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  • Optimal aufrüsten

    Optimal aufrüsten Das Wechseln einer Grafikkarte ist manchmal schwerer als ursprünglich erwartet. Wie Sie die Aufgabe perfekt meistern, schildern wir Ihnen anhand einer Nvidia-Karte auf den kommenden Seiten.
    Die bei vielen Komponenten ist es auch beim Grafikkartenwechsel mit einem einfachen "Alte Hardware raus, neue Hardware rein" nicht getan. In unserer Serie "Optimal aufrüsten" zeigen wir Ihnen dieses Mal, wo die Tücken beim Tausch einer Nvidia-Grafikkarte liegen und wie Sie diese am besten umgehen.
    Treiber deinstallieren
    Arbeitsmaterial: Treiber
    Vor dem Ausbau der alten Platine müssen Sie sich zuerst einen aktuellen Treiber für den neuen Beschleuniger besorgen. Prinzipiell spricht nichts gegen die Verwendung von Beta-Treibern, zu finden unter www.warp2search.com. Meist werden diese ohne Setup-Routine angeboten, müssen also manuell installiert werden. Entpacken Sie dazu die Treiber-Datei in ein Verzeichnis auf die Festplatte (beispielsweise C:\Detonator 27.30). Von Nvidia freigegebene Treiber werden mit einem Installer ausgeliefert, so dass Sie die Datei nur auf dem Desktop platzieren müssen. Anschließend geht es an die saubere Deinstallation der alten Treiber. Über "Start" - "Einstellungen" - "Systemsteuerung" gelangen Sie zum Menüpunkt "Software". Im Deinstallationsmenü sollten alle Einträge entfernt werden, die mit der Grafikkarte zu tun haben. Dazu gehören sowohl Treiber ("Nvidia Windows 95/98/Me Display Drivers"), als auch eventuelle Zusatz-Software, die vom Grafikkartenhersteller mitgeliefert wurde. Nach der Deinstallation fordert Sie Windows zu einem Neustart auf, Sie ignorieren dies aber vorerst.
    Treiberleichen entfernen
    Registry: Diesen Eintrag müssen Sie unbedingt entfernen.	Registry: Diesen Eintrag müssen Sie unbedingt entfernen. Arbeitsmaterial: Treiber
    Die Treiberdeinstallation ist damit noch nicht abgeschlossen. Unerfahrene Anwender sollten nun das Tool Detonator Deleter (www.kb244.com/
    Utils/detdel.htm) verwenden, das automatisch alle Schritte durchführt. Wer selbst Hand anlegen will, sucht über "Start" - "Suchen" - "Dateien/ Ordner" sämtliche Einträge mit dem Suchbegriff "nv*.*" (ohne Anführungszeichen). Entfernen Sie nun alle gefundenen Dateien, die sich in den Ordnern "Windows\System", "Windows\Inf", "Windows\ Inf\Other" befinden. Besonders die Dateien "nvaml.inf" (C:\Windows\Inf) und "nvagp.inf" (C:\Windows\ Inf\Other) müssen Sie entfernen, da die alte Karte sonst bei jedem Neustart wieder erkannt wird. Dateien, die laut Windows gerade verwendet werden, können Sie ignorieren, da diese bei einem Neustart durch das Deinstallationsprogramm automatisch entfernt werden. Verwenden Sie die Treiber des Grafikkartenherstellers, müssen Sie auch nach dessen Einträgen suchen (z. B. "Elsa*.*") und diese entfernen. Verwenden Sie ein weiteres Gerät vom selben Hersteller, müssen Sie genau unterscheiden, welcher Treiber zu welchem Gerät gehört. Abschließend ist ein Blick in die Registry nötig, um die letzten Treiberreste zu entfernen. Geben Sie dazu unter "Start" - "Ausführen" "regedit" ein und suchen Sie nach HKEY_LOCAL_MACHINE. Unter "Software" ist der Eintrag "NVIDIA Corporation" zu löschen. Wird der Treiber des Kartenherstellers verwendet, müssen Sie nach entsprechenden Einträgen suchen. Wer richtig aufräumen will, kann auch alle Unterpunkte unter "Display" löschen (Local Machine - System - Current Control Set - Services - Class), nicht aber den Schlüssel an sich. Nun fahren Sie den Rechner herunter.
