwand oder die zu projizierende Fläche. Für die Tageslicht-Tauglichkeit sind mindestens 800 bis 1.000 ANSI-Lumen und ein Kontrastverhältnis von 350 bis 400 zu 1 notwendig (die hellen Pixel sind 350- bis 400-mal stärker als die dunklen).
    Die LCD-Projektionstechniken [Für Fortgeschrittene]
    Die Mehrheit aller Video-Projektoren in der Einstiegsklasse sind so genannte LCD-Projektoren (Liquid Crystal Display). Bei dieser Technik wird ein briefmarkengroßes, teiltransparentes LC-Display wie ein Dia durchleuchtet. Als Lichtquelle kommt bei heutigen Geräten eine UHP-Lampe (Ultra High Performance) zum Einsatz. Das Licht durchleuchtet das LCD und wird anschließend durch ein optisches System, bestehend aus Spiegel(n), Linsen und Objektiven, auf die Wand projiziert.
    In Sachen UHP-Lampen hat sich in den letzen Jahren einiges getan. Philips, der Erfinder der UHP-Lampe, hat mit seinem neuesten Gerät, dem Monroe (siehe weiter unten), eine neue Generation von 120-Watt-UHP-Lampen eingeführt. Laut Herstellerangabe hat diese eine unglaubliche Lebenszeit von 6.000 Stunden bei einer konstanten Lichtleistung von mindestens 70 Prozent über die gesamte Zeit. Allerdings gilt das nur für den Idealbetrieb: Nach drei Stunden Betrieb muss die Lampe abgeschaltet werden und auskühlen. Im Vergleich dazu haben die meisten Projektoren-UHP-Lampen mit 180 bis 200 Watt Leistungsaufnahme eine durchschnittliche Lebenszeit von etwa 2.000 bis 3.000 Stunden. Herstellerangaben sind allerdings grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen, jeder Hersteller ermittelt seine Werte anders und es ist derzeit nicht möglich, diese Angaben im Labor nachzutesten - das würde zu lange dauern. In diesem Fall muss man auf die Angaben der Hersteller bauen.
    Kauftipps [Für Einsteiger]
    Vor dem Kauf eines Projektors sollte man sich ausgiebig Gedanken darüber machen, wo und wann das Gerät eingesetzt werden soll. Ist diese Frage geklärt, sollte man sich zunächst an Lichtstärke und Kontrast orientieren. Beide Werte sind bis zu einem gewissen Grad voneinander abhängig - ein höherer Kontrast kann einen niedrigeren Lumen-Wert unter Umständen wieder ausgleichen und umgekehrt. Wer den Projektor nicht nur in absoluter Dunkelheit nutzen möchte, sollte aufgrund unserer Tests auf mindestens 700 ANSI-Lumen bei einem Kontrastwert von etwa 400:1 Wert legen. Da bei Projektoren auch die "Farbe" Schwarz mit "weißem" Licht ausgestrahlt werden muss, gilt nicht: Mehr ist besser. Je stärker das Licht ist, umso schwieriger wird es, einen guten und vor allem dunklen Schwarzwert zu erreichen - wir empfehlen einen Wert um die 1.000 ANSI-Lumen. Herstellerangaben über den Geräuschpegel gelten bestenfalls als Orientierung. Dabei sollte der angegebene Wert unter 35 dB liegen - richtig "leise" wird es aber erst um 30 dB! Am besten ist eine Live-Vorführung bei einem nahe gelegenen Händler mit passendem Showroom. In puncto Anschlüsse sind drei Dinge für den täglichen Gebrauch wichtig: S-Video für den DVD-Player und Konsole, Composite (gelber Cinch-Stecker) für VHS und eine VGA-Buchse für den Anschluss an den PC. Entscheidend dürfte letztendlich der Anschaffungspreis sein. 2.500 Euro sind für den Projektor und etwa 500 Euro für eine halbwegs anständige Leinwand einzuplanen. Wichtig: Projektoren haben keinen TV-Tuner und darum sollte auf jeden Fall ein Gerät mit eingebautem Tuner im Haus vorhanden sein.
    Geräte aus der Einstiegsklasse [Für Einsteiger]
    Als absoluter Preisbrecher kann der VT440 aus dem Hause NEC eingestuft werden. Im freien Handel wird das Gerät bereits ab 2.500 Euro angeboten. Der VT440 ist ein sehr leiser XGA-Projektor und hat eine ordentliche Lichtleistung (wahlweise 900 oder 1.100 ANSI-Lumen) bei hohem Kontrastwert (400:1). Eine Ersatzlampe kostet 400 Euro und hält bis zu 3.000 Stunden. NEC bietet mit dem VT440 ein Profi-Gerät zum Preis der Einstiegsklasse. Der auf der IFA vorgestellte Sony Cineza VPL-HS1 und der Philips Monroe sind ebenfalls eine Überlegung wert. Die beworbene 16:9-Unterstützung ist beim Monroe allerdings nicht "echt" - sie wird im Letterbox-Verfahren emuliert. Laut Herstellerangabe hat die Lampe des Monroe eine extrem lange Lebensdauer von 6.000 Stunden. Wenn der Wert stimmt, schlägt dieses Gerät bei der Wirtschaftlichkeit alles bisher da Gewesene.
    Da kann selbst der Sony mit 2.000 Stunden durchschnittlicher Lebensdauer kaum mithalten - dafür ist dieser Projektor leiser. Der kleine Sony-Projektor wurde in Hinsicht auf den Einsatz im Heimkino-Bereich mit einer ähnlichen Kühltechnik wie beim großen Bruder VPL-VW11HT ausgestattet. Diese ist so gut, dass das Gerät auch nach achtstündigem Betrieb nur leicht erhitzt ist und dennoch mit dem Lautstärkepegel unter 30 dB bleibt - kaum wahrzunehmen. Beide Geräte sind ohne stärkere Raumverdunkelung einsetzbar und kosten in der Anschaffung etwa das Gleiche - rund 3.000 Euro.
    Hi-Tech [Für Profis]
    Zwei erwähnenswerte Geräte aus der Profi-Liga sind der Sony VPL-VW11HT und der Toshiba TLPMT7. Beide Geräte erreichen SXGA-Auflösung - im echten 16:9-Format. Der Sony kann wegen seiner drei um etwa 13 Prozent größeren LCD-Panels 3,15 Millionen (1.366x768x3), der Toshiba "nur" 2,77 Millionen (1.280x720x3) Bildpunkte darstellen. Der Kontrast ist beim Sony mit 700:1 wesentlich stärker, wodurch auch die Schwarzwerte bei vollem Tageslicht noch gut projiziert werden. Ein farbenkräftiges und scharfes Bild und der fast unhörbare Lüfter machen ihn zum Traum eines jeden Cineasten. Auch der MT7 ist angenehm ruhig, bietet ein sattes und scharfes Bild, hat aber mehr Einstellmöglichkeiten als der Kontrahent. Insbesondere die Stromsparfunktion, die das Gerät nach fünf Minuten ohne Videosignal abschaltet, ist ein nützliches Feature. Eine Entscheidung zwischen den beiden ist eine Frage des persönlichen Eindrucks.

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17.04.2002
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