    Grafikkarte wechseln
    Wärmeleitpaste: Eine gute Verteilung der Wärmeleitpaste ist Grundlage für den störungsfreien Betrieb. Wichtig ist genug Paste auf dem Zentrum der Chipverpackung. Wärmeleitpaste: Eine gute Verteilung der Wärmeleitpaste ist Grundlage für den störungsfreien Betrieb. Wichtig ist genug Paste auf dem Zentrum der Chipverpackung. Arbeitsmaterial: Handbuch, Wärmeleitkleber
    Bevor Sie die Grafikkarte ausbauen, empfiehlt sich ein Blick ins Mainboard-Handbuch. Hier finden Sie Hinweise zu vorhandenen AGP-Verriegelungssystemen und Tipps zum Ausbau. Während des Kartenwechsels sollten Sie sich vor jedem Arbeitsschritt an einem metallischen Gegenstand entladen (Beispiel: Heizkörper), um nicht eine der Komponenten durch Spannungsstöße zu beschädigen. Ebenfalls wichtig: Ziehen Sie zuerst den Netzstecker ab, bevor Sie die Grafikkarte anfassen. Um bei späteren Übertaktungsversuchen nicht unnötig gebremst zu werden, sollten Sie die neue Grafikkarte vor dem Einbau auf ausreichend Wärmeleitpaste und richtig sitzende Speicherkühler prüfen. Sollte der Hersteller gepatzt haben, müssen Sie selbst Hand anlegen. Entfernen Sie dazu vorsichtig den Lüfter und bringen mehr Wärmeleitpaste zwischen Chip und Kühler auf. Sollte der Speicherkühler den RAM nicht vollständig bedecken, hebeln Sie ihn vorsichtig ab und positionieren ihn mit einem Heatpad oder Wärmeleitkleber neu. Weiterhin ist wichtig, dass der erste PCI-Steckplatz unterhalb des AGP-Slots frei bleibt, um IRQ-Sharing-Probleme zu vermeiden. Versuchen Sie beim Einbau der neuen Grafikkarte nicht, die Karte mit Gewalt in den Steckplatz zu drücken. Achten Sie auf einen sauberen Sitz und stellen Sie wieder sämtliche Kabelverbindungen her. Nachträglich verbaute VGA-Lüfter werden vom Mainboard mit Strom gespeist und müssen entsprechend angedockt werden. Vergewissern Sie sich während des Bootvorgangs, ob der Grafikkartenkühler läuft, indem Sie ein Blatt Papier vor den Kühler halten. Sollte sich dieses nicht bewegen, kontrollieren Sie die Kabelverbindungen.
    BIOS-Anpassung
    AGP-Klammer: Damit die Grafikkarte sicher im AGP-Slot sitzt, haben viele Mainboards Schutzmechanismen vorgesehen. Im Bild ein Mainboard mit AGP-Klammer. AGP-Klammer: Damit die Grafikkarte sicher im AGP-Slot sitzt, haben viele Mainboards Schutzmechanismen vorgesehen. Im Bild ein Mainboard mit AGP-Klammer. Arbeitsmaterial: Handbuch
    Nach dem Grafikkartenwechsel sollten Sie ins Hauptplatinen-BIOS gehen. Drücken Sie dazu nach dem Einschalten des Rechners die "Entf"-Taste. Unter dem Punkt "Advanced" befindet sich das Untermenü "Chip Configuration". Hier wird die AGP Aperture Size nach der Faustregel "doppelte Größe des Grafikkartenspeichers gleich AGP Aperture Size" verändert. Mehr Speicher bringt in der Regel keinen Performance-Gewinn. Zwar ist der Unterschied zwischen AGP-2X- und AGP-4X-Mode verschwindend gering - solange aber Mainboard und Grafikkarte beides unterstützen und keine Instabilitäten zeigen, sollte diese Option für die maximale Leistung genutzt werden. Ändern Sie hierzu den Eintrag "AGP 4X Mode" auf "4X". Wichtig bei Geforce-Karten ist der Punkt "Assign IRQ to VGA" (zu finden unter "PnP/PCI Configuration"). Dadurch wird der Grafikkarte durch das BIOS ein eigener IRQ zugewiesen, ohne den das System mit Abstürzen reagieren kann. Gerade beim Umstieg von PCI-Karte auf AGP-Karte sollte im BIOS der Eintrag "Init Display First" von PCI auf AGP umgestellt werden. Dies wird benötigt, wenn Funktionen wie TV-Tuner und Video-Eingang genutzt werden sollen.
    Treiber installieren
    Hertz Tool: Mit diesem Programm können Sie mit wenigen Mausklicks Einstellungen für die Bildwiederholfrequenz des Monitors machen. Hertz Tool: Mit diesem Programm können Sie mit wenigen Mausklicks Einstellungen für die Bildwiederholfrequenz des Monitors machen. Arbeitsmaterial: Grafikkarten-Treiber
    Nach dem Neustart findet Windows als neue Hardware einen "Standard PCI Graphics Adapter (VGA)" und lädt die Treiberdatenbank. Installieren Sie diesen und bejahen Sie die erneute Aufforderung zum Neustart. Wenn Sie eine offizielle Detonator-Version verwenden, starten Sie anschließend die Setup-Routine und folgen den Anweisungen am Bildschirm. Bei Versionen ohne den Installer geht es in den Gerätemanager ("Start" - "Einstellungen" - "Systemsteuerung" - "System"). Hier klicken Sie die Grafikkarte an und wählen unter "Eigenschaften" - "Treiber" die Option "Treiber aktualisieren" aus. Anschließend wählen Sie den Punkt "Eine Liste der Treiber in einem bestimmten Verzeichnis zum Auswählen anzeigen" - "Diskette" - "Durchsuchen" und verweisen auf das Verzeichnis, das Sie zu Beginn angelegt haben (C:\Detonator 27.30). Hier wählen Sie die Datei "nvaml.inf" und starten die Installation. Nach einem letzten Neustart geht es nun an die Feinabstimmung bei den Treiberoptionen.
    Optimieren der Treiber
    RIVA Tuner: Die Menüs sind zwar versteckt, aber dafür um so umfangreicher. RIVA Tuner: Die Menüs sind zwar versteckt, aber dafür um so umfangreicher. Arbeitsmaterial: Riva Tuner RC10, Hz Tool 1.4
    Die Treiberinstallation allein genügt für maximale Performance noch nicht, der Treiber muss dazu optimiert werden. Mit einem Rechtsklick auf
    eine freie Stelle des Desktops gelangen Sie zu den "Eigenschaften von Anzeige". Über den Punkt "Einstellung" passen Sie Auflösung und Farbtiefe Ihren Wünschen an. Für die Bildwiederholfrequenz bietet sich das Programm Hz Tool 1.4 an, mit dem Sie für jede Auflösung einfach und komfortabel die Bildwiederholfrequenz definieren können. Alle weiteren Einstellungen werden mit dem Riva Tuner vorgenommen, der mehr Optionen anbietet, als im Treibermenü zur Verfügung stehen. Das Programm eig-net sich beispielsweise für das separate Einstellen von VSync und Anti-Aliasing unter Direct3D und OpenGL. Unter Direct3 stellen Sie beim "V-Sync" die Option "Syncronization with vertical retrace" auf "Always off". Unter "Textures" setzen Sie "Degree of Anisotropy" je nach Qualitätsanspruch auf 0 bis 8, unter "Antialiasing" stehen Ihnen mehrere Qualitätsstufen zur Verfügung (Tipp für Geforce3/Geforce4: "Texture Sharpening" unter OpenGL ab Detonator 27.20 aktivieren!). Auch unter OpenGL können Sie die vertikale Synchronisation und Anti-Aliasing aktivieren und deaktivieren. Unter "Rendering Quality" sollte bei "Enable S3TC quality trick" ein Haken gesetzt werden (nicht nötig für Geforce4-Grafikkarten). Zudem können Sie mit dem Riva Tuner in 1-MHz-Schritten die Speicher- und Chiptakfrequenz erhöhen. Auf Wunsch werden beim Windows-Start automatisch diese Werte geladen, so dass Sie nicht jedes Mal von Hand die Taktraten ändern müssen.

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18.05.2002
